Ein Weihnachtsmärchen  (Oder wie die kleine Elfe Weihnachten rettete).

 

Es ging mal wieder auf Weihnachten zu. Im Elfenreich herrschte große Aufregung, wie jedes Jahr um diese Zeit. Die Weihnachtselfinnen stellten Weihnachtsgeschenke her, und die männlichen Elfen bestellten schon mal den Schnee, damit dieser zu Weihnachten sozusagen frisch auf den Tisch kam.

Elfi war eine kleine naseweise Elfe, die noch nicht ins Ausgewachsenenalter herangewachsen war. Und somit leider noch nicht bei der Herstellung der Geschenke und beim geschäftigen Treiben mitmachen konnte. Darüber war sie sehr traurig. Doch niemand kümmerte sich um sie. "Du wirst schon früh genug mitmachen, genieß die freie Zeit die du noch hast", sagten die meisten zu ihr, wenn sie fragte ob sie helfen konnte. Oder sie schickten sie direkt weg; "Nu geh du mal weg und steh nich im Weg, wir arbeiten hier, und wir haben nicht mehr viel Zeit." Also ging sie traurig in ihr kleines Elfenreich und dachte darüber nach, zu was sie eigentlich nütze war... Sie würde doch soo gerne helfen, aber niemand nahm sie wirklich ernst. So weinte sie sich leise in das Reich der Elfenträume.

Der nächste Tag war der 24. Dezember und damit Heiliger Abend. Elfi merkte direkt nach dem Aufstehen, das irgendetwas nicht in Ordnung war. Die anderen Elfen waren vollkommen aufgebracht, es grenzte schon fast an Hysterie. Als Elfi nachfragte, was denn los wäre bekam sie kaum eine Antwort. Nur eine ältere Elfe brachte schließlich heraus, was nicht in Ordnung war: "Ja, wir haben ein furchtbares Problem, der Weihnachtsmann ist nicht hier, und wir können ihn nicht erreichen.. Es muss etwas Schreckliches passiert sein, denn er müsste schon längst hier sein, und die Geschenke in seinen Wagen packen.. Sonst schaffen wir das nicht mehr, die ganzen armen Kinder, das ist eine Katastrophe..." Damit ging die Elfe weiter und ließ Elfi stehen. Elfi war vollkommen verwirrt. Sie war zwar noch sehr jung, aber sie wusste schon, dass der Weihnachtsmann jedes Weihnachten mitten in der Nacht kam um die ganzen Geschenke einzusammeln und 1 Nacht brauchte um diese überall in der Welt zu verteilen. Jetzt war es schon früher Morgen und viel zu spät um damit anzufangen, und vom Weihnachtsmann war weit und breit nichts zu sehen... Das war wirklich merkwürdig und gar nicht seine Art. Da musste tatsächlich etwas passiert sein. Hastig zog Elfi sich ihren Umhang um (es schneite draußen, wie sie sehen konnte; die Elfen hatten ihre Bestellung wie immer rechtzeitig abgegeben), und ging hinaus. Sie war fest entschlossen, den Weihnachtsmann zu finden, und ihn hierher zu holen, damit dieses Jahr auch Weihnachten gefeiert werden konnte. Da sie wusste, dass die anderen Elfen sie eh nicht ernst nahmen, erzählte sie niemandem davon. Und so ging die kleine Elfe Elfi aus ihrem vertrauten Heim, aus dem sie nie herausgekommen war und versuchte einen Weihnachtsmann zu  finden, von dem sie nicht mal wusste oder ahnte wo er sein konnte...

