+ Tragic Kingdom +
Buffy The Vampire Slayer
Fan Fiction
By
Jade
Disclaimer I : Alle Charakter gehören mal wieder Joss. Aber der Inhalt nicht! *haha*
Diclaimer II : Der Titel ist von meinem Lieblingsalbum von No Doubt und einen dazu gehörigen Song gibt's auch!
Part : 1/1
Main characters : Dawn/Spike ; Spike/Buffy
Summary : Dawn lässt büßen. Spike gleicht einen Fehler wieder aus.
Feedback: Jaahhhh ... ich will's und ich hab's sooo vermisst!!!
Er war betrunken, die leere Jim Beam Flasche in der Hand, als sie zur Tür herein kam. Ihre Augen waren gerötet. „Endlich hab ich dich gefunden!“ schluchzte sie „Ich hab es gewusst, du bist doch wieder in Sunnydale.“ Sie kniete sich zu ihm nieder. „Was willst du?“ fragte er gleichgültig.
„Ich liebe dich!“ flüsterte sie „Ich hab dich vermisst!“ Sie presste ihre Lippen auf seine und schmeckte den Geschmack von altem Alkohol auf seiner Zunge. Er lies es zu, war zu betrunken um zu begreifen was geschah. Sie schmeckte gut.
„Beiß mich!“ sagte sie kraftvoll. Er sah ihr in die Augen und sah wie Ernst es ihr war. Ohne überhaupt zu wissen was er tat, glitten seine Lippen ihren Hals hinab und sie spürte erregt wie er sich verwandelte.
Sie stöhnte leise auf, als sich seine Zähne in ihr Fleisch bohrten. Blut strömte über ihre Schultern.
Plötzlich; Alles Rot. Tiefrot.
~
Der Mond stand groß und voll am Himmel. Die Sterne funkelten in dieser kalten Nacht. Buffy zog sich den Mantel enger um ihren Körper, es hätte so eine schöne Nacht sein können. Doch das war sie nicht.
Innerhalb weniger Tage war Buffys Welt vollkommen aus den Fugen geraten.
Ihre Schwester war spurlos verschwunden. Nachdem sie sich mal wieder schrecklich gestritten hatten, lief sie weinend aus dem Haus und das war bereits vor einer Woche gewesen. Kein Lebenszeichen von ihr und als wenn das nicht schon grausam genug wäre, wurden ihre besten Freunde von ihr unbekannten Vampiren getötet.
Sie hatte Unmengen von Tränen vergossen, um jeden von ihnen. Auch wenn Dawn erst eine Woche weg war, hatte Buffy die Hoffnung aufgegeben sie noch einmal lebendig wiederzusehen. Sicher war auch sie schon von diesen Vampiren getötet worden.
Sie mussten neu in der Stadt sein und nach einem Blutbad sehnen. Anscheinend wussten sie von ihr, der Jägerin, hatten sie aber geschickt ausgeschaltet, indem sie die Menschen, die ihr als einzigstes Halt und Kraft gaben, töteten, ehe sie irgendetwas hätte dagegen tun können. Sie hatte in ihrer Bestimmung versagt, konnte sie nicht einmal ihre liebsten Menschen beschützen. Früher hatte sie es doch auch jedes Mal geschafft zu verhindern das so etwas geschieht, wieso jetzt nicht mehr? Hatten die Jahre in Sunnydale ihre Spuren hinterlassen? War sie nicht mehr so stark wie früher?
Sie fühlte sich tränenleer und ihr Körper war ausgelaugt. Seit Stunden war sie nun schon auf der Jagd gewesen, doch keine Spur von irgendetwas oder jemandem. Nicht ein Vampir kreuzte ihren Weg. Weder heute Nacht, noch gestern, noch vorgestern.
Die Friedhöfe und Gruften waren wie verlassen.
Sie kam an ihrem Haus an, jedoch sträubte sie sich hinein zu gehen. All diese Erinnerungen! Dawns und Willows Zimmer, voll mit ihren Sachen. Sie konnte es nicht ertragen so nah der Vergangenheit zu sein, obwohl es noch so frisch war, schien alles so lang vergangen. Das letzte Mal mit Willow gelacht, mit Xander geschäkert, mit Dawn geredet. Was hätte sie ihnen noch alles sagen wollen, bevor sie endgültig von ihr scheiden.
