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des öftern werde ich gefragt, was eigentlich ein sadist/masochist ist. hier die antwort auf diese fragen: was spielt sich eigentlich im kopf eines sadisten beziehungsweise masochisten ab ? der masochist begibt sich freiwillig in die hände des "sadisten". er geniesst das gefühl der unterwerfung. von diesem zeitpunkt an hat er keinen eigenen willen mehr zu haben, er wird von seinem/r herren/in geführt, und da liegt für den passiven part der kick. denn er selbst ist nur ein instrument; mit ihm wird sozusagen gehandelt, er handelt nicht mehr nach seinem eigenen willen, sondern nach dem seines gebieters. die last der eigenen entscheidung fällt von ihm ab; alles, was er nun tut oder mit ihm getan wird - selbst die "perversesten" dinge, liegen nicht in seiner verantwortung. er kann sich voll auf seine lust konzentrieren. dies ist die eine seite des reizes. die andere besteht natürlich im gleichzeitigen geniessen des physischen schmerzes und der psychischen qual. der masochist wandelt diese schmerzen um in sexuelle lust. dazu muss man selbstverständlich eine gewisse veranlagung mitbringen; nicht jeder mensch ist für derartige reize empfänglich. woher diese veranlagung kommt, darüber streiten sich die geister, das heisst die wissenschaftler. wird jemand, der in seiner kindheit oft von strenger elternhand gezüchtigt wurde, eher zum masochisten als jemand, der als kind nie geschlagen wurde? sucht ein mensch, der im berufsleben aufgrund seiner position oft streng und dominant sein muß, eher einen sexuellen ausgleich in form von unterwürfigkeit und schmerz? einiges deutet darauf hin, doch verallgemeinern lässt sich dies auf keinen fall. fakt ist: Es lässt sich wissenschaftlich nicht belegen, welche eindeutigen faktoren und äusseren umstände jemanden zu einem masochisten werden lassen. Es kann beispielsweise auch ganz einfach sexuelle neugierde und offenheit sein, die einen menschen mal in die welt des sadomasochismus "hineinschnuppern" lassen. vielleicht gefällt und reizt ihn diese grenzerfahrung dann so sehr, dass er anschliessend immer wieder auf diese extreme art der sexuellen befriedigung zurückkommt. gleiches gilt selbstverständlich für sadisten. der sadist unterwirft den masochisten seinem willen. Er geniesst das gefühl der macht. er erfährt einen starken sexuellen reiz, indem er das handeln eines anderen menschen lenken kann (durch befehle) beziehungsweise diesen sexuell manipuliert, "foltert" und "quält" - auf dessen eigenen Wunsch hin! denn wie gesagt: der sklave unterwirft sich seinem herrn freiwillig! bevor er die entscheidungsgewalt über seinen körper und sein handeln an den sadisten überträgt, hat er die wahl - alles weitere geschieht einzig und allein auf wunsch seines/r herren/in. der sadist führt seinen sklaven. er benutzt ihn als instrument für die erfüllung seiner sexuellen wünsche. diese unterwerfung und demütigung anderer - in welchem grad auch immer - macht für den sadisten den besonderen erotischen reiz aus. die machtausübung turnt ihn an! sowohl für den sadisten als auch für den masochisten ist der psychische aspekt also sehr wichtig. dort, im kopf, beginnt alles, und dort laufen alle fäden des erotischen spiels zusammen. nur wenn er spürt, hört und sieht, daß der sklave sich ihm unterwirft, kann der sadist seine rolle ausleben und geniessen; und umgekehrt findet der masochist nur dann sexuelle befriedigung, wenn er spürt, hört und sieht, daß er von seinem herren dominiert wird. die psychische komponente, das heißt die eindeutige rollenverteilung in dominant und devot, spielt bei s/m-spielen somit eine weitaus grössere rolle als beim "normalen" sex sie ist für beide seiten ein sehr wichtiger bestandteil des sexuellen reizes. doch sadomasochismus beinhaltet für viele seiner anhänger noch mehr. Einige gehen sogar soweit, darin die überwindung eines ihnen von der gesellschaft auferlegten zwanges zu sehen. das s/m-ritual ist für sie eine art reinigung, auch katharsis genannt; nach dem durchstehen des schmerzes ist der masochist geläutert. diese kultischen reinigung hilft beim befreien von seelischen konflikten und inneren spannungen durch eine emotionale abreaktion. deshalb fühlen sich viele masochisten nach der bestrafung so ausgeglichen und glücklich. der sadist hingegen übernimmt die rolle des auffangenden, er führt den partner durch die seelische reinigung hindurch. er fängt ihn auf, nachdem dieser den schmerz durchlitten hat. demütigung und schmerz lösen sich als illusion auf, und der masochist fühlt sich festgehalten und getragen von seinem dominanten partner. der sadist hat während des rituals das volle vertrauen des masochisten, und er darf dieses NIE missbrauchen, indem er gewisse grenzen überschreitet. er darf den sklaven nie über limits hinausführen, die dieser nicht zu überschreiten bereit ist - auch wenn der sadist die möglichkeit dazu hätte; hierin liegt eine grosse verantwortung und diese verantwortung muss ganz bewusst getragen werden. ein witz den ich noch gefunden habe:
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