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 Geister
 
 

„Nur weil etwas nicht sichtbar ist, muss es noch lange nicht heißen (oder sein), dass dieses etwas auch nicht existiert ...“

Allgemein werden Geister als körperlose Wesen bezeichnet. Genauer gesagt sind Geister feinstofflich, bzw. von feinstofflicher Art. Auch gibt es mehrere Kategorien oder Arten von Geistern. Einige erscheinen sichtbar, andere wiederum bleiben gänzlich unsichtbar. Geister erzeugen auch immer Spukphänomene (oft ausgelöst durch Telekinese): Poltergeister z.b. verursachen Klopfgeräusche, Poltern und Rumoren, Gegenstände fliegen durch die Luft, und dergleichen mehr. Wiederum ‚andere Geister’ lassen Gegenstände wie Uhren, Schmuck, Briefe usw. verschwinden, wobei diese Gegenstände dann oft meist sehr viel später an anderer Stelle wieder auftauchen. Geister und die damit verbundenen Spukphänomene sind entweder personenbezogen oder ortsgebunden. Ein untrüglicher Beweis für die Anwesenheit eines Geistes ist eine starke, eisige Kälte. Es ist sogar schon oft gelungen, Geister zu fotografieren. In den Akten der parapsychologischen Forschungsinstitute sind glaubhafte und beweiskräftige Fälle von Menschen vorhanden, die Kontakte mit den Geistern von Verstorbenen aufnehmen können oder konnten. In der Parapsychologie werden Geistererscheinungen (und die damit zusammenhängenden Spukphänomene) mit dem Begriff Poltergeistphänomene bezeichnet.
   Jeder kennt ein "Spukhaus", manche von Erzählungen, manche aus der Realität. Meistens in England und meistens Häuser mit einer blutigen Vorgeschichte, so auch der Tower in London. Dies ist wohl das Haus, indem die meisten Geistererscheinungen (auch in der Neuzeit) stattfanden und finden! Wenn man nur bedenkt, wieviele Menschen dort eingesperrt wurden und auf ihre Hinrichtung warteten. Da war z.B. Anne Boylen, Frau Heinrichs des VIII wurde 1536 in den Tower gesperrt. Ihr Geist ist einer der am meisten gesehenen. Einmal hat eine Wache ihren Geist sogar mit seinem Bayonett angreifen wollen. Die Sichtung wurde von zwei weiteren Wachen bestätigt. Andere Geister sind Jane Grey, neuntägige Königin im Jahre 1553 und ein Jahr später zusammen mit ihrem Mann umgebracht, auch Sir Walter Raleigh, Seefahrer, der Anfang des 17ten Jahrhunderts mit Pilgern nach Amerika reiste, wurde hingerichtet und seitdem wird sein Geist immer wieder gesehen. Vor gerade mal 18 Jahren, 1983, hörte eine Wache 8die heutzutage mehr oder weniger nur noch zur Austattung gehören, dass jemand an einer Zellentür rüttelte. Als er durch den Schlitz nachsah, starrte ihn das Antlitz Sir Walter Raleighs ins Gesicht.
   Aber was wäre eine wissenschatfliche Erklärung für all das? Gibt es überhaupt eine? Oft werden Geistererscheinungen auf die Psyche der Menschen, die einen oder mehrere gesehen haben zurückgeführt. Paranoia, Verfolgungswahn, ist oft Ausgangspunkt von Sichtungen. Was aber mit ganz normalen Menschen, die einfach nur so ihr Leben leben und sich plötzlich ihr ganzes Leben durch eine Geistererscheinung wandelt und sie zum Pflegefall werden? Alles nur Einbildung?
 
