Treffen Schweiz


Hier möchte ich Euch einen Überblick verschaffen, wie wir das Mantatreffen Innerschweiz 2002 gesehen & erlebt haben. Der Bericht wurde von Günter für die "Bayerische Rochenschau" geschrieben, den er mir freundlicher Weise nochmals für unsere Page zur Verfügung stellt.
Die Rochenschau ist übrigens eine Mantazeitschrift nur von & für Mitglieder des Manta B Club Oberbayern e.V.

Fotos vom Mantatreffen folgen noch.

 

10. Internationales Mantatreffen

in Verbindung mit dem

21. Internationalen Manta-A-Treffen 

17./18. August 2002 in Ennetbürgen/ Schweiz 

Veranstalter: Manta Club Innerschweiz

 

Seit dem ersten Treffen des Manta Club Innerschweiz im Jahre 1992 nahm ich mir vor, dieses Event einmal zu besuchen. Immer fehlte mir die Zeit oder es kam irgend etwas anders dazwischen. Nun war es aber endlich soweit.

Wir, das waren Uli, Andi, Doreen, Flo, sein Kumpel Falko, Uwe, seine Schwester Doris und meine Wenigkeit, machten uns auf den Weg ins Land der Eidgenossen.

Während unsere Thüringer Freunde sich bereits am grausam frühen Morgen auf den Weg machten, starteten Flo und Falko gegen 11 Uhr vormittags aus der Schweinfurter Ecke.

Uli und ich trafen uns um 9.30 Uhr an dem verabredeten Parkplatz an der A96 von dem aus wir gleich die ca. zwei Stunden dauernde Fahrt zum gemeinsamen Treffpunkt in Angriff nahmen. Wir hatten uns die erste Abfahrt nach dem Autobahn - Kreuz Memmingen ausgewählt und früher als erwartet trafen wir beide dort ein. Gut sichtbar postierten wir unsere Rochen am frisch gemähten Strassenrand. Da die Sonne sich von ihrer besten Seite zeigte, holten wir die Klappstühle heraus und machten es uns bequem um auf den Rest der Truppe zu warten.

Die vorbeifahrenden Autofahrer guckten teilweise recht dämlich als sie uns da so sitzen sahen und es änderte sich an der Tatsache auch nichts, als Flo und Falko sich ca. eine Stunde später zu uns gesellten. Im Gegenteil, denn plötzlich kramte Flo (eigentlich heißt er in Mantakreisen nur Klausi, da sich eine gewisse Ähnlichkeit mit einer, Euch sicherlich bekannten Manta – Film – Figur, nicht verleugnen läßt) eine Opelfahne aus dem Kofferraum seines schwarzen GSI und plazierte selbige über die sich hinter uns befindliche „Stefan Raab – Grundstücksabtrennvorrichtung„ ... manche nennen dies auch Maschendrahtzaun!!

Nun hieß es den Sonnenschein genießen und auf die Thüringer Fraktion zu warten, welche auch ca. eine Stunde später eintraf (wäre sicherlich schneller gegangen, wenn sich eine gewisse junge Dame nicht auf einer Raststätten-Waage gewogen hätte... grins).

Es war ein irre schöner Anblick, als man die sechs Mantas in Reih und Glied (ist nix unanständiges) parken sah „Anmerkung der Red.„ .

Nach der herzlichen Begrüßung stärkten wir uns noch bei einem nahegelegenen italienischen Ristorante bevor wir uns auf den Weg in Richtung Schweiz machten.

Auf der A96 in Richtung Lindau und kurz vor der Grenze zu Österreich runter auf die Landstrasse nach Bregenz. In Bregenz machten wir unseren ersten gemeinsamen Tankstop und staunten nicht schlecht über die immens günstigen Spritpreise.

Weiter ging es bis zum schweizerischen Grenzübergang, welchen wir ohne Probleme passierten. Kurz dahinter hielten wir noch einmal, da einige noch Geld waschen... ähhh wechseln mußten. Von nun an ging es in einem Stück durch bis nach Ennetbürgen. Auf der Fahrt bekamen wir die Schweiz von ihrer besten Seite zu sehen.

Strahlender Sonnenschein in Verbindung mit der herrlichen Landschaft und den überwältigenden Berg–Panoramas.

Auspuff – Freaks wären bei den vielen Tunneldurchfahrten bestimmt auf ihre Kosten gekommen ;-) 

Damit uns auf der Fahrt nicht zu langweilig wurde, wechselten wir des öfteren die Positionen in der Kolonne oder hielten irgenwelche Sachen aus dem Fenster (Fuchsschwänze, DAMENSLIPS, welche aber garantiert nicht von Klausi waren). 

