heavenlycreatures

Heavenly Creatures

Autor: ich *g* nein , miyu war die übeltäterin Summary: Nun ja , steht im prolog hä hä *das eigentlich nicht lustig findet*Disclaimer: alle personen gehören mir

~*Prolog*~~~~~Ich möchte euch eine Geschichte erzählen. Eine Geschichte über ein Mädchen und einen Jungen , die unterschiedlicher nicht hätten sein können .

Zwei junge Menschen die in verschiedenen Welten lebten. Zwei , die wie Feuer und Wasser waren.

Eine moderne Romeo und Julia Geschichte?

Vielleicht. Nicht zuletzt ist es auch eine Geschichte über Freundschaft- eine wunderschöne Freundschaft .Eine Geschichte die beweist das Freundschaften auch Leben und Liebe zerstören können .

Ich muss erzählen , wie es wirklich war.

Das bin ich ihr schuldig.

Nicht zuletzt habe auch ich eine tragende Rolle in dieser Geschichte – vielleicht , wenn ich nicht dagewesen wäre , wäre alles nicht so gekommen , wie es kam . Unsere Welt wäre noch heil.

Sie wäre glücklich. Das ist doch alles was ich mir immer gewünscht habe. Das sie glücklich war.

Aber ich wollte das sie mit mir glücklich war. Nur mit mir.

 

Chapter one~~Heile Welt

Alle Märchen fangen mit " Es war einmal ..." an.

Also möchte ich auch hier damit beginnen. Denn Märchen sind schöne Erinnerungen . Nichts anderes.

So ist es auch mit dieser Geschichte...eine Erinnerung an etwas was nie wieder so sein wird wie es war.

Es waren einmal zwei kleine Mädchen....

Seit ich denken kann waren Miranda und ich beste Freundinnen.

Unsere Eltern kannten sich aus der Nachbarschaft und so lernten wir uns schon als Babys kennen. Miranda und ich gingen zusammen in die Kinderkrippe , in den Kindergarten , waren nachmittags immer zusammen und schliefen so oft beieinander das man mich bei ihr und sie bei mir schon als festes Familienmitglied anerkannte. In unserem Familienfotoalbum war sie auf fast jedem Bild drauf und andersrum war es genauso.

Wir wurden zusammen eingeschult , feierten unsere Kommunion gemeinsam und verbrachten auch oft Weihnachten gemeinsam.

So verbrachten wir jede freie Minute zu zweit. Wir zwei waren am meisten bei ihr. Ich war so gerne bei ihr zu Hause , das ich mir manchmal wünschte ich würde dort wohnen. Ihr Zimmer war wunderschön eingerichtet. Sie besaß ein richtiges riesiges Himmelbett in rosa , wo riesenviele Plüschtiere und Puppen draufsaßen.

Ihr Zimmer sah wirklich aus wie das einer Prinzessin. Blümchentapete klebte an den Wänden und in der einen Ecke war ihr Schrank. Ein riesiger Schrank , denn sie hatte total viel Kleider. Ihr Zimmer war wirklich schön. Und es veränderte sich nicht , auch wo wir älter waren erinnerte es immer noch an das einer kleinen Prinzessin. Dort waren wir fast jeden Tag. Sie lag auf ihrem Bett und alberte mit ihren Plüschtieren herum , während ich an ihrem Schreibtisch saß und ihr dabei zusah.

An dem gleichen Schreibtisch machten wir zusammen Hausaufgaben und auf ihrem Bett erzählten wir uns alle unsere Kleinmädchengeheimnisse , die immer ernster wurden , je älter wir wurden.

Wir erzählten uns alles – wirklich alles und so kannte die eine die andere besser als sich selbst. Ich liebte Miranda mehr als meine Eltern, meine Geschwister oder irgendwelche Bekannte , sie war der wichtigste Mensch in meinem Leben. Und ich hoffte das es bei ihr genauso war.

Miranda war schon immer sehr beliebt und viele Kinder wollten immer mit ihr spielen und ihre Freunde sein, das war schon im Kindergarten so.

Ich war oft eifersüchtig, das darf man jetzt nicht mit Neid verwechseln ich war nie neidisch auf sie ich wollte sie nur immer ganz für mich haben. Ich wollte keine andere Freundin als sie. Und Miranda ließ mich nie allein , sie war immer bei mir und so wuchs meine Liebe zu ihr von Tag zu Tag. Manchmal wenn wir nebeneinander auf ihrem Bett lagen und uns Geheimnisse erzählten oder einfach plauderten wünschte ich mir das diese Zeit nie vorbeigehen würde, das wir immer so daliegen würden und erzählten . Ich sah sie durch eine rosarote Brille. Ich sah nie ihre Schwächen. Sie hatte bestimmt welche aber selbst wenn man mich heute fragen würde , mir würden keine einfallen.

Miranda wurde von ihren Eltern wie ein kleines Prinzeßchen erzogen , sie achteten aber gleichzeitig darauf das sie nicht eingebildet wurde . Und das war sie nicht , das war sie ganz und gar nicht. Sie war zu jedem nett gewesen obwohl andere Mädchen in ihrer Situation sicherlich arrogant geworden wären.

Miranda war schon als kleines Mädchen außergewöhnlich schön gewesen.

Für mich war sie immer die Schönste und wird sie immer bleiben.

Mit ihren mandelförmigen , grünen Augen die immer fragend dreinschauten die nie genug wissen konnten , die einem durch die Seele zu blicken schienen.

Sie hatte schwarze Locken , pechschwarze.

Und ihre Haut war blaß , sehr blaß , ein richtiges Schneewittchen.

Ich fühlte mich nie benachteiligt da sich nicht so schön war wie sie, sicher viele sagten mir ich sei sehr hübsch , aber das interessierte mich nicht.

Miranda war immer mein ganzer Stolz gewesen und ich fühlte mich auch verantwortlich für sie, was aber nicht heißt da sich ihr überall nachgelaufen bin.

In der Schule saßen wir immer nebeneinander die ganzen Jahre lang

und wir laberten die ganze Zeit in der Stunde.

Was mich sehr an ihr faszinierte war , das auch wenn wir quatschten und ein Lehrer uns unterbrach und ihr eine Frage stellte, die sie hätte eigentlich nicht wissen dürfen , da wir ja geredet hatten ,sie immer die richtige Antwort wußte.

Ich fragte sie einmal wie sie das machte, da lächelte sie nur geheimnisvoll und sagte sie sei halt eine Göttin und Göttinnen könnten so was . Danach zog sie eine Grimasse und tat so als wäre sie ein furchtbar zorniger Gott und wir mussten furchtbar lachen. Wir lachten viel.

