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Die Prägung unserer Welpen in der Aufzuchtsphase Geburt Die Wurfkiste steht zuerst im Schlafzimmer. Dort bringt die Hundemutter im Durchschnitt ca. 6 Welpen zur Welt, deren Gewicht etwa zwischen 180 – 350 g liegt. Die Kleinen werden blind und taub geboren, aber den Weg zu Mamas Zitzen finden sie sehr schnell.
1. Woche Der Tagesablauf der kleinen Hundefamilie wird zunächst vom Trinken und Schlafen bestimmt. Fest an die Mutter gedrängt liegen die Welpen in der Wurfkiste und ab und zu ist zufriedenes Stöhnen und Grunzen zu hören. Wird ein Welpe zu weit weg geschoben, macht er sich mit kreischenden Tönen bemerkbar und Mama versucht sofort, sich so zu legen, dass auch der kleine Schreihals wieder an ihrem Bauch Platz findet. Wir sorgen für gute Wärme im Raum und für eine weiche, stets saubere Unterlage für die Hundefamilie. Täglich werden die Kleinen in die Hand genommen. So gewöhnen sie sich schon im frühesten Welpenalter an die Menschenhand, die sie wärmt und streichelt. Jeder Welpe kommt täglich auf die Waage, um zu kontrollieren, ob er auch gut zunimmt. Die Hundemutter muss in den ersten Tagen oft mit leichter Gewalt zum Lösen nach draußen geführt werden. Sie lässt in dieser Zeit ihre Welpen ungern allein zurück.
2. und 3. Woche Mit etwa 12 Tagen öffnen sich die Augen und ab ca. 18 Tagen können die Welpen Geräusche wahrnehmen. Nun beginnt für uns die Zeit, in der wir uns viel mit den heranwachsenden Welpen beschäftigen. Alles, was sie ab jetzt lernen und an Erfahrungen sammeln können, werden sie nicht vergessen. Darum ist es wichtig, eine Erlebniswelt für die Welpen zu schaffen, aus der möglichst viele positive Erfahrungen hervorgehen. 4. und 5. Woche Bald schon sind Wurfkiste und deren nächste Umgebung zu klein. Die Welpen stecken voller Tatendrang, in rascher Folge erobern sie zunächst ihr Welpenzimmer, dann das Haus und weiter den sich daran anschließenden Garten. Hier wird mit allen Familienmitgliedern, Besuchern, die immer herzlich willkommen sind, den Geschwistern, der Mutter und auch mit den anderen bei uns lebenden Hunden getobt. In wilden Spielen werden Kräfte gemessen und es bildet sich eine Rangordnung heraus. Dabei ist nicht immer der stärkste Welpe auch der ranghöchste Welpe.
Welpenauslauf
Spiel und Spaß
6. und 7. Woche Jetzt kommt die Zeit der Interessentenbesuche. Wer es einrichten kann, sollte sich nun schon seinen neuen kleinen Freund aussuchen und dabei viel Zeit mitbringen. So kann er die Welpen beim Spiel und Schlaf beobachten, um dabei herauszufinden, welcher der tollpatschigen kleinen Kerlchen mit den oftmals so traurig blickenden Augen zu ihm passt. Doch manchmal sucht sich so ein kleiner Welpe auch ganz allein seine neue Familie aus. Wir werden immer gern beratend zur Seite stehen, denn wir kennen unsere Welpen und ihre Charaktereigenschaften am Besten und können den etwas ruhigeren vom immer rastlosen Tober gut unterscheiden. 8. Woche Besuch beim Tierarzt. Diesen Besuch verbinden wir gleich mit der ersten Autofahrt zur Eingewöhnung. Die meisten Welpen überstehen die Aufregung sehr gut und trösten sich damit, dass die Hundemutter ja auch dabei ist. In der Tierarztpraxis werden die natürlich bei uns schon mehrfach entwurmten Welpen gründlich auf ihre Gesundheit hin untersucht, gewogen, geimpft und gechipt. Für die Autofahrt ist eine Transportbox sehr hilfreich. Jetzt wandern wir mit unseren Welpen auch schon außerhalb des Grundstücks, damit sie sich an den Straßenverkehr gewöhnen.
Nach Vollendung der 8. Woche ist Wurfabnahme durch den Zuchtwart. Er untersucht nochmals die Welpen auf Gesundheit und ob sie dem Rassestandard entsprechen, d. h., er begutachtet Gewicht, Rückenlinie, Kopf, Beinstellung, Haarqualität usw. Dabei füllt er ein Wurfabnahmeprotokoll aus, in dem die Aufzuchtbedingungen im Züchterhaushalt sowie der Gesundheitszustand der Mutter und der Welpen beschrieben werden. Eventuell vorhandene Fehler und Mängel der einzelnen Welpen werden hier mit aufgeführt. Das Wurfabnahmeprotokoll wird an die Zuchtbuchstelle geschickt und darauf hin bekommt dort jeder Welpe seine Ahnentafel ausgestellt. Wenn der Zuchtwart alles für gut befunden hat, können wir unsere Welpen abgeben und sie ziehen um in ihr neues Zuhause. Die „neuen Hundeleute“ bekommen viele gute Ratschläge mit auf den Weg und den Hinweis, dass sie sich jederzeit mit Fragen an uns wenden können, welche bei der Aufzucht des Welpen auftreten. Wir streben einen langen Kontakt mit den neuen Welpenbesitzern an, um die Entwicklung „unserer Welpen“ mit zu verfolgen. Auf diese Art und Weise sind schon viele gute Freundschaften entstanden.
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