So gegen 18 Uhr trafen wir in Ennetbürgen am Flugplatz ein. Platzgebühr bezahlen und nach Anweisung der Ordner „parkieren„.  Es folgte das übliche Spiel – Zeltaufbauen, einräumen, Grill aufstellen ect. Nach einer Stärkung durch „grilliertes„ Fleisch oder Ravioli aus der Dose (fränkische Delikatesse) drehte man die ersten Runden über den schon gut gefüllten Platz. Man traf viele bekannte Gesichter und führte das eine oder andere Gespräch.

Den restlichen Abend verbrachten wir „unter uns„ , wobei  es doch recht früh wurde bis man den Weg ins Zelt fand.

Die Geräuschkulisse in dieser Nacht war schon einmalig. Nebenan im Zelt hörte man das vehemente Sägen eines „Nachtholzfällers„ , weiter entfernt bimmelten irgendwelche Kuhglocken und das ganze Szenario wurde von dem ewigen fränkischen Geplärre nach SANCHO!!!!!! abgerundet. Der Alkohol verhalf mir aber doch zu ner kurzen aber ruhigen Nacht mit süßen Träumen (was, wird nicht verraten). 

Am Samstagmorgen begab man sich dann mehr oder weniger gemeinschaftlich zum Frühstück, welches sich aus den üblichen Bestandteilen wie z.B. Semmeln, Marmelade, Kaffee zusammen setzte. Das Highlight aber war das Stück „orichinaler Schwyzer-Käs„. Auch die Morgentoilette war möglich. Man wusch sich an einer Art Trog mit kaltem Wasser, was aber bei den schon morgens hohen Temperaturen, völlig okay war und einen auch gleich so richtig munter machte. Es gab zwar ne Dusche aber die befand sich auf der Rückseite der Gaststätte. Das Problem war nur dass es keinerlei Sichtschutz gab, was aber gerade Andi und Doreen am Sonntag nicht sonderlich gestört hat. 

Der Samstag verlief wie immer. Fotografieren und Mantaquatschen, Grillieren, Fotografieren und Mantaquatschen, Grillieren. Andi und Doreen seilten sich am Nachmittag ab um die einheimischen Gewässer zu erkunden.

Am Abend – Achtung jetzt kommts – wurde natürlich wieder grilliert. 

Eine wichtige Sache hat sich allerdings noch ereignet. Andi und Doreen spukte schon lange der Gedanken nach einem eigenen Manta – Club im Kopf herum und was bietet sich besser an als diese Gedanken Realität werden zu lassen als auf einem Manta – Treffen. Gesagt getan, die Mantablitze Herda „Im Schatten des Rochens„ waren geboren. Es versteht sich, für mich zumindest, von selbst dass ich gleich die Mitgliedschaft beantragte.

Anschließend machten sich alle fein um sich dann gemeinschaftlich auf den Weg zur Manta - Party zu machen. Diese fand natürlich „Open – Air„ statt, was bei den herrlichen Temperaturen auch kein Problem war.

Pünktlich um 20 Uhr wurde mit der Begrüßung der anwesenden Clubs begonnen.

Jeder Club erhielt ein Gastgeschenk, welches ich als Vertretung für den Manta B Club Oberbayern in Empfang nahm. Auch Doreen mußte, kaum dass der neue Club gegründet war, schon die erste offizielle Handlung als Vorsitzende tätigen. Mit nem breiten Grinsen kam sie nach dem Erhalt des Gastgeschenks an unseren Tisch zurück.

Unterbrochen wurde die Begrüßung durch die Darbietung einer Schweizer Trachtengruppe, welche unterstützt durch die musikalische Untermalung von Alphörnern, Schweizer Fahnen in die Luft warfen um sie anschließend wieder aufzufangen. War echt schön anzuschauen, nur bei den Alphörnern hätte ich mir ein wenig mehr BASS gewünscht ;o) .

Als die Begrüßung vorüber war, begannen auch schon die Spiele, welche recht unterhaltsam waren.

Es galt eine Bremslichtleuchte zu organisieren. Die Teilnehmer mußten los spurten und so ein Teil besorgen. Völlig außer Atem kam Doreen wieder zurück, durfte aber als Siegerin den Pokal einheimsen.

Beim nächsten Durchgang mußte man zum Zelt rennen und einen Schlafsack holen um mit selbigen auf der „Bühne„ erscheinen und dies  - drinsteckenderweise!!!. Doreen verpaßte den Sieg nur knapp.

