lies

Lies My Parents Told Me

 

Tragedy

By

Jade

 

 

Disclaimer : Der Inhalt ist meins *meins, meins* !!!

 

Disclaimer I : Der Titel gehört zu einer Buffy Folge der jetzigen Staffel.

 

Disclaimer II : Der Song ist ‚Mother and Father’ von Madonna

 

Summary : Auf schmerzliche Weise begreift sie, dass ihre Eltern Lügner sind.

 

Part: 1/1

 

Note : Wer Action will, ist bei mir ja eh meistens an der falschen Adresse. *g*

 

Note #2 : Gebt mir Feeheeeeeheeeeeeeedback!!!!! @ dark.hailie.jade@freenet.de

 

 

 

There was a time I was happy in my life
There was time I believed I'd live forever
There was a time that I prayed to Jesus Christ
There was a time I had a mother it was nice



Hände voller Blut, das schon getrocknet ist, so läuft sie durch die Straßen. Ganz ohne Ziel. Sie läuft einfach, schon seit Stunden, aber wie lange genau weiß sie nicht. Sie fürchtet sich, denn die Sonne wird bald aufgehen, der neue Tag dämmert bereits. Es wird sie nicht umbringen, aber sie fürchtet die Menschen die mit Beginn des Tages aus ihren Häusern kommen. Sie könnten sie sehen.

Sie erträgt sie nicht mehr. Hasst sie alle. Jeden, egal wer es ist. Die menschliche Rasse allgemein. Es sind alles Lügner. Belügen ihre Familie, ihre Freunde, ihre ganzen Mitmenschen. Und vor allem sich selbst. Und sie, sie hat ihnen immer geglaubt. War selbst eine Lügnerin, weil sie es nicht besser wusste.

 

Sie ist aufgewachsen mit ihren Eltern, die sie immer geliebt hat und immer noch liebt. Ja, sie wollten ja nur das Beste für sie. Wussten es vielleicht selbst nicht besser. Sie ist groß geworden, eine erwachsene Frau und glaubte immer an die Werte und die Moral die ihr ihre Eltern beibrachten. Sie sollte immer höflich sein und nett. Zuvorkommend und ja nicht frech, schon gar nicht gegenüber ihren Lehrern, den Respektspersonen. Sie würde gerecht behandelt werden, wenn sie gerecht behandelt und als gleich anerkannt, wenn sie als gleich anerkennt. Ihre Taten würden immer auf sie zurück kommen und wenn sie wollte, dann könnte sie alles erreichen. Sie hatten es ihr mit so viel Enthusiasmus gelernt, als glaubten sie wirklich daran. Jeder sollte an irgendetwas glauben, sagten sie immer. Es sei wichtig an etwas wirklich zu glauben, denn das hilft einem über schlechte Zeiten hinweg. Deswegen hatte sie immer an ihre Eltern geglaubt und das was sie ihr beibrachten. So auch die Religion. Sie zweifelte nicht daran, dass es Gott gäbe und er für die Gerechtigkeit und Gleichheit die ihre Eltern ihr nahe legten sorgte. Es war keiner außerordentlich streng kirchliche Familie, ihre Mutter sagte auch immer, man kann glauben, nur für sich, ohne in die Kirche zu gehen. Wenn sie gewollt hätte, hätte sie zu den Predigten gehen können, aber sie hielt das was ihre Eltern taten für richtig und so ging sie nicht.

Sie wurde älter, wechselte die Schule, lernte mehr neue Menschen kennen, viele hatten andere Ansichten der Welt als sie, sie kannte das bis dahin nicht, hatte nie die Dinge die ihre Eltern ihr beigebracht hatten in Frage gestellt, aber sie hatte gelernt andere zu akzeptieren, so auch ihre Meinungen. Die Anderen sprachen von einer ungerechten Welt, dass alles verschworen wäre und man nur korrupt etwas erreichen würde. Sie erzählte wie sie es sah, wurde oft als naiv abgestempelt, von einigen nicht gemocht. Schließlich war sie nicht so von der Welt enttäuscht, sie hatte immer ein Lächeln für Jeden übrig. Gewann allem etwas positives ab, egal wie schwarz es schien. Damit kam sie weiter, hatte kaum Sorgen, mit sich und der Welt, doch sie wurde noch älter, kam in das ‚kritische Alter’, wie ihre Eltern es zu nennen pflegten.