Und , ich kann es mir kaum vorstellen , aber wenn sie lachte war sie noch viel schöner als wenn sie nicht lachte.

Ihr Lachen war wunderbar. So melodisch und klar. Ihr Lachen steckte mich immer an .Wenn ich ihr Lachen hörte waren all meine Sorgen wie weggeblasen.

Miranda und ich waren aber immer füreinander da. Wie zum Beispiel in der Schule.

In der Schule half jede der anderen in den Fächern in denen sie nicht so gut war. Ich half ihr in Mathe und Physik , dafür unterstützte sie mich in Geschichte und Latein.

Miranda wußte unheimlich viel über Geschichte. Sie las in ihrer Freizeit oft Bücher über französische und deutsche Geschichte.

Ich war manchmal echt überrascht wenn sie Einzelheiten über bestimmte geschichtliche Ereignisse wußte von denen ich noch nie was gehört hatte.

Dafür schaute sie mir immer fasziniert über die Schulter wenn ich bei ihr war und ihr die Mathehausaufgaben erklärte.

Miranda sagte immer das Zahlen für sie wie Chinesisch vorkamen.

Und die Formeln wie von einem anderen Stern.

Aber die Schule war für uns eigentlich nicht so wichtig. Wir warne beide so im Durchschnitt und das reichte.

Wir interessierten uns auch nicht sonderlich für Jungs , jedenfalls war das in den ersten Schuljahren so.

Als wir eingeschult waren , waren Jungs für uns , na ja wie soll ich es sagen ..unwichtig.

Aber wir waren nicht unwichtig für sie. Miranda hatte viel Verehrer ,

und auch ich war nicht unbeliebt bei ihnen , aber wir interessierten uns nicht für sie.

Für uns waren sie gut um über sie zu lästern und über sie zu lachen aber sonst nichts weiter.

Bei mir blieb das so , auch als wir in die höheren Klassen kamen , Miranda dagegen kokettierte schon früh , und die Jungs konnten sich vor Bewunderung für sie nicht halten. Sie hatte viel Freunde gehabt . Ich hatte dann immer da Gefühl ich würde platzen vor Eifersucht , wenn sie vor mir von ihrer neuen Flamme schwärmte.

Ein Glück hielten ihre Beziehungen nie lange , so hatte ich sie dann immer für mich. Wie gesagt wir waren beste Freundinnen und verbrachten jede freie Minute zusammen und wäre es nach mir gegangen wäre es immer so geblieben. Ich liebte sie noch genau wie früher wo wir noch kleine Kinder waren. Wir waren unzertrennlich bis wir in die 10. Klasse kamen. Aber Miranda entfernte sich langsam von mir , so schien es .

Vielleicht war es ihr zuviel das wir immer zusammen waren und sie keine anderen treffen konnte , vielleicht. Ich liebte sie so sehr da sich immer wütend war wenn sie mit anderen redete und mit ihnen lachte.

Das versetzte mir immer einen Stich. Ich wollte das sie nur mit mir lachte.

Aber ich glaube , ein anderer Grund dafür war , das sie erwachsen wurde und sich von ihrer Kindheit trennen wollte. Ich war nun mal ein Teil davon . Sie war auch ein Teil meiner Kindheit , doch im Gegensatz zu ihr wollte ich mich nicht von ihr trennen.

Sie wollte sich weiterentwickeln und das ging wohl nicht wenn wir immer zusammen waren und ich sie in unserer Kindheit festhielt.

Das tat ich , denn unsere Kindheit war wunderschön und ich wollte sie immer in Erinnerung behalten.

Und sie nicht vergessen.

Sie wollte nicht mehr das wir immer zusammen waren, da sagte sie nie aber ich merkte es. Sie kam später zu mir und ging früher. Wir waren nun öfter bei mir als bei ihr. Sie sagte sie mochte ihr Zimmer nicht mehr , aber ihre Eltern wollten das es so bliebe wie es war. Anscheinend wollten auch sie das Miranda immer ein junges , unbeschwertes Ding blieb . Ich verstand das nicht. Ich mochte ihr Zimmer.

Ich verstand vieles was sie betraf nicht mehr.

Miranda hatte jetzt auch neue Freunde , Freunde die ich nicht kannte und traf sich mit ihnen. Wir waren immer noch oft zusammen aber sie erzählte mir nicht mehr alles und wir übernachteten nicht mehr so oft beieinander. Je stärker ich versuchte sie an mich zu binden , desto stärker versuchte sie sich von mir zu trennen .

Dann eines Tages , bekamen wir einen neuen Schüler.

Und sie entglitt mir endgültig...

 

Chapter two~~~Changes Ich erinnere mich an diesen Tag als wäre er gestern gewesen , dabei ist er schon so viele Jahre her.

Ist das nicht komisch?

An so vieles kann ich mich nicht erinnern , aber an diesen Tag erinnere ich mich noch genau.

Er hat sich sozusagen in mein Gedächtnis eingebrannt.

Merkwürdiger Vergleich .

Es war ein wunderschöner Morgen .

Ich holte Miranda wie jeden Tag von zu Hause ab und wir gingen zusammen in die Schule.

Sie war sehr gut gelaunt und wir redeten über alles was uns gerade so beschäftigte.

Miranda berichtete von das sie am vorigen Tag mit ihrem Freund Schluss gemacht hatte.

Sie sprach davon als wer es die selbstverständlichste Sache der Welt.

Ich , die ich noch nie einen Freund hatte , fand das ziemlich erschreckend wie sie über ihre Ex-Freunde redete .

So salopp und lieblos. Ich wußte dass das nicht ihre wahren Gefühle sein konnten , ich las es in ihren Augen .

Die Trauer. Dieser Schleier, der ihre schönen Augen verdunkelte ,

der Schleier der lange Zeit nicht mehr vorbeizog .

Ich fragte mich wieso Miranda vor mir so tat als ob alles okay wäre , warum sie mir nicht erzählte warum sie Schluss gemacht hatte , warum sie mir nicht erzählte weshalb sie so traurig war .

Aber ich fragte nicht . Ich wußte sie hätte es mir nicht erzählt.

Über ernsthafte Dinge , die sie betrafen redeten wir nicht mehr.

Und , als ob es schon immer so gewesen wäre ,

akzeptierte ich es.

Ich hatte keine großen Geheimnisse die ich ihr anvertrauen hätte können , aber hätte ich welche gehabt ich hätte ihr alles erzählt.

Nur eines sagte ich ihr nie. Das ich sie liebte.

Miranda wechselte das Thema und wir redeten über unsere Hausaufgaben.

Wir gingen an der Schwimmhalle vorbei , die vor unserer Schule lag.

Dort hingen immer die Oberstufenschüler ab.

