erste Behandlungen......

 

Bei einem erneuten Tierarztbesuch, diesmal mit Hund, bekam Xena die Diagnose Milben und dementsprechend wurde sie auch behandelt. Eine Milbenspritze pro Woche, vier Wochen lang. Dann würde der Spuk vorbei sein. Mit der ersten Spritze würde keine wesentliche Besserung auftreten aber ab der zweiten sei dann mit einer deutlichen Verbesserung zu rechnen. Ungewöhnlich war für die Tierärztin der starke Juckreiz des Hundes.

Nach der ersten Spritze passierte tatsächlich nichts. Nun, davon wußte ich.

Die zweite Spritze folgte und ich glaubte zu bemerken, wie sich der Zustand des Hundes verschlechterte. Leider hatte ich seit geraumer Zeit keine Bilder mehr von Xena gemacht, was sich inzwischen als großer Fehler herausstellte. Ich war leicht verunsichert. Die Hündin wirkte noch kahler im Gesicht und der Juckreiz schien schlimmer.

Die Tierärztin war beim dritten Besuch vom Erfolg begeistert und verwarf meine Bedenken. Xena bekam ihre dritte Spritze.

Nach zwei Tagen wurde alles rasant schlimmer. Der Hund kratzte sich fast das ganze Gesicht blutig. Xena konnte ich nur mit äußerster Härte davon abhalten, sich ständig zu kratzen.

Ich selbst wurde krank, hatte wieder starke Kreislaufbeschwerden wegen der Hitze. Xenas vierte Spritze viel aus. Das Kratzen ließ immer mehr nach. Die meisten Stellen heilten ab, die Haut verfärbte sich aber dunkel ,und blieb kahl und runzelig. Die Augenentzündung wurde wieder schlimmer.

Etwa eine Woche später hatte der Hund keinen Juckreiz mehr im Gesicht. Durch die Augensalbe war die Entzündung nur leicht vorhanden.

Leider hatte ich sie nicht mehr fotografiert, da sie einfach kein schöner Anblick war. Mit viel Mühen gelang es meinem Mann, aus einem " Xenaklecks" irgendwo auf einem Hundebild mitdrauf, die qualitativ schlechteren Bilder dieser Seite zu zaubern.

  Xena im August. Ca. 10 Tage nach der dritten Spritze schwoll ihr Gesicht langsam ab und die Hautläsionen verheilten.

Zwei weitere Augensalben probierte ich noch, ohne wesentlichen Erfolg. Dann stieg ich auf ein homöopatisches Mittel ( Euphrasia-Tropfen, also Augentrost ) um. Die erwartete Erstverschlimmerung blieb aus. Stattdessen waren die Augen nun komplett zugeschwollen und eitrig.

Es bildeten sich sogenannte Rolllieder.

Auf ihre kahlen Stellen im Gesicht trug ich nun mehrfach täglich Mirfulansalbe auf. Zwar heilten die Borken gut ab, aber mehr tat sich nicht und sie kratzte sich weiterhin auf.

Es war inzwischen September geworden und das Wetter trug ein übriges dazu bei, daß das Gelände, auf dem wir leben, immer matschiger wurde.

Xena begann wieder, sich im Gesicht verstärkt zu kratzen und durch den Matsch an ihren Pfoten verschlimmerte sich ihr Zustand zusehendst. Am Körper hatte sie nun ebenfalls mehrere kreisrunde, borkige etwa fünfmarkstückgroße Stellen. Es trat ein merkwürdig stinkendes Sekret aus. Sie kratzte sich nun überall am Körper. Obwohl sie gut fraß, nahm sie erschreckend ab.

Ich beratschlagte mit ihren Züchtern das Problem und entschloß mich schließlich, nachdem mehrere Bäder mit Sebacil und erneute Dectomax - Spritzen gegen Milben erfolglos waren, sie zur weiteren Behandlung im Oktober zu ihnen zu bringen. Ihr Zustand hatte sich nach der Behandlung mit Dectomax genauso verschlimmert, wie nach den ersten Spritzen, nur daß sie diesmal auch noch sehr stark an Gewicht verloren hatte und ein wandelndes Gerippe war. Ihr Appetit war groß und sie spielte weiterhin mit unseren anderen Hunden. 

  Xena, kurz bevor ich sie zu den Züchtern brachte. Man kann vage die dunklen, kahlen Stellen um die Augen herum erkennen.

Dort wurde sie dann mehrere Wochen lang wöchentlich mehrfach mit Alugan gebadet, bekam ein "Spot on" ( Stronghold ) und einmal pro Woche eine Spritze gegen Milben ( Dectomax). Nach ca. 4 Wochen wurde sie noch zusätzlich mit Cortison behandelt ( Dexamethason - Tabletten ) damit der Juckreiz nachläßt und somit der Kragen entfernt werden konnte.

Irgendwie sah sie zwar jedesmal anders aus, wenn ich sie besuchte, aber so richtig heilen wollte ihre Haut nicht. 

 Die wunden, stinkenden Stellen auf der Haut nahmen anfänglich zu und es bildeten sich  gelbe, sandartige, nicht nach Eiter riechende, stinkige Ablagerungen an diesen Stellen. Der ganze Hund stank!

Auffällig war, daß die Ohrinnenseite stark gerötet war. Wir vermuteten aber, daß der Kragen, den sie trug, daran Schuld war.

Nach zwei/drei Wochen verbesserte sich ihr Zustand und die Stellen auf der Haut verschwanden.

Das Gesicht war mal besser, mal schlechter.

Ein wirklicher Grund dafür konnte nicht gefunden werden.

Anfang Dezember entschloß ich mich mit den Züchtern, eine Behandlung mit Stutenmilch zu probieren. Das Cortisenpräparat wurde ausgeschlichen, sämtliche anderen Mittel abgesetzt.

Xena sollte nun anfänglich einen halben Liter Stutenmilch täglich trinken und ihre wunden, aufgekratzten Stellen auf der Haut wurden nun mehrfach täglich  mit Stutenmilchcreme behandelt. 

Innerhalb von 24 Stunden wurden ihre geröteten Ohrinnenseiten endlich normal rosig. Die Stellen auf der Haut heilten gut ab. Wegen eines Krankenhausaufenthaltes Anfang Dezember meinerseits lies ich den Hund noch eine weitere Woche bei den Züchtern.

Am 13. Dez. 2002 holte ich sie nach Hause, obwohl sich in der einen Woche ihr Gesicht wieder total verschlimmert hatte und die Ohrinnenseiten wieder knallrot waren. Der Juckreiz am Körper war weiterhin vorhanden.

Es folgen zwei Bilder vom 13.Dez.2002:

 

Der Juckreiz im Gesicht und an den Ohren war kaum zu bändigen.

Und hier vom 15.Dez. 2002

Nach zweitägiger Behandlung der Augen mit gutem Imkerhonig konnte Xena etwas schmerzfreier in die Welt blicken. Der Eiter war fast verschwunden.

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