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Warum häuten sich Vogelspinnen?

 

Vogelspinnen wachsen nicht kontinuierlich, wie wir Menschen oder andere Tiere, sie wachsen Schubweise. Da Spinnen einen Chithinpanzer besitzten, der hart und nicht wachstumsfähig ist,  müssen sie sich diesem von Zeit zu Zeit entledigen, sprich wenn die Haut zu eng wird. Die "neue" Haut ist in einem Zeitraum von etwa 2 Wochen nach der Häutung noch Wachstumsfähig, danach härtet sie wieder aus.

 

Jungspinnen Häuten sich wegen ihres schnelleren Stoffwechsels alle 4 bis 6 Wochen, ältere (juvenile) in Abständen von 2 bis 3 Monaten und adulte (Ausgewachsene) etwa alle 1 bis 2 Jahre.

 

Für Vogelspinnen sind die Häutungsintervalle die gefählichsten Zeitabschnitte ihres Lebens, denn wärend dieser Zeit können Sie sich nicht wären oder können in ihrer Haut stecken bleiben falls sie dabei gestört werden & dies somit der sicheren Tod für Sie bedeutet! Also sollte man wenn möglich die Spinne nicht Stören & Futtertiere entfernen.

 

Die Häutung

 

Hormonelle Vorgänge leiten den Hätungsprozess ein, angefangen durch die appetittlosigkeit der Spinne. Sie stellt meist 3-4 Wochen vorher die Nahrungsaufnahme komplett ein. Bei manchen Arten wie z.B.  Grammostola rosea könnte es unter Umständen mehrere Monate sein in denen sie keinerlei Nahrung aufnimmt. Sie suchen sich meistens einen trockenen, ebenen Platz auf dem sie nun mehrere Tage sitzten bleiben und sich nur selten bewegen. Andere Arten wie z.B.: Chromatopelma cyanopubescens verkriechen sich in ihr Wohngespinnst und riegeln es von innen gegen Störenfriede ab. Dieses macht wiederum meine Grammostola rosea, was für diese Art eher unnatürlich ist, aber wie man weiß haben gerade jede Rosea ihren eigenen Charakter, was Sie für mich auch nicht gerade zur sogenannten „Anfängerspinne“ macht.

Nun kleiden die Spinnen den gewählten Platz mit einer dicken Gespinnstschicht aus die zur Polsterung dient. Amerikanische Arten kleiden den Hätungsteppich oder den Höleneingang zusatzlich mit Reizhaaren aus um andere Tiere vernzuhalten. Bereits einige Zeit voher bildet durch Hormonelle Einwirkung unter der "alten" Haut die neue. Steht nun die Häutung unmittelbar bevor wird die sogenannte Exuvialflüssigkeit zwischen die beiden Häute gepumpt. Bei Spinnen die Reizhaare besitzten kann man dies gut erkennen da sie meist eine kahle stelle auf dem Abdomen haben und diese sich von "rosa" ins schwarze färbt. Bei Arten die nicht über diese Reizhaare verfügen kann man meist nur durch ihr Verhalten auf eine bevorstehende Häutung schließen. Man kann es bei manchen Arten auch an den Gelenkhäuten erkennen, da die sich auch dunkel färben.

Sie verhalten sich nun aufällig ruhig und bewegen sich eher selten.

 

Wenn der Häutungsprozess beginnt, legt sich die Spinne auf den Rücken & bleibt erstmal einige Zeit so liegen um Kraft für die bevorstehende Häutung zu sammeln. Nun pumpt die Spinne Körperflüssigkeit vom Abdomen in den Vorderleib, der Körperinnendruck kann laut Peter Klaas auf das doppelte ansteigen! Durch Knetbewegungen der Chelizeren wird die "Absprengung" des Charapraxus eingeleitet, er löst sich als erstes von der alten Haut ab, dann folgen die Beine die durch eine Hin- und Herbewegung aus der alten Hülle herausschlüpfen. Das Abdomen und die Spinnwarzen folgen zuletzt & schlüpfen auch am leichtesten aus der alten Haut, da es durch die Flüssigkeitsverlagerung stark an Umfang verloren hat. Die alte Haut, die auch als Exuvie bezeichnet wird, wird nach oben abgestriffen und fällt nun zur Seite ab. Die Spinne verharrt nun meist noch einige Stunden in der Rückenlage und macht eine Art "Gymnastik", sie zieht die Beine ganz dich an den Unterkörper und beginnt nun die Extremitäten aneinander zu reiben. Danach dreht sie sich wieder herum und bleibt meist noch ein bis zwei Stunden auf ihrem Häutungsteppich sitzen, so das die neue Haut etwas aushärten kann. Die Spinne kann nun ein den folgenden zwei Wochen noch wachsen, sofern sie nicht adult ist, danach wird der Chithinpanzer wieder Hart und nicht mehr wachstumsfähig. Nun kann die Spinne auch wieder auf Beutefang gehen.




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