Die traurigste Liebesgeschichte aller
Zeiten von mir und
V
' VHALDIR
Ein Gedicht habe ich ihm natürlich auch gewidmet:
Dunkle Zeiten brechen für mich an,
ich verlor meinen geliebten Mann.
In der Schlacht der ungezählten Tränen,
sei es zu erwähnen,
verlor er sein Leben,
um Mittelerde den Sieg zu geben.
Oh Haldir, mein geliebter Mann,
warum gingst du so schnell fort, so dann?
Dein silbernes Haar weht nicht mehr im Wind,
reitest nicht mehr auf Bregolas geschwind.
Deine warme Stimme, deine kalter Blick,
oh bitte, komm zu mir zurück!
Möge er in Frieden ruhen...
Doch unsere erste Begegnung war in Lórien bei Frau Galadriel. Ich ritt auf Néphredil durch den Wald, um nach Imaldris zurück zukehren. Gerade, als ich aus dem Wald heraus war, hörte ich ein Knacken über mir im Geäst. Mit Gebrüll stürzte ein Ork auf mich. Ich schrie noch: ,,Noro lim, Néphredil!" Sie lief los, aber der Ork schmiss mich zu Boden, ich verlor mein Schwert und er hob seines zum Todesstich. Plötzlich schrie er auf und ich sah auf seine Brust, als der ein Pfeil herausschaute. Der Ork fiel leblos zu neben mir zu Boden und ich richtete mich verwirrt auf. Haldir stand mit seinem Elbenbogen vor mir. Er hatte ihn auf mich gerichtet. Ich hatte schon gehört, dass er für ein Misstrauen bekannt war. Ich hob meine Hände und antwortete auf elbisch: ,,Bitte erschießt mich nicht! Ich bin eine Elbin! Ich komme gerade von Frau Galadriel, ich habe sie besucht!" Haldir seufzte und ließ den Bogen sinken. ,,Ich habe mir schon gedacht, dass solch eine Lieblichkeit nicht von der bösen Seite sein kein. Doch auch die Schönheit kann trügerisch sein." antwortete er mit weise, tiefer und zarter Stimme. Ich war wütend. Er hatte kein Recht, so mit mir zu sprechen undm ich als Dienerin des Bösen zu beschuldigen! Ich drehte mich wortlos um und pfiff nach Néphredil. Sie kam angaloppiert und ich schwang mich auf sie. Haldir trat zu mir und hielt mir mein Schwert entgegen. ,,Ich glaube, Ihr habt etwas vergessen." Ich funkelte ihn wütend an und riss ihm mein Schwert aus der Hand. Dabei berührten sich unsere Hände. ,,Ich danke euch." sagte ich gepresst. Dann galoppierte ich auf Néphredil davon. Haldir sah mir nach und schwang sich dann auf Bregolas (Wildheit).
Als ich zum zweiten Mal zu Frau Galadriel ritt und an der Nimrodel vorbeiritt, sah ich ein Pferd unter einem Baum stehen. Ich ritt zu ihm hin und erkannte, dass es Bregolas war. Ich sprang ab und sah Haldir an einen Felsen gelehnt sitzen. Er hatte seine Hand auf den Bauch gepresst und war halb ohnmächtig. Ich rannte zu ihm hin und beugte mich über ihn. Haldir öffnete flatternd seine Augen. ,,Das muss ein Traum sein, ein Traum, in dem mir ein Engel erscheint, um mich mit sich zu nehmen." keuchte er erschöpft. Ich sah mich verzweifelt um. Dann pfiff ich nach Bregolas. Er kam bereitwillig angetrabt. Ich hiefte Haldir auf sein Ross und führte ihn nach Lórien in den Wald, hinter die Grenze, wo wir sicher waren. Galadriel empfing mich besorgt und wir brachten Haldir in ihren Palast, wo ich ihn gesund pflegte. Wir unterhielten und lange und oft. Als ich von Lórien fortgehen wollte, um mit Aragorn, Alimé, Saelbeth, Elanor und Eldarion in die Schlacht zu ziehen, hielt er mich zurück. ,,Ich will nicht, dass Ihr geht." antwortete er. Ich setzte mich zu ihm uns lächelte. ,,Ich muss, Haldir. Meine Schwester betreibt schwarze Magie im Turm von Isengard. Und ich muss sie aufhalten." Ich sah zu seinen Brüdern Rúmil und Orophin. ,,Sie