Fangen wir im Zweiten Weltkrieg an: In Ihrem Buch "Understanding Ghosts" beschreibt Victoria Branden einen Fall, den ihre Freundin erlebt hatte, welche im Zweiten Weltkrieg aus gesundheitlichen Gründen von England nach Kanada geschickt worden war. Ihr Mann blieb währenddessen im Krieg zurück.
   Sie verfiel plötzlich eines Abends in einen sehr traumatischen Zustand, während ihre Kinder die Hausaufgaben machten. Sie sah, wie sich die Tür öffnete und ihr Mann in Uniform hereinkam. Noch bevor sie sich vor ihrem Erstaunen erholt hatte, war er wieder verschwunden. Danach setzte sie das Bügeleisen ab und fiel bewusst in einen Stuhl. Die Kinder, die sie voller Sorge umringten, erzählte, dass sie nichts bemerkt hätten und sich die Tür gewiss nicht geöffnet hatte. Da sie und ihr ältestes Kind schon von solchen "Krisenerscheinungen" gehört hatten, waren sie überzeugt, dass ihr Mann getötet oder verletzt worden war und voller Sorge notierten sie die Zeit und die Umstände des Geschehens. Jedoch wurden sie schon bald wieder von ihren Ängsten befreit, weil einige Tage später Nachrichten kamen, welche sie von ihren Ängsten befreiten. Denn ihr Mann war für einen Ausbildungsplatz in Kanada ausgewählt worden, der nahe seiner Familie abgehalten wurde und natürlich konnte er für die Dauer der Ausbildung bei der Familie leben. Für ihn war die Nachricht ein "freudiger Schock", wie er ihr mitteilte. Zwar konnte er sich nicht erinnern, dass er bewusst einen Gedanken an seine Frau projiziert hatte, jedoch stellten sie fest, dass er die Tür zu seinem Offizier vermutlich in dem gleichen Moment geöffnet hatte, indem ihm seine Frau hereinkommen gesehen hatte.
   Da sich die Frau während dieses Ereignisses in einem traumhaften Zustand befand, war ihr Geist daher offen und konnte solche Nachrichten empfangen. Und da die Kinder konzentriert an ihren Hausaufgaben saßen, konnten sie natürlich nichts sehen. Natürlich fehlt uns hier noch ein Schritt zu richtigen Begegnungen mit Geistern, jedoch geht der gerade eben erzählte Fall schon stark in die Richtung. Interessant ist auch, dass hier von dem "telepathischen Übermitteln" von Botschaften die Rede ist, welche sich vor allem in einem sehr traumatischen oder "geöffneten" Zustand ereignen. Doch sehen wir einmal weiter, was es noch so alles aus der "anderen Welt" zu berichten gibt. So kam der Handelsreisende F.G in einem Hotel in Bosten in Massachusetts/USA in seinem Zimmer an, um zu arbeiten. So konnte er plötzlich die Anwesenheit einer anderen Person spüren und sah plötzlich seine Schwester, welche vor 9 Jahren gestorben war. Jene verschwand jedoch, als er erfreut aufsprang und ihren Namen rief.
   Der Handelsreisende hatte sie aber genau gesehen. Er berichtet, dass sie zwar ausgesehen habe, als wäre sie am Leben, sie jedoch einen kleinen roten Kratzer an der rechten Backe gehabt hätte. Herr F.G. besuchte beunruhigt seine Eltern und schilderte ihnen diesen Vorfall. Ihr Mutter wurde sehr aufgeregt, als er ihr von dem roten Kratzer berichtete. Denn, als sie die Leiche für das Begräbnis vorbereitete, habe sie selbst der Leiche die kleine Verletzung zugefügt... Zwei Wochen danach starb die Mutter. Einer der "bahnbrechenden" Forscher der Parapsychologischen Gesellschaft F.W.H. Myers schrieb, dass es sich bei dieser Erscheinung wohl eher als das gesunde und glückliche Mädchen, das die symbolische rote Markierung einfach als Nachweis seiner Identität trug, als um die mitleidigen Gedanken der Mutter. Seiner These nach war die Erscheinung der Geist toten Mädchens gewesen, welcher den Bruder noch einmal anregen wollte, die Mutter noch einmal vor seinem Tod zu besuchen. 1939 ereignete sich in Raynham Hall, Norfolk/England im Haus Marquis von Townshend. Ein Berufsfotograph und sein Assistent waren gerade dabei, Fotos von dem Haus zu machen. Der Assistent berichtet, dass, als sie den Treppenaufgang aufnahmen, er eine gespenstische Gestalt die Stufen herunterkommen sah.
