Kaufberatung
Ist es das richtige Haustier für dich?
Persische Rennmäuse sind aktive, neugierige, klettergewandte und unterhaltsame Tiere. Persischen Rennmäuse werden eher nicht zahm. Sie lassen sich nicht gern anfassen und sind keine Kuscheltiere. Von daher sind sie nicht für Kinder geeignet. Persische Rennmäuse sind pflegeleicht, robust, wenig krankheitsanfällig und produzieren nur sehr wenig Urin. Ihre durchschnittliche Lebenserwartung beträgt 4 – 8 Jahre.
Persische Rennmäuse sind sehr soziale Tiere und dürfen niemals alleine gehalten werden
Woher kommen sie?
Die eigentliche Heimat befindet sich in kargen Regionen im Hochland/Gebirge von Pakistan, Afghanistan, Algerien, Iran, Irak oder der Türkei.
Gesundheitsscheckliste
Eine gesunde, muntere Persische Rennmaus
- bewegt sich schnell/flink
- hat sauberes Fell, besonders um Nase, Schnauze, Augen, Ohren und After
- besitzt dichtes, glänzendes Fell ohne Krusten und Verletzungen
- atmet ohne hörbare Geräusche
- hat keine Wunden oder Verletzungen
- bewegt sich koordiniert, darf nicht Hinken
- sollte am Schwanz keine Knicke aufweisen
Einrichtungscheckliste
Benötigt werden:
- ein ausreichend großer, hoher Käfig (mind. 100 x 60 x 60 für zwei Mäuse, ansonsten größer
- Schlafhäuschen (günstig: abwaschbares Material)
- Wassertränke
- Grundeinstreu, z. B. Hanf- oder Maisstreu, Heu und Stroh
- Äste und Zweige oder Wurzeln zum Klettern und Nagen (vorzugsweise von Apfel oder Hasel)
- Röhren und Tunnel (z. B. Pappröhren, Posterhüllen, Weinziegel u. ä.)
- je nach Größe und Ausstattung Bretteretagen
- artgerechtes, karges Futter (siehe Ernährung und Futterliste)
Wo leben sie besonders gern?
Da Persische Rennmäuse zu den größten Rennmausarten gehören, sollten sie in sehr großen Käfigen gehalten werden. Das Mindestmaß für zwei Tiere sollte 100 x 60 x 60 cm betragen. Mit der Anzahl der im Käfig lebenden Tiere erhöht sich auch der Platzbedarf.
Ideal ist ein Käfig Marke Eigenbau, der optimal auf die Bedürfnisse Persischer Rennmäuse abgestimmt ist. Dabei ist zu beachten, dass Persische Rennmäuse gern Klettern, Springen, Nagen und Buddeln. Deshalb sollte das Unterteil des Käfigs mindestens 50 cm hoch aus einem Aquariumsteil aus Glas bestehen, damit keine Einstreu nach außen fällt. Der obere Teil kann aus Gitterstäben oder Maschendraht bestehen. Auch ein hohes Aquarium mit ausreichend großem Lüftungsgitter ist möglich. Der Abstand der Gitterstäbe sollte nicht zu weit sein, da sich die Tiere sonst hindurchzwängen könnten. Der Phantasie beim Käfigbau sind keine Grenzen gesetzt. Bei Volieren ist zu beachten, dass mit erheblicher Verschmutzung der Käfigumgebung durch Einstreu sowie auch mit Geräuschentwicklung durch Nagen zu rechnen ist. Das Anbringen von Plexiglas an der Volierenunterseite ist ebenfalls nur bedingt geeignet. Allerdings haben Volieren den Vorzug, dass es relativ einfach ist, Bretteretagen anzubringen.
Die Käfigeinrichtung sollte artgerecht sein und den Kletter-, Spring- und Nagebedürfnissen der Tiere gerecht werden. Große Äste, in Höhlenform aufgeschichtete Steine, mehrere Schlafhäuschen und Versteckmöglichkeiten wie ebenso Tunnel und Röhren (z. B. Posterhüllen/Pappröhren) dürfen nicht fehlen. Plastikteile gehören nicht in den Käfig. Auch auf Laufräder sollte verzichtet werden, denn Persische Rennmäuse können ihren langen Schwanz oder ihre Füße daran verletzen.
Der Käfig sollte am Boden mit einer dicken Schicht Einstreu bedeckt sein (Hanfstreu, Maisstreu). Hobelspäne sind eher weniger geeignet. Eine Sandschale (z. B. mit Chinchillasand) zur Fellpflege darf nicht fehlen. Sollte Sand als Einstreu gewählt werden, muss beachtet werden, dass Sand nicht über den Hausmüll entsorgt werden darf. Er müsste gesammelt werden und selbst als sogenannter „Bauschutt“ zur Halde gebracht werden. Aufgrund des hohen Gewichtes ist das sowohl in der Anschaffung als auch in der Entsorgung nicht immer einfach. Die Körnung des Sandes sollte fein und abgerundet (keine spitze, rauhe Oberfläche!) sein, damit sich die Tiere ihre Pforten nicht verletzen. Wichtig sind auch Heu und Stroh. Heu wird sowohl gefressen als auch zum Nestbau verwendet. Außerdem sind Küchenpapier, Tempotaschentücher u. ä. zum Nestbau geeignet. Hamsterwatte ist ungeeignet und kann besonders bei Jungtieren zu Abschnürungen an den Gliedmaßen führen. Als Spielzeug sind Pappröhren, Stöckchen und Äste von Apfel-, Birnen- oder Haselnussgehölzen besonders gut geeignet. Pappröhren dienen sowohl als Tunnelersatz als auch als Nagematerial. Auch Lochziegel oder Ziegel-Weinaufbewahrungen werden zum Beklettern und Verstecken, aber auch zum Schlafen gerne angenommen.
Der Käfigstandort sollte wohl überlegt sein. Da die Tiere nachtaktiv sind, kommen Schlaf- und Kinderzimmer nicht infrage. Auch Küche und Bad sind wegen Gerüchen und hoher Luftfeuchtigkeit nicht geeignet. Auch Orte mit Zugluft und starker direkter Sonneneinstrahlung sollten gemieden werden.
Der Käfig sollte regelmäßig gereinigt werden, besonders Kot- und Urinecken mehrmals wöchentlich säubern. Die komplette Käfigreinigung ist bei guter Pflege unterhalb vier Wochen nicht nötig (je nach Käfiggröße), da dies für die Tiere mega Stress bedeutet.
Ernährung
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