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!!!Was ist Meditation?

Meditation ist das Aufrechthalten eines unaufhörlichen Flusses von Gottesbewußtsein. Alle weltlichen Gedanken sind aus dem Geist verbannt. Der Geist ist erfüllt und gesättigt mit göttlichen Gedanken, göttlichem Ruhm und göttlicher Gegenwart.
Meditation ist die siebente Stufe oder Sprosse auf der Yogaleiter. Yogis nennen es ‘Dhyana’. Jnanis nennen es ‘Nididhyasana.’ Bhaktas bezeichnen es als ‘Bhajana.’
Vergiß den Körper. Vergiß die Umgebung. Vergessen ist höchstes Sadhana. Es hilft der Meditation sehr. Es macht die Annäherung an Gott einfacher. Wenn man an Gott denkt, kann man alle diese Dinge vergessen.
Jesus sagte: “Mache Dich leer, und ich werde Dich erfüllen.” Das entspricht der Lehre von Patanjali Maharishi: “Yoga ist das Verlöschen aller geistigen Funktionen.” Dieser Prozeß des Leerens oder Freimachens des Geistes ist zweifellos ein mühsames Unterfangen. Aber fortgesetztes intensives Üben bringt Erfolg. Darüber besteht kein Zweifel.
In einer großen Stadt herrscht um 8.00 morgens sehr viel Getriebe und Lärm. Um 9.00 ist weniger Getriebe und Lärm. Um 10.00 ist es noch weniger; und um 11.00 ist es sehr viel weniger. Um 1.00 mits ist es überall friedlich. Genauso sind am Beginn des yogischen Übens zahllose Vrittis im Geist. Es herrscht viel Bewegung und Schwanken des Geistes. Schließlich enden die Gedankenwellen. Am Ende sind alle geistigen Funktionen unter Kontrolle. Der Yogi genießt vollkommenen Frieden.

Die Meditationspraxis

Sitze an einem stillen Ort in Padma, Siddha oder Sukha Asana. Befreie Dich von allen Leidenschaften, Emotionen und Impulsen. Unterwirf die Sinne. Ziehe den Geist von den Objekten ab. Nun wird der Geist ruhig, einpünktig, rein und subtil. Mit Hilfe dieses geschulten Instruments, dem disziplinierten Geist, kontempliere über dieses unendliche Selbst. Denke an nichts anderes. Laß keine weltlichen Gedanken im Geist auftauchen. Gestatte dem Geist nicht, an physische oder geistige Vergnügen zu denken. Wenn er sich auf diese Gedanken einläßt, bearbeite ihn heftig. Dann wird er zu Gott gehen. So wie der Ganges unaufhörlich dem Meer zufließt, müssen sich die Gedanken ständig auf Gott zu bewegen. So wie Öl in einem ununterbrochenen ständigen Strom fließt, wenn es von einem Gefäß in ein anderes gegossen wird, so wie der harmonische Klang, den das Läuten einer Glocke erzeugt, in einem ständigen Strom an das Ohr dringt, so muß auch der Geist in einem unaufhörlichen Strom zu Gott fließen.
Du mußt ein geistiges Bild von Gott oder Brahman haben - konkret oder abstrakt - bevor Du zu meditieren beginnst. Wenn Du ein Anfänger in der Meditation bist, beginne für etwa zehn Minuten mit einigen erhabenen Shlokas, Stotras oder Lobgesängen, sobald Du Dich zur Meditation hinsetzt. Das wird den Geist erheben. Der Geist kann von weltlichen Objekten leicht abgezogen werden. Dann beende diese Gedanken ebenfalls und hefte den Geist durch wiederholtes intensives Bemühen auf nur einen Gedanken. Darauf folgt Nishta.

Wenn man ein Feuer entfacht, häuft man Stroh auf, Papier und Kleinholz. Das Feuer erlischt rasch. Es wird einige Male mit dem Mund oder mit einem Blasrohr angefacht. Nach einiger Zeit wird es zu einer große Feuersbrunst. Man kann es jetzt kaum löschen, auch nicht mit viel Mühe. Ebenso fallen Anfänger am Beginn der Meditation wieder in ihre alten Furchen zurück. Sie müssen ihren Geist immer wieder erheben und auf Lakshya heften. Wenn die Meditation fest und stetig wird, werden sie schließlich fest in Gott wurzeln. Dann wird die Meditation Sahaja, natürlich. Sie wird zur Gewohnheit.

Was in der Meditation geschieht

In der Meditation werden im Gehirn neue Furchen geschaffen und der Geist bewegt sich nach oben in den neuen spirituellen Furchen. Wenn der Geist in der Meditation fest wird, werden auch die Augäpfel fest. Ein Yogi, dessen Geist ruhig ist, hat ein festes Auge. Es gibt kein Zwinkern. Die Augen werden strahlend, rot oder rein weiß. Wenn man in sehr tiefe stille Meditation kommt, tritt der Atem nicht aus den Nasenlöchern. Es mag aber ab und zu eine leichte Bewegung von Lunge oder Bauch geben.
In tiefer fortgesetzter Meditation hört das Denken auf. Es gibt nur den einzigen Gedanken “Aham Brahmasmi”. Wenn auch dieser Gedanke aufgegeben wird, folgt Nirvikalpa Samadhi oder Sahaja Adwaita Nishta. So wie sich Salz im Wasser auflöst, löst sich der sattvige Geist in der Stille in Brahman, seiner Grundlage, auf.



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