todessehnsucht

Todessehnsucht

 

Author: Miyu

Disclaimer: all belongs to Joss Whedon

Note: "Hello" Songtext von Evanescence

Prologue

.....in diesem Augenblick spürst du , wie alles Lebendige aus dir weicht , und nur diesem einen Gefühl Platz macht , du kannst es nicht aufhalten , aber eigentlich willst du es auch nicht , du willst einfach nur dieses Gefühl , es nimmt deinen ganzen Körper ein ,

es ist kein Platz für Schuldgefühle , Reue , schon gar nicht für die Liebe.

Liebe ist nichts.

Kein Platz für Schuldgefühle , Reue Kein Platz für Schuldgefühle , Reue Kein Platz für Schuldgefühle Reue Kein Platz für Schuldgefühle , Reue kein Platz für Schuldgefühle , Reue

***

Dawn erwachte bei ersten Sonnenstrahl der in ihr Zimmer fiel.

Sie hatte die Nacht schlecht geschlafen , sich herumgewälzt , es hatte lange gedauert bis sie endlich eingeschlummert war.

Und obwohl Sonntag war und sie eigentlich so lange schlafen konnte wie sie wollte , der Schlaf wollte nicht über sie kommen.

Sie stand auf und ging zur Toilette.

Dawn hasste es auf die Toilette gehen zu müssen.

Sie fand es war ein primitives Bedürfnis der Menschen und sie zögerte es immer so lange hinaus bis sie wirklich musste und dann konnte sie sich selbst nicht leiden und wollte nicht mehr das weitermachen was sie davor getan hatte , weil sie sich nach einem Toilettengang immer für unrein hielt.

Zurück in ihrem Zimmer sah Dawn aus dem Fenster , es war ein sonniger Morgen.

Seufzend sah sie das der Wecker erst 7 Uhr anzeigte , das bedeutete alle anderen schliefen noch.

Andererseits war das auch nicht schlecht , so konnte sie wenigstens frühstücken ohne Buffy und Willow sehen zu müssen.

In letzter Zeit konnte sie gar keinen Menschen mehr um sich ertragen.

Nicht Buffy mit ihrem Ich-versteh-dich-total-Getue.

Auch Willow war ihr zuwider.

Immer versuchte sie wieder zu sein wie früher und das war so künstlich ,

es kotzte Dawn richtig an.

Sie ging in ihrem dunkelblauen Pyjama hinunter in die Küche und öffnete den Kühlschrank.

Er enthielt viele leckere Sachen , aber Dawn konnte sich für keines richtig entscheiden.

Schließlich nahm sie sich eine Schachtel Erdbeeren .

Während sie in die saftige Frucht biss überlegte sie wann es angefangen hatte ,

das ihr alles *gleichgültig* war.

Wann es angefangen hatte ihr gleichgültig zu sein das sie nur noch schlechte Noten in der Schule hatte - sie war früher immer die Beste in ihrer Klasse gewesen.

Wann es ihr gleichgültig geworden war das sie an der High School keine Freunde hatte.

Seit sie an der High School war , hatte sich alles verändert.

Buffy arbeitete dort und versuchte ihre , ihr genommene Jugend nachzuholen.

Aber hatte es wirklich erst da angefangen?

Dawn wischte sich einen Tropfen Saft vom Mundwinkel und dachte nach.

Nein , angefangen hatte es bei Tara´s Tod.

Tara war immer verständnisvoll gewesen und Dawn hatte sie wie ihre Schwester geliebt nachdem Buffy tot war.

Vielleicht konnte sie Willow deshalb nicht mehr sehen.

Dawns Meinung trauerte nicht nur sie nicht angemessen für Tara , keiner tat es.

Als hätte Tara nie existiert.

Als wäre sie mit ihrem Tod aus dem Leben aller gestrichen worden.

Nur aus ihrem nicht.

Ihr schien als wäre sie die Einzige die sich nachts in den Schlaf geweint hatte.

Und was ist damit das Willow böse wurde und Menschen getötet hatte? erwiderte eine spöttische Stimme in ihrem Inneren.

