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Robert Peter Maximilian Williams wurde am 13. Februar 1974 in Newcastle-under-Lyme, England, als Sohn eines Gastronomen geboren.
Seine Eltern führten in der Provinz ein kleines Pub namens "Red Lion". Als Robert drei Jahre alt war, trennten sich die Eltern und er zog mit seiner Schwester nach Stoke-on-Trents, wo er bei seiner Mutter aufwuchs und die Schule besuchte.
Robert galt zu dieser Zeit als hyperaktiv und schwer erziehbar. Als Klassen-Clown schaffte er es, zum Leid seiner Lehrer, ganze Schulstunden durch sein Verhalten ausfallen zu lassen. Je unbeliebter er sich im Lehrerkollegium machte, desto beliebter wurde er unter den Schülern.
In diesem Wechselspiel fand er nicht nur seine Berufung, sondern auch ein Höchstmaß an Selbstvertrauen mit der Nebenwirkung, dass er im Alter von 16 Jahren die Schule abbrach, um egal wie, auf der Bühne zu stehen.
Ohne Schauspielausbildung ging er 1989 ans Theater um als Komparse zu arbeiten. Schon nach kurzer Zeit erhielt er auch erste kleinere Rollen in Theaterstücken und Musicals, die er mit viel Talent und Ehrgeiz darbot.
1990 lernte er den Agenten Nigel Martin-Smith kennen, der ihn zum Casting einer Boy-Group einlud. Dort wollte er gar nicht erst erscheinen, weil er Schauspieler werden wollte. Nur auf Drängen der Mutter, endlich selbst für sich zu sorgen, stellt er sich vor und erhält in der neu gegründeten Band "Take That" ein Engagement als Sänger.
Nun begann für ihn ein harter Lebensrhythmus, denn die Band wurde professionell in Gesang und Tanz ausgebildet. Auch der Ernährungsplan wurde festgelegt und private Beziehungen vertraglich untersagt. Noch bevor irgendjemand den Namen "Take That" kannte, verdienten die Jungs schon viel Geld und so fiel es nicht schwer, den Verträgen zuzustimmen.
Die Gruppe landete nach ihrer Einführung einen Volltreffer nach dem anderen. 1992 erschien ihr erstes Album mit dem Titel "Take That and Party", welches nach wenigen Tagen die internationalen Top Ten anführte. Mit dem Album "Nobody Else" etablierten sie sich endgültig unter den Stars der Musik-Branche. Konzerte der Gruppe waren bis ins kleinste Detail durchorganisiertes Show-Programm mit perfekter Choregraphie.
Trotz des überwältigenden Erfolgs der Gruppe fühlte sich Robbie Williams bei Take That nie wohl. Grund waren sicherlich auch die zahlreichen Regeln des Vertrages denen er sich zu unterwerfen hatte. In all diesen Punkten sah er Grund zum Protest, und nutzte jede Gelegenheit um aus der Reihe zu tanzen. Nach zahlreichen Eskapaden und Drogen-Exzessen entschied sich das Management, Robbie Williams 1995 aus der Gruppe zu entlassen.
Damit sollte Take That wieder gestärkt werden. Das Ergebnis war jedoch der erste tiefe Kratzer an ihrer Erfolgsgeschichte. Indem sich die Produzenten durchsetzten, wurde den Außenstehenden deutlich, welche Maschinerie hinter der Band stand. Dennoch blieben die Fans treu und die BMG Records Limited verdiente weiterhin mit den vier Verbleibenden ein Vermögen.
Für Robbie Williams schien es jedoch das endgültige Aus zu bedeuten. Er verfiel dem Alkohol und dem Kokain, das ihn nach wenigen Monaten derart aufschwemmte, dass man ihn kaum wieder erkannte. Zum ersten mal wurde der vor Humor und Witz sprühende Robbie, trotz all seiner Erfolge, zum Mitleidserreger, und wahrscheinlich war genau das die Rolle die er am meisten hasste.
Er unternahm aus eigener Kraft ein Kokainentzug unter dem er dramatisch zu leiden hatte. Er nannte Kokain "Das grausamste, das Menschen je erfunden hatten". Nach harter Arbeit an sich, veröffentlichte er 1996 seine erste Single unter seinem Namen. Dabei coverte er den George Michael Hit "Freedom", der ihn sofort in die Charts katapultierte und ihm ein eindrucksvolles Comeback bescherte.
Im selben Jahr gab Take That ihre Trennung bekannt. Grund war sicher nicht der Rausschmiss von Robbie Williams, viel mehr wollte sich auch der Rest der Gruppe dem strengen Regelwerk der Plattenfirma nicht mehr unterziehen.
Im September 1997 erschien mit durchschlagendem Erfolg Robbie Williams erstes Solo-Album "Life thru a lens". Dabei waren zahlreiche Singles schon vor dem Album in der Top-Ten gelistet. Seinen endgültig Durchbruch als ernstzunehmender Solo-Künstler erreichte er 1998 mit seinem zweiten Album " I've been expecting you".
Seither zählt Robbie Williams zur Spitze der internationalen Pop-Musik.
Am 2. Oktober 2002 hat er in London einen neuen Plattenvertrag bei der Musikfirma EMI unterschrieben. Demnach erhält Robbie für vier Alben insgesamt 128 Millionen Euro. Ein Betrag der 1991 nur von Michael Jackson übertroffen wurde. Das erste Album mit dem Titel "Escapology" erschien bereits im November 2002. |