Für die Einen ist er der Superstar der Herzen, für die Anderen das Enfant terrible der Castingshows. Daniel Küblböck, 20 Jahre, ehemaliger Kindergärtner-Azubi und Dritter der ersten „Deutschland sucht den Superstar“- Staffel.
Seit er im Oktober 2002 an der RTL-Casting-Show teilnahm, spaltet er die Nation. Obwohl der Sänger mittlerweile nicht nur eine große stimmliche Veränderung vorweisen kann, sondern auch durchaus erfolgreiche Konzerttouren, wird er von vielen Seiten noch immer nicht als ernstzunehmender Künstler gehandelt. Doch Daniel Küblböck, der schon im frühen Kindesalter mit vielen Problemen zu kämpfen hatte, trotzt immer wieder den schweren Rückschlägen und negativen Schlagzeilen.
Aber was ist eigentlich der Grund dafür, dass er so polarisiert? Wie kann ein junger Mann, der eigentlich nichts anderes als seine „Positive Energie“ verbreiten will, eine Nation spalten?
Die angeblich erfolglosen Konzerte
Die Regenbogenpresse hatte in ihm von Anfang an einen wunderbaren Spielball gefunden. Schreiben Sie etwas Positives, gehen die Gegner dagegen. Schreiben sie negativ, treibt dies seine Fans auf die Barrikaden. Schreiben sie überhaupt nichts und ist er im TV längere Zeit nicht präsent, heißt es gleich: „Der Küblböck ist am Ende seiner Karriere.“ Letzteres entstammt sicherlich etlichen Zeitungsberichten, denen zu folge die Konzerte von Daniel erfolglos seien und ihm die Fans wegliefen.
Doch bei genauerer Betrachtung kann man feststellen, dass dies nicht den Tatsachen entspricht. Bei der „Positive-Energie-Herbsttour 2003“ beispielsweise waren die Hallen der immerhin 14 Konzerte nicht stets komplett ausverkauft, weil Daniel vorher bereits eine erfolgreiche „Dankeschön-Tour 2003“ mit 3 Konzerten im April und eine ebenso erfolgreiche Sommer-Open Air-Tour mit gesamt 8 Konzerten und teilweise mehr als 3000 Zuschauer pro Konzert hinter sich gebracht hatte. Seine Unplugged Konzerte im Dezember 2004 verkauften sich so gut, dass er in Hannover sogar noch zwei Zusatzkonzerte geben musste.
Ein weiterer Gesichtspunkt der teilweise weniger ausverkauften Konzerte ist, dass in 2003 relativ große Hallen gebucht waren, die sogar Kapazitäten von bis zu 7000 Stehplätzen bieten. Das ein Daniel Küblböck eine so große Halle nicht zu 100% füllen konnte, wurde dann als „Flop“ ausgelegt. Für einen jungen Künstler wie Daniel Küblböck ist es schon beachtlich, dass er so viele Konzerte in so kurzer Zeit gegeben hat.
Dies sind Tatsachen, deren genauerer Recherche es bedarf, um die Aussagen der angeblich erfolglosen Konzerttouren zu widerlegen.
Erfolge und ein wenig erfolgreicher Kinofilm
Auch der Erfolg seiner CDs ist nicht minder erwähnenswert. Daniel hatte mit seiner am 31.03.2003 erschienen ersten Single „You drive me crazy“ einen sofortigen Einstieg in die Charts und landete einen Nummer 1 Hit. Der Song hielt sicher immerhin 7 Wochen in den deutschen Top 20. Er verdrängte damit den damals amtierenden Superstar Alexander von seinem Podest. Auch der am 19.05.2003 erschienene Folgesong „Heartbeat“ kletterte auf Platz 2 und konnte sich immerhin 5 Wochen in den Top20 halten. Sein am 16.06.2003 veröffentlichtes Album „Positive Energie“ konnte ebenfalls Gewinne verbuchen. Es stieg auf Platz 2 der deutschen Album-Charts ein und hielt sich wieder 5 Wochen in den Top 20. Am 07.11.2003 wurde ihm für die Single „You drive me crazy“ in der ARD-Show "Gold-Gold-Gold" sogar die Goldene Schallplatte überreicht.