Miranda war auch oft da , aber immer nur wenn sie eine Freistunde und ich Unterricht hatte , oder wenn ich schnell nach Hause musste. Sie ließ mich nie allein.

Ich hätte mich auch zu ihnen setzen können ,

aber dort fühlte ich mich nicht wohl .

Miranda hatte mich einmal dort hingeschleppt und mir ihre neuen Freunde vorgestellt.

Als sie merkte das ich dort nicht hinpassen würde , und ihre Freunde mich nicht sonderlich mochten , weil ich zu ruhig war ,

sprach sie nie wieder von ihnen und ich sah sie nie wieder dort sitzen wenn ich da war. Aber ich wußte das Miranda war.

Oft. Als wir an der Schwimmhalle vorbeigingen saßen ein paar ihrer Freunde da .

Sie winkte nur kurz und sie winkten zurück , aber ich sah wie gern sie sich zu ihnen gesetzt hätte.

Warum habe ich ihr damals nicht gesagt , das doch zu ihnen gehen könnte wenn sie wolle ? Ich weiß es nicht. Ich wollte ja das sie bei mir war. Ich hätte , glaube ich ein besseres Verhältnis zu ihr gehabt hätte ich losgelassen. Aber ich konnte nicht .

Und sie war an unser Versprechen gebunden , das wir uns als Kinder gegeben hatten , nämlich das wir immer beste Freundinnen blieben und uns nicht allein ließen.

Miranda fühlte sich wahrscheinlich auch verantwortlich für mich und fühlte sich gezwungen bei mir zu sein.

Ich glaube nicht das sie mich dafür gehasst hat , aber es trug seinen Teil dazu bei , das wir uns immer mehr voneinander entfernten.

Oder besser , das sie sich von mir entfernte. Doch ich hatte keine Zeit mir weiter darüber Gedanken zu machen .

Wir waren an der Schule angekommen. Wir stiegen die weiten Treppen bis zu unserem Chemie - Raum hoch und setzten uns an unsere Plätze.

Miranda band ihre langen schwarzen , glänzenden Haare zu einem losen Pferdeschwanz , da wir beim Experimentieren unser Haar nicht offen tragen durften.

Wir setzten uns gerade hin.

Das war keine Pflicht , aber unsere Eltern hatten uns das immer wieder eingebleut.

Es passte zu Mirandas vornehmer Kleidung.

Ihre Eltern sorgten dafür das sie nie so rumlief wie einige an unsere Schule und aus unsere Klassenstufe , von denen nicht wenige mit Miranda befreundet waren. Hätten ihre Eltern gewusst , mit was für Leuten sie sich traf , hätten sie ihr den Umgang mit ihnen verboten.

So ging sie immer heimlich zur Schwimmhalle und sagte ihren Eltern das sie bei mir war.

Und ich half ihr beim Lügen , auch wenn ich es nicht gut fand , was ich ihr auch sagte.

Aber nach ein paar geschickt gewählten Argumenten war ich immer bereit ihr zu helfen.

Nicht zuletzt war ich nicht unbedingt dafür ,

weil ich eifersüchtig war, das es Miranda so wichtig war zur Schwimmhalle zu gehen.

Nach und nach füllte sich das Klassenzimmer und fast alle Mädchen setzten sich in unsere Nähe und versuchten Mirandas Aufmerksamkeit zu erregen. Sie war für viel Mädchen ein Vorbild .

Ein Vorbild in Benehmen , Aussehen und Klasse .

Doch Miranda schaute mit ihrem Blick , diesem unheimlich gelangweilten , genervten Blick , den sie in letzter Zeit immer hatte und der ihre schönen Augen verdunkelte.

Ihre schönen Augen verdunkelte...

Auch ich versuchte krampfhaft ein unbeschwertes Gespräch zustande zu bringen.

Sonst schaffte ich es meistens sie von ihrer schlechten Laune abzubringen aber dieses Mal wollte es mir nicht gelingen.

Außer einem gelangweiltem Seufzer bekam ich nichts aus ihr heraus.

Also wandte ich mich meinen Chemie - Sachen zu , die ich ordnete , meine Hausaufgaben rauslegte und dann die anderen aus meiner Klasse beobachtete.

Die Tür zum Raum ging wieder auf und Jenny Pever schritt herein.

Als Miranda sie sah , hob sie ihren Kopf und nickte ihr lächelnd zu.

Auch Jenny nickte zurück und lächelte.

Jenny war wirklich hübsch. Sie hatte lange blonde Locken und einen einfach sinnlichen Schmollmund .

Das hatten schon viel Jungs gesagt.

Sie hatte einen aristokratischen Touch und wirkte trotzdem endlos cool. Vielleicht war ich auch recht hübsch ,

aber ich bekam nie so einen Ausdruck reiner Coolness hin ,

woraufhin mich viele für ein schüchternes und langweiliges Mädchen hielten.

Auch sie war immer an der Schwimmhalle , dort hatten sich die beiden kennengelernt und waren nun sehr gute Freundinnen.

Ich wendete meinen Blick und sah nun Ramona an.

Sie war ein ruhiges Mädchen , sehr gut in der Schule und riesen schüchtern.

Sie hatte schon oft versucht mit mir Freundschaft zu schließen ,

aber als sie bemerkte das Miranda und ich

unzertrennlich waren gab sie es auf.

Ich erinnere mich noch als sie mich einmal fragte

ob ich nicht sähe das Miranda mich nur ausnutzen würde und mich eigentlich gar nicht mochte.

Da bekam ich eine riesige Wut auf sie.

Ich ließ mir nichts anmerken , aber sie stieg wie heiße Lava in mir hinauf.

Miranda nutzte mich nicht aus , auch wenn es manchen so schien.

Aber diese Leute verstanden uns nicht.

Sie war doch immer bei mir.

Verzichtete darauf zu ihren Freunden zu gehen , zu denen sie einen besseren Draht hatte , um bei mir zu sein.

Wir verstanden uns noch immer , auch wenn bei Weitem nicht mehr so gut wie früher. Sicher es war auch die Erinnerung an unsere frühere Freundschaft die sie dazu veranließ bei mir zu sein .

Sie versuchte auch nie mich mit anderen Leuten zu

verkuppeln und mir neue Freunde anzudrehen , so das sie zu den anderen gehen konnte.