Des weiteren mußten die Teilnehmer einen Fond – Aschenbecher, sowie eine gewisse Anzahl an Zelthaken organisieren. Vor allem hierbei wurde es lustig. Während die meisten zum eigenen Zelt rannten, holte sich der spätere Sieger die Teile vom erstbesten Zelt und dies ohne Rücksicht auf Verluste... Andi wurde zweiter, da sich die beiden nur um haaresbreite an der Bühne verfehlten. 

Der nächste Akt war die Darstellung von Elvis. Die armen Hunde, welche sich dafür gemeldet hatten, bekamen eine halbe Stunde Zeit sich irgendwie passend zu verkleiden. Den Phantasien waren keine Grenzen gesetzt. Unter der Einspielung von Elvis – Hits mußten sie dann ihr Showtalent unter Beweis stellen.

Es folgte noch ein Mohrenkopf - Ess - Wettbewerb. Die Kandidaten mußten einen ganzen Mohrenkopf in den Mund nehmen, runterwürgen, auf die Bierbank steigen und MANTA CLUB INNERSCHWEIZ rufen. Doreen und „Klausi„ waren zwar die ersten die oben standen, doch beim aussprechen des Clubnamens kam nur ein „Mmhhppff„ raus.

Als letzte Aktion wurde der größte Club gesucht. Hierbei zählten nur die Anzahl der Personen die auch ein Clubshirt trugen. Ich hatte all meine Shirts mit in die Schweiz genommen und stattete Andi, Uwe, Klausi und Uli damit aus. Ich hatte ja mein eigenes und Doreen zog ihr eigenes Manta B Club Oberbayern Shirt an. Somit waren unsere Chancen auf den Sieg gar nicht schlecht. Als man die Reihen der teilnehmenden Clubs sichtete stellte man erstaunt fest, dass sich binnen kürzester Zeit völlig neue Clubs gebildet haben. Links von uns stand die „Manta Vereinigung Deutschland„ , welche sich aus Lars und seiner Freundin aus Berlin, Ralf und Rita aus Cuxhaven, Reinhold aus Wolfsburg und diversen anderen Leuten zusammen setzte. Den Sieg trugen trotzdem andere davon, aber es war ein Fetzengaudi. 

Zwischen all den Spielen saßen wir an unserm Tisch und genossen unsere selbst mitgebrachten Getränke, da man das einheimisch Bier nicht trinken konnte.

Auch die Freunde der kleinen Feiglinge kamen nicht zu kurz.

Es versteht sich von selbst, dass jedes Anstoßen unter einem lauten „PROST UWE„ erfolgte. Man traf sogar alte Bekannte. So erblickte ich am Nachbartisch den Michael Rieger vom Manta A Club Oberbayern, welcher sich kurzerhand zu uns an den Tisch setzte...

Die Musik an diesem Abend war zwar nicht jedermans Geschmack aber dafür gab es bei Bea an der Bar Getränke die sowohl Ulis als auch Falkos und Klausis Geschmack trafen. Klausi und Falko führten daraufhin tiefschürfende Gespräche und auch bei Uli tat das hochprozentige Zeug seine Wirkung.

So gegen 1 Uhr machten wir uns auf den Weg zu unseren Zelten, wo wir uns noch zusammensetzten und gemeinsam mit den Düsseldorfern den Abend bei Geschichten über Gott und die Welt ausklingen ließen. So um 3 Uhr verabschiedete sich einer nach dem anderen in sein Zelt. 

Sonntag Morgen, nach einer verdammt kurzen Nacht. Zeit für´s Frühstück um sich für die Pokalverleihung zu stärken. Die morgendliche Wäsche war wie am Tag zuvor, echt wohltuend. Nur Andi und Doreen wollten ja unbedingt die „Outdoor – Dusche!„ austesten. Ich war zwar nicht live dabei, aber nach den Erzählungen der Beiden muß es sich, vor allem bei den Männern, rumgesprochen haben. Bin mir sicher ihr wißt warum!!