Als sie durch den Vorgarten auf die Haustür zu ging fuhr ein Schrecken in ihr hoch. Die Tür stand offen, das Schloss wurde aufgebrochen. Sie beschleunigte ihren Schritt, doch ihre Beine wankten unter ihrem Gewicht. Sie hatte lang nicht mehr geschlafen und war innerlich so ausgebrannt.
Vorsichtig schob sie die Tür auf. Im Haus war es still, nur die Leselampe neben dem Fernseher brannte. Ihr kam der Gedanke das Dawn wieder zurück gekommen sein könnte, doch warum sollte sie das Schloss aufgebrochen haben? Sie überlegte, ob sie die Lampe hatte brennen lassen. Doch sie konnte sich nicht entsinnen. Vampire konnten es nicht sein, jemand hätte sie herein bitten müssen. Vielleicht nur Einbrecher, mit denen würde sie schon fertig werden. Sie ist schon mit ganz anderen Sachen fertig geworden.
Ihr Blick ging über die Treppe ins obere Stockwerk. Dort hörte sie eine Tür knarren. Buffy ging zur Treppe hin. Und ihr Herz blieb vor Überraschung stehen, als sie Dawn sah. Sie konnte es kaum fassen. Ihre kleine Schwester war wieder da! Sie lebte noch! Doch gerade als sie die Treppe hinauf stürzen und Dawn in die Arme nehmen wollte, tauchte neben ihr Spike aus dem Hintergrund auf.
Buffy zuckte erschrocken zurück. Spike! Was tat Spike bei Dawn? Spike war ein Monster. Es war nur eine kurze Episode in der er dank seiner Seele all seine grausamen Taten bereute. Eines Nachts, verschwand er wieder ohne jemandem etwas zu sagen und später hörte sie das Gerücht in den Vampirkreisen, dass er wieder zurück gekehrt war, ohne seinen Chip im Gehirn. Aber er meldete sich nie bei ihr und sie glaubte nicht daran, bis sie ihn eines Nachts morden sah. Mit purer Lust.
Dawn hatte ihn sehr vermisst. Hatte sich sehr zurück gezogen und konnte nicht begreifen, wie Buffy so kalt ihm gegenüber gewesen sein konnte. Sie gab ihr die Schuld, dass er gegangen war und sich den Chip entfernen lassen hat. Das war auch der Grund ihres Streites gewesen, am Abend, als Dawn weglief.
In der Nacht als Buffy mit ansehen musste, wie Spike von einer Frau trank, hätte sie ihn töten müssen, konnte es jedoch nicht. Etwas lies es nicht zu, dass sie in pfählte, etwa eine innere Blockade hielt es sie in dieser Nacht davon ab. Hätte sie es nur getan dachte sie als sie ihn und ihre Schwester oben an der Treppe stehen sah. Ihr kam der grausame Gedanke, dass er für den Tod von Willow und Xander verantwortlich war. Vielleicht wollte er Dawn jetzt vor ihren Augen auch noch töten, hatte sie die Woche lang gefangen gehalten. Buffy traute ihm plötzlich alles zu.
Der Zorn schnürte ihr fest die Brust zusammen. Sie wollte ihre Schwester nur vor diesem Monster retten.
„Hallo Schwesterherz!“ Dawn blickte von der Treppe herunter zu ihrer Schwester. „Wir waren nur kurz in meinem alten Zimmer während wir auf dich gewartet haben.“
Buffy verstand nicht. „Dawn… wo warst du?“ fragte sie verwirrt und verständnislos dafür, das Dawn so vertraut mit Spike schien.
„Ach Schwesterherz, du scheinst nicht zu begreifen.“ Sie lächelte wissend und schüttelte sanft den Kopf. Buffys Blicke gingen zwischen Spike und Dawn. Spikes Wangenknochen wirkten noch kräftiger und bedrohlicher als gewöhnlich, doch irgendwie vertraut. Dawn war ganz in schwarz gekleidet. Diese Klamotten hatte sie noch nie vorher an ihr gesehen.
„Dawn…“ flüsterte Buffy tonlos, in ihrem Kopf drehte sich alles und sie konnte nicht verstehen was hier vorging.
Dawn drehte sich zu Spike und zog ihn kräftig an sich, um ihn vor Buffys Augen energisch zu küssen. Und als die zwei wieder voneinander ließen, hatten sich ihre Gesichter verwandelt.
Buffy kippte fast um bei diesem Anblick!
Ihre Schwester, der letzte den sie noch zu haben geglaubt hatte, war ein Vampir. Dawn war zu dem geworden, gegen was sie zu kämpfen hatte!