Daniel war Gast in unzähligen TV-Shows. Er wurde von der Optiker-Innung mit dem Titel „Brillenträger 2003“ ausgezeichnet und bekam einen Werbevertrag der Firma Müller Milch.
Zudem erhielt er am 04.08.2003 den "New Faces Award 2003", als Bester Newcomer national. Die Leser der Jungendzeitschrift „BRAVO“ wählten ihn zum zweitbesten Nachwuchskünstler des Jahres 2003 national. Dafür gab es für ihn am 13.03.2004 einen Silbernen Otto.
Auch als Schriftsteller machte Daniel von sich Reden. Am 18.09.2003 erschien in Zusammenarbeit mit Julia Boenisch (+ am 07.05.2004) seine Autobiografie „Ich lebe meine Töne“, in der er seine Kindheit schilderte. Das Buch wurde von ihm selber vertont und kam ebenfalls als Hörbuch in die Läden. Daniel kreierte seine eigene Parfumkollektion, die am 19.09.2003 mit vier verschiedenen Duftnoten in den Handel ging.
Viele Ehrungen, Auszeichnungen und Erfolge für einen Künstler, der sozusagen erst vor kurzem „geboren“ wurde und angeblich nur Flops produziere.
Allerdings gibt es einen „wunden Punkt“ in seiner Karriere. Der Versuch, sich als Filmstar zu beweisen, trug leider keine Früchte. Dies lag aber mit Sicherheit nicht daran, dass Daniel kein schauspielerisches Talent hat. Sein Kinofilm „Daniel, der Zauberer“ wurde von Fassbinder-Star und US-Regisseur Ulli Lommel gedreht und von Peter Schamoni produziert. Der Streifen wurde bei den Filmfestspielen in Cannes im Mai 2004 außer Konkurrenz vorgestellt.
In dem Film geht es um zwei Teenager, die ihren Weltfrust auf Daniel fixieren und sich entschließen: "Der Küblböck muss weg!". Sie wollen ihn während eines Konzerts in Passau auf offener Bühne erschießen, in der Hoffnung, damit selber zum Superstar zu werden. Somit steht Daniel in dem Film vor seiner größten Prüfung. Er muss um sein Leben kämpfen. Mit Hilfe seines Großvaters Johnny, der zwar schon lange tot ist, aber ihn als sein Schutzengel begleitet, versucht Daniel seine Hasser mit Liebe und "positiver Energie" zu entwaffnen.
Am 11.08.2004 hatte „Daniel, der Zauberer“ in München eine ausverkaufte Premiere. Daniel reiste anschließend durch mehrere süddeutsche Städte, um den Film persönlich vorzustellen. Doch der Erfolg des Films blieb aus. In einigen Kinos erschien er gar nicht erst, oder wurde schon nach kurzer Zeit mangels Besucherzahlen wieder abgesetzt. Obwohl der Film eine bizarre Mischung aus Doku und Spielfilm mit märchenhaften Elementen ist und auch Nicht-Küblböck-Fans in die Kinos locken sollte, um ihnen den Menschen Daniel näher zu bringen, musste der Film schon nach kurzer Zeit als erfolglos bezeichnet werden. Er konnte den Erwartungen nicht entsprechen. Einerseits lag es vielleicht daran, dass der Film mitten im Sommer erschien und die Kinos sowieso schon schwach besucht waren. Die Fans fanden sich allesamt zu den Vorstellungen ein, bei denen Daniel selber anwesend war. Somit sahen einige Fans den Film an mehreren Tagen mehrmals hintereinander. Das sie dann anschließend in ihren Heimatstädten nicht noch täglich ins Kino gehen würden, um sich den Film wieder und immer wieder anzusehen, war fast unabdingbar. Andererseits kann es aber auch daran gelegen haben, dass der Film einfach nicht den Geschmack der breiten Masse treffen konnte. Es war wohl doch mehr oder weniger ein Film für Fans. Regisseur Lommel und Produzent Schamoni mussten dieses Projekt wohl oder übel als gescheitert ansehen. Daniel selber sah es als ein weiteres Lehrstück seiner Karriere an.
