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Einordnung ins Tierreich

 

Vogelspinnen gehören zu den Gliederfüßern(Arthropoda).

Diese Tiergruppe stellt die erfolgreichste der Welt dar.

Sie sind viel zahlreicher als der Stamm Chordata, der uns Menschen, andere Reptilien, Säugetiere, Fische, Amphibien und Vögel beinhaltet.

Gliederfüßer sind sehr anpassungsfähig an ihre Umgebung, sodass sie sogar in Kältezonen, den tiefsten Stellen des Ozeans, der glühenden Wüste und im tropischen Regenwald vorkommen.

Weiter Arthropoden sind die Insekten, Krabben oder Skorpione. Uns sind heute etwa 1.000.000 verschiedene Arthropden bekannt, von denen etwa 850.000 den Insekten und circa 35.000 den Spinnen zuzuordnen sind, wovon etwa wiederum 800 verschiedene Arten der Familie der Theraphosidae, den Vogelspinnen, angehören.

 

Stamm: Gliederfüßer(Arthoropoden)

Unterstamm: Spinnentierartige(Chelicerata)

Klasse: Spinnentiere (Araneida)

Unterordnung: Vogelspinnenartige (Mygalomorphae)

Familie: Vogelspinnen (Theraphosidae)

Gattung: Vogelspinne (z.B.Avicularia oder Brachypelma)

Art: Gemeine Vogelspinne (Avicularia versicolor)

 

Das Gift der Spinne

 

Das Toxin der Vogelspinnen ist in der Regel nicht in der Lage, einen Menschen ernsthaft zu gefährden, dennoch sollten doch schon einige nötige Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden, um nicht gebissen zu werden.

Allein die Länge der Giftklauen, bei der Theraphosa leblondi z.B. mit ca. 12,6mm, können auch erhebliche Verletzungen zufügen.

 

Das eigentliche Gift, Toxin, ist in der Regel mit dem einer Biene vergleichbar, doch wird  aufgrund des Größenunterschieds natürlich vielmehr Toxin injiziert als bei dieser.

Das Vogelspinnentoxin hat sowieso eine bedeutend intensivere Wirkung auf Kalt- als auf Warmblüter. In den meisten Fällen reicht das Gift nicht einmal aus, um eine „Vogel“ zu töten, anderseits tötet etwa 1 mg des Toxins eine Kröte innerhalb von Stunden und 0,3 mg (Ein Bruchteil der Injektionsmenge) eine andere Vogelspinne binnen Sekunden.

 

Doch auch hier gibst es wieder Ausnahmen: Spinnen der Gattungen Poecilotheria, Selenocosmia & z.B. auch Pterinochilus scheinen ein eindeutig potenteres Gift zu besitzen. Bei Bissen durch die aggresive Spinne Poecilotheria fasciata kommt es zu Bewegungseinschränkungen nahe der Bisstelle, starken Schwellungen, Krämpfen sowie zu Atemnot. Auch haben manche über ziehend starke Schmerzen im Geschlechtsbereich berichtet, falls der Biss in dieser Nähe erfolgte. Solche Spinnen sind rein rechnerisch auch in der Lage, bis zu 60 Mäuse ~ 1000 g Lebend Gewicht zu töten.

 

Chemische Zusammensetzung

 

Das Gift der Vogelspinnen enthält vier verschiedene Proteinfraktionen, sehr viel freie Glutaminsäure sowie freie Gamma - Aminobuttersäure. Ein Großteil der Gifte weist zudem 30%-40% stark basische Bestandteile auf( z.B. Verbindungen des Spermins und Trimethylendiamins mit p-Hydroxyphenylbrenztraubensäure und anderen Säuren des Tyrosinabbaus). Bei manchen Tieren wurden auch geringe Anteile Putreszin und Kadaverin.




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