Sie musste sich am Treppenpfeiler abstützen um nicht zu fallen. Sie fühlte sich als ob ihr jetzt noch der letzte, der allerletzte dünne Boden auf dem sie sich noch zu halten wusste, unter den Füßen weggerissen wurde.
Unmöglich schien es ihr weiter zu atmen. Es wären Tränen aus ihren Augen gequollen, hätte sie nicht die letzten Nächte schon alle verbraucht. Ihre Brust schnürte sich noch fester zusammen, aus Verzweiflung, nicht aus Zorn. Nur noch zu schwachem Keuchen war ihr verbrauchter Körper im Stande.
Dawn kam ein paar Schritte auf die Treppe zu. In diesem Vampirgesicht konnte Buffy nichts mehr von dem erkennen, was sie ihre geliebte Schwester nannte.
Spike blieb im Hintergrund, wirkte fast etwas schüchtern.
„Ja, ja“ summte Dawn verträumt und strich sanft über das hölzerne Treppengeländer. Dann blickte sie auf und die gelben Augen funkelten bedrohlich. „Ist das nicht ein schöner Ort zum Sterben Schwesterherz?!“ Rief sie und fletschte die Zähne.
Buffy versuchte zu begreifen was geschah, aber es war alles so unwirklich. Dawn, war ihre Schwester, sie konnte sie nicht töten wollen.
Sie wollte aufrecht stehen, doch es ging nicht.
Sie wollte laut schreien, doch es ging nicht.
Sie wollte aufwachen, aus diesem furchtbaren Alptraum, doch es passierte nichts.
Dawn stieg Zähne fletschend die Treppe hinunter auf ihre Schwester zu.
„Sollte ich Angst vor der Jägerin haben?“ Sie lachte höhnisch.
„Nein, das sollte ich nicht.
Wie du aussiehst Buffy! Hat dich der Tod von Willow und Xander so fertig gemacht?
Du glaubst gar nicht wie spaßig es war die beiden zu auszusaugen! Sie haben sich erst gar nicht bedroht gefühlt und dann, als ich mich verwandelt habe, ha! Du hättest ihre Gesichter sehen sollen.“ Wieder lachte sie und kam langsam immer weiter die Treppe herunter. Sie genoss sichtlich zu sehen, wie sehr sie Buffy getroffen hatte.
Dawn hatte ihre besten Freunde getötet! Das konnte nicht die Realität sein! Nein, Buffy schüttelte den Kopf, sie musste träumen. Es war unmöglich. Dawn hatte sie ihr Leben lang gekannt und jetzt einfach … Nein!
Aber Buffy musste einsehen; Dawn lebte nicht mehr. Sie war untot. War ihr Feind. Und doch konnte sie nur Liebe empfinden. In diesem grässlichen Vampir steckte ihre Schwester. Irgendwo musste sie sein.
Sie fühlte sich so schwach. Als Dawn noch weiter die Treppe herunter kam und nur noch eine Stufe entfernt stand, wich Buffy zurück. Sie war so schwindelig, dass sie stolperte und fiel.
„Wie jämmerlich!“ sagte Dawn höhnisch. „Und du willst die Jägerin sein?“ Mit einem kräftigen Schlag, traf Dawn Buffy im Gesicht.
„Hat… dich Spike zum…“ Blut kam aus Buffys Mund als sie sprach, so sehr war ihr Körper geschwächt und durch Dawns Schlag noch verletzt.
„Natürlich hat mich Spike erschaffen!“ lachte Dawn und trat dabei auf ihre Schwester ein. „Ich wollte es, damit wir ewig in unserer Liebe zusammen sind.“ Sie blickte ins Obergeschoss wo Spike noch immer stand und das Spektakel mit ansah. Seine Wangenknochen zuckten, doch sein Blick hatte keinerlei Ausdruck. „Nicht wahr mein Darling?“ Lächelte sie ihm zu. Dawn drehte sich wieder um und schüttelte leicht den Kopf. „Eigentlich ist es ja jämmerlich, ich bekomme nicht mal einen echten Kampf mit dir! Du hast nicht mal die Chance mich zu pfählen!“ Dawn schlug wieder auf Buffy ein.„Aber im Grunde egal. Der Plan Willow und Xander zuerst zu töten um dich zu schwächen war meine Idee, klug nicht wahr? Ich weiß ja wie jämmerlich emotional du bist! Wie jämmerlich du bist! Ich hätte dich aber auch so geschafft, wenn du jetzt nicht so schwächeln würdest und schon von ein paar einfach Tritten halb tot da liegen würdest!“ wieder schlug sie ihr ins Gesicht und Buffy spuckte Blut. Sie hustete und ihr Blick verschwamm. Buffy spürte es, ihre eigene Schwester würde ihr ein Ende bereiten.
