Ernährung
Heu
Heu ist das Brot der Kaninchen. Bitte auch auf die Qualität achten. Es darf nicht muffig riechen oder zu sehr bräunlich aussehen. Frisches und gutes Heu ist überwiegend grün und duftet frisch. Es ist stets in ausreichender Menge in einer Heuraufe anzubieten. Zusätzlich sollte es täglich auf den Käfigboden gelegt werden. Dann muß es aber auch wirklich jeden Tag gewechselt werden, da dieses mit Kot und Urin verschmutzt wird.
Wasser
Wasser muß immer vorhanden sein und täglich frisch in einer schweren Tonschale, damit die Kaninchen es nicht umwerfen können, angeboten werden. Die im Handel erhältlichen Wasserflaschen (Nippeltränken) sind ungeeignet. Die Tiere müssen sich ihr Trinkwasser mühsam erarbeiten. Außerdem sind die Flaschen schwer zu reinigen.
Der Wasserbedarf jedes einzelnen Tieres ist im übrigen unterschiedlich.
Futter
Hauptfutter für die Ernährung unsere Kaninchen ist das Heu!
Zusätzlich gibt man täglich 1 – 2 Eßlöffel Trockenfutter pro Tier, aber nicht mehr! Zu viel Trockenfutter kann auf Dauer zu Leberschäden führen. Es sollte nur aus Pellets bestehen und keine Körner usw. enthalten. Unsere Wohnungskaninchen würden auf Dauer verfetten, wenn wir ihnen zuviel Trockenfutter anbieten würden. Allerdings möchte ich anmerken, dass ein Kaninchen in manchen Situationen viel Energie verbraucht (z. B. bei der Außenhaltung im Winter, gestresste Tiere in der „Vergesellschaftungsphase“). Hier kann man auch ein wenig mehr verfüttern. Zu empfehlen wäre auch hier wieder das Futter von Altromin.
Kaninchen, die in der Wohnung gehalten werden, bekommen ein sog. Erhaltungsfutter. Bei der Zucht und Mast wird anderes Futter mit einer anderen Zusammensetzung verfüttert.
Vita Special“ von Vitakraft kann auch bedenkenlos in o. a. Menge verfüttert werden.
Von sog. „Leckerlis“ die in Zoohandlungen und Kaufhäusern erhältlich sind, ist unbedingt abzuraten.
Grünfutter
Grünfutter wird einmal täglich in kleinen Mengen verfüttert, und zwar am Abend. Über den Tag verteilt hat ein Kaninchen schon mehrere Rationen Heu zu sich genommen und die Verdauung ist bereits im Gange gewesen. So kann es nicht zu den für Kaninchen äußerst gefährlichen Magenblähungen kommen. Obst und Gemüse darf nicht zu kalt verfüttert werden. Also rechtzeitig vorher aus dem Kühlschrank nehmen! Außerdem muß es gründlich abgewaschen (evtl. geschält) und abgetrocknet werden.
Was darf verfüttert werden:
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Gemüse |
Obst |
Kräuter |
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Chicorée |
Birne |
Petersilie, glatt (selten) |
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Broccoli (selten) |
Erdbeere (selten) |
Salbei |
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Endivie |
Apfel |
Liebstöckl |
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Fenchel |
Himbeere (selten) |
Dill |
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Möhren mit Kraut |
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Kerbel |
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Sellerie |
Majoran |
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Spinat |
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Löwenzahn (nicht an Straßen- oder Waldrand (Krankheitsüberträger durch Wildkaninchen) sammeln) |
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Feldsalat |
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Topinambur, Kraut und Knolle |
Zweige
Da die Zähne der Kaninchen ständig nachwachsen sind Äste und/oder Zweige für den Abrieb sehr wichtig. Außerdem sind sie eine gute Beschäftigung. Geeignet sind:
- Obstbäume
- Rottannenäste
- Buche und Haselnuß
- Weide
- Linde
- Esche
Natürlich ungespritzt/unbehandelt. Wenn Sie selbst keinen Garten besitzen, fragen sie doch Bekannte oder Freunde, ob diese Ihnen nicht hin und wieder ein paar Zweige geben können.