Bei der Pokalverleihung wurden die Jubelkelche für folgende Kategorien vergeben:
3 Pokale für den schönsten Manta – innen und außen
3 Pokale für die schönste Lackierung
1 Pokal für die schönste Innenausstattung
1 Pokal für den ältesten Manta A
1 Pokal für den jüngsten Manta A
1 Pokal für den ältesten Manta B
1 Pokal für den jüngsten Manta B

für Manta A und B gemeinsam:
dickste Antenne
gemütlichste Innenausstattung
größtes Rostloch

Bei der Bekanntgabe des Kennzeichens ( UH – TK 21 ) für den ältesten Manta B – Erstzulassung ...1975 lief ein gewisser Herr Andreas Heinze mit bestimmt stolz geschwellter Brust zu seinem Rochen und fuhr ihn zur Pokalübergabe vor. Echt nicht schlecht, beim ersten Treffen gleich den 1. Platz zu machen ist schon ne geile Sache und somit hatte sich der Stress der letzten Wochen, was den Aufbau des Mantas angeht, gelohnt.

Nach der Pokalverleihung begaben sich alle wieder zu ihren Zelten und begannen mit dem Abbau. Wir grillten jedoch noch und begannen danach mit dem Abbau unseres Lagers. Bis um 13.30 Uhr mußte der Platz wieder geräumt sein und diese Zeit nutzen wir auch richtig aus. Uwe und seine Schwester Doris blieben noch eine Woche in der Schweiz und der Rest machte sich nach der Verabschiedung auf den Heimweg. 

Die Rückfahrt durch die Schweiz verlief fast reibungslos, mal abgesehen davon dass Uli uns die ganze Herrlichkeit und Steigungen der Schweizer Bergstrassen zeigen wollte bevor er endlich wieder auf die Autobahn kam. Eine Stunde vor dem Erreichen der Grenze zu Österreich mußten wir noch einmal raus, da Andi´s Benzinpumpe gewechselt werden mußte.

Weiter ging es bis nach Bregenz, wo wir durch die ganze Stadt im Stau standen. Um Hitzewallungen und der Gleichen im Keim zu ersticken, viel uns nichts besseres ein als sich mit „Aqua-Kriminale„ naß zu spritzen. Kaum dass Bregenz hinter uns lag, hatten wir auch schon Heimatboden unter den Rädern. Den nächsten Stop nutzten wir gleich für einen Stop bei Mc Donalds und parkten unsere Mantas demonstrativ vor einer Firma welche so unanständiges Zeug vertreibt. Da ich davon ausgehe, dass auch Minderjährige diesen Bericht lesen könnten, verzichte ich auf Namen und genauere Ausführungen!! 

Vor der Abfahrt verabschiedete sich Uli von uns, da er noch irgendeinen termin am späten Abend hatte. Er wollte Gas geben und nach Hause fliegen. Andi, Klausi, Falko, Doreen und ich fuhren kurz darauf ebenfalls los und dies ging auch zwanzig Minuten gut, bis, ja bis wir plötzlich einen gelben Manta mit Warnblinker am Seitenstreifen entdeckten.
Richtig erraten, es war Uli. Mit sorgenvollem Gesicht blickte er mich an und meinte ob ich mir die „Sache„ mal anhören kann. Nach nur einem Meter Fahrt war uns klar – NIX GEHT MEHR!!!! Der Manta mußte abgeschleppt werden. Wie sich später herausstellte war das Differential im Eimer. Also hiess es nun auf den Abschleppwagen zu warten. Wir machten es uns also auf unseren Klappstühlen bequem bis nach einer guten Stunde die Gesetzeshüter auftauchten. Diese zeigten sich sehr freundlich und verständnisvoll und so ergab sich sogar ein netter kleiner Smalltalk mit anschließendem Gruppenfoto. Gegen 22.00 Uhr traf der Abschleppwagen ein, Manta aufladen und nun konnten wir endlich die Heimfahrt antreten. Klausi und Falko trennten sich am Autobahnkreuz Memmingen vom Rest der Gruppe. Wir (Andi und Doreen übernachteten bei mir), fuhren Uli noch nach Hause und um 1.30 Uhr war unser „Abenteuer Schweiz„ überstanden. Zuhause gönnten wir uns noch ein par MIXERY um dann endlich um 5 Uhr ins Bett zu fallen.

Als Fazit kann man sagen, dass es ein wunderschönes Treffen war. Man sah viele Mantas beider Baureihen welche man noch nicht kannte und man traf auch sehr viele bekannte Gesichter. Das Wetter war traumhaft, die Landschaft wunderschön,...

Es waren ca. 120 Manta B und 40 Manta A am Platz.

Für Alle die in diesem Jahr dabei sein möchten, empfehle ich das Wochenende des 16. / 17. August dafür einzuplanen.

So nu habt Ihr eine Menge gelesen. Ich hoffe es war Euch nicht langweilig und konnte Euch hiermit nen kleinen Eindruck verschaffen was Ihr verpasst habt!!

Mantastische Grüße

Euer Günter

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