„Schließlich hast du mir ja das kämpfen beigebracht! Wir kennen die gleichen Tricks, haben den gleichen Stil. Den Stil der Jägerin. Ist doch ironisch, dass ein Vampir sozusagen von der Jägerin im kämpfen ausgebildet wurde.“ Noch einmal trat sie ihr in den Bauch und Buffy krümmte sich stöhnend.
„Ich liebe dich Dawnie!“ keuchte sie und lächelte zu ihrer Schwester auf.
Dawn trat noch mal zu, stärker als vorher. „Halt den Mund Jägerin!“ schrie sie. Dawn griff unter ihre schwarze Jacke und zog ein silbernes Messer.
„Slut!“ rief sie laut und holte gerade aus um zuzustechen, als sie mit einmal zu unzähligen Staubkörnchen zerfiel. Buffy erschrak und krümmte sich vor Schmerzen. Hinter der Staubwolke die zu Boden fiel stand Spike, einen Pflock in der Hand. Er war nicht verwandelt und bückte sich zu dem Häufchen Staub, das übrige geblieben war.
„Tut mir leid Nibblet!“ flüsterte er. „Ich hab dich lieb!“
Buffy spürte wie ihr warmes Blut über die Lippen aus dem Mund lief, ungläubig sah sie Spike in die Augen.
„Wieso?“ röchelte sie.
Er strich ihr eine von ihrem Blut getränkte Haarsträhne aus der Stirn. Sie wehrte sich nicht. Selbst wenn sie noch fähig dazu gewesen wäre, hätte sie nicht gewollt. Es war so seltsam vertraut.
„Es tut mir so leid, Buffy. Verzeih mir!“ sanft hauchte er einen Kuss auf ihre blutigen Lippen.
„Ich liebe dich, mit oder ohne Seele! So war es immer.“ Sagte er, stand auf und ging zur Haustür. Draußen ging schon langsam die Sonne auf, er hatte sich zu beeilen. Mit letzter Kraft konnte sich Buffy noch umdrehen um ihm nachzusehen, aber er drehte sich nicht mehr zu ihr. Er öffnete die Tür und bevor er ging sagte er nur noch „Sag Nibblet es tut mir leid!“
Hinter ihm fiel die Tür zu. Buffy sank in sich zusammen, sie drehte den Kopf über die Schulter und sah in den Staub. Sah zu ihrer Schwester.
Wieder musste sie husten und spuckte viel Blut.
„Danke Spike!“ sagte sie und spuckte noch mehr. „Danke, dass du mich liebst!“ Das letzte was Buffy dachte war, dass ihre Schwester recht gehabt hatte. Hier war ein schöner Ort zum Sterben, hier in ihrem alten Haus, wo auch ihre Mutter den letzten Atemzug nahm. Es war wie eine Ehre, hier zu liegen, neben ihrer Schwester, um den Seelen derer zu folgen, die sie liebte.
Dann schloss sie die Augen. Für immer.
~
Er ging schnellen Schrittes durch die Straßen, in Richtung Friedhof. Die Sonne war schon dabei hinter dem Horizont vorzubrechen. Er hielt noch immer den Pflock in der Hand mit dem er sie gepfählt hatte. Sein Mädchen.
Ohne zu wissen was er tat, hatte er sie zu Seinesgleichen gemacht und damit einen schweren Fehler begangen. Sie zu pfählen war richtig, das wusste er, es war besser für sie. Er wollte sie nicht so werden lassen. Seelenlos. Er liebte sein Mädchen eben. Hätte nie zugelassen, dass ihr jemand etwas tut.
Doch ebenso wenig hatte er zulassen können, dass sie ihrer Schwester etwas tut. Der Frau, die er liebte, so wie sein Mädchen ihn. Zu sehen wie sie stirbt, hätte er nicht ertragen können.
Er sah auf den Pflock in seiner Hand und steckte ihn in die Manteltasche als Erinnerung an die heutige Nacht. Und so ging er, mit der Strafe eines Lebens ohne seine Mädchen, auf ewig.
~
+Fin+