Geschichten aus der Arbeitswelt
Bitte um eine Gehaltserhöhung!
Kommen Sie mir bloß nicht mit Gehaltserhöhung!
Haben Sie denn keine Ehre im Leib?
Wissen Sie überhaupt, wie wenig sie arbeiten!!!!!
Anscheinend machen Sie sich darüber gar keine Gedanken!
Es wird Zeit, dass Sie sich sachkundig machen!
Ich habe darum nach stundenlangen Berechnungen und Analysen folgendes
herauskristallisiert, was ich hier ventilieren möchte:
Wie Sie wissen, hat das Jahr 365 Tage, von denen schlafen Sie täglich ca. 8 Std., was insgesamt 122 Tage ausmacht. Somit verbleiben nur noch 243 Tage, von denen Sie aber täglich 7 Std. frei haben, was 107 Tage ausmacht. Diese 107 Tage von den 243 Tagen abgezogen, ergeben einen Rest von 136 Tagen. Bekanntlich hat das Jahr 52 Sonntage, an denen Sie auch noch frei haben, bleiben übrig nur 84 Tage. Am Sonnabend arbeiten Sie aber auch nicht mehr, also gehen von den 84 Tagen noch einmal 52 Tage ab, verbleiben sage und schreibe nur noch 32 Tage.
Ihre tägliche Tischzeit von 30 Minuten wollen Sie auch nicht missen, das sind umgerechnet im Jahr ganze 8 Tage, die Sie zum Essen brauchen. Jetzt haben wir nur noch einen Rest von 24 Arbeitstagen, von denen wir noch die 14 Tage Urlaub abziehen müssen, gleich 10 Arbeitstage, die noch verbleiben.
Mit der Einführung der 5-Tage-Woche hat das Jahr noch 9 Feiertage. Was bleibt nun noch übrig? Wenn Sie diese 9 Feiertage von den restlichen 10 Arbeitstagen abziehen - na?
Tatsächlich nur noch ein einziger Tag und das ist der 1. Mai, und den haben Sie auch noch frei!
Da wollen Sie eine Gehaltserhöhung!!!
Nun aber raus!!!

Wer wird Chef?
Als der ersteKörper geschaffen wurde,wollten alleTeile der Chef sein.
Das Gehirn sagte:"Da ich alles steuere und das Denken besorge, sollte ich Chef sein!"Die Füßemeinten: "Da ich den Menschen dahin trage, wo er hinzugehen wünscht und ihn an eine Stelle bringe, an der die Wünsche des Gehirns ausgeführt werden können, sollte ich Chef werden!" Die Hände sprachen: "Da wir alle Arbeit tun und das Geld verdienen müssen, um euch alle am Leben zu erhalten, sollten wir Chef sein!" Die Augen sagten: "Da wir aufpassen und euch sagen müssen, wo Gefahren lauern, sollten wir Boss werden!" So ging es mit dem Herzen, den Ohren, der Lunge - und endlich meldete sich das Arschloch und verlangte, Chef zu sein. Alle Körperteile lachten fürchterlich über den Gedanken, dass ein Arschloch Chef sein könnte. Das Arschloch war so ärgerlich, dass es sich verschloss und sich weigerte, weiter zu funktionieren. Bald hatte das Gehirn Fieber, die Augen schielten und schmerzten, die Füße versagten den Dienst, die Hände hingen schlaff an den Seiten und Herz und Lunge kämpften um ihr Leben. Da baten alle das Gehirn, nachzugeben und das Arschloch zum Chef zu machen. Und so geschah es! Alle anderen Teile taten die Arbeit; das Arschloch aber kommandierte bloß herum und gab einen Haufen Scheiße von sich. Moral: Als Chef braucht man kein Köpfchen zu sein, sondern nur ein Arschloch.

Bekanntmachung
In unserem Betrieb wurde ein Säugling gefunden und im Büro abgegeben. Der Chef verlangte umgehende Untersuchung und Aufklärung, ob dieser Findling ein Produkt des Betriebes ist, und ob ein oder mehrere Mitarbeiter beteiligt waren. Nach vierwöchiger Untersuchung sind wir der Überzeugung, dass der Säugling kein Produkt unseres Betriebes sein kann:
Begründung:
1. In unserem Betrieb wurde noch nie etwas mit Lust und Liebe gemacht!
2. In unserem Betrieb haben noch nie zwei so eng zusammengearbeitet!
3. Es wurde noch nie etwas gemacht, was Hand und Fuß hatte!
4. Es ist noch nie vorgekommen, dass nach neun Monaten schon etwas fertig war!

