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Ich war schon fünfmal in Tunesien - Hammamet. 1980, 81, 82 mit meinen Eltern. 1997 mit meiner Familie und Freunden, und 2000 mit meinen Kindern.
Ich habe Menschen kennen gelernt, die immer freundlich zu uns waren, höflich und aufmerksam. Es gab uns gegenüber nie ein böses Wort, und sie waren immer darauf bedacht, das es uns gut ging. Die offene Art dieser Menschen hat mich sehr beeindruckt. Irgendwie hatte man das Gefühl, man gehörte dazu. Und ich weiß heute, daß der Tag kommt, wo ich wieder dahin fliegen werde!
 
 
 
 

Erstellt: März 2001

 

Diese Flagge ist seit 1835 in Gebrauch. Unter türkischer Oberherrschaft nach dem Vorbild der osmanischen Flagge geschaffen. Die Rot weiße Scheibe mit rotem Halbmond und Stern, Symbole, die in der ganzen islamischen Welt Verbreitung gefunden haben. In Tunesien gibt es keine Sommerzeit. Während unserer Sommerzeit beträgt der Zeitunterschied zu Deutschland  eine Stunde.

Die Landessprache ist Arabisch. Da aber Tunesien eine Französische Kolonie war, wird auch in den Schulen Französisch gelehrt und viele können in Tunesien Französisch sprechen.

Zahlungsmittel: Die Ein und Ausfuhr der Tunesischen Dinare sind verboten.
Die Einfuhr von Fremdwährung ist unbeschränkt erlaubt, die Ausfuhr von mehr als einem Gegenwert von 500 tunesischen Dinaren ist jedoch nur unter Vorlage einer Einreise-Devisenerklärung gestattet.
Nicht verbrauchte Dinare werden bis zu einer Höhe von 30 % des insgesamt eingewechselten Betrages gegen Vorlage der Umtauschbelege zurückgetauscht. Der Höchstbetrag für den Rücktausch ist jedoch nur 100 Dinar.

Währung: 1 Tunesischer Dinar = 1000 Millimes. Aktueller Wechselkurs

Geographie: Die westlichen Ausläufer des Atlasgebirges teilen das Land in einen Nord und einen Südteil. Die Bergregion heißt Dorsale und erstreckt sich von der algerischen Nordostgrenze bis zu den Höhenzügen am Golf von Tunis. Der Süden ist anfangs durch Hochlandsteppen und Hügelland bestimmt, wird dann aber zunehmend flach und trocken. Die wenigen Wasserläufe führen nur nach Regenfällen Wasser, das Land ist durchsetzt von salzhaltigen Becken, die Schotts. Im Norden hingegen fließt der größte Fluss Tunesiens, der Medjera. Er entspringt im Dorsale und bewässert ein fruchtbares Tal, das aus einer urzeitlichen Seenkette entstanden ist.

Klima: In Tunesien herrscht ein warmes Mittelmeerklima mit heißen Sommern und milden Wintern. Der Regen bleibt weitgehend auf den Winter beschränkt. Die Niederschlagsmenge ist im Allgemeinen gering. 

Wichtigste Außenhandelspartner: Export: Frankreich, Italien, Deutschland, Belgien, Luxemburg, Libyen, Spanien, Niederlande, Algerien

Import: Frankreich, Italien, Deutschland, USA, Belgien, Luxemburg, Spanien, Niederlande, Algerien, Japan

Ausfuhrgüter:  Mineralöl, Olivenöl, Früchte, Textilien, Kleidung, Elektrotechnische Produkte, Phosphate, Dünger, chemische Erzeugnisse

Einfuhrgüter: Industriegüter und Ausstattung, Maschinen, Mineralöl, Eisen und Stahl, Konsumgüter, Arzneimittel, Textilien, Transportausrüstung

Industrie: Mineralöl, Bergbau, Tourismus, Textilien, Elektrotechnik, Schuhe, Nahrungsmittel, Getränke, Baumaterial, chemische Erzeugnisse, Maschinen

