von Regina Ziebach
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Einen Tag vor dem Heiligen Abend ging ein Mann in den großen, verschneiten Wald um einen Christbaum zu schlagen. Es sollte in diesem Jahr ein besonders schöner und großer Christbaum sein, denn zu Hause warteten drei kleine Kinderlein, die ihn diesmal mit all ihrem Selbstgebastelten behängen wollten. Ganz bunt und besonders geschmückt. Als er an eine Lichtung kam, da sah er ihn. Groß, mächtig und wunderschön gewachsen und er begann zu singen: „O Tannenbaum, o Tannenbaum“ Dann holte er aus seinem Rucksack eine Axt hervor und schlug sie kräftig in den Stamm. Sofort fiel eine Ladung Schnee auf seinen Kopf. Er schaute nach oben und sang: „Leise rieselt der Schnee“ Während er fleißig weiter schlug, fiel bei jedem Schlag mehr und mehr Schnee herunter und er sang aus voller Brust: „Schneeflöckchen, Weißröckchen“ Als der Baum nun krachend zur Erde fiel schaute er beim Fallen der Baumspitze hinterher und sofort sang er: „Vom Himmel hoch, da komm ich her“ Er lud sich den Baum auf die Schulter und machte sich auf den Heimweg. Die Tannennadeln pieksten fürchterlich und der Baum wurde immer schwerer und schwerer. Aber der Mann stapfte tapfer und langsam, Schritt für Schritt weiter durch den Schnee. Es fing an zu schneien, und er suchte mit den Augen nach einer Möglichkeit sich einen Moment unterzustellen um auszuruhen. Da sah er in der Ferne eine kleine Hütte. Aus dem Schornstein stieg Rauch empor. Die Hütte sah so gemütlich und warm aus, dass er vor Freude sang: „O, du Fröhliche“ Er dachte, ein wenig aufwärmen wäre jetzt genau das Richtige für mich. Ich werde anklopfen, ob man mich einlässt. Der Herr der Hütte öffnete die Tür, sah den Mann, schneebedeckt und halb erfroren und zur Begrüßung sang er: „Kommet, ihr Hirten“ Er gab dem Mann fleißig von dem guten Glühwein zu trinken, damit es ihm wärmer wurde. Der Hausherr fragte, was der Mann so spät im Wald gemacht habe. Der Mann begann seine kleine Geschichte und sang: „Alle Jahre wieder“ Als der Mann sich genug aufgewärmt hatte, und seine Nase schon ordentlich rot war von dem vielen, ach so guten Glühwein, machte er sich auf den Heimweg. Noch lange schaute ihm der Hausherr winkend hinterher und sang: „Fröhliche Weihnacht überall“ Der Mann stapfte weiter, Schritt für Schritt durch den hohen Schnee und durch den vielen Glühwein war ihm etwas schwindelig und in seinem Kopf sang es: „Kling, Glöckchen, klingelingeling“ Von weitem erblickte er schon das Haus und freute sich, dass er den weiten Weg geschafft hatte. Und einen schöööönen Baum brachte er den Kindern mit. Aber da erkannte er seine Frau wartend vor der Türe. Sie sah ihn ein wenig strafend an, wegen seiner roten Nase, hob drohend den Finger und sang: „Morgen, Kinder, wird´s was geben“ Der Mann schaute suchend nach den Kindern um dem Zorn seiner Frau zu entgehen und rief singend: „Ihr Kinderlein kommet“ Die Kinder stürmten aus dem Haus, sahen den Vater mit dem wunderschönen Weihnachtsbaum, fielen ihm in die Arme, und freuten sich riesig. Da nahm die Frau den Mann versöhnt in die Arme und fröhlich sangen alle: „Morgen kommt der Weihnachtsmann“ * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * Fröhliche Weihnachten alle hier zusammen. * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * Und wer noch nicht genug gesungen hat, der sollte einfach weiter singen. * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * Die Lieder * * * * * * * * * * * * * * * * Stille Nacht * * * * * * * * * O, du Fröhliche * * * * * * * * * * * O Tannenbaum * * * * * * * * * * * * * Alle Jahre wieder * * * * * * * * * * * * * * * Kommet, ihr Hirten * * * * * * * * * * * * * * * * * Ihr Kinderlein kommet * * * * * * * * * * * * * * * * * * * Leise rieselt der Schnee * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * Fröhliche Weihnacht überall * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * Süßer die Glocken nie klingen * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * Lasst uns froh und munter sein * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * Schneeflöckchen, Weißröckchen * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * Kling, Glöckchen, klingelingeling * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * Morgen, Kinder, wird´s was geben * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * Vom Himmel hoch, da komm ich her * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * Morgen kommt der Weihnachtsmann * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * Texte zur Weihnachtsgeschichte 1. O Tannenbaum O Tannenbaum, o Tannenbaum, wie grün sind deine Blätter! Du grünst nicht nur zur Sommerzeit, nein, auch im Winter, wenn es schneit. O Tannenbaum, o Tannenbaum, wie grün sind deine Blätter! 2. Leise rieselt der Schnee Leise rieselt der Schnee, still und starr ruht der See, weihnachtlich glänzet der Wald; Freue dich, Christkind kommt bald! 3. Schneeflöckchen, Weißröckchen Schneeflöckchen, Weißröckchen, jetzt kommst du geschneit, du wohnst in den Wolken; dein Weg ist so weit. 4. Vom Himmel hoch da komm ich her Vom Himmel hoch da komm ich her, ich bring euch gute neue Mär der guten Mär bring ich so viel, davon ich singen und sagen will. 5. O du fröhliche O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit! Welt ging verloren, Christ ist geboren: Freue, freue dich, o Christenheit! 6. Kommet, ihr Hirten Kommet, ihr Hirten, ihr Männer und Frau´n, Kommet, das liebliche Kindlein zu schau´n. Christus der Herr ist heute geboren, den Gott zum Heiland euch hat erkoren. Fürchtet euch nicht. 7. Alle Jahre wieder Alle Jahre wieder kommt das Christuskind auf die Erde nieder wo wir Menschen sind 8. Fröhliche Weihnacht überall Fröhliche Weihnacht überall tönet durch die Lüfte froher Schall. Weihnachtsbaum, Weihnachtstraum, Weihnachtsduft in jedem Raum. Fröhliche Weihnacht überall tönet durch die Lüfte froher Schall. 9. Kling, Glöckchen, klingelingeling Kling, Glöckchen, klingelingeling kling, Glöckchen, kling! Lasst mich ein, ihr Kinder, - ist so kalt der Winter, öffnet mir die Türen, - lasst mich nicht erfrieren! Kling, Glöckchen, klingelingeling kling, Glöckchen, kling! 10. Morgen, Kinder, wird´s was geben Morgen, Kinder, wird´s was geben, morgen werden wir uns freu´n! Welch ein Jubel, welch ein Leben Wird in uns´rem Hause sein! Einmal werden wir noch wach, heißa, dann ist Weihnachtstag! 11. Ihr Kinderlein kommet Ihr Kinderlein kommet, o kommet doch all´! Zur Krippe her kommet in Bethlehems Stall und seht, was in dieser hochheiligen Nacht der Vater im Himmel für Freude uns macht! 12. Morgen kommt der Weihnachtsmann Morgen kommt der Weihnachtsmann, kommt mit seinen Gaben. Bunte Lichter, Silberzier, Kind mit Krippe, Schaf und Stier, Zottelbär und Pantertier Möchte ich gerne haben 13. Süßer die Glocken nie klingen Süßer die Glocken nie klingen als zu der Weihnachtszeit; s´ist als ob Engelein singen wieder von Frieden und Freud! wie sie gesungen in seliger Nacht wie sie gesungen in seliger Nacht Glocken mit heiligem Klang, klingen die Erde entlang! 14. Lasst uns froh und munter sein Lasst uns froh und munter sein, und uns ganz von Herzen freu´n! Lustig, lustig, tralalalala heut ist Nikolausabend da, heut ist Nikolausabend da! 15. Stille Nacht Stille Nacht, heilige Nacht! Alles schläft, einsam wacht nur das traute, hochheilige Paar. Holder Knabe im lockigen Haar, schlaf in himmlischer Ruh! Schlaf in himmlischer Ruh! |