"vom Bascav-Hof"

English Cocker Spaniel

- Ich war ein Notfall -

aber es gab ein Happy End!

Hallo, ich heiße Little Lord Lester vom Bascav-Hof, genannt "Snoopy", und war im Tierheim Rostock gelandet.

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In diesem schlechten Zustand wurde ich am 7. Mai 2008 von der Tierrettung der Feuerwehr aufgegriffen. Zum Glück habe ich eine Tätow-Nummer und so wurde meine Herkunft (Züchter) schnell festgestellt. Meine jetzigen Besitzer konnten aber trotz Nachforschung nicht gefunden werden.

Mein Züchter wohnt gleich beim Tierheim und hat mich gesäubert und vom Filz befreit und das Haar wächst ja wieder.

 

 

Zum Glück musste ich nicht lange auf ein neues Zuhause warten, gleich zwei Parteien interessierten sich für mich. Am 23. Mai 2008 holte mich nun mein neues Frauchen ab und ich zog zu ihr, wo schon ein schwarzer Cocker-Kumpel auf mich wartete. Jetzt versuchen wir ein gutes Team zu werden...

„Welpeninteressenten“ – Augen auf beim Hundekauf

(nicht nur von Seiten des Käufers)!

 

Um 16.00 Uhr wollte eine Familie aus der Umgebung von Rostock kommen - ist gekommen - Vater, Mutter und erwachsene Tochter. Aaaaaber, was gibt es nur für Leute. Interessiert haben sie sich für den letzten aus unserem Q-Wurf noch abzugebenden Junghund.

 

Er hat ihnen auch gut gefallen. Sie waren vorher schon bei anderen Züchtern (von denen wir auch einige im Gespräch erkannten), wo ihnen aber „angeblich“ kein Welpe gefallen hat. Wir erzählten, dass unser Junghund schon stubenrein ist und sie freuten sich darüber. Dann kam unsere obligatorische Frage, ob und wie lange er denn allein bleiben muß. Da sagte Frau ... 8 Stunden. Wir waren erschrocken und wollten nun wissen, warum sie überhaupt einen Welpen haben möchte, wenn doch die ganze Familie tagsüber aus dem Haus ist. Eine genaue Antwort darauf bekamen wir nicht. Auf unseren Hinweis, dass ein Cocker Spaniel viel Bewegung und Beschäftigung braucht, reagierte die Familie auch nicht und alle drei schauten uns nur verständnislos an. Darauf hin meinten wir, dass wir eigentlich so nicht weiter zu verhandeln brauchen, denn in solche Haltung geben wir keinen Hund ab (so hätten wir ihn schon ein paar Mal verkaufen können). Die Leute meinten erregt, dass ihre zwei anderen Hunde ja auch bis zu 11 Stunden!!! allein geblieben sind. Na, die armen Tiere sagten wir. Und weil wir ja nun in Abwehrhaltung gingen, meinte die Frau dann plötzlich, wenn sie dieses nicht erzählt hätte, wüßten wir es ja gar nicht. Und weiterhin, der Jungrüde sieht ja sowieso krank aus, sie hätte auch Ahnung und könnte einen kranken von einem gesunden Hund unterscheiden... (Zur Erklärung: Der Kleine war von unserem vorherigen Waldspaziergang müde. Er lief auch erst zu den Leuten hin, um sie zu begrüßen; weil sich aber niemand von denen bückte, um sich mit ihm zu beschäftigen, ging er wieder ins Zimmer und legte sich dort hin). Die Frau wurde immer lauter und fragte uns, ob wir selbst denn nicht arbeiten müssen und unsere Hunde nie allein sind. Wir erklärten ihr, dass bei uns die Rundumbetreuung der Hunde trotz Arbeit voll gewährleistet ist, sonst könnten wir ja gar nicht züchten. Darauf hin meinten sie, dass man Hunde ja nicht nur an Arbeitslose abgeben kann, denn die hätten nicht das Geld, um sich solche teuren Rassehunde zu leisten. Wir erklärten, dass in anderen arbeitenden Familien, wo aus unserer Zucht Hunde leben, immer noch irgendwer zur Betreuung da ist, Oma oder größeres Schulkind und und und... Darauf reagierten sie gar nicht und donnerten mit den Worten "Dann geben wir unser Geld eben jemand anderen" aus unserem Haus. Solch ein Verhalten kann einen Züchter schon richtig ärgern, dafür sind uns unsere Hunde zu schade!!! Diese Familie dachte wohl auch, dem Züchter geht es nur ums Geld - alles andere ist egal! Ob diese Leute inzwischen einen Züchter gefunden haben, der sich auf so etwas einläßt???

 

 

Am gleichen Abend schickten wir an Bekannte E-Mails, in denen wir über unser Erlebnis berichteten. Oh Wunder, am nächsten Tag rief uns eine Bekannte aus Mitteldeutschland an und sagte, dass bei ihr eine Welpen-Anfrage aus dem Rostocker Raum angekommen ist und ihr die Sache aber komisch vorkäme, weil sie ja gerade am Vortag unsere E-Mail erhalten hatte. Sie rief die Leute noch einmal an mit dem Hinweis, dass es doch auch im Norden noch Welpen gibt, und siehe da, es waren „unsere Besucher“, die ihr erklärten, bei Familie Grantz gab es nur einen kranken Hund und die Verhältnisse dort waren ja sowieso unmöglich. Unsere Bekannte sagte dazu, dass sie schon bei uns in Rostock gewesen sei, die Haltungsbedingungen ganz genau kenne und die Leute könnten von einem Besuch bei ihr absehen, denn auch sie würde nicht an Menschen verkaufen, die einen Welpen so lange alleine lassen wollen...

 

 

Ursula und Christina Grantz

English Cocker Spaniel Zwinger „vom Bascav-Hof“, Rostock