Nach und nach fing sie an darunter zu leiden, dass sie auf Grund ihrer ihr gelehrten Weltanschauung von Altersgenossen nicht verstanden, nicht gemocht wurde. Sie glaubte doch, dass sie alle gleich waren, im Grunde, doch sie schienen ihr nicht gleich. Sie mochte den Gedanken nicht, dass sie an den Werten der Gleichheit und Gerechtigkeit zu zweifeln begann. Hatte ihren Eltern gegenüber ein gar schlechtes Gewissen, sie ging einmal in die Kirche um dem Gott an den sie noch immer glaubte zu beichten, dass sie sich nicht anerkannt und gerecht behandelt fühlte, und somit die Welt nicht mehr verstand. Sie sprach auch mit ihrer Mutter darüber, diese sagte es gäbe immer Menschen, die nicht verstehen würden, worum es beim Leben geht, die nicht freundlich zu anderen sind, weil sie sich selbst nicht mögen und dass das meistens daran liegen würde, dass deren Eltern ihnen nicht gut gelernt hätten was das Leben bedeutet. Das hatte sie verstanden. Denn es war ja ein Kreislauf, wenn einer nicht gelernt hatte, was sie gelernt hatte, dann lernte er es seinen Kindern auch nicht und diese ihren Kindern wiederum ebenfalls nicht. Mutter sagte auch, dass manche einen nicht mögen, weil sie einen nicht verstehen. Und weil es immer Leute geben würde, wie die an ihrer Schule, die sie nicht verstehen, würde sie auch nicht von allen anerkannt werden. Das waren dann die Menschen, die von ihren Eltern nicht gelehrt bekommen hatten, was wichtig sei. So ging es ihr wieder besser und ihre Mutter hatte ihr wieder etwas sehr wichtiges beigebracht. Sie glaubte wieder.

Und eines Tages lernte sie einen Jungen kennen, der zwei Stufen über ihr in der Schule war. Er war sehr attraktiv dachte sie schon beim ersten Mal als sie ihn sah und ihre Eltern hatten ihr ja auch beigebracht, dass sie alles erreichen könnte, was sie wollte. Sie dachte nicht, dass er sie abweisen würde, wenn sie einfach freundlich war, so wie sie es auch gesagt bekommen hatte. Sie sprach mit ihm und sie verstanden sich wirklich sehr gut. Er war freundlich und sagte was für ein wunderhübsches Lächeln sie doch hatte. Sie gingen oft zusammen weg und er brachte sie immer zum Lachen. Die Zeit mit ihm war sehr schön und sie vergaß wie allein sie immer gewesen war, weil die anderen ihrer Klasse sie nie verstanden. Er behandelte sie gut, er erkannte sie an und sie hatte erreicht was sie wollte, mit ihm zusammen sein zu können. So wurden sie mit der Zeit immer vertrauter und sie vergaß die Welt um sich herum. Ihre Eltern freuten sich auch sehr für sie, sie mochten ihn ebenfalls gern und fühlten sich noch mehr bestätigt, dass das was sie ihrer Tochter beigebracht hatten richtig gewesen war und der einzige Weg glücklich zu sein.

Sie und er gingen nicht so oft in der Schule zusammen, weil er meinte er bräuchte in der Schule die Zeit für seine Freunde, das verstand sie natürlich, denn sie wusste, das sie ihn liebte und wenn man liebte, so müsse man dem anderen vertrauen und ihm Zeit für sich lassen. Das hatte Mutter ihr gesagt, als sie ihn kennen gelernt hatte. Sie sah ihn oft mit seinen Freunden und mit anderen Mädchen, zu denen er auch sehr nett war. Das fand sie aber nicht schlimm, nein ganz im Gegenteil, sie fand es sehr schön, dass er so nett zu den anderen war und dass er sie ebenfalls anerkannte, so wie es sein sollte.

Sie war dann in der Schule wieder oft allein, da sie außer ihm immer noch niemand leiden mochte. Auch deswegen empfand sie ihn als so außergewöhnlich, weil er der einzige war, der die gleichen Dinge wie sie als richtig empfand. Gleichheit, Anerkennung und der Glaube an das.

Als sie eines Abends wieder zusammen waren, sagte sie ihm zum ersten mal, dass sie ihn lieben würde. Er war wohl sehr glücklich darüber und in dieser Nacht hatten sie miteinander geschlafen.

Auch davon hatte ihre Mutter ihr schon erzählt. Sie hatte gesagt, dass es mit jemandem sein müsse, den man wirklich liebt und da konnte sie sich niemand anders vorstellen, als ihn. Sie glaubte sie würden immer zusammen bleiben.

Er war sehr zärtlich und als er seinen Höhepunkt erreichte sagte er ihr ebenfalls, dass er sie liebte. Am nächsten Tag erzählte sie es auch sofort ihrer Mutter, die es sehr schön fand, dass sie sich ihm hingegeben hatte. Sie mochte ihn ja auch, selbst hatte sie es ebenfalls gelernt alle Menschen gleich zu behandeln und anzuerkennen.

In der Schule war sie aber immer noch allein, denn er war ja bei seinen Freunden und obwohl er sagte, er würde sie wieder anrufen, tat er es eine ganze Zeit nicht. Sie vermisste ihn sehr und überlegte was er für einen Grund hatte, vielleicht hatte er nur viel Schularbeiten auf. In der Schule sah sie ihn kaum noch. Und wenn, dann war immer eine seiner Freundinnen an seiner Seite. Sie versuchte Blickkontakt mit ihm aufzunehmen und ihm wieder eines ihrer ‚wunderhübschen’ Lächeln zu schenken, damit er wusste, dass sie an ihn dachte, ihn vermisste, ihn noch immer über alles liebte und hoffte er würde bald anrufen. Doch er sah sie nie an.