Ich kann unsere Beziehung nicht in Worte fassen ,

Außenstehende können das einfach nicht verstehen was uns verband!

~~~~~~~~~

Mein Augen schweiften ab zu einem von Mirandas vielen Bewunderern der sie mit glänzenden Augen betrachtete.

Wenn er gewusst hätte was für einen Verbrauch von Freunden Miranda hatte...

Endlich kam unsere Lehrerin und der Gong zu 1. Stunde ertönte.

Ein Laut der allen durch Mark und Bein ging dann aber

zu einem leisen Röcheln abfiel.

Ich sah wie Miranda gelangweilt auf den Tisch schaute und

gleich einzuschlafen schien.

Ich fragte mich wie lange sie gestern nacht mit Jenny telefoniert hatte.

Es versetzte mir einen kleinen Stich das nicht ich diejenige war ,

mit der sie die Nacht durchquatschte , so wie früher.

Merkwürdigerweise fing unsere Chemielehrerin nicht

wie sonst gleich mit dem Unterricht an , sondern starrte

immer wieder zur Tür und wieder in ihr Klassenbuch dann

wieder zur Tür und wieder ins Buch , als ob sie etwas suchen würde oder etwas erwartete das durch die Tür kommen sollte.

>Vielleicht ein neuer Schüler?<

Dieser Gedanke erschien mir einzig logisch und ich sollte recht behalten.

Nach ungefähr 5 Minuten nervösen Wartens öffnete jemand die Tür ohne vorher zu klopfen und kam herein.

Ein Junge in unserem Alter erschien.

Er hatte kurze dunkelbraune Haare , die etwas gelockt waren und ein kleines Bärtchen am Kinn.

( anm. weiß nich wie ich das beschreiben soll...)

Er trug eine Jeansjacke und eine Hose die ihm zu groß war.

Über der Schulter hatte er seinen Rucksack gehängt und er hörte Discman. Laut.

Ich fand ihn ziemlich unhöflich schon weil er ohne zu klopfen eingetreten war und er sah nicht sehr ordentlich aus.

Ich wollte meine Meinung Miranda kundtun ,

aber da sah ich wie ihre Augen aufleuchteten als sie ihn sah.

Der Schleier der seit Monaten ihre Augen verdunkelte war wie weggeblasen .

Ihr Blick schien auch nicht mehr gelangweilt sondern sehr interessiert.

Sie setzte sich gerade hin und ein nervöses Lächeln trat auf ihre Lippen.

Die Lehrerin machte den Mund auf und sagte: Fortsetzung folgt.

Ok , es hat wirklich lange gedauert aber das neue ist Kapitel da!

 

Chapter three~~~ Auf das ihr nicht gerichtet werdet" Nun , endlich bist du nachgekommen.

Hast du den Weg zum Raum nicht gefunden?"

Die Lehrerin schaute ihn ehrlich interessiert an ,

bereit ihm zu helfen wenn er sich nicht zurechtfand.

Aber er schaute sie nur an , als hätte er sie nicht verstanden ,

( was er auch nicht tat , er hörte ja Discman.)

Er schaute sie nur unendlich gelangweilt an und setzte sich auf einen freien Platz hinten links.

Er schaute genauso wie Miranda es immer in letzter Zeit zu tun pflegte , was ich sehr komisch fand.

" Also ...- die Lehrerin schaute im Klassenbuch nach wie er hieß-..ahh....Seth. Willst du uns nicht etwas über dich erzählen?

Erzähl der Klasse doch wo du herkommst und was du gern machst und tja ...stell dich einfach vor!

Ich möchte gern etwas über dich erfahren!"

Die Lehrerin sah ihn erwartungsvoll an.

Mir schien , als vergingen Stunden in denen er einfach nur dasaß und sie verständnislos ansah .

Dann endlich , es mussten nur wenige Minuten vergangen sein ,

erhob er sich und sagte mit einer tiefen und gelangweilten Stimme:

" Mein Name ist Seth und alles was sie über mich wissen müssen steht in der Schul-Akte."

" Ja ... willst du uns sonst nichts erzählen? Hm??"

Statt ihr zu antworten setzte er sich wieder hin und schaute sie an.

" Na dann fangen wir jetzt mit dem Unterricht an."

Sie bedachte ihn noch mit einem Blick der besagte

das sie ihn in nächster Zeit auf dem Kieker haben würde aufgrund seiner Unhöflichkeit , aber entweder er bekam es nicht mit oder ihm war es egal , jedenfalls schaute er an ihr vorbei ohne irgendeine Gefühlsregung.

Ich versuchte Miranda anzusprechen , aber sie schaute gebannt auf , der sich nicht einmal die Mühe machte zuzuhören.

Ich stupste sie leicht an und sie schrak herum , fast als wäre sie bei etwas ertappt worden.

 

Nervös strich sie sich eine Locke aus dem Gesicht.

Ich hatte schon oft erlebt das Mirandas Stimmung von einer Sekunde auf die andere umschlagen konnte , aber so nervös wie an diesem Tag hatte ich sie lang nicht mehr erlebt.

Ich hätte es gleich sehen müssen.

Nein , ich habe es gleich gesehen. Ich wollte es nur nicht wahrhaben

Das ist alles. So war es wirklich.

Als die Schulklingel das Ende der letzten Stunde ankündigte ,

war Seth bereits ein vollwertiges Mitglied der Schwimmhallen-Clique unserer Klasse.

In der großen Pause hatten sie ihn angesprochen ,

mitgenommen und anscheinend verstand er sich prächtig dort und wurde schnell akzeptiert.

Ich hatte Miranda erzählt wie ich ihn fand aber sie hörte mir nicht zu.

Sie sah mich an und nickte manchmal scheinbar interessiert mit dem Kopf aber ich sah wie ihr Blicke öfters wegglitten ,

sie ihn kurz ansah und dann wieder versuchte mir zuzuhören

und sich keine Gefühlsregung anmerken zu lassen.

Nur als ich einmal seinen Namen erwähnte durchzuckte

ein Blitz ihre Augen und sie wandte sich mir wirklich zu.

In der Stunde fragte sie mich woher er wohl kommen würde

und was seine Hobbys wären .

Ich sah sie verständnislos an . Sonst passte sie in der Stunde doch auch auf und quatschte nicht , jedenfalls schien es mir so.

