Die Zehentransplantation war der bisher schwerste Eingriff an meiner Hand. Die OP fand am 31.10.02 in Wuppertal/ Handchirurgie satt und wurde von Dr. Becker durchgeführt.
Die Anreise war schon sehr aufregend, denn wir mussten ziemlich viel mitnehmen, da uns keiner so genau sagen konnte wie lange wir bleiben müssen und wir ja keine Ersatzkleider von zuhause bekommen konnten. Also fuhren wir mit Koffern und Taschen los in Richtung Wuppertal. Dort angekommen, kümmerte Mama sich um unseren Parkplatz auf dem Klinikgelände und um die Aufnahmeformalitäten. Danach konnten wir unser Zimmer beziehen.
Es folgten noch Gespräche mit Dr. Becker und dem Narkosearzt. Am nächsten Tag ging es dann auch gleich los.
Der OP-TAG
Um 7.45 wurde ich mit meinem Bett in den OP-Bereich gebracht. Meine Mama war immer an meiner Seite, aber trotzdem hatte ich doch Angst. Die Beruhigungstropfen wirkten ein wenig. Um 20 nach Acht musste Mama mich den Ärzten übergeben, was natürlich für sie der schlimmste Moment war.......
Um 18.00 Uhr konnte Sie mich wieder in die Arme schliessen. Ich war erstaunlicherweise wach und nur etwas schläfrig. Ich hatte dicke Verbände mit Schienen am Arm und Bein und eine Kanüle im Arm und Hals, ausserdem noch einen Blasenkatheder. Der wurde mir dann aber schnell gezogen und ich bekam eine Windel an. Langsam konnte ich auch etwas trinken, was aber postwendend wieder rauskam. So überstanden wir dann die erste Nacht.
1. Tag nach OP
Am Freitag war es mir immernoch sehr schlecht und alles was ich zu mir nahm, kam wieder raus. Sogar das Eis zum Mittag, was mir eine Freude bereiten sollte. Mittags habe ich dann ziemlich lange geschlafen. Als ich wach wurde hatte ich ganz dicke Augen und mich hat es überall gejuckt. Scheinbar habe ich allergisch auf ein Medikament reagiert. Aber das ging alles wieder weg.
2. Tag nach OP
Am Samstag sollte ich mich eigentlich auf einen Stuhl setzen, aber das wollte ich nicht. So blieb ich still mit meinen Gipsschienen liegen und hörte meiner Mama beim lesen zu und schlief. Nachmittags sind wir dann mit dem Kinderwagen ein wenig rumgelaufen, aber ich habe mich nicht bewegt, denn die Kanüle im Hals war mir doch sehr unangenehm. Als wir wieder zurück gekommen sind, hat Mama festgestellt, dass der ganze Hals angeschwollen war, da die Flüssigkeit ins Gewebe gelaufen ist. So musste dann die Nadel gezogen werden, was für mich wieder sehr Nerven aufwendig war. Mir wurde mit Hindernissen eine neue im Arm gelegt und dann konnte ich mich endlich besser bewegen.
Der 3. Tag, mein 4. Geburtstag!!!
Heute hatte ich Geburtstag. Es war ein sehr schöner Tag. Morgens bekam ich erstmal Geschenke von meiner Mama. Sie hatte das Zimmer mit Bob der Baumeister Girlande und Lufballons geschmückt. Dann habe ich mich das 1. Mal auf den Stuhl am Tisch gesetzt und mein neues Puzzles gemacht. Mama war duschen, als die Tür aufging und Frau und Herr Dr. Otte kamen um mir ein Ständchen und Geschenk zu bringen. Das war toll!!!
Nachmittags kamen noch Birgit und Anja und ihr Freund und natürlich das Personal. Es gab eine riesige Eisenbahntorte und viele Geschenke!!!! Meinen Arm und Bein habe ich immer schön hochgelegt. Das war ein schöner Geburtstag!!!!

Danach vergingen die Tage immer gleich. Am Montag kam endlich die Nadel aus meinem Arm und nach 11 Tagen bekam ich endlich einen Gehgips. Da hielt mich nichts mehr im Zimmer zum Leidwesen der Schwestern. Meine Wunden verheilten sehr gut. Die Fäden an der Hand zu ziehen war eine weitere negative Sache für mich, die ich aber schreiend überstand. am 16. Tag wurden wir endlich nach Hause entlassen. Das war toll. Mama hatte nur Probleme, dass Gepäck wieder ins Auto zu bekommen, denn meine Geschenke waren echt viel!!
Nach 3 Wochen kam der Gips an der Hand ab und nach 4 Wochen das Gipsbein. Beim Aufsägen des Gipsbeins hat mir die Schwester bei unserem Arzt noch in die Haut gesägt, was für mich natürlich wieder eine Tortur war. Aber auch das ist nun hinter mir.
Weitere Fotos zu unserem Aufenthalt und meinem Fuss und Hand danach könnt Ihr hier auf meiner Seite sehen.