Rohstoffe: Mineralöl, Phosphat, Eisenerz, Blei, Zink, Salz, Erdgas

Familienkultur: Die Heirat wird nicht nur als Vereinigung von zwei Menschen, sondern auch von zwei Familien betrachtet. Früher wurden Hochzeiten von den Eltern arrangiert, heutzutage haben junge Leute jedoch genügend Möglichkeiten, sich zu treffen und sich unabhängig von den Eltern kennen zu lernen. Die Polygamie ist nach islamischem Gesetz zwar erlaubt, sie ist in Tunesien aber seit seiner Unabhängigkeit 1956 illegal. Traditionelle Hochzeiten, die besonders in ländlichen Gebieten gefeiert werden, dauern mehrere Tage oder sogar Wochen. Am Abend vor der Hochzeit lädt die Braut traditionsgemäß ihre Freundinnen ein. Sie tragen mit einer Paste aus Henna Ornamente auf Hände und Füße der Braut auf. Nachdem die Paste mehrere Stunden auf der Haut trocknet, wird sie entfernt und hinterlässt Muster. Die Großfamilie ist auch heute noch von zentraler Bedeutung für die tunesische Gesellschaft. Tunesien ist unter den muslimischen Ländern eines der fortschrittlichsten bei der Ausweitung der Frauenrechte. Frauen machen etwa 44 Prozent der Erwerbstätigen aus und viele von ihnen halten wichtige Positionen inne.

Essen und Trinken: Couscous ist das tunesische Nationalgericht. Es besteht aus gedünstetem und gewürztem Grieß, der mit Gemüse und Fleisch zubereitet wird. Es gibt unzählige Zubereitungsarten für Couscous. Weitere traditionelle Gerichte sind Breek (ein dünner, gebratener Teig, mit einem Ei, gekochtem Gemüse oder Thunfisch gefüllt) und Tajine (ein langsam gekochter Eintopf mit Gemüse und Fleisch). Lamm und Huhn sind die beliebtesten Fleischsorten, und an der Küste ist Fisch sehr verbreitet. In der tunesischen Küche werden häufig Tomaten, Kartoffeln, Zwiebeln, Oliven und Paprika verwendet. Zu den Obstsorten, die auf den Märkten angeboten werden, gehören Datteln, Orangen, Aprikosen, Wassermelonen, Nektarinen, Zitronen und Kaktusfrüchte. Alkohol und Schweinefleisch sind im Islam verboten. In den großen Städten und den Tourismusgebieten wird  Alkohol und Schweinefleisch verkauft. Traditionellerweise essen Tunesier mit den Fingern von einem gemeinsamen Teller und benutzen Brot, um Saucen und Essen aufzunehmen. Die westliche Art, von getrennten Tellern und mit Besteck zu essen, ist jedoch ebenso üblich. In einigen traditionsbewussten Familien sitzt man zum Essen auf dem Boden um einen niedrigen Holztisch herum. Ein Gastgeber besteht im Allgemeinen darauf, dass die Gäste einen zweiten oder dritten Nachschlag nehmen. Die Höflichkeit gebietet es den Gästen, diese anzunehmen. Wenn man satt ist, zeigt man mit dem Wort el-Hamdullah dass die Mahlzeit geschmeckt hat. In Restaurants ist in der Rechnung meist eine Servicegebühr enthalten.

Umgangsformen: Auf die angemessene Begrüßung wird in Tunesien großen Wert gelegt. Freunde und Familienangehörige begrüßen sich oft mit Wangenküssen. Unter Fremden ist sowohl bei Frauen als auch bei Männern das Händeschütteln die üblichste Begrüßungsform. Zu den Standardbegrüßungen gehören Ass'lama "Hallo", Bisslama "Auf Wiedersehen", Sabah El-Kheer "Guten Morgen"  und Tass'bah Ala Kheer "Gute Nacht". Es ist üblich, nach der Gesundheit und der Familie der anderen Person zu fragen, bevor man zu anderen Gesprächsthemen übergeht. Beim Betreten eines Geschäftes oder Büros begrüßt man den Eigentümer oder das Personal. Anders als die Bewohner der meisten islamischen Länder haben die Tunesier keine Vorschriften, welche Hand für welche Tätigkeit zu benutzen ist. Der Austausch von Zärtlichkeiten zwischen Mann und Frau in der Öffentlichkeit gilt als unangemessen. Berührungen oder Händehalten unter Freunden desselben Geschlechtes ist hingegen durchaus üblich. Von ausländischen Besuchern wird erwartet, dass sie sich nicht zu locker kleiden und Knie und Oberarme bedeckt halten. Familien und Freunde besuchen einander häufig und ohne Voranmeldung. Ein Besuch kann mehrere Stunden dauern, und die Gäste werden gewöhnlich gebeten, zum Essen zu bleiben. Als Gast sollte man zumindest eine Kleinigkeit probieren, um den Gastgeber nicht zu beleidigen. Zu einer Einladung kann man kleine Geschenke wie Obst oder Schokolade, aber niemals Alkohol, mitbringen. Besucher, die zum ersten Mal kommen, werden normalerweise durch das Haus des Gastgebers geführt. Das Wort Mabrouk verwendet man, um zu Hochzeiten oder bestandenen Prüfungen, einer neuen Arbeitsstelle oder zum Kauf eines Hauses zu gratulieren.

 

 

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