Ich wusste ja nicht woran sie so in der Stunde dachte wenn sie nicht zuhörte.

Sie war verliebt , das war klar. Und obwohl sie so schön war schien Seth kein Interesse an ihr zu haben.

Er redete mit ihr in der Pause oder auf dem Platz vor der Schwimmhalle , wo Miranda jetzt auch in den Pausen und

nach der Schule war.

Anscheinend war es ihr jetzt egal , ob ich allein war ,

oder ob sie jemand dort sah oder so.

Anscheinend war ihr alles egal. Sie träumte in der Stunde vor sich hin und ich erwischte sie mehr als einmal dabei wie sie ihn anlächelte wenn er nicht hinsah. Miranda lächelte ihn auch an wenn er hinsah ,

er lächelte auch zurück ,

aber obgleich sie wohl eindeutige Annäherungsversuche startete ,

ging er nicht darauf ein.

Das fand ich merkwürdig.

Sie hätte doch jeden Jungen haben können.

Und er sah nicht mal besonders gut aus.

Recht ungepflegt und unrasiert war er.

Ich verstand absolut nicht was sie an ihm fand.

Vielleicht wollte ich es auch nicht verstehen , denn die Eifersucht zerstach mein Herz.

Nie hatte ich solch einen Schmerz gespürt. Als ob etwas für immer fehlen würde.

Ich wußte , Miranda war nun für immer für mich verloren.

Sie gab sich nun nicht mehr die Mühe immer bei mir zu sein.

Immer öfter erfand sie Ausreden wenn sie bei mir war ,

das sie früher los musste oder überhaupt nicht konnte um zur Schwimmhalle zu gehen.

Ich wollte sie gern darauf ansprechen , tat es aber nie , denn ich dachte sie würde abweisend reagieren oder überhaupt nicht.

Immer öfter war ich allein und sah mir unsere alten Fotos an.

Damals , als wir noch unzertrennlich waren .

Als die Welt noch in Ordnung war. Wie sehr hatte sie sich für uns verändert. Wie sehr hatte sich Miranda verändert!

Die Einzige die immer noch an den alten Zeiten festhielt , war ich.

Die Einzige die sich nicht veränderte war ich.

Und eines Nachmittages wurde mir klar , das ich so nicht mehr weitermachen wollte.

Ich wollte nicht mehr so sein. Ich wollte so sein ,

das Miranda und ich wieder zusammen waren.

Immer und für immer. Ich wusste nicht was ich dafür tun sollte.

Ich ging in das Badezimmer und sah mich an.

Die langen blonden Haare ordentlich zu einem Zopf gebändigt.

Siehst du? Es regnet flüssiges Gold! Da noch eine!- Kinder hört auf , wir sind hier nicht beim Spielplatz!-

Aber es regnet Gold! Siehst du?

Meine weißen Arme. Mein Gesicht , das rot vom vielen weinen war.

Tränen die mir noch hinunterliefen.

Ich betrachtete mich und fand mich abstoßend.

Ich musste etwas tun.

Ich löste meinen Zopf. Das Haar ringelte sich in Wellen um meinen Oberkörper fast bis zur Hüfte.

 

Du hast so schönes Haar! Ich wünschte ich hätte solches Haar wie du! Schau nur , wenn ich hineinfasse ist es glatt und passt sich meiner Hand an ,und es sieht aus wie Gold! Wie flüssiges Gold!Hast dus gesehn?? Hast dus gesehn??

Ich musste lächeln. Vielleicht war es das , was getan werden musste.

Ich hörte zwei Mädchen lachen. Fröhlich . Unbeschwert.

Meine Hand verselbstständigte sich und griff nach der Schere , die auf der Anrichte lag. Sie führte sie an mein Haare und schnitt.

Erst eine Strähne , dann noch eine . Es folgte eine weitere.

Es regnete flüssiges Gold.....

Siehst du! Überall Gold ,überall!Der ganze Boden glänzt! Gib mir etwas davon , als Beweis unserer ewigen Freundschaft!~~~~~~~~

Ich höre heute noch meine Mutter schreien als sie meine kurzen Haare sah. Sie schrie als ob jemand gestorben wäre.

Beim Friseur wurde mir eine Kurzhaarfrisur verpasst und

die gleiche Friseuse die früher immer zu mir sagte das mein Haar außergewöhnlich war , versicherte mir nun das ich jetzt ,

mit kurzen Haaren viel besser aussah.

Nachdem sie abgeschnitten waren fühlte ich mich irgendwie besser.

Mein Haar ging mir nun nur noch bis zum Kinn.

Miranda machte große Augen als sie mich so in der Schule sah.

Sie fragte mich ob alles in Ordnung sei und ich freute mich ,das ich ihr wohl doch nicht ganz egal war.

Sie versprach mit mir neue Frisuren auszuprobieren und zog es in Erwägung sich auch die Haare abschneiden zu lassen.

Ich wußte zwar das sie es tun wollte um Seth zu imponieren ,

trotzdem war ich froh das sie mir ihre Pläne mitteilte.

Manchmal mitten in der stunde griff ich mir ins Haar , nur um zu gucken ob es noch kurz war.

Denn das war klar: ich war Miranda nun einen Schritt voraus.

Ich hatte etwas getan wovor sie noch zu große Ehrfurcht hatte um es zu wagen , denn unsere Haare waren früher unser liebstes Spielzeug gewesen.

Es erfüllte mich mit Stolz das ich so Mut bewiesen hatte.

In der nächsten großen Pause wollte Miranda mit Jenny

auf die Toilette gehen , doch ich wußte das 

sie zur Schwimmhalle wollten.

Ich seufzte nur und setzte mich an meinen Platz und beobachtete gelangweilt die Schüler wie sie aufs Klo gingen ,

wieder kamen , andere wiederum wollten zur Cafeteria wieder andere zum Zeitungsladen. Jeder hatte etwas vor. Nur ich nicht.

Ich weiß es noch als wäre es gestern gewesen.

Er tippte mich von hinten an die Schulter.

Ich blickte mich um. Dort war Seth.

Ich sagte ihm das Miranda nicht da sei und wahrscheinlich auf dem Platz sei , da ich annahm er wollte zu ihr.

Was er dann sagte werde ich nie vergessen:

