Schottland :: Land of my Dreams

Ich liebe Schottland. Später möchte ich dort unbedingt leben - ich finde das Land mit seiner Kultur, seiner Vergangenheit, seinen Seen und Schlössern und seinen Landschaften einfach faszinierend. Hier ein paar Infos und Bilder, um euch die Schönheit Schottlands etwas näherzubringen (:

Schottland ist eine Nation mit einer ereignisreichen Geschichte und uralten Traditionen. Als Folge daraus entstand ein Land dessen Kunst und Literatur vielfältig und faszinierend ist. Besucher können sich selbst davon in den vielen Museen, Gallerieen, Schlössern und anderen kulturellen Einrichtungen überzeugen.
Aber Kultur beinhaltet auch Politik. Schottland´s neuer verfassungsmäßiger Status rückt die alten Traditionen in ein neues, modernes Licht. Zeitungen und Zeitschriften spielen dabei in der neuen politischen Kultur eine wichtige Rolle.
Und "last but not least" Essen und Trinken. Der Ruf des schottischen Essens ist leider kein sehr guter. Dies ist völlig ungerechtfertigt. Man kann sich in Schottland hervorragend kulinarisch verwöhnen lassen, wenn man sich die Mühe macht die einschlägigen Führer zu lesen. Probieren Sie es aus und lassen Sie sich überraschen!
Die Sprache:
Die Kelten wanderten um 500 v.u.Z. ein und mischten sich mit der ansässigen (vorindouropäischen) Bevölkerung. Über die Sprache jener Kelten, das Goidelische, kann mangels schriftlicher Denkmäler nicht allzuviel gesagt werden. Es gibt zwar einige wenige Inschriften in Ogham-Schrift, diese sind jedoch nicht sehr zahlreich und enthalten vor allem Namen.
Erst mit der Christianisierung sind schriftliche Belege (in lateinischer Schrift) vorhanden. Diese Sprachform, das Altirische (Sean-Ghaeilge) wurde ca. von 600-900 benutzt. Dies war das "goldene Zeitalter" Irlands, die Zeit der Klöster und hoher Kultur, während außerhalb Irlands eher eine kulturell dunkle Epoche nach der Völkerwanderung bestand. Irisch war eine der ersten Sprachen, in der neben Latein ein Schrifttum entstand.
Diese kulturelle Blüte endete mit der Invasion der Wikinger, auch die irische Sprache wurde vom Niedergang betroffen, was nicht zuletzt zu einer Vereinfachung in der (zuvor sehr komplizierten) Flexion führte. Skandinavische Wörter wurden nur wenige übernommen (z.B.: fuinneog = "Windauge" = Fenster) Die Epoche wird Mittelirisch (Meán-Ghaeilge) genannt und dauerte von etwa 900-1200.
Nach der normannische Invasion kam es zunächst von 1200-1600 zu erneuter Blüte gälischer Kultur, so daß die einwandernden Normannen sich assimilierten und auch Irisch sprachen. Viele Wörter des normann. Französisch wurden übernommen (z.B.: garsún = Junge). Das in dieser Zeit gesprochene Frühneuirische oder Klassische Irisch (Gaeilge Chlasaiceach) war die einheitliche literarische Norm in ganz Irland und Schottland.
Von Modernem Irisch oder Neuirisch (Nua-Ghaeilge) wird seit 1600 gesprochen, es trennte sich vom Schottischen Gälisch und trat den oben beschriebenen Rückzug als nunmehr bloße Bauernsprache an.
Mit den Siegen Cromwells und den folgenden Ansiedlungen von Protestanten und der Entmachtung der letzten gälischen Fürsten im 17.Jh. ging die Einheit des klassischen Irisch verloren, sich ausprägende Dialektformen überwogen zunehmend in der Sprache, die literarische Tradition verfiel. Erst im 19. Jh. erwachte das Interesse an der Sprache, es entstand eine neue Literatur. Gegen Traditionalisten, die das Klassische Irisch wiederbeleben wollten, setzten sich Verfechter des gegenwärtig gesprochen Irisch durch. Dennoch bestanden in Rechtschreibung und auch Grammatik alte und veraltete Formen fort, erst 1945 gelang eine Rechtschreibreform.
Irisches Gälisch wird heute von einigen Zehntausend Menschen in den Gaeltachten als Muttersprache gesprochen, und sagen wir einigen Hunderttausend, die es fließend beherrschen. Laut Volkszählung bezeichnen sich gar 1,4 Mio. Iren (40%) in der Republik als irischsprachig, sowie ca. 100 000 in Nordirland (Tuaisceart Éireann).
Es ist 1.Amtssprache in der Republik Irland (Poblacht na hÉireann) und damit auch offizielle Sprache der Europäischen Union (An Comhphobal Eorpach), wovon einem ein Blick in Reisepaß (Pas) und Führerschein (Ceadúnas Tiomána) überzeugen kann.
Schottisches Gälisch sprechen nicht ganz 70 000 vor allem auf den westlich vorgelagerten Inseln (Hebriden) und in den Highlands. Natürlich gibt es auch in Glaschu (Glasgow) und Dùn Eideann (Edinburgh) und anderen Städten Schottlands (Alba) Leute, die die Sprache der Vorväter (und -mütter) pflegen. Nicht zu verwechseln mit Gälisch ist das Scots (oder Lallans), eine dem Englischen verwandte germanische Sprache der schottischen Lowlands.
Nova Scotia (Neuschottland, Alba Nua) in Kanada heißt übrigens nicht umsonst so, es gibt dort auch noch einige, die Gälisch sprechen (auf Cape-Breton Island).
Manx-Gälisch hat unter den 80 000 Bewohnern der Isle of Man (Ellan Vannin) seit dem Tod des 93jährigen Ned Madrell im Jahre 1974 keine Muttersprachler mehr. Es wird aber zunehmend von mehreren Hundert Menschen gepflegt, oder besser, wiederbelebt. Laut Volkszählung 1991 waren es 634 Manx-Sprachige, in der letzten Zählung 2001 bereits 1689 (2.2% der Bevölkerung).
Irisch wird mit lateinischen Buchstaben geschrieben. So sieht es jedenfalls aus. Ältere Schriften und dekorative Inschriften benutzen zudem einen alten Schrifttyp (Cló Gaelach) , der sich in den letzten 1000 Jahren kaum verändert hat, hier das Alphabet:
Hier ein Beispieltext [click..] (Das Vaterunser)
Vor Einführung der lateinischen Schrift wurde in Ogham-Schrift geschrieben (das sind an Steinkanten eingekerbte Striche).
Die Orthographie weist aber auch in moderner Schrift so einige Besonderheiten auf.
So fehlen die Buchstaben j, k, q, v, w, x, y, z völlig (außer in Fremdwörtern). Alle anderen Konsonanten gibt es hingegen praktisch zweimal, denn man unterscheidet jeweils einen "breiten" und "schlanken" Konsonanten. Diese gibt es als Laute im Deutschen zwar auch, es macht hier aber keinen Unterschied in der Bedeutung, welchen man nimmt (ob man "ich" richtig ausspricht oder mit einem "ch" wie in "Bach" ist egal, es weiß jeder das meine Wenigkeit gemeint ist. Und das "ch" ist schon der einzige Laut, wo im Deutschen überhaupt ein Unterschied wahrgenommen wird).
Hier einige Bilder:














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