So ging es eine ganze Zeit und sie vermisste ihn so stark, dass sie wieder mit ihrer Mutter reden musste. Sie sagte ihr, sie dürfe sich nicht zu viele Sorgen machen, er hatte wirklich nur viel zu tun sicher. Er hatte sich ihr ja schließlich auch hingegeben und ihr dabei gesagt dass er sie liebte.

Das gab ihr wieder Mut und so wartete sie weiter darauf, dass er sie anrief. Sie hatte ja immer allem etwas positives ab gewonnen, so sagte sie sich jetzt, dass er durch die ganze Zeit die er von ihr getrennt war nur ihr Band der Liebe testen wollte und sie würde nicht aufhören ihn zu lieben, also würde sein Test erfolgreich sein und er könnte sich sicher sein, sie würde auf ewig ihm gebühren.

Und dann, eines Abends, rief er sie auch wieder an. Sie war sehr froh und wollte ihm berichten wie sehr sie ihn vermisste, doch er unterbrach sie. Er klang sehr ernst, brachte sie gar nicht zum Lachen so wie sonst. Er sagte ihr, dass er sie nicht mehr sehen wollte. Aber sie konnte ihm nicht glauben. Er hatte ihr gesagt das er sie liebt und er hatte auch mit ihr geschlafen, er musste sie doch genauso vermisst haben. Als sie ihm das sagte, lachte er, doch sie verstand das nicht. Er meinte er wäre die ganze Zeit nur mit ihr zusammen gewesen, weil er einmal mit ihr Sex haben wollte, mehr war da nicht und er sagte, dass sein ‚Ich liebe dich’ beim Höhepunkt nicht ernst gemeint war, er war nur so erregt gewesen. Dann legte er auf.

Sie weinte ganz bitterlich und zum ersten Mal in ihrem Leben ging sie in einer solch bitteren Situation nicht zu ihrer Mutter.

 

Sie sieht auf das Blut an ihren Händen. Es ist schon so trocken, dass es abblättert. Die Sonne ist jetzt fast vollkommen aufgegangen und ihr Gesicht ist wieder tränennass. Unbewusst war sie wieder zu ihrem Haus zurück gelaufen. Ihre Eltern schlafen sicher noch, sie müssen ja heut nicht arbeiten, weil es Sonntag ist. Sie nimmt ihnen nicht übel dass sie auch verdammte Lügner sind, sie können nichts dafür, denn es wurde ihnen so beigebracht wie ihr, nur sie hat jetzt begriffen dass es nur Lügen sind. Ihre Eltern werden es vielleicht nie begreifen. Sie beneidet die anderen Menschen aus ihrer Schule, die sie nicht leiden können, weil sie sie angeblich nicht verstehen. Nein, sie haben ja Recht, sie beneidet sie, weil sie nicht mit diesen Lügen aufwachsen mussten. Weil sie nicht so erzogen wurden und nicht so verletzt werden können, wie sie es wurde.

Sie geht in ihr Zimmer, ganz leise um ihre Eltern ja nicht aufzuwecken. Sie sollen ihren ruhigen Schlaf noch haben. Und dann legt sie sich einfach ins Bett. In die Frische Bettwäsche, dass Blut ist ja schon so trocken, dass es von ihren Händen und auch von ihren Kleidern nicht mehr abfärben kann.

Sie sieht noch einmal das Bild von ihm an das auf ihrem Nachttisch steht. Eigentlich kann sie ihm ja dankbar sein, denn er hat sie aus diesem Traum erweckt, dass die Welt wirklich so schön ist, wie ihre Eltern es ihr beigebracht hatten. Auch wenn dieser Traum so schön war! Dann schließt sie die Augen und schläft ein.

 

Sie läuft die Straße entlang, es ist dunkel und sie weint noch immer so bitterlich. Sie kann nicht aufhören, es geht einfach nicht. Dann kommt sie an dem Haus an, sie kennt es gut, sie war oft hier. Aber dieses mal klingelte sie nicht, nein, sie geht einfach zur Tür herein, denn sie weiß das der Schlüssel unter der Engelsfigur auf dem Fensterbrett liegt. Im Wohnzimmer liegt er mit der Einen seiner Freundinnen, und sie küssen sich wild auf dem Sofa. Sie bemerken sie gar nicht, erst als sie ihnen das Küchenmesser mehrmals in den Rücken sticht.

 

 

There was a time I was happy in my life
There was time I believed I'd live forever
There was a time that I prayed to Jesus Christ
There was a time I had a mother it was nice

Nobody else would ever take the place of you
Nobody else could do the things that you could do
No one else I guess could hurt me like you did
I didn't understand I was just a kid


Oh mother why aren't you here with me
No one else saw the things that you could see
I'm trying hard to dry my tears
Yes father you know I'm not so free

I got to give it up
Find someone to love me
I got to let it go
Find someone that I can care for

There was a time I was happy in my life
There was time I believed I'd live forever
There was a time that I prayed to Jesus Christ
There was a time I had a mother it was nice

 

 

+FIN+



Kostenlose Homepage von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!