" Ich will gar nicht zu Miranda . Ich wollte zu dir."

 

Puhhh. Endlich hab ich’s geschafft!

Also , viel Spaß mit diesem Kapitel!

Chapter four~~~ Wendepunkte

"Ich will gar nicht zu Miranda . Ich wollte zu dir."

>Witzig < dachte ich. > Wirklich witzig. Jetzt habe ich sogar schon Halluzinationen.< ich lächelte ihn an als wäre er von einem anderen Stern und ,ich glaube, auf mein Gesicht trat ein unheimlich dämliches Grinsen.

" Was ist los?" fragte er nun sichtlich verunsichert.

Ich sehe ihn noch genau vor mir. Als wäre alles erst gestern passiert.

Ich weiß noch , das ich erst da realisierte das er wirklich mit mir sprechen wollte , und das fand ich doch recht merkwürdig.

Schließlich hatte mich die Schwimmhallenclique sonst immer geflissentlich ignoriert.

Ich fragte ihn was er von mir wolle und er antwortete :

" Nur reden...." Nur reden. Gott war er dämlich!

Und in so jemanden war Miranda verliebt!

Sie hatte doch wirklich Besseres verdient!

Ich sollte mich beruhigen. Er wollte reden . Also redeten wir.

Ich verstand zwar immer noch nicht warum er gerade mit mir "reden"

wollte , aber das war mir egal.

Er erzählte nur Blödsinn , aber er schien lockerer zu werden

mit jedem Satz den er sagte. Ich sagte wir redeten , doch eigentlich sagte er nur etwas .Ich hörte ihm zu.

Er redete nur über unsinnige Dinge. Unwichtige Dinge.

Und doch Dinge die ihm anscheinend wichtig waren.

Zu wichtig als das er sie mit einer x – beliebigen Person teilen konnte.

Nein , es musste die sein , der er vertraute....war ich diese Person ?

Nun damals konnte ich es noch nicht einschätzen ,

aber heute denke ich es war so. Ich frage mich trotzdem warum er gerade mich zu seiner Vertrauten machen wollte und nicht eine von der Schwimmhalle , mit der es viel leichter gewesen wäre.

Die Pause war bald vorbei und schon klingelte die Schulglocke.

Seth ging wieder an seinen Platz , doch nicht bevor er mir zugelächelt und mir versicherte das er sehr gern mit mir geredet hatte.

Mir schien als wollte er mich noch etwas fragen ,

er machte schon den Mund auf , doch dann besann er sich wohl eines Besseren und sagte doch nichts.

Lautlos ging er zu seinem Platz.

Ich fand das alles immer noch sehr merkwürdig aber ich ließ mir nichts anmerken. Sein Problem.

Miranda setzte sich zu mir und beobachtete mich.

Ich wußte , sie wußte das ich mit ihm geredet hatte.

Irgendwer hatte es ihr erzählt. Es interessierte sie brennend über was wir geredet hatten.

Ich wußte es . Und doch beschloß ich es ihr nicht gleich zu erzählen.

Ich beschloß sie warten zu lassen.

Denn irgendwie hatte ich nun Macht über sie.

Irgendwann , nach einer Ewigkeit schien mir , fragte sie mich ob er sich zu mir gesetzt hatte und über was wir geredet hatten.

Sie tat gelangweilt , aber sie wollte es wissen. Dringend.

Miranda fragte sich , was ich wohl hatte was sie nicht besaß.

Sie fragte sich ob meinen kurzen Haare mich so viel attraktiver machten, denn vorher hatte mich noch kein Junge angesprochen.

Ich denke , ab da waren wir keine Freundinnen mehr.

Ein Junge hatte alles zerstört was noch übrig war. Das Wenige an Zuneigung was sie noch für mich hatte.

Der Platz den ich früher bei ihr eingenommen hatte ,war leer.

Neid hatte sich breitgemacht.

Es ist verwunderlich , obwohl Miranda mit mir nie darüber redete , wußte ich noch genau was in dieser Sache in ihrem Kopf vorging.

Ich hatte nun nur noch eine einzige Karte um Miranda an mich zu binden. Ich setzte alles darauf.Warum habe ich es nicht gelassen wie es war?

Ich hätte sie loslassen können ?

Sicher. Aber wozu lebte ich dann noch?

Versucht nicht jeder die Menschen die er liebt an sich zu binden?

Selbst wenn es schon zu spät ist?Seth. Er mochte mich . Miranda mochte ihn .

Ich durfte nicht zulassen , das Seth vielleicht auch gefallen an Miranda finden würde. Denn dann wäre alles vorbei gewesen.

Seth fragte mich einmal nach der Schule ob ich nicht Lust hätte mal mit ihm ins Kino zu gehen. Ich sagte zu. Ich mußte ihn für mich gewinnen damit Miranda ihn nicht haben konnte.

Denn so wollte sie immer alles von mir wissen. Sie wollte sich mit mir verabreden und mich dann wahrscheinlich über ihn ausquetschen.

Damit sie nicht mit jemandem anderen als mir glücklich werden konnte heuchelte ich Liebe vor. Warum konnte ich nicht einfach glücklich sein mit dem was ich hatte?

Seth und ich trafen uns fast täglich. Er freute sich immer wen wir uns sahen. Ich begann Miranda zu verstehen.

Manchmal setzten wir uns einfach nur irgendwo hin , auf eine Bank vielleicht , und sagten gar nichts.

Unsere Klasse nahm unsere "Beziehung" mit Skepsis auf.

Fanden sie doch das Miranda und er ein viel schöneres "Paar" abgegeben hätten als wir zwei.

Doch irgendwann akzeptierten sie es.

Und auch Miranda schien es eines Tages nicht mehr zu stören.

Eine seltsame Veränderung ging mit ihr vor.

Sie saß in der Schule nur noch da, ging nicht mehr zur Schwimmhalle und sagte fast nichts mehr.

Ich sah Miranda im Unterricht an und blickt in ihre glasigen Augen.

Ihr Haar war nicht ungepflegt aber ich sah ihr an das sie es nicht mehr so pflegte wie früher .Überhaupt schien sie nicht mehr so viel wie früher auf ihr Aussehen zu achten.

Selbst Jenny kam nicht an sie heran.

