gedichte
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In der letzten Zeit gab es viel Trubel in meinem nahen Umfeld. Ein Hauptthema war "Trennung". Dazu schrieb ich ein Gedicht, welches ich nun hier ins Netz stellen möchte...

 

Trennung

alles teilt sich

alles bricht

wie ein glas

an die wand geschmettert

zerbricht es

in tausend scherben

jede bohrt sich in mich hinein

verletzt mich

die wunden scheinen

tiefer zu werden

und nicht zu heilem

immer wieder salz hinein

es tut unheimlich weh

und der schmerz hört nicht auf

Trennung

bedeutet abschiednehmen

illusionen werden zerstört

zurück bleiben nur

erinnerungen

doch sie liegen wie zerfetztes Papier

zwischen scherben voll Blut

so dunkelrot

so traurig

so verletzt

so ohnmächtig.

 

Diese Gedichte enstanden alle zu einer Zeit, in der es mir ziemlich schlecht ging. Inzwischen hat sich das Blatt gewendet und ich bin wieder voller Freude am Leben. Sicher gibt es auch jetzt noch Zeiten, wo es nicht nach Plan läuft, aber die meiste Zeit ist es gut....

DIE GESELLSCHAFT SAGT

Die Gesellschaft sagt, dass gehört sich  nicht.

Die Gesellschaft sagt, dass macht man nicht.

Die Gesellschaft sagt, hör auf damit.

Doch es ist mir scheiß egal, was die Gesellschaft sagt.

 

Die Gesellschaft sagt, ich bin krank,

weil ich etwas mache,

wo die Gesellschaft sagt, dass gehört sich nicht,

wo die Gesellschaft sagt, dass macht man nicht,

wo die Gesellschaft sagt, hör auf damit.

 

Die Gesellschaft sagt,ich soll mich anpassen,

damit die Gesellschaft nicht sagt:

das gehört sich nicht,

das macht man nicht,

hör auf damit.

 

Wenn die Gesellschaft sagt, dass gehört sich nicht,

wenn die Gesellschaft sagt, dass macht man nicht,

wenn die Gesellschaft sagt, hör auf damit,

macht die Gesellschaft mich krank.

 

Und ich sage zur Gesellschaft:

Das gehört sich nicht,

das macht man nicht,

hört auf damit....

 

draussen regnet es-

der himmel ist grau

er ist genauso wie ich

ständig scheint es zu regnen

mein kopf ist voller bilder

alle verregnet

haben sie mich gequält

und quälen mich noch immer

bauen eine mauer in meinem kopf

lassen nichts herein

blocken alles ab

alle reden

doch ich verstehe ihre sprache nicht

lasst mich allein....

 

 

freiheit

frei sein wie ein vogel

über das meer fliegen

und die gischt schäumen sehen

den wind sich ins gesicht pusten lassen

die sonne scheint warm auf die flügel

der vogel fliegt frrei-

ohne sorgen, ohne probleme

ist die freiheit nicht schön

 

kampf

das leben ist ein kampf-

täglich kämpfe ich allein

auf dem großen schlachtfeld leben-

auf einem schlachtfeld voller minen

schleppe mich schwer verwundet

durch den Tag

kämpfe um den letzten tropfen

des lebensweins

kämpfe mit so wenig hoffnung auf sieg,

da die niederlage scheinbar

schon vorrausgesagt ist,

warum lasse ich mich immer wieder

verwunden?

Warum werden mir täglich schmerzen

zugefügt?

kann es nicht ertragen,

möchte beenden

alle schmerzen

alle gefühle

das leben, was nur ein kampf ist,

ein kampf ums überleben.

 

langsam-

ging ich durch deine straßen

ging ich durch den regen

versuchte ruhig zu sein

und deine luft zu atmen

in mir ein letzter, verzweifelter schrei

gehe ich zum ort des friedens

eine umarmung mit deinen wurzeln

um mich herum lauter tränen.

stille-

alle schauen so frau aus

alles ist verschwommen

tränen sind in meinen augen

eine rollt mir über die wange

und ich habe das gefühl

das mein einziges licht

mit erde verschüttet wird

erlischt

jegliche hoffnung wird begraben

allein

stehe ich bei dir

stelle eine einzelnen kerze hin

versuche mich an deine stimme zu erinnern

dein lachen in mein ohr zu kriegen

dein gesicht, deinen geruch

in meine sinne

versuche dich ein letztes mal zu spüren

deine wärme

die nun nicht mehr ist

mir wird eisig kalt

ein eishauch streift mein gesicht

und löscht das letzte aus.

zurück bleiben nur die erinnerungen

doch auch die erlöschen

gehe nicht von mir.

lass mich auf dieser welt nicht allein.

 

traurigkeit-

in mir sieht es so kalt und leer aus

meine seele weint bittere tränen

doch ich kann sie nicht rauslassen

alles ist so triste

alles ist so still

mein körper ist so aufgewühlt

kann nicht zur ruhe kommen

kann nicht in frieden mit sich selbst ruhen.

ich habe das gefühl zu platzen

alles droht zu zerspringen

panik ergreift mich

hält mich mit festen klauen fest

mein herz fängt an zu rasen

und die gedanken rasen

meine hände zittern

versuche mich zu beruhigen

doch es geht nicht

ein fester felsen blockiert den ausweg

 

 

unvollkommen,

die welt,

jede einzelne person,

nicht perfekt

macht es das individuum aus,

das persönliche,

ist unvollkommenheit

nicht vielfalt?

doch streben alle nach

perfektion,

vollkommenheit,-

gleichheit?

Individuuen werden zerstört

unvollkommenheit gehört nicht dazu,

sie sind nicht perfekt

andere spielen ihre vollkommenheit

doch auch sie werden

an ihre grenzen stoßen,

werden feststellen

das perfektion und vollkommenheit

nicht der sinn des lebens ist.




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