Das Bild, welches von den Experten für echt gehalten wird (!) ist wirklich eine verschwommene Gestalt zu erkennen. Doch schon davor gingen merkwürdige im Haus vor sich. So wurde 1835 eine "Frauin Braun" von zwei Augenzeugen gleichzeitig gesehen. Der Schriftsteller Captain Marryat konnte diese später ebenfalls erblicken und schoss sogar mit einer Schrotflinte auf sie! Trotz dieses "negativen Erfahrung" mit den "Sterblichen" wurde sie 1926 von Lord Townsend und zwei weiteren Personen wieder gesichtet. Dieser Fall ist einer der typische Fälle von sogenannten "Spukhäusern", bei denen inerhalb eines großen Zeitraums immer wieder seltsame feinstoffliche Aktivitäten von voneinander unabhängigen Zeugen beobachtet werden.
   Gibt es für dieses wahrlich fantastischen Geschichten irgendwelche Beweise, vielleicht in Form von Fotos? Oh ja, die gibt es, und es sind gar nicht einmal so wenig. Einige von ihnen entstanden in Kirchen. Im Jahre 1940 konnte zum Beispiel ein Rechtsanwalt einen Schnappschuss von einer definitiv menschlichen vor dem Altar der St. Nicholas- Kirche in Arundel, Sussex. Obwohl dieser Geist mehr an ein Wesen aus Fleisch und Blut erinnert als die gerade erwähnte Frau in Braun, war dieser zum Teil durchsichtig. Von einigen Personen wird diese Gestalt als kniende Priester identifiziert. Doch seit wann sind kniende Menschen durchsichtig? In der St. Mary's Kirche in Woodford, in Northamptonshire kam Gordon Caroll eine ähnliche Gestalt unter die Linse. Auf den Bildern von Lady Palmer sind zwei geisterhafte Priester zu sehen. Diese machte ihre Freundin Fräulein Townsend in Basilika von Domremy/Frankreich.
   Der Pfarrer K.f. Lord aus Newby, Yorkshire/England konnte ein technisch qualitatives Bild von einem "etwas zu theaterhaftem" hohläugigen Geist machen. Später, in den siebziger Jahren wurde eine Reihe von Erscheinungen in den Jumbojets einer amerikanischen Fluggesellschaft gut dokumentiert. Als im Dezember 1972 eine Tri-Star der Eastern Airlines, Flugnummer 401 in einem Sumpfgebiet in Florida abstürzte und dabei 101 Menschen ums Leben kamen, wurden die Geister des Piloten Bob Loft und seines Flugingenieurs Don Repo über zwanzigmal von der Crew anderer Tri-Star-Airlines, besonders in den Maschinen, welche mit den geborgenen Teilen des abgestürzten Flugzeugs ausgerüstet waren. Sie wurden jedes Mal als "Lebensecht" beschrieben und wurden sowohl von früheren Bekannten als auch von anderen Personen, die sie anhand von Fotos wiedererkannten, gesehen Hier muss unbedingt angemerkt werden, dass jene "anderen Personen", welche die Geister auf Fotos wiedererkannt haben wollen, möglicherweise jeden Menschen als den Geist identifiziert hätten. Das Problem bei der Sache ist nur, dass auf jeden Fall Geister in den Flugzeugen gesichtet wurden. Außerdem: Was für ein Motiv hätte ein "anderer Geist", in diesem Flugzeug zu erscheinen.
   Des weiteren sind da ja noch die Bestätigungen von den Bekannten des Piloten und des Flugingenieurs. Natürlich sprach sich diese Spukerscheinung unter dem Luftfahrtpersonal schnell herum und es erschien 1974 im Nachrichtenblatt des amerikanischen Flugsicherheitsdienstes sogar ein Bericht über dies Vorfälle. Nach der gründlichen Untersuchung von John G. Fuller und mehreren der Mitarbeiter der Fluggesellschaft kamen viele überzeugende Hinweise zu tage. So haben man alle Logbücher, die von den Erscheinungen berichteten, eingezogen sein und den Crew- Mitgliedern, die diese Einträge vorgenommen hatten, mit dem Firmenpsychiater gedroht. Außerdem hielt man in Anwesenheit der Witwe des Flugingenieurs eine "spiritistische Sitzung" ab, die sie von der Fortexistenz ihres Mannes überzeugte. Wir persönlich stehen dieser Geschichte mit der "spiritistischen Sitzung" zwar offen gegenüber, würden aber andere Hinweise dieser voranstellen (zum Beispiel die Sache mit den Logbüchern)...
   Zu den aufgezählten Fällen könnte man noch viele hinzufügen, jedoch wollen wir es vorerst einmal bei diesen hier belassen. Solche Berichte sind immer wieder sehr interessant und die Berichte über Geister sind schon sehr, sehr alt. Wie wir Ihnen hoffentlich zeigen konnten, handelt es sich bei dem Phänomen der Geister um mehr als nur "Gruselgeschichten", mit denen man kleine Kinder zum Schlafen zwingen will.
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Quelle: Moewig Verlag: "Die Welt des Unerklärlichen"

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