Einige aus unserer Klasse gaben uns , Seth

und mir , die Schuld dafür , denn natürlich fiel es jedem auf das sich die Beliebteste der Klasse verändert hatte.

Ich glaubte auch das wir daran Schuld waren.

Ich versuchte Seth darauf aufmerksam zu machen aber er interessierte sich nicht dafür.

Langsam bereute ich , das ich so tat als würde ich Seth mögen , und damit Miranda den wegnehmen den sie liebte.

Ich traute mich auch nicht allein zu Miranda zu gehen , ich weiß selbst nicht warum.

Stellt euch das mal vor! Ich traute mich nicht zu meiner allerbesten Freundin zu gehen! In dem Haus zu sein wo ich meine halbe Kindheit verbracht hatte!

Das ist doch verrückt!

Es waren erst zwei oder drei Monate vergangen seit dem Tag an als Seth und ich uns jeden Tag trafen und Miranda begann , sich immer merkwürdiger aufzuführen.

Ich weiß nicht mehr genau was passierte ,

es kam alles so schnell!

Eines Tages als ich abends nach Hause kam hörte ich meine Eltern miteinander reden.

Vieles verstand ich nicht , ich hörte nur eine Satzgruppe:Wir müssen umziehen.

So vieles schoß durch meinen Kopf das ich dachte mir würde schwindelig werden.

Wir müssten umziehen? Warum?

Wir konnten doch nicht weg von unserem schönen Haus , von unserer Stadt und schon gar nicht von Miranda!

Ich rannte zu meinen Eltern , sicher hatte ich mich nur verhört!

Doch es war wahr.

Mein Vater hatte seine Arbeit verloren und da meine Mutter Hausfrau war , musste er sich wohl oder übel eine neue Arbeit suchen.

Und die hatte er auch schon gefunden. In einer riesigen Stadt.

Es war eine unterbezahlte Arbeit , wie meine Mutter mir wenig später erzählte , er war nicht mehr der Jüngste und musste nehmen was er bekam.

Meine Mutter sagte es würde alles gut werden und ich müsste Verständnis aufbringen.

Ich hatte kein Verständnis für solche Ungerechtigkeiten.

Nachts , im Bett, schien es mir als würde alles auseinanderbrechen.

Nichts war mehr so wie es war.

Ich musste alles zurücklassen.

Aber , nun mal ehrlich ,was hielt mich in unserer kleinen Stadt?

Gar nichts. Miranda wäre wahrscheinlich froh wenn ich weg wäre dachte ich mir.

Und doch war ich unendlich traurig , sie nie wiederzusehen brach mir das Herz . Ich fühlte mich leer und hätte mir am liebsten wieder die Haare abgeschnitten.

Am nächsten Morgen war ich ruhiger und beschloß alles aufzuklären.

Ich wollte Miranda sagen wie Leid mir alles täte und sie würde mit Seth zusammenkommen und glücklich sein.

Das war zwar nicht das Ende was ich mir für unser Märchen gewünscht hatte aber es war ein Ende was Miranda glücklich machen würde.

Ich lief in die Schule und fühlte mich merkwürdig leicht ,

als wäre eine große Last von meinen Schultern gefallen.

Ich freute mich auf Mirandas Lachen . Ich wußte sie würde nach meiner Beichte nichts mehr mit mir zu tun haben wollen , aber es war besser so als wenn sie ewig so unglücklich und depressiv ( das hatte ich von Jenny aufgeschnappt) bleiben würde.

Doch Miranda war nicht in der Schule.

Ich fragte mich was passiert sei. Sie verpasste doch sonst keine Stunde!

Diese Frage ließ mich die ganzen Stunden nicht los . Ich hatte das Gefühl etwas Schlimmes wäre passiert.

Ich versuchte mir zwar einzureden das , das nichts zu sagen hatte , aber abschütteln konnte ich es nicht.

Seth redete irgendeinen Scheiß auf mich ein , doch ich konnte ihm nicht zuhören.

Er ging mir sowas von auf die Nerven! Miranda interessierte ihn gar nicht! Ich ließ ihn einfach stehen und lief in den Raum in dem wir unsere letzte Stunde verbringen mussten.

Es war furchtbar , ich brannte darauf zu Miranda zu gehen , doch die Zeit schien stillzustehen.

Jede Minute kam mir wie ein Jahr vor , es war so ungewohnt ohne sie an der Bank zu sitzen!

Endlich klingelte es und ich konnte es endlich in Angriff nehmen alles was ich angerichtet hatte wieder ins Lot zu bringen.

Ich rannte in unsere Wohnsiedlung. Ich weiß nicht warum aber ich freute mich. Das ist doch merkwürdig .

Ich versuchte alles damit sie immer bei mir blieb.

Und nun war ich dabei alles kaputt zu machen.

Ich lächelte.

Da war ihr Haus. Ich lief hinein. Es war zwar abgeschlossen , doch ich wußte wo der Hausschlüssel war.

Das war wirklich kein Geheimnis . Es war ganz still.

Mirandas Eltern waren nicht da?

Hui , ich war etwas verschwitzt , den ganzen Weg zu rennen war doch wirklich ganz schön anstrengend.

Ich ordnete meine Haare und wollte in die Küche gehen um mir was zu trinken zu holen und dann nach Miranda zu suchen.

Irgendein Lied summend lief ich in die Küche mich immer noch auf meine Haare konzentrierend.

Gerade wollte ich nach Miranda rufen , vielleicht war sie nur auf Klo oder so, da stolperte ich über irgendwas . Ich fiel auf den harten Küchenboden und schlug mir mein Knie an.

Ich stand auf und wischte mir die Hosen ab .

Sie war blutverschmiert. Aber ich blutete doch gar nicht!

Ich sah mich um. Mein Blick fiel auf etwas Regloses über das ich gestolpert war.

Soho. Das nächst Kapitel ist da!

Also ich finde, die Story wird von Kapitel zu Kapitel schlechter.....*schnüff*

Übrigens : ich hab etwas am Prolog geändert! Also , wenn euch etwas Spanisch vorkommt - vielleicht liegts daran!

Viel Spaß !

ulla-2@web.de

 

Chapter Five ~~~ Das Leben danach