Elfi wusste nicht, wie lange sie schon gelaufen war; ihre Füße taten weh aber sie musste weitergehen. Plötzlich hörte sie jemanden, der leise vor sich hinsummte. "Hä hä, ach wie schön, dieses Jahr wird es kein dämliches Weihnachtsfest geben, keine "leuchtenden" Kinderaugen - hähähähä." Das Lachen ging in einen Hustenanfall über. Elfi duckte sich hinter einen dicken Baum und lugte hinter ihm vorsichtig hervor. Sie sah einen ekelig dicken Troll, der einen rot-weißen Mantel in ein von ihm gegrabenen Loch warf - Elfi realisierte mit Erschrecken, dass es der Mantel des Weihnachtsmannes war. Also musste dieser Troll den Weihnachtsmann irgendwo gefangen halten. Elfi bekam Angst, aber ihr war klar, das sie keine andere Chance hatte, als ihn auf eigene Faust zu befreien. Sie konnte nicht mehr zurück, dann würde der Troll weg sein, und sie würden den Weihnachtsmann nie mehr finden. Also blieb sie hinter dem Baum und wartete bis der Troll mit seiner "Zeremonie" fertig war. Er "tanzte" um das gegrabene Loch herum, hüpfe und lachte als gäbe es was zu feiern. Nach einiger Zeit war er fertig, schaufelte das Loch zu und ging. Elfi schlich langsam hinter ihm her. Ab und an ließ sie etwas Elfenstaub fallen, der für Menschen- und Trollaugen unsichtbar war, nur Elfen und ihre engsten Freunde konnten ihn sehen, und wussten, dass jemand in Bedrängnis war und Hilfe brauchte. Mehr konnte sie nicht tun, denn sie musste den Troll verfolgen.

Nach einiger Zeit kamen sie an einer Höhle an, die dunkel war und aus der ein widerlicher Gestank herausquoll. Da hinein verschwand der Troll. Elfi bekam furchtbare Angst. Der Gestank war wirklich ekelig und Elfen mögen absolut keine dunklen Orte. Aber Elfi nahm ihren letzten Mut zusammen und folgte dem Troll. Was sie sah verschlug ihr die Sprache. Der Weihnachtsmann war in einem durchsichtigen Kasten gefangen, und seines Umhanges beraubt worden. Der Glaskasten war durch den Troll verzaubert worden, und konnte nur durch einen speziellen Zauber geöffnet werden. Der Troll tanzte um den Kasten herum, zeigte dem Weihnachtsmann die Nase und seine Zähne. Der Weihnachtsmann sah sehr traurig aus, und es ging Elfi ans Herz als sie ihn so sah. Sie musste ihn da rausholen! Doch wie? Sie versteckte sich in einer sehr dunklen Ecke der Höhle, und wartete ab. Irgendetwas musste ihr doch einfallen... Und dann sah sie, wie der Troll sich in einer hinteren Ecke zum Schlafen niederließ. Langsam und leise schlich Elfi sich an den Glaskasten. Der Weihnachtsmann sah erstaunt auf und zog die Augenbrauen hoch. Er dachte zuerst er hätte Halluzinationen. Da stand eine kleine Elfe, noch nicht mal jährig wie er erkennen konnte, und versuchte den verzauberten Glaskasten zu öffnen? Er war - gelinde gesagt - erstaunt. Aber gleichzeitig schmunzelte er. Er erkannte das Elfi ein liebes kleines Ding war; und er wurde nervös. Leise sagte er (es hörte sich fast an wie ein Brummen): "Was machst du hier, kleine Elfe, so ganz alleine? Das ist viel zu gefährlich, der Troll kann jeden Moment aufwachen... Versuche zu fliehen, solange es noch geht!" Doch Elfi war schon dabei einen Ausgang in dem Glaskasten zu finden, um den Weihnachtsmann zu befreien. "Ich bin hier um dich zu befreien, Weihnachtsmann, die Kinder müssen doch ihre Geschenke bekommen, und es ist doch schon so spät." Der Weihnachtsmann hatte Tränen in den Augen, als er die kleine Elfe sah, wie sie verzweifelt versuchte den Kasten in dem er gefangen war aufzubekommen. "Du kannst ihn nicht öffnen kleine Elfe, das kann nur der Troll; Es ist hoffnungslos...; Bitte geh bevor es zu spät ist...". Doch es war bereits zu spät. In diesem Moment erwachte dieser und sah Elfi. Mit einem Sprung war er bei ihr.. "Na wen haben wir denn da??" Knarrte der Troll und sah sie mit seinen hässlichen grau-schwarzen Augen starr an. "Na wenn das keine kleine Elfe ist - bäh wie du stinkst." - Elfi versuchte sich zu wehren, und sah ihn unverwandt an. Ihr Herz raste zwar, aber sie wollte diesem kleinen stinkenden Etwas von Wesen nicht zeigen wie ihr zumute war. "Wenn hier jemand müffelt, dann bist du das!" - Der Troll wurde böse und mit einem lauten "Wutsch" öffnete er den Kasten und schmiss die kleine Elfe hinein. Bevor der Weihnachtsmann reagieren konnte, schloss sich der Kasten wieder. Elfi weinte. Der Troll lachte noch gemeiner als vorher und sah seine beiden Gefangenen voller Schadenfreude an. "Hihi, gleich zwei auf einen Streich; Der Weihnachtsmann und eine kleine Elfe zum Abendessen, das lob ich mir." Damit ging er hinaus. Elfi bekam einen furchtbaren Schrecken, hatte sie gerade "Abendessen" gehört? Auch der Weihnachtsmann war noch weißer geworden als er ohnehin schon war. "Oh kleine Elfe, weißt du denn nicht, dass Trolle gerne kleine Elfen zum Abendessen verspeisen? Wieso bist du nicht gegangen als du es noch konntest? Du hättest viell. jemanden aus deinem Hause zu Hilfe holen können? Nun sind wir beide verloren.." Und damit fiel der Weihnachtsmann wieder in dumpfes Brüten.. "Sag mal kleine Elfe, wie heißt du eigentlich?" "Elfi - und lieber Weihnachtsmann, gib die Hoffnung nicht auf, bitte! Wir kommen hier raus, ich habe Elfenstaub draußen in den Schnee gestreut, da findet uns bestimmt jemand." - Als der Weihnachtsmann "Elfenstaub" hörte, horchte er auf.

