ich

Zurück

Mein Leben als Fan von Austria Salzburg

Dieser Text ist eine Momentaufnahme vom Dezember 2001!

Saison-Quiz 2003/04

Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, als ich als ganz kleiner Bub mit meinem Onkel Georg vor dem Fernseher gesessen bin und mir mit ihm die Zusammenfassungen aus den Bundesliga-Spielen angesehen habe. Ich fragte Georg immer: „Du Georg, wer soll da gewinnen – die Roten oder die Blauen?“ Früh lernte ich auch, dass dieser schwarz gekleidete Mann am Feld, der gar nicht mitspielt, der Schiedsrichter ist. Georg führte mich Schritt für Schritt näher zu meiner Liebe, dem Fussball hin. Ich wollte damals auch gerne selbst in einem Verein Fussball spielen. Aber anfangs konnte ich die Scheu nicht ganz ablegen und so dauerte es doch bis zur 2. Klasse Volksschule, als ich begann, in einem Verein Fussball zu spielen. Ich erinnere mich noch genau an einen Tag, an dem ich mit Georg mit dem Rad zum Sportplatz Sonnrain fuhr, um mir irgendein Fussballspiel zweier Nachwuchsmannschaften anzusehen. Daraufhin bekam ich Lust, selbst Fussball zu spielen und als wir wieder zu Hause waren, spielte ich mit Georg sofort  Fussball. Wir legten eine Pause ein, Georg schaute etwas fern. Mir dauerte es alles zu lange, ich wollte wieder kicken und überredete ihn, endlich wieder zu spielen. Ich weiß auch noch genau, wie ich und Georg beim Mitterer (Sportgeschäft) einen Lederball kauften. Und am Tag am dem dieser Ball kapputt wurde, war ich sehr traurig. Letztlich gab mir dann Martin Bierbaumer, ein guter Freund von mir, der damals mit mir in die Volksschule ging, den Mut, endlich beim Verein anzufangen, Fussball zu spielen. Die Entscheidung, Martins Vorschlag zu folgen, bereute ich nicht. Aber wenn ich im Verein Fussball spiele, dann mache ich das meist nicht aus vollem Ehrgeiz, mit meinem kleinen Verein Berge zu versetzen, sondern dann mach ich das aus Freude am runden Leder. Ich versuche oft, mir etwas von den Spielen und der Atmosphäre im Lehener Stadion abzuschauen. Aber jetzt wieder zurück zur Salzburger Austria. Nachdem Georg entdeckte, dass ich eine gewisse Freude am Fussball habe, nahm er mich endlich mal ins Lehener Stadion mit. Das war in der 4. Runde der Saison 1993/94 – also im Herbst 1993. Austria Salzburg spielte damals gegen den VfB Mödling. Das Spiel gewannen die Niederösterreicher vor 11.000 Zusehern (das hab ich vor kurzem aus dem Buch „Tor um Tor“ entnommen) mit 1:2. Aber das Resultat war an diesem Tag Nebensache. Ich war stolz, dieses Spiel gesehen zu haben und hoffte, bald wieder so ein Spiel sehen zu können. Dass wir damals nur an der Seiten-Out-Linie ganz unten gesessen bzw. gestanden waren, nahm mir kein Bisschen von der Faszination weg. Ich weiß noch genau, dass an diesem Tag auch „Sternschnuppen“ – ein seltenes Naturereignis – zu sehen war. Aber das war mir damals völlig egal. Ich war voll in der Fussball-Euphorie. Und mein Wunsch, bald wieder ins Stadion Lehen zu kommen wurde erfüllt. Das 2. Spiel war ein 1:1 gegen Sturm Graz. Damals sah ich auch nicht all zu viel vom Match, denn wir standen hinter dem Tor bei den Stehplätzen ganz oben (nicht am „Balkon“) und ich sah nur schwer über die „Großen Männer“ drüber. Aber auch damals war dabeisein alles. Dann der 12. Mai 1994: Ich hatte Erstkommunion. Unser Ausflug führte nach Salzburg und am Domplatz begegnen wir einer Gruppe von Austria Salzburg Anhängern. Sie waren mit allen möglichen Fanartikeln ausgerüstet und rochen nach Alkohol. Sie nahmen mich auf die Schulter und wir machten einige Fotos, die ich nie verlieren werde. Dieser 12. Mai war der Tag nach dem UEFA Cup-Finale, dass Austria Salzburg unglücklich gegen Inter Mailand mit 0:1 verlor. Austria Salzburg war damals mitten in den glorreichen Zeiten der 90er-Jahre. Und so verging die Zeit und ich bekam immer öfter Gelegenheit, ins Lehener Stadion zu fahren. Ich sah tolle, eindrucksvolle Spiele. Mal war es Papa, mal Georg, der mich ins Stadion begleitete. Auch mit dem Sportclub fuhren wir das ein oder andere mal ins Lehener Stadion. Nicht zuletzt deswegen bereute ich meine Entscheidung nicht, selbst im Verein zu kicken. Ich erinnere mich noch, als wir mit dem Sportclub mal nach Salzburg fuhren um ein Spiel gegen Rapid zu sehen. Rapid war damals klarer Favorit. Es war damals die Zeit unmittelbar nach den großen Erfolgen. Ich war damals „schlimm“, und meine Mutter „schaffte“ es irgendwie, dass ich nicht nach Salzburg mitfahren durfte. Salzburg gewann sensationell mit 4:2 und ich ärgerte mich maßlos, dieses Spiel nicht gesehen zu haben. Und so ist es jetzt wirklich so, dass ich noch nie ein Spiel gegen Rapid gesehen habe – unglaublich aber wahr! Meine Begeisterung für Austria Salzburg stieg jedes mal, wenn ich ein Spiel im Stadion sah. Da war es egal, ob Sieg oder Niederlage. Und so richtig fanatisch wurde ich dann im Sommer 2001. Das war die Zeit, wo traditionell immer große Vereine in den Pinzgau und nach Leogang auf Trainingslager kommen. Der HSV und St. Pauli kamen 2001 nach Leogang. Alljährlich spielen diverse Vereine, die in den Pinzgau auf Trainingslager kommen, den sogenannten „Intertops-