Doch als ob mit dem Verschwinden des bösen in Willow auch die Trauer über Tara gestorben war?

Dawn wusste nicht das Willow Tara längst nicht vergessen hatte , Willow versuchte weiterzuleben , für Tara.

Sie schaffte was Dawn nicht zu tun möglich war.

Den Sinn des Lebens .

Dawn wusste es nicht. Und sie hatte keine Lust weiter über Willow nachzudenken.

Es ist seltsam sagte sie sich alle Menschen die ich liebe sterben : Mom , Buffy , Tara.

Dawn schien,als ob jedesmal wenn jemand starb der ihr lieb war ein Teil mit ihnen starb.

Nicht zum ersten Mal fragte sie sich wie es war.

Tot zu sein.

Einmal nur hatte sie Buffy gefragt wie es sich angefühlt hatte und diese hatte ziemlich schroff reagiert , danach traute sich Dawn nicht mehr dieses Thema anzuschneiden.

War es zu schwer für Buffy sich zu erinnern?

Sicher.

Sie fragte sich ob es normal das sie über den Tod nachdachte.

Viele Zeitschriften wollen einem weismachen es ist total normal , jeder Jugendliche denkt mal in seinem Leben über Selbstmord oder den Tod an sich nach.

Aber wenn man an gar nichts anderes mehr denken kann?

Ist das auch normal?

Wenn alles unwichtig erscheint , das Leben , die Schule , Freunde , Familie?

Wenn nur dieser eine Gedanke ihr ganzes Denken beherrschte?

Dawn wusste sie war undankbar , Buffy hatte sich immer um sie gekümmert , sie war immer da gewesen.

Willow hatte ihr immer kleine Zaubertricks gezeigt wenn Buffy auf der Jagd war.

Xander und Anya waren immer mit ihr ins Kino gegangen , waren für jeden Scherz zu haben.

Und Dawn hatte viele Freunde an der alten Schule gehabt , die sie nur dadurch verloren hatte das sie sich nie gemeldet hatte und abgeblockt hatte wenn eine anrief.

Alles in ihrem Leben verlief normal.

Aber kann das Leben der Schwester der Jägerin normal sein?

Dawn wusste nicht wann es angefangen hatte so zu sein , vielleicht begann es an dem Tag an dem sie anfing sich selbst zu hassen.

In ihrem Körper spürte sie nur noch Leere .

Sie wollte fröhlich sein , dankbar für ihr Leben , aber es ging nicht.

Und so lebte sie. 24 Stunden am Tag. 60 Minuten pro Stunde. 60 Sekunden pro Minute.

Auf ein Tag folgte der nächste und wieder der nächste.

Dawn versuchte sich nichts anmerken zu lassen und ganz normal zu sein.

So normal es ging.

Sie hörte es im Obergestock klappern , Buffy war wahrscheinlich aufgestanden.