werden mich begleiten." Haldir sah mich verzweifelt an. ,,Ich möchte mit dir gehen! Dir in der Schlacht beistehen! Du weißt, ich bin ein guter Kämpfer!" Ich beugte mich über ihn und strich mit meiner Hand über seine Wange und sein silbernes Haar. ,,Ich könnte nicht kämpfen, wenn du in der Schlacht bist. Ich würde immerzu an dich denken!" Haldir schloss seine Augen. ,,Meinst du, es geht mir anders?" Er küsste mich und ich erwiderte seinen Kuss. Es brach mir das Herz, ihn nun zu verlassen, aber er war noch nicht vollends bei Kräften. ,,Ich werde wieder kommen, mein Geliebter!" antwortete ich und schwang mich auf Néphredil. Er richtete sich auf. ,,Gilwen!" rief er hinter mir her. Ich drehte mich noch einmal um. ,,Aníron!" rief er. Ich lächelte ihn an. ,,Ará Aníron, Haldir!" Dann galoppierte ich davon.
Als ich mit meiner Armee nach Isengard marschierte, um Nénar zu stürzen, empfingen uns eine Garde von 10 000 Uruk Hais! Obwohl wir nur eine Garde von 5000 Elben und 500 Mann waren, so richteten wir uns dennoch zum Angriff. Doch wir konnten den Angriff nicht standhalten, fiele von uns fielen, darunter auch Rúmil und Orophin. Ich war am Ende meiner Kraft, mein Arm schmerzte und mir war schwindelig. Ich wollte schon gerade ,,Rückzug!" rufen, da hörten wir plötzlich ein Beben. Als wenn tausende von Pferde über die Erde galoppierten! Die Uruks hörten mit dem Kämpfen auf und lauschten angestrengt. Und dann hörte ich ein Wiehern. Das angriffslustige Wiehern eines Lórienhengstes! Ich dreht mich auf Néphredil um. Am Horizont sah ich ein weißes Pferd mit einem grauen Reiter angaloppieren. Und ihm folgten ungefähr 10 000 Reiter! Ich wendete Néphredil und galoppierte auf sie zu. Elanor wollte mich noch zurück halten. ,,Wir wissen nicht, wer das ist!" schrie sie. ,,Doch, ich weiß es!" antwortete ich glücklich. Mir lief zwar Blut in die Augen und an meiner Stirn war eine Wunde und mein Oberarm war blutig geritzt, doch darauf achtete ich nicht. Haldir war da! Und nun gab es noch Hoffnung! Haldir entdeckte mich und hob die Hand. Die Garde von Elbenreitern aus Lórien hielt an. Ich lächelte ihn an. Haldir erwiderte mein Lächeln nur schwach. ,,Ich habe deinen Hilferuf gehört, Gilwen." Er drehte sich zu den Elbenreitern um. ,,Maetho!" rief er. ,,Kämpft!" Die Krieger schrien und galoppierten auf die Uruks zu, die ihre Wölfe nur schwer unter Kontrolle bekommen konnten. Sie griffen zwar an, aber sie konnten dem Angriff nicht standhalten. Ich sprang von Néphredil und lief zu dem Turm, um Nénar zu stellen. Nachdem ich sie zum guten bekehrt hatte, reisten Haldir und ich zu Círdan, um meinen Vater zu verabschieden, der nach Himling, zu dem Zaubererorden, reiste. Dann ritten wir nach Imladris und heirateten dort. Mit Haldir bekam ich drei Kinder, die ich Finlass (Silberblatt), Alfiriel (Silberblüte) und Gildin (Silberfunke) nannte. Finlass kommt ganz nach seinem Vater: Er ist dickköpfig, misstrauisch, aber auch voller herzenswärme. Seine rauhe, kalte Schale fasziniert die Elbenmädchen jetzt schon. :-) Alfiriel kommt ganz nach mir, er ist ein weiser, ruhiger Elb, der sich ebenfalls für Zauber interessiert und kein silbernes Haar hat, so, wie Finlass, sondern braunes. Meine jüngste Tochter Gildin hat das silbrigste Haar der Welt und es funkelt schon von weitem. Wir waren eine glückliche Familie, die in Imladris lebte. Doch dann kam der Ringkrieg.