"Sagtest du Elfenstaub, kleine Elfi?" - "Ja, aber nenn mich nicht immer "klein" - das sagen alle zu mir. Dabei bin ich schon 101 Jahre alt!" (Als Elfe wurde man mit 200 Jahren jährig, das heißt, sie hatte grad mal die Hälfte ihres Jugendalters hinter sich; aber sie mochte es trotzdem nicht, "klein" genannt zu werden). Der Weihnachtsmann schmunzelte, trotz der Lage in der sie sich befanden. Irgendwie gefiel ihm die "Kleine". "Also schön, entschuldige. Aber nochmal kurz nachgefragt ob ich das eben richtig verstanden habe, du hast also Elfenstaub in der Tasche?" Elfi sah ihn an und wunderte sich; wieso war das so wichtig?... "Ja, hab ich doch schon gesagt. Ich hab noch was in der Tasche." Der Weihnachtsmann juchzte und drückte Elfi an sich. "Elfi, das ist wunderbar. Dieser Glaskasten ist von einem Troll gemacht worden, und wenn Trolle etwas nicht ausstehen können, dann ist das Elfenstaub. Bestimmt denkt "unser" Troll nicht daran, dass du welchen haben könntest. Ich habe es ja auch nicht zu träumen gewagt. Streue etwas davon an das Schloss - kommst du daran?" In den Weihnachtsmann kam wieder etwas Leben, seine Backen wurden etwas röter. Elfi lehnte sich so weit sie konnte an das Glas und versuchte ihren Elfenstaub auf das Schloss zu streuen. Zuerst klappte es nicht so wie sie wollte, der Staub verteilte sich im Glaskasten und beide fingen an zu husten. Aber dann kam doch ein wenig davon auf das Schloss - Und der Kasten ging auf!  -  Elfi lachte: "Ja, wir haben es geschafft, juchhu!" - Der Weihnachtsmann legte ihr einen Finger auf den Mund: "Pssst: der Troll darf uns nicht hören!"

