Verhalten/Umgang

 

 

Körpersprache

 

Auf die Hinterpfoten stellen: Das Kaninchen ist wachsam, weil etwas seine

Aufmerksamkeit erregt hat. Mein Böckchen macht vor allem dann Männchen,

wenner etwas zu fressen haben möchte.

 

Auf der Seite liegen und/oder dabei wälzen: Das Kaninchen fühlt sich

pudelwohl und sicher.

 

Scharren und Kratzen: Häufig ein angeborenes Verhalten, um Gänge zu

graben.Aber auch Weibchen in Hitze buddeln in der Einstreu.

 

Mit dem Kopf anstupsen: Das Kaninchen möchte auf sich aufmerksam

machen. Manchmal glaube ich jedoch, dass eine Kaninchen mir damit sagen

wollen „Geh’ aus dem Weg!“.

 

Hand wegstupsen: Das Kaninchen möchte nun seine Ruhe haben und nicht

gestreichelt werden.

 

Hand belecken: Ein Zeichen von Zuneigung oder auch wegen des salzigen

Geschmacks.

 

Wenn das Kaninchen „Schumi“ macht, tobt es sich so richtig aus und läuft so

schnelldurchs Zimmer, dass man ihm gar nicht folgen kann.

 

Grunzen: Dem Kaninchen passt etwas nicht. Vom Menschen geärgert oder

Streit mit einem Artgenossen. Meistens hauen die Kaninchen mit den

Vorderpfoten zu. Ähnlich grunzende Laute geben vor allem auch unkastrierte

Weibchen von sich, wenn sie in Hitze und/oder scheinträchtig sind.

 

Besonderheiten

 

Fressen des Blinddarmkots: Spezielle Bakterien im Blinddarm bilden den

lebensnotwendigen Blinddarmkot. Der Kot wird von den Kaninchen direkt

vom After aufgenommen. Die im Futter enthaltenen Nährstoffe werden so ein

zweites Malverwertet. Ein Kaninchennimmt nicht immer den gesamten

Blinddarmkot zu sich, so dass man ab und zu auch traubenförmig aneinander

gereihte Kotkügelchen imKäfig finden kann.

 

Geschlechtsecken sind zwei kleine Hauttaschen, die sich jeweils links und rechts neben dem After befinden. Der Duft, der mit Hilfe dieser Drüsen abgesondert wird, riecht streng-süßlich. Kaninchen benutzen diesen Geruch zur Erkennung von Artgenossen (ebenso auch die Kinndrüse, mit der sie auch Gegenstände markieren – für uns Menschen aber nicht wahrnehmbar).

 

Die Geschlechtsecken sollten regelmässig kontrolliert und bei Bedarf gereinigt werden (erstmals vom Tierarzt zeigen lassen). Für die Reinigung benutzt man ein Wattestäbchen, welches zuvor mit Babyöl angefeuchtet wird, damit die empfindliche Haut nicht verletzt werden kann.

 

Hochnehmen/Tragen sollte man Kaninchen nur, wenn es unbedingt nötig ist (z. B. für die Gesundheitskontrolle). Nur wenige Tiere mögen es, herumgetragen zu werden. Richtiges Hochnehmen ist sehr wichtig. Kaninchen strampeln mit den Hinterbeinen und können hinunterfallen. Dabei kann es zu schweren Knochenbrüchen kommen. So wird’s gemacht: Sich dem Kaninchen langsam nähern, mit einer Hand in das Rückenfell hinter den Schulterblättern greifen (nicht im Nacken-/Halsbereich!) und mit der anderen Hand das Hinterteil abstützen.

 

 

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