kraeuterpflege

 

Goldene Regel beim Sammeln

Diese Regel lautet: Nimm immer nur so viele Kräuter, wie du auch wirklich brauchst.
Eine gute Kräuterhexe wird natürlich darauf achten, dass sie nicht unnötig viele Kräuter sammelt und dass sie beim Sammeln nicht andere Pflanzen niedertrampelt. Auch werden wir niemals alle Pflanzen an einer Stelle sammeln. Denn wir wollen ja im nächsten Jahr wiederkommen und auch dann wieder unsere Kräuter dort vorfinden.

Über das Sammeln, Trocknen und die Verwertung von Kräutern  

Kräuter richtig trocknen

Damit die frischen und duftenden Kräuter auch richtig trocknen, werden sie in kleinen Bündeln aufgehängt. Am besten ist dazu ein schattiger, trockener Ort geeignet, der auch eine gute Luftzirkulation hat. Ich hänge sie im Sommer auf meiner überdachten Terrasse auf. Sie sind gleichzeitig ein schöner Schmuck, wenn sie da in Bündeln hängen. Man sollte sie aber nicht zu lange hängen lassen, damit sie von ihrem Aroma nicht zuviel verlieren. Bevor sie dann weiterverarbeitet werden sollten sie aber unbedingt noch einmal in einer Kräuterdarre nachgetrocknet werden. Sonst kann es leicht passieren, dass sie schimmeln und verfaulen. Anstelle der Darre benutze ich meinen Heißluftbackofen, den ich bei offener Tür mit 50°C warmer Umluft beheize. Ein Backofen ohne Umluft ist nicht so gut geeignet. Auf alle Fälle sollte aber immer die Backofentür offen bleiben.
Meistens reichen 10 bis 15 Minuten aus, wenn sie ordentlich vorgetrocknet wurden. Das Kraut ist wirklich trocken, wenn es richtig knistert und raschelt beim Abrebeln der Blätter und Blüten. Das ist dann die nächste Arbeit. Die nun trockenen Kräuter
müssen dann von ihren Stengeln  geriebelt werden. Das mache ich dann gleich auf den Backblechen aus meinem Herd - und bevorzugt auch auf der Terrasse, da es doch einige Schweinerei macht, wenn die Kräuter so weiterverarbeitet werden. Wenn sie dann von allen Stengeln befreit sind, dann reibe ich sie noch einmal mit zwischen den Fingern fein. Erst dann werden sie in Blechdosen oder dunkle Gläser gefüllt.
Kräuter sollten immer dunkel aufbewahrt werden, damit sie ihre Farbe und ihre Wirkstoffe besser behalten. Allerdings kann man sich trotzdem mit normalen Gelee-Gläsern behelfen, wenn man diese dann in einen verschlossenen Schrank stellt.

 

Kräuterteezubereitung


Um aus den verschiedenen Kräutern dann einen wohlschmeckenden und hilfreichen Tee zu bereiten, geht man am besten so vor:
Bei den meisten Kräutern reicht ein gehäufter Teelöffel Kraut pro Tasse aus. Dieses wird mit kochendem Wasser überbrüht und muss anschließend 8 bis 10 Minuten ziehen. Dann wird er abgegossen und eventuell mit Honig gesüßt.

Eigentlich alle Kräuter können als einzelne Teezubereitung getrunken werden. Aber oftmals bieten sich auch Mischungen an. Zum Beispiel bei Erkältungskrankheiten, Verdauungsbeschwerden oder Nieren-Blasenentzündungen eignen sich entsprechende Teemischungen, die man sich dann nach dem Beschwerdebild oder nach dem eigenen Geschmack mixen kann.

Kräuterseite

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