Langsam gingen sie dem Ausgang entgegen. Doch es war zu spät.. In der Zwischenzeit war der Troll zurückgekommen und sah sie, wie sie grade dem Ausgang entgegenschlichen. "HIERGEBLIEBEN!" brüllte er und sein Gesicht lief schwarz an. (Seine normale Gesichtsfarbe war mit Rattengrau am ehesten zu beschreiben, jetzt wurde es schwarz vor Zorn). Der Weihnachtsmann fasste Elfi an den Händen und lief los. Elfi lief hinterher, hinter ihnen keuchte der Troll. Da kamen plötzlich aus heiterem Himmel die Weihnachtsrentiere mit ihrem Schlitten und in dem Schlitten saßen weitere Elfen die hinter dem von Elfi in den Schnee geworfenen Elfenstaub herjagten. Sie hatten Elfi den ganzen Tag über gesucht, denn trotz des allgemeinen Stresses, der durch das Verschwinden des Weihnachtsmannes ausgebrochen war, fiel es ihnen doch auf, das Elfi nirgendwo zu sehen war. Dann suchte jedermann nach ihr, und sie kamen auf die Idee, auch etwas abseits des normalen Weges nachzusehen. Und da entdeckten sie den Elfenstaub, der normalerweise verstreut wurde wenn jemand Hilfe brauchte. Und da außer Elfi niemand vermisst wurde, konnte es nur sie sein. Und nun sahen sie den Weihnachtsmann, der schon soo schmerzlich vermisst wurde, mit Elfi im Schlepptau, und hinter ihnen rannte keuchend ein abgrundtief hässlicher Troll: - Die Elfen wussten dass sich Trolle in der Regel nicht an große ausgewachsene Elfen herantrauten, aber Elfenkinder waren ein Festessen für sie. Und ihnen war klar, dass der Troll den Weihnachtsmann entführt hatte, weil er Weihnachten (wie alle Trolle) hasste, und vermutlich wollte, dass es für immer ausfiel! Aber da hatte der hässliche Troll nicht mit den Elfen gerechnet! Sie beschmissen ihn mit Elfenstaub bis er über und über damit beklebt war, und sich nicht mehr rühren konnte. Dann warfen sie eine klebrige Masse über ihn, die sich zu einem Netz verwandelte. Das war das sogenannte "Trollfangnetz" - das einzige mit dem man einen Troll fangen konnte. Dann parkten sie den Wagen des Weihnachtsmannes, nahmen den Troll auf und warfen ihn hinein. Der Troll zappelte und krakeelte, aber sie bewarfen ihn erneut mit ihrem Zauberstaub und schon war sein Mund verschlossen. Dann widmeten sie sich der jungen Elfe und dem Weihnachtsmann. "Elfi was machst du denn für Sachen; wir haben uns schon solche Sorgen um dich gemacht. - Und wie ich hier sehe, nicht mal zu Unrecht." Tadelte der Oberelf, der den Wagen gelenkt hatte. Er war Elfis Vormund. Elfi sah zu Boden und ein paar Tränen rannen über ihre Wangen. Da griff der Weihnachtsmann ein, der sehr lange daneben gestanden hatte und mit seiner tiefen Stimme sagte er: "Meine lieben Elfen, es gibt keinen Grund diese kleine, tapfere Elfe zu tadeln. Sie hat mir das Leben gerettet, hat mich befreit. Wenn sie nicht gewesen wäre, gäbe es dieses Jahr und ggf. auch sonst gar kein Weihnachten mehr! Sie hat Weihnachten gerettet. Also bedankt euch gefälligst bei ihr, und tadelt sie nicht! Sie hat mich unter Einsatz ihres eigenen Lebens aus den Fängen dieses Trolls befreit" - Er schaute angewidert in die Richtung des Trolls der immer noch verzweifelt versuchte sich aus den Fängen der Fäden zu befreien - natürlich erfolglos. Die anderen Elfen waren überrascht und sahen vom Weihnachtsmann zur kleinen Elfe hinüber. Bis dahin hatte keiner von ihnen die Kleine wirklich ernst genommen, aber jetzt schien sie gewachsen zu sein. Der Oberelf nahm Elfi zu sich und hob ihren Kopf mit seiner Hand. Sie weinte immer noch. "Entschuldige, Elfi. Ich habe Sachen gesagt, die so nicht richtig waren. Verzeih mir. Du bist eine tapfere und große Elfe! Du hast ganz alleine Weihnachten gerettet! Ich bin sehr stolz auf dich!" - Elfi sah ihn an und in ihren Augen funkelte es. Hatte sie da wirklich richtig gehört? Der oberste aller Elfen - und auch ihr Vormund - hatte sie eine "große Elfe" genannt, und war stolz auf sie? Sie lächelte. Der Oberelf drückte sie an sich und sagte zu den anderen: "So, ich denke wir sollten jetzt alle zurück fahren, es wird Zeit, dass wir die Geschenke in den Wagen packen; und du" - Er wandte sich an den Weihnachtsmann "musst sie noch austeilen, es ist nicht mehr so viel Zeit, die Nacht ist bald vorbei, und die Kinder der Welt brauchen noch ihre Geschenke." - "Könnt ihr nicht die Zeit ein wenig anhalten? Oder verlängern? Das macht ihr doch immer zu Weihnachten, dann hätte ich mehr Zeit!". Brummte der Weihnachtsmann. "Das haben wir ja schon, du hast noch einige Stunden Zeit um die Geschenke zu verteilen. Aber leider können wir nicht noch mehr rausholen. Das ist schon das Maximum. Aber du müsstest es schaffen, Weihnachtsmann." Damit erhob sich der Wagen, und die Elfen und der Weihnachtsmann flogen gen Elfenreich.

