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H.W. McElroy war der Offizier auf der Titanic, der die Verantwortung für die Administration und die Lagerbestände trug. Bei dieser beschwerlichen Aufgabe unterstützen ihn zwei Assistenten, Barker und Denison, die sich um die Verwahrung von Dokumenten kümmerten und für die Wertgegenstände in den Safes des Liners verantwortlich waren. Dem Zahlmeister unterstanden noch mehrere andere Assistenten, die die unzähligen Akten verwalteten und die Schiffsregister ständig aktualisierten. Am 6. April hatte McElroy persönlich die Verladung der immensen Proviantmengen auf die Titanic überwacht. Er legte großen Wert darauf, dass die Jungfernfahrt auch in Hinsicht auf die Qualität und die Vielfalt der angebotenen Speisen ein Zeichen in der Geschichte der Seefahrt setzte. Die oberen Chargen des White Star Managements, die so sehr um gute Beziehungen zur Presse bemüht waren, hatten bereits detailliert die Menüs beschrieben, die den vornehmsten Passagieren serviert würden: Wein und Käse, Kavier und Flusskrebse, schottischer Fasan und Schinken aus Smithfield. Die Qualität der Speisen war ein wichtiger Faktor, um die wirtschaftliche Vorherrschaft auf den Atlantikrouten zu erlangen. Jeden Morgen erstatteten die Schiffsköche dem Zahlmeister Bericht, worauf dieser Anweisungen zur Verteilung der Lebensmittel für den täglichen Bedarf gab. nach dem Kapitän war McElroy der Offizier mit dem engsten Kontakt zu den Passagieren. Anders als die Decksoffiziere, die auf der Brücke arbeiteten und in ihren abgegrenzten Quartieren lebten (ein Areal, das den Passagieren unzugänglich war und das sie auch nicht besichtigen durften), spielte der Zahlmeister eine entscheidende Rolle im Umgang mit den Reisenden. bei Lunch und Dinner galt ein Platz am Tisch des Kapitäns für einen Passagier der Ersten Klasse als das größte Privileg, eine Einladung an den Tisch von McElroy rangierte auf dieser Skala gleich an zweiter Stelle. Smith und McElroy erfreuten sich bei den Stammgästen großer Beliebtheit. Viele von ihnen buchten diese Überfahrt aufgrund des exzellenten Eindrucks, den diese beiden Männer bei früheren Reisen auf sie gemacht hatten. Mitglieder von Prinzenfamilien, Berühmtheiten, reiche und mächtige Männer, schöne und bezaubernde Frauen, sie alle hatten eine schwäche für den Zahlmeister. Sie schätzten ihn als gewandten Unterhalter und liebten seinen Humor: Er besaß die seltene Gabe, eine entspannte Atmosphäre herzustellen und ein Lächeln auf jedes Gesicht zu zaubern. Smiths und McElroys Charme und Freundlichkeit beeinflussten die höchsten internationalen Gesellschaftskreise bei ihrer Schiffswahl. Diese Tatsache trug die White Star Line Rechnung, indem sie auf der Teilnahme der beiden bekannten Persönlichkeiten an der Jungfernfahrt bestand. Ihre Namen garantierten, dass potentielle Reisende schon bald ihr Ticket für diese Überfahrt buchen würden. McElroy stammte aus einer katholischen Familie aus Irland. Groß, breitschultrig und etwas jünger als Smith, schätzte er die Gesellschaft der Highsociety und pflegte den kontakt zu ihr auch an Land. Am 9. April, dem Vorabend der Jungfernfahrt, sah er mit seiner Frau im Theater von Southampton eine Darbietung von Adeline Genée, einer dänischen Primaballerina. nach der Vorstellung schikte McElroy einen Rosenstrauß in den dänischen Nationalfarben in die Garderobe der Künstlerin. Er starb bei dem Unglück.

    



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