gedichtevonjade

°~ Poems by Jade ~°

 

 

 

Wie soll ich leben?

 

Wie soll ich leben,

zwischen Verlogenheit und Heuchlerei?

 

Wie soll ich sein,

zwischen Hass und Verrat?

 

Wie soll ich sehen,

in der Dunkelheit der Hoffnungslosigkeit?

 

Wie soll ich mich geben,

zwischen all den Lügnern?

 

Bin Gefangen hier in der Welt die ich hasse,

in dem Leben das ich nicht führen will.

 

Bin allein hier

Und trage die Last.

 

Niemand ist bei mir

Der hilft diese Angst zu ertragen.

 

Ich bin anders als ihr!

 

Denkt ihr versteht mich, doch niemand sieht,

Wie mich das Leid dieser Welt erdrückt,

Wie mich die Einsamkeit erwürgt.

 

Niemand bemerkt wie ich ersticke, an diesem Leben

Und ich schließlich leblos auf dem Boden liege,

gebettet in Angst und Wut.

 

Leben oder Lieben?

 

Wozu lebt man, wenn man nicht liebt?

Ist Liebe nicht der einzige Grund um hier zu sein?

 

Gib mir die Antwort, auf die berüchtigte Frage nach dem Sinn.

Der Sinn des Lebens. Der Sinn von Allem.

 

Wozu bin ich da, wenn sich niemand um mich schert?

Wozu sind die anderen da, wenn ich nicht einen von ihnen liebe?

 

Muss man lieben um zu leben?

Oder leben um zu lieben?

 

Wenn ich sterbe, liebt meine Seele weiter?

Wenn ich sterbe, lebt meine Seele weiter?

 

Ich liebe nicht.

Bin ich tot?

 

 

Gefallener Engel

 

Mein Engel kommt.

Er will mich retten.

Jeder ließ mich allein,

nur er ist noch da.

 

Schneeweiße Schwingen,

goldenes Haar.

Haut wie Porzellan und

Augen wie Ozeane.

 

Immer wachte er über mir,

doch erst jetzt gibt er sich zu erkennen.

In meiner Stunde der Not,

reicht er mir die Hand.

 

Will mich erlösen

Aus Verzweiflung und Scham.

Will mir den Glauben an die Welt zurück geben

Mir das Schöne zeigen.

 

Er lächelte mich an

Sein Licht umhüllt mich

Seine Wärme durchflutet mich

Dunkelheit und Kälte schwindet.

 

Doch ich greife zum Messer

und stech’ ihm ins Herz.

Blut befleckt seine Schwingen, sein Kleid und die Haut.

Kälte und Dunkel kehrt zu mir zurück.

 

- Ich glaube nicht an Engel-

 

 

Reichtum

 

Der Mond scheit am Himmel

Ganz hell

Und nur für dich.

 

Lächelt dich an

Und schenkt allein dir seinen Glitzer.

 

Dir gehört seine Schönheit

Und sein Licht.

Dir gehört der Zauber,

Den er versprüht.

 

Einst war es meiner,

mein Mond,

den ich liebte.

 

Doch nun liebe ich dich

und schenkte ihn dir.

Den Hüter der Nacht

und unsern Beschützer.

 

 

Gebrochene Gestalt

 

Jetzt sitze ich dir hier gegenüber

Dem Mann den ich liebe.

Dich anzusehen, wäre zu schmerzvoll.

So erfüllt nur peinliche Stille den Raum.

 

Keiner von uns spricht,

denn nichts könnte in Worte fassen,

was du eben tatest.

Sieh was du angerichtet hast!

 

Erdrückendes Schweigen.

Eine einsame Träne bahnt sich langsam ihren Weg über meine Wange.

Ich spüre das du mich ansiehst.

Siehst du was du angerichtet hast?

 

Du versuchst zu erahnen was ich gerade denke.

Doch du kannst nichts erahnen.

Denn ich denke nicht.

Mein Kopf ist leer.

 

Alles ist leer.

Du nahmst mir alles was einst Herz und Kopf füllte.

Wie konnte mir ein einziger Mensch so wichtig werden,

dass sein Verlust mich allem zu berauben vermag?

 

Ich will nicht mehr das du mich ansiehst,

Siehst nichts außer meiner gebrochenen Gestalt.

Noch ein letzter Blick.

Sie was du angerichtet hast!

 

Ich erhebe mich und gehe.

Widme dir keinen Blick,

dies ist deine mindere Strafe:

Sie was du angerichtet hast!

 

 

Offene Wunden

 

Ich schenkte Vertrauen,

welches scheinbar erwidert wurde.

Wie sollte ich ahnen,

das es mir zum Verhängnis würde.

 

Meine harte Schale wurde zerschmettert

Und mit ihr mein weicher Kern.

Erschüttert bis ins Mark

Blutend vor Unverständnis.

 

Ich konnte nicht verstehen.

Warum musste so etwas geschehen.

Ich dachte es wäre Liebe.

Hätte ich sonst so vertraut?

 

Es kam die Zeit

Und mit der Zeit heilten meine Wunden.

Die harte Schale besteht,

doch mein Kern wird ewig bluten.

 

 

Keine Worte

 

Ich sehe an mir herab,

sehe meine schwarzen Kleider.

Muss mich besinnen wo ich bin;

ich verlasse gerade den Friedhof.

 

Ich und die anderen waren hier,

erwiesen dir die letzte Ehre.

Weshalb muss es die Letzte sein?

Nur weil du unter der Erde liegst bist du doch nicht tot.

 

Alle setzten sich zusammen,

zuerst verliert niemand ein Wort.

Irgendwann beginnen sie zu reden.

Reden wie sonst auch.

 

Doch kein Wort über dich

Kein Wort über den,

für den wir feiern.

Niemand denkt an die Trauer.

 

Wochen später,

wir kommen wieder zusammen.

Diesmal bist nicht du der Grund.

Wieder spricht niemand deinen Namen aus.

 

In Gedanken bin ich bei dir,

und sicher nicht nur ich.

Dein Name ist tabu

Aber dein Bild steht auf dem Schrank neben uns.

 

 

Gleichgültig

 

Du kannst so nah sein

Und doch so fern,

allein aus dem Grund,

dass es dir egal ist wo ich bin.

 

Kennst du mich überhaupt noch?

Einst saßen wir zusammen,

lachten.

Waren fast Freunde.

 

Du und sie.

Sie und du.

Was wart ihr für ein schönes Paar.

Und seit es noch immer.

 

Selbst wenn ich könnte,

wenn du noch wüstest wer ich bin,

wollte ich euch nicht trennen.

Ihr verkörpert die Liebe.

 

Es ist nur das Verlangen in mir.

Das Verlangen nach dir.

 

Es zerreist mich.

Doch es ist gleichgültig,

 

denn ich bin dir gleichgültig.

 

 

... to be continued ...

 

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