Nachdem sich das Volk von Rohan in Helms Klamm verschanzt hatten und versuchten, die Angriffe der Uruks abzuwehren, machte sich Haldir mit einer ganzen Legio von Elbenkriegern auf, um ihnen beizustehen. Schon als Theoden, Aragorn, Legolas, Gimli und das gesamte Volk alle Hoffnung auf Rettung vor den Urukus aufgegeben hatten, erschien plötzlich eine große Armee von kriegerischen Elben, zum Kampfe gerüstet und bereit für den Krieg, angeführt vom tapferen Hauptmann und Krieger Haldir! Er kam mit seiner Armee in die Burg und stellten sich hinter die Zinnen, den Bogen gespannt und mit entschlossenem Gesicht bereit, zu kämpfen und wenn es ihm das Leben kostete. Aragorn gab das Zeichen zum Angreifen. Und viele Uruks fielen. Doch eine Armee, gepanzert mit Schilden, machte sich auf zum Tor, um es zu zerstören und in die Burg einzudringen. Haldir rief Aragorn noch zu, er möge weiter kämpfen, er würde sich um das Tor kümmern. Haldir rannte zum Tor und versuchte es vergeblich, mit anderen Kriegerelben zu halten. Doch die Uruks waren stärler. Als sie in die Burg eindrangen, kämpfte Haldir verbisses weiter. Er rettete Gimli zwei mal das Leben und erlegte mehr als zweihundert Uruks. Doch als sie alle Uruks aus der Burg vertrieben hatten, und Aragorn rief, er solle nach hinten laufen mit dem Volk, drehte er den Uruks den Rücken zu. Mehrere Pfeile und Schwerter durchbohrten ihn. Aragorn sah es. ,,Haldir!! Nein!!!" Er rannte zu ihm, stützte ihn und stand ihm bei seinem qualvollen Tod bei. Haldir packte ihn verzweifelt und sagte auf elbisch: ,,Sag Gilwen, dass ich sie Liebe." Dann sank sein Kopf zu Boden und er starb. Aragorn konnte nicht anders, er musste ihn liegen lassen, um weiter zu kämpfen. Nachdem der Kampf vorrüber war, trugen Aragorn, Legolas und Gimli Haldir in die Burg. Gandalf ritt zu mir, und berichtete mir von seinem Tod. Für mich brach die Welt zusammen, ich ritt sofort auf Philie nach Helms Klamm und brachte Haldir zurück nach Lórien, wo ich ihn mit Galadriel pflegte. Wir beide führten ein Zauberritual durch, das ihn wieder lebendigg machen sollte, denn auch Galadriel vermisste ihren besten Krieger sehr. Es glückte uns, seine wieder zu seinem Körper zu führen. Doch noch ist sie nicht bereit, in seinen Körper hineinzugehen. Dennoch erschien er mir im Traum. Seine Worte waren: ,,Ich möchte, dass du weiterlebst, Gilwen. Trauer nicht meinetwegen. Du bist zu jung und schön, dass du dein ganzes langes Leben damit verbringen sollst, um mich zu trauern. Ich liebe dich!" Doch noch missglückte es uns, da er schwer verwundet war und seine Seele nicht in seinen Kröper zurück gelassen wurde. Dennoch gebe ich die Hoffnug nie auf, dass er eines Tages erwachen wird und ich werde ihn für immer lieben....

Haldir im Wald von Lóthlorien, wo er den Gefährten begegnet. Rechts hinter ihm ist sein jüngerer Bruder Rúmil. Er führte die Grenzschützer und die Soldaten an.

Haldir hatte silbernes Haar und war somit das Symbol für die Farbe Silber und Legolas hat goldenes Haar, und ist somit das Symbol für die Farbe Silber. Sie ergänzten sich im Kampfe und auch in ihrem Charakter.

Wegen seines Misstrauens und seinem kalten Blick war er den Gefährten zuerst nicht sehr willkommen.

Doch dann half er den Gefährten und sie schlossen Freundschaft. Mit Legolas kam Haldir am besten zurecht.

Für sein Land kämpfte Haldir in der Schlachtreihe ganz vorne und zeigte keine Genade.

Dieses Bild werde ich immer in Erinnerung haben: Haldir (vorne links) hebt seinen Bogen, bereit, zum Kampfe.
Ich werde dich für immer lieben!!!
ANÍRON HALDIR!!!!