Verhalten und Infos

| Reich: | Tiere |
| Unterreich: | Metazoa (Vielzeller) |
| Abteilung: | Eumetazoa (Echte Vielzeller) |
| Unterabteilung: | Bilateria |
| Stamm: | Chordatatiere |
| Unterstamm: | Vertebrata (Wirbeltiere) |
| Klasse: | Mammalia (Säugetiere) |
| Unterklasse: | Eutheria (höhere Säuger) |
| Ordnung: | Rodentia (Nagetiere) |
| Unterordnung: | Myomorpha (Mäuseverwandte) |
| Überfamilie: | Muroidea (Mäuseartige) |
| Familie: | Cricetidae (Wühler) |
| Unterfamilie/Gattung: | Gerbillinae (Rennmäuse), Meriones (Sandmaus) |
| Art: | Persische Rennmaus, Meriones persicus (Blanford 1875) |
Körperlänge: ca. 12 cm
Schwanzlänge: ca. 18 cm
Farbe: Rückenfell braun (Agouti), Bauch deutlich weiß abgegrenzt.
Schwanz: Der Schwanz ist behaart, am Ende befindet sich eine schwarze Fellquaste.
Sehr elegant und anmutig wirkende Tiere
Lebensraum und Verbreitung:
Östliches Pakistan bis Iran/Irak. In ihrer Heimat bewohnen sie felsige Hänge im Gebirge. Sie wurden sogar in Höhen von weit über 1000 Metern angetroffen.
Lebensweise:
In Natur leben die dämmerungs-/nachtaktiven Perser in Erdhöhlen mit vielen Röhren und Tunneln oder auf kargen Geröllhalden in steinigen Wüsten - dies begründet die guten Klettereigenschaften . Die Vorratskammern befinden sich dort immer in Nähe der Oberfläche, die Nestkammern in der Tiefe am Gangende. Sehr gerne siedeln sie sich unter Felsen an. Die Nester werden gut gepolstert mit Pflanzenresten und anderem Nistmaterial. Vermutlich leben sie in Kolonien (Vermutung nach Eibl-Eibesfeldt 1950) aufgrund ihres ausgeprägten Sozialverhaltens. Bei Persischen Rennmäuse lässt sich eine soziale, gegenseitige Fellpflege beobachten. Auch gelegentliches Fiepen, vor allem bei Gefahren, ist zu verzeichnen. Außerdem gehört zu ihren Verhaltensweisen das Trommeln mit den Hinterbeinen sowie Schwanzzittern (bei Angst und Erregung). Das Trommeln könnte eine Signalfunktion für andere Rudelmitglieder haben. Perser hamstern ihr Futter und horten es. Anders als bei Hamstern verfügen sie aber nicht über Backentaschen, sondern können jeweils nur geringe Mengen, ca. 3 - 5 Körner, im Maul wegtragen. Nach dem Sammeln der Nahrung wird das Futter mit der Nase angedrückt und mit Streu bzw. anderen Materialien vergraben und zugedeckt. Dieses Verhalten stammt vermutlich aus dem Umstand, dass sie in freier Wildbahn im Winter längere Zeit nicht aus dem Bau kamen und sich mit genügend Nahrung eindecken mussten.
Die Persische Rennmaus kann ihre Schwanzhaut abstoßen, wenn sie am Schwanz falsch gefasst wird. Daher sollten die Tiere nur von erfahrenen und geübten Menschen an der Schwanzwurzel hochgenommen werden, besser, man lässt es ganz.
Fortpflanzung:
Tragezeit ca. 22 - 29 Tage, geboren werden meist ca. 1 - 7 Junge mit einem Gewicht von ca. 5,5 g. Sie gehören zu den Nesthockern und sind nackt und blind. Die Mutter vertreibt vor der Geburt ihre Artgenossen, die aber kurze Zeit nach der Geburt zurückkehren. Nach ca. 13 Tagen nehmen die Jungen ihre erste Nahrung selbst auf. Ab 17. Tag öffnen sie ihre Augen. Erste Paarungen können so ca. ab einem Alter von 100 Tagen zu erwarten sein.
Haltung:
Auf Grund ihrer Eigenschaften und Kletterverhalten sollten die Käfige relativ groß sein, für 2 Tiere würde ich eine Grundfläche von mindestens 100 x 50 cm empfehlen. Immer nur in Gruppenhaltung ab 2 Mäuse, siehe Haltungsbericht und Verhalten.
Ernährung:
entsprechend Futterliste/Ernährung
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!