Einige Vorteile des Älterwerdens
• Du kannst das Abendessen schon um 4h Nachmittag essen.
• Du profitierst endlich von deinen Einzahlungen in die Krankenkasse.
• Du bist für Entführer nicht mehr interessant.
• Du kannst kaum noch wegen sexueller Belästigungen belangt werden.
• Du hast immer Zeit, wenn du willst.
• Du hast nie Zeit, wenn du nicht willst.
• Endlich glauben dir die Menschen, dass du kein Hypochonder bist.
• Deine Geheimnisse sind sicher, weil sich auch deine Freunde nicht mehr daran erinnern können.
• Der Vorrat an Gehirnzellen wird zur überschaubaren Größe.
• Deine Augen werden nicht mehr schlechter.
• Kleidung, die du kaufst, kannst du jetzt ewig tragen.
• Niemand erwartet mehr, dass du in ein brennendes Gebäude zum Retten läufst.
• Du brauchst nichts mehr auf die harte Art zu lernen, weil du das alles schon weißt.
• Deine Gelenke sind zuverlässiger als der Wetterbericht.
• Bei Geiselnahmen wirst du als Erster frei gegeben.
• Du brauchst nicht mehr den Bauch einzuziehen, wen immer du auch triffst.
• Du darfst dir endlich einen Kompass im Auto montieren.
• Du brauchst keine Zeitungen mehr zu lesen, weil deine Arme zu kurz werden.
• Du darfst jetzt zur Musik im Aufzug singen.
• Du erfreust dich an den Geschichten über die Operationen deiner Mitmenschen.
• Du lernst, dass Kaffee eines der wichtigsten Dinge im Leben ist.
• Du kriegst keine Strafzettel für Schnellfahren mehr.
• Du hast mehr Haare in den Ohren als am Kopf.
• Deine Steuererklärung wird ganz einfach.
• Die Monate vergehen wie im Flug.
• Du darfst wieder Babynahrung genießen.
• Du kannst dir zu jeder Zeit und immer wieder jeden Film anschauen.
• Du freust dich, dass deine Pension viel höher ist, als die der Jüngeren je sein wird.
• Du brauchst keinen Wecker mehr, weil du immer von selbst aufwachst.
• Du hast eine Party und die Nachbarn merken es nicht einmal.
• Du bekommst solche Post........

Die Waldkapelle
Die Frau Doktor wünschte, ihren Ferienaufenthalt in der Nähe des Fürstenwaldes zu verleben. Da sie weiß, dass der Andrang immer sehr groß ist, reist sie schon einige Tage vorher ab, um sich ein Zimmer nach ihren Geschmack auszusuchen.
Von dem Dorfschulzen begleitet findet sie ein Einzelzimmer, mietet es für ihren Aufenthalt und fährt wieder nach Hause. Dort angekommen, fällt ihr ein, dass sie vergessen hat, zu fragen, ob ein WC (gutbürgerliches Wasserklosett) vorhanden ist. Da schreibt sie an den Dorfschulzen und bittet ihn um Antwort.
Dieser zerbricht sich bald den Kopf, was wohl WC bedeuten soll. Er fragt den Pfarrer. Dieser sagt ihm, damit wäre sicherlich die Waldkapelle gemeint. Der Dorfschulze schreibt nun folgenden Brief:
"Sehr geehrte Frau Doktor!
WC ist vorhanden. Es liegt eine viertel Stunde vom Dorf entfernt, inmitten schattigen Waldes. Es ist schon wegen seiner gesunden Lage zu empfehlen. WC ist geöffnet Mittwoch und Sonntag bis zum Beginn der Dunkelheit. Es empfiehlt sich eine viertel Stunde vor Beginn da zu sein. Es sind ca. 60 Sitze und Stehplätze vorhanden. Bei schönen Wetter findet die Veranstaltung auch unter freiem Himmel statt. Sonntags empfiehlt sich der Besuch besonders, da die Sache mit Orgelbegleitung vor sich geht.
Wir werden uns erlauben, der gnädigen Frau den besten Platz zu reservieren - inmitten duftiger Pflanzen. Die Akustik ist ganz hervorragend und schon von vielen Kennern bewundert worden. Selbst der zarteste Ton ist in allen Gegenden zu hören und verbreitet ein tausendfaches Echo. Für Besucher, denen der Weg zu lang ist, ist ein Omnibus eingerichtet."
Der Dorfschulze
Viel Freude beim Lesen!