Dawn stellte die Schale mit den Erdbeeren in den Kühlschrank und flitzte schnell in ihr Zimmer.

~~~~~

Schule. Die Schulzeit war ein wichtiger Prozess im Leben eines Menschen .

In der Schule lernt man , soziale Kontakte zu knüpfen , man hat Freunde , lernt fleißig und baut sich so ein sicheres späteres Leben auf.

Außerdem entwickelt man schnell Gerechtigkeitssinn , die Lehrer sind ebenso wichtig in deinem Leben.

Wer irgendetwas verbrochen hatte , sei es nur einmal geschwänzt oder eine Zigarette geraucht zu haben wurde ins Büro des Direktors , Mr. Wood einem jungen dynamischen Menschen , geschickt.

Dort wurde einem erklärt , so könne man nicht weitermachen , man sah seine Schuld ein , und war wieder ein geachtetes Mitglied der Gesellschaft.

"Miss Summers." seufzte Mr. Wood auf als er Dawn , wie fast jeden Tag dieser Woche in seinem Büro erschien , sah.

Man konnte sie schon fast als ein Stück Fassade betrachten , so oft wartete sie vor seiner Tür.

" Miss Summers , was haben sie nun wieder gemacht?"

Dawn setzte sich und blickte den Direktor ernst an.

" Geschwänzt. Die ersten beiden Stunden Latein."

"Sind sie so gut in Latein , oder warum können sie es sich erlauben fast jede Stunde zu schwänzen?"

Dawn sah ihn an , als hätte sie gar nicht gehört was er gesagt hatte.

" Ich weiß nicht."

"Nun , sie sind alles andere als eine Musterschülerin. Wie ich hier sehe , Miss Summers , fallen sie dieses Jahr in 3 Kursen durch.

Wissen sie was das bedeutet?"

" Ja." antwortete Dawn mit fester Stimme.

"Was ist nur los mit ihnen? Sie sind noch jung , sie müssen sich nicht alle Zukunftschancen verbauen! Sie müssen sich jetzt entscheiden!"

Wood seufzte resigniert als sie keine Anstalten machte zu antworten.

"Sie können gehen. Melden sie sich bei Miss Summers , Miss Summers , sie wird ihnen vielleicht besser helfen können als ich."

Dawn stand auf und verließ das Büro.

Melden sie sich bei Miss Summers , Miss Summers.

Ironie .

Als würde er wirklich glauben das sie zu Buffy gehen würde , als ob Buffy ihr noch helfen könnte.

Sie müssen sich jetzt entscheiden!

Weitermachen.Aufhören.Weitermachen.Aufhören.Weitermachen.Aufhören.Weitermachen.Aufhören.

Dawn hatte das Schulgebäude hinter sich gelassen.

Sie steuerte auf das einzige Einkaufsgebäude an , das Sunnydale zu bieten hatte.

*Sunnydale Mall*

Dawn lief durch die Drogerien , was ihr gefiel steckte sie ein.

Lange schon hatte sie es sich abgewöhnt nervös dabei zu sein.

Früher hatte ihr das immer einen gewissen Kick verschafft , die Gewissheit das sie haben konnte was sie wollte , brauchte es sich nur zu nehmen.

Aber heute verspürte sie nichts.

Dafür hasste sie sich.

Sie hasste dafür das sie nichts mehr spürte . Nie.

Sie wusste , sie hatte es total gut , und trotzdem konnte sie nicht glücklich sein.

Sie war ein verlogenes , selbstsüchtiges Biest .

Während dieser Gedanken drang aus einem Geschäft leise Musik.

 

~

Playground school bell rings again
Rain clouds come to play again
has no one told you she's not breathing?
hello i'm your mind giving you someone to talk to

Hello

If i smile and don't believe
Soon i know i'll wake from this dream
don't try to fix me i'm not broken
Hello i'm the lie living for you so you can hide
don't cry

Suddenly i know i'm not sleeping
hello i'm still here
all that's left of yesterday

~

Dawn beschloss nach Hause zu gehen.

Nach Hause.

Der Weg von der Mall bis zum Haus der Summers , schien dahinzufliegen.

Und doch war Dawns Entschluss gefasst.

Als sie in ihrem Zimmer stand betrachtete sie es von allen Seiten , ein letztes Mal.

Ihre Poster , die sie früher so geliebt hatte.

Ihren Schreibtisch mit den Fotos von den Scoobies und ihr.

Sie war nicht mehr die gleiche wie vorher.

Würde es nie mehr sein.

Aus ihrer Tasche nahm sie eine Rasierklinge , die sie aus einer der Drogerien geklaut hatte.

Sie setzte an.

Ihr war klar das weh tun würde.

Und dann war alles vorbei.

~ It´s better to burn out than to fade away ~

  • Kurt Cobain

Epilogue

Wenn du anfängst zu glauben es sei die richtige Zeit dafür etwas zu ändern ist es zu spät.

Wenn du denkst alles liegt in deiner Hand und du kannst alles lenken denkst du falsch , denn du bist nicht mehr diejenige die alles kontrolliert.

Wenn du denkst du bist glücklich bist du es nicht.

Wenn du denkst das du lebst bist du tot...

 

FIN

~zurück~

 



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