Dort angekommen luden sie mit vereinten Kräften die Geschenke in den Wagen. Elfi wollte gerade aussteigen um dem Weihnachtsmann Platz zu machen, als dieser sagte: "Was, willst du nicht mitkommen? Ich dachte du wolltest mir helfen?" Elfi war geplättet. "Aber, aber das machen doch nur die ältesten und reifesten Elfen die du mitnimmst auf die Reise.. Bin ich nicht noch zu jung dafür?" Der Weihnachtsmann lächelte. "Gibt es eine reifere Elfe als eine, die den Weihnachtsmann und Weihnachten gerettet hat?" Und Elfi half dem Weihnachtsmann die Geschenke in der Nacht in alle Häuser zu verteilen. Und jedes Kind bekam doch noch sein Geschenk und es gab leuchtende Kinderaugen, die der Weihnachtsmann und alle anderen nur Elfi zu verdanken hatten. Und am nächsten Tag, als alle Elfen wieder zufrieden und glücklich in ihrem Reich waren, gab es ein rauschendes Fest an dessen Höhepunkt der Oberelf zu allen sprach: "Nun meine Freunde kommen wir zu einem besonderen Punkt dieser Feier. Wir wissen alle, wem wir in diesem Jahr das Weihnachtsfeste zu verdanken haben; Elfi, würdest du bitte zu uns kommen?" Elfi wurde ganz verlegen. Ohne zu wissen was sie erwartete, kletterte sie die Treppe zu ihrem Vormund hoch. Als sie vor ihm stand, legte er ihr eine Medaille um den Hals und gab ihr einen Kuss auf die Wange: "Und hiermit bekommst du die Heldenmedaille für außergewöhnliche Dienste im Zeichen der Elfen und Menschen. Und" - Er hob beschwichtigend die Hand als einige Elfen schon anfangen wollten zu klatschen - "Und für dich gibt es eine Ausnahme der Regel, das im Normalfalle die Jährigkeit mit 200 Jahren beginnt. Du, Elfi Elfenstein wirst hiermit mit deinen 101 Jahren in die Liste der Jährigen aufgenommen." Elfi war sprachlos.. Das bedeutete sie war volljährig - und hatte alle Privilegien die alle erwachsenen Elfen auch hatten - und das mit noch nicht mal 102 Jahren! Jetzt kamen ihr wirklich die Tränen. Das Publikum klatschte, und jubelte. Aber der Oberelf war noch nicht ganz fertig. "Das bedeutet natürlich auch, dass du ab nun nicht nur die gleichen Rechte hast wie alle jährigen Elfen, sondern auch die gleichen Pflichten." Der Elf setzte eine gewichtige Miene auf. "Also bedeutet das z. B. auch, dass du jedes Jahr zu Weihnachten mit allen anderen Elfinnen zusammen die Geschenke herstellen und natürlich auch verpacken musst! Und auch sonst den anderen und dem Weihnachtsmann geschäftig unter die Arme greifen musst!" Natürlich wusste der Oberelf ,dass es nichts gab, was Elfi sich mehr wünschte als das! Elfi strahlte. Und nun erhob sich ein regelrechter Orkan als alle anfingen zu klatschen und zu jubeln. Elfi war in die Gemeinschaft der erwachsenen Elfen aufgenommen worden.

Und sie feierten ein rauschenes Fest bis in den frühen Morgen hinein. Selbstverständlich feierte der erschöpfte aber glückliche Weihnachtsmann mit ihnen. - Und der Troll? Nun ja, der wurde, nachdem er aus dem Netz befreit wurde, in die öde Wildnis des ewigen Eises verfrachtet - nach Island. Wo er zitternd und bibbernd immer wieder in ungefähr den gleichen Worten den Weihnachtsmann, das Weihnachtsfest und besonders eine kleine, niedliche, liebe Elfe namens Elfi verflucht... Sei es ihm gegönnt; Es hört ihn ja niemand.....

 

                                                           


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