~~~* Wenn alle die du liebst dich verlassen , wofür lohnt es sich noch zu leben?

Dunkelheit. Mich umgab grenzenlose gnädige Dunkelheit.Ich fiel . Mir schien , als würde ich nie auf dem Boden ankommen.Ich sah nichts , ich fühlte nichts , ich hörte nichts.War ich tot? Ich schlug die Augen auf und stöhnte. Alles war so hell.Viel zu grell für meine Augen.Hatte ich so lange geschlafen? Ich richtete mich auf , beachtete meine Mutter nicht die neben meinem Bett saß.Ich erwartete mein altes Zimmer zu sehen , doch es war weg. Ich saß in einem kleinen Zimmer das von einer kleinen Neonlampe schwach beleuchtet wurde.

Meine Mutter schaute mich mitleidig an. Was war passiert?Ich fragte sie. Sie erzählte mir das man Miranda gefunden hatte , mit aufgeschnittenen Pulsadern . Ich lag ohnmächtig neben ihr.Ihr Bericht war sehr kurz . daran merkte ich das sie mich damit nicht belasten wollte. Wenn sie wüsste .....es war doch alles meine Schuld!Wie elend ich mich fühlte als sie mir alles erzählt hatte weiß ich noch als wäre es erst gestern gewesen. Meine beste , liebste , einzigste Freundin!Ich ließ meinen Kopf wieder zurück auf das harte Kissen fallen.Merkwürdigerweise musste ich nicht weinen.Ich fühlte mich merkwürdig leer , als wäre mit ihr auch ein Teil von mir gegangen.Meine Mutter ließ mich allein , nicht ohne mir noch mal durchs Haar zu streichen.Instinktiv ließ ich meinen Blick durch das Zimmer schweifen , zu meinem Schreibtisch wo alle unsere Bilder gehangen hatten.Sie waren nicht da.Der ganze Schreibtisch war nicht mehr da.Das war also die neue Wohnung. Die nächsten Tage waren furchtbar. Alle 5 Minuten kam meine Mutter hinein und fragte mich ob ich etwas bräuchte.Nur nachts war ich allein und konnte darüber nachdenken was ich getan hatte. Es war meine Schuld , das war klar.Ich murmelte es immer wieder vor mich hin , als wäre es ein Gebet.Die Tage verbrachte ich damit , an die Wand zu starren und nachzudenken.In der Nacht machte ich mir Vorwürfe , was ich nicht alles hätte anders machen sollen.Aber ich hatte es nicht getan , es war passiert und damit musste ich leben. Ich musste damit leben , das ich verantwortlich für den Tod der einzigen Person die ich jemals liebte war.Könnt ihr euch das vorstellen ?Ich glaube nicht. Dieses Gefühl der Schuld , der Leere und der Einsamkeit kann sich niemand vorstellen der es nicht selber erlebt.Und das wünsche ich niemandem.

~~~~~~~~~~~~~~~

Ich lag die ganze Zeit nur im Bett und vegetierte dahin.Ich sprach weder mit meiner Mutter noch mit meinem Vater , aber sie waren ja eh fast nie da.Nach einer Woche hatte ich das Bedürfnis spazieren zu gehen.ch hielt es nicht für nötig etwas meinen Eltern zu sagen , oder einen Zettel zu schreiben.Weil ich redete weil ich handelte , lebte war alles überhaupt erst so gekommen.Ich lief durch die Stadt. Sie war dreckig und bestand aus vielen einzelnen Gassen. Die Stadt bestand fast nur aus Hochhäusern , jedenfalls so wie ich das sah. Mülltonnen liefen über und an fast jeder Straßenecke schlief irgendein Penner.Es hatte geregnet und war sehr rutschig ich fiel mehrmals hin beachtete den Schmerz jedoch nicht und bemerkte auch nicht das Blut an meinen Beinen runterlief.Irgendwo in der Nähe hörte ich Schüsse. Das war mir auch schon im Bett aufgefallen . Fast jede Nacht hörte ich welche.Schüsse , Pistolen , Waffen gehörten hier wohl zum Leben dazu.Sie faszinierten mich.

Ich achtete nicht auf die neugierigen Blicke der Leute die mir hinterhersahen.Irgendwelche Jungs riefen mir etwas hinterher.Es kamen mir immer mehr Menschen entgegen.Um allein zu sein schlüpfte ich in eine der Seitenstraßen. Dort war es viel ruhiger. Was wohl Miranda dazu gesagt hätte , in solch einer Stadt zu leben? Hinter mir hörte ich ein knacken , achtete aber nicht weiter drauf. Schritte knirschten hinter mir.Irgendwas schlug mir auf den Hinterkopf und ich fiel hin.Ich merkte nur noch wie mir jemand an meiner Hose zerrte.

~~~~~

Als ich dieses mal aufwachte , befand ich mich nicht in meinem Zimmer , sondern in einem fremden Raum.Alles war weiß. Eine junge Frau tänzelte im Zimmer herum und murmelte irgendeine Melodie.Ich versuchte mich zu bewegen , da schoß ein stechender Schmerz durch meinen Kopf und meinen Unterleib.Die Frau sprang auf mich zu und drückte mich in die Matratze.Ich fragte sie was denn los sei , wo ich war. Sie lächelte mich mitleidig an , oh dieses Lächeln wie ich es hasste . Sie antwortete ich sei in einem Krankenhaus .Man hatte mich bewußtlos auf der Straße gefunden. Ich sagte ihr solle verschwinden .Daraufhin lächelte sie mich nur an und verließ den Raum.Schwankend versuchte ich aufzustehen und meine Sachen zu suchen um nach Hause zu gehen , wenn ich noch eins hatte.Auf einem Stuhl hingen ein paar Fetzen die sich als meine Hose und meinen Pullover herausstellten.Als ich die zerrissene Hose sah konnte ich mir denken was passiert war.

~~~~~~~~~~~

" Warum sprechen sie nicht weiter?"Eine junge Frau seufzt." Ich denke das ist alles was sie für ihren Bericht brauchen?"" Ja , aber was passierte danach? Wie ging ihr Leben weiter?"" Tja. Ich wurde entlassen und neun Monate später war ich dann wieder da. Ich bekam ein Kind."Der junge Mann mit dem Notizblock zieht hörbar die Luft ein.Er betrachtet die Frau. Sie ist sehr hübsch , wenn auch schon von einigen Sorgenfalten gekennzeichnet.Ihre schönen Haare sind auf Kinnlänge abgeschnitten und auf ihren Armen sieht er Narben. Von Rasierklingen."Sind sie glücklich?"Er beobachtet sie gespannt.Die Frau verzieht die Lippen zu einem kaum sehbaren Lächeln.Ihre Stimme ist kaum mehr als ein Flüstern." Wenn ich versuche mich an ihr Gesicht zu erinnern , schaffe ich es nur mir einen Schatten vorzustellen.

Mehr kriege ich nicht zustande..."Plötzlich geht die Tür polternd auf und ein kleines Mädchen kommt hineingerannt und umarmt ihre Mutter. " Du hast versprochen heut mit mir zu Mc Donalds zu gehen , du hast es nicht vergessen oder ? Du hast es nicht vergessen?""Nein Miranda , mein Schatz ich habe es nicht vergessen. Dieser junge Mann hier ist fertig mit seinen Notizen.Die junge Frau lächelt und nimmt ihr Kind bei der Hand."Ich begleite sie noch ein Stück ...wenn sie nichts dagegen haben?"" Ganz und gar nicht. Begleiten sie uns so lange wie sie wollen."Die drei jungen Menschen treten aus der kleinen Wohnung , die gleicheWohnung in der sie als Mädchen wohnte, und laufen hinaus auf die Straße. Wie fast jeden Tag ist es laut und dreckig. Wie immer ist eine Schießerei im Gange.Doch das interessiert sie nicht.Wer sie nicht kennt hält sie für eine junge glückliche Familie.Auf einmal steht ein junger Mann vor ihnen , er schaut an ihnen vorbei ." Nun wirst du für alles was du getan hast büßen." --- Er hebt seine Pistole und drückt ab. Er schießt mehrmals in die Luft.

Der Kopf des kleinen Mädchens schnellt nach hinten , sie sieht niemanden ------Die junge Frau sinkt nach unten ...."Alles rot"

~~~~~~~~~~~~~~~~18.01.2003:

Eine junge Frau wurde erschossen.

Der Täter ; Seth Tate , nicht vorbestraft , sagte zu seinem  Motiv :

"Ich musste es tun. Sie hat es verdient. Das ist meine Bestimmung"

Der Termin der Gerichtsverhandlung steht noch nicht fest.~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

~FIN~

Huhu!

Das ist nun also das Ende.

Ich hoffe die Geschichte hat euch wenigstens ein wenig gefallen!

Bye bye!

Miyu

 

 

~zurück~

 

 



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