Daniel der Privatmensch
Gibt es für einen so polarisierenden Künstler wie Daniel Küblböck eigentlich überhaupt ein „normales“ Privatleben? Gehört es nicht schon zum alltäglichen Bild, dass er überall wo er auftaucht sofort im Mittelpunkt steht? Woher nimmt er die Kraft, zumeist für Jeden ein Lächeln, ein freundliches Wort zu haben?
Zurückgekehrt in die Nähe seines ehemaligen Wohnortes Eggenfelden hat er ein Häuschen erworben, in das er sich zurückzieht, um an neuen Projekten zu arbeiten. Dort sucht er Ruhe und Zeit zur Entspannung. Weitab vom Medienrummel kann er hier in seiner bayrischen Heimat er selber sein. In seiner Freizeit liest Daniel auch gern ein gutes Buch, macht lange Spaziergänge oder genießt die Stunden im Kreise seiner Familie und seiner Freunde.
Daniel ist sehr naturverbunden und Heimat bewusst. Er ist ein sportlicher junger Mann, der am liebsten Aerobic macht, um sich fit zu halten. Aber er geht auch gern shoppen und wer das Glück hatte, ihn privat zu erleben, der wird wissen, dass Daniel ein sehr fröhlicher und ganz normaler junger Mann ist, der gern feiert und Spaß hat.
Wer durch den Wohnort des Sängers fährt, kann ihn auch schon einmal vor dem Haus fröhlich schwatzend mit seinen Freunden, oder beim Spaziergang mit seinem Hund antreffen. Dann ist er einfach nur er selber. Dort fühlt Daniel sich frei und ungezwungen. Auch wenn einige seiner Fans mittlerweile herausgefunden haben, wo er lebt und er ab und an ein Autogramm vor der Haustür geben muss, kann er doch weitgehend ungestört leben. Fährt der 19jährige mit seinem Beetle-Cabriolet durch die Straßen von Eggenfelden, winken ihm seine Freunde und Bekannten zu und er hält auch hier und da ein Schwätzchen. Die einstige Euphorie in dem niederbayrischen Städtchen, die dort zu DsdS-Zeiten Einzug erhielt, hat sich mittlerweile gelegt. Die Bewohner der Stadt haben sich mittlerweile an ihren berühmten Ehrenbürger gewöhnt. Hier ist er nicht der „Superstar“, hier ist er einfach nur Daniel Küblböck aus Eggenfelden.
Seine Ausstrahlung
Wenn Daniel den Raum betritt, dann liegt etwas in der Luft: Die Einen sagen, es ist die Positive Energie, seine Ausstrahlung, seine erfrischende jungenhaft-männliche Art. Andere wiederum behaupten, er würde sich immer gern in den Mittelpunkt stellen.
Nur wer ihn genau beobachtet, wird erkennen, dass hinter dieser Fassade eine sensible, verletzbare Seele steckt. Sein stetig wechselndes Minenspiel lässt sich während Interviews genau nachvollziehen. Wenn er sich unbeobachtet fühlt, scheint er gedanklich abwesend zu sein, verträumt, oft nachdenklich. Ist er besonders gut drauf, dann winkt er den Fans zu, lächelt, spielt mit ihnen und der Kamera. Er weiß um seine Ausstrahlung und gerade das macht ihn so interessant. Sein Charme liegt in seinem Lachen, dass ihn von Anfang an so besonders gemacht hat. Es gab eine Zeit, da schien dieses unverwechselbare Lachen für immer verloren. Doch Daniel rappelte sich wieder auf, tankte neue Kraft und kam zurück, stärker als zuvor.
Neue Projekte
Im Laufe seiner jungen Karriere hat er immer wieder Neues ausprobiert, nicht nur modisch, sondern auch musikalisch. Mittlerweile ist Daniel Küblböck ein selbstbewusster junger Mann mit einem eigenen Unternehmen, der „Positive Energie GmbH“, geworden. Er weiß durchaus was er will und geht seine Vorhaben zielstrebig an. Wenn auch neue Projekte für seine Fans oftmals gewöhnungsbedürftig erscheinen, so wird er dies immer nach seiner freien Überzeugung entscheiden. Daniel möchte stets Neues probieren, hat noch nicht endgültig entschieden, in welche Richtung seine Musik gehen soll. Mit seiner neuen Single, die nach Spekulationen den Titel „König von Deutschland“ tragen könnte und Mitte/Ende August erscheint, wird der Sänger diesmal wieder eine völlig andere Musikrichtung präsentieren. Unter dem Motto „Küblböck meets Neue Deutsche Welle" möchte er nicht nur mit einem deutschsprachigen Song überzeugen, sondern auch mit seinem am 13. August in Eggenfelden stattfindendem Open-Air Konzert. Dort wird Daniel auch die neue Single vorstellen. Sein zweites Album soll dann Ende September auf dem Markt kommen. Ob dies ein Erfolg wird, kann weder Daniel selber noch Jemand anders vorhersehen. Dennoch ist er mutig genug, wieder einmal eine andere Richtung einzuschlagen.
Denn wenn er nicht stetig neue ausbaufähige Seiten an sich entdeckt hätte, dann würde sich eventuell auch wirklich Niemand mehr für ihn interessieren. Vielleicht wäre er dann tatsächlich „in der Versenkung verschwunden“. So aber überrascht er Fans und Kritiker mit neuen Ideen und solange er auf dieser Schiene wirklich erfolgreich fahren kann, werden wir von diesem jungen Künstler mit Sicherheit noch sehr viel hören.
(ein Artikel von Christiane Rosenberg, verfasst am 13
Name: Daniel Dominik Küblböck
Geburtstag: 27.8.85 in Hutthurm ( bei Passau )
Sternzeichen: Jungfrau
Größe: 169 cm
Gewicht: 56 kg
Schuhgröße: 39
Augenfarbe: wunderschönes braun / Daniel ist stark kurzsichtig (2 Dioptrien links, 3 rechts)
Haarfarbe: zur Zeit braun mit blonden Strähnchen
Familie: Vater: Günther, Mutter: Bianca, Geschwister: Andreas (24), Michael (18), Jasmin (13), Günther (10) und Dennis (8) Haustier: Mops ( Cleopatra ) , Pikinese ( Pizur ) , Wellensittich ( Tweety )
Lieblingsplatz: Eggenfelden
Lieblingsessen: Pizza Schinken
Lieblingsgetränk: Apfelschorle
Lieblingsauto: Mini Cooper und VW Beetle
Lieblingsfilm: Natürlich blond, Ein Chef zum Verlieben und Spiderman
Lieblingsschaupspielerin: Julia Roberts, Sandra Bullock
Beruf: Azubi zum Kinderpfleger in Pfarrkirchen
Hobbys: Musizieren, Unerforschtes entdecken, Menschen kennen lernen, Frisuren testen und meine Lehrer ärgern
Lebensmotto: Lebe deinen Traum/ Wer kämpft, kann nur verlieren / Wenn dich die Menschen ärgern, so ärgere dich nicht. Sei du die liebe Sonne, lach allen ins Gesicht.
Idole: Eminem, Herbert Grönemeyer, Robby Williams, Michael Jackson,
Stärken: sehr offen, zielstrebig, verrückt, natürlich und individuell
Schwächen: kleinlich, ab und zu stur
Wie stelle ich mir das Leben eines Superstar vor: Ich möchte den Menschen beweisen, dass jeder auf seine Art Superstar ist.
Daniel bekennt sich öffentlich als bisexuell.
" Ich habe eine männliche und eine weibliche Seite und möchte, dass die Menschen das tolerieren. "Im Moment ist er solo, die letzte Beziehung hatte er zu einer Frau.
Kraft und Energie holt sich Daniel aus der Meditation. Er joggt durch den Bayrischen Wald. Er reibt seinen Bauch mit Aroma - Öl ein - "für Kraft und sexuelle Ausstrahlung".
Eins ist sicher: die Superstar Jury liebte ihn. " Du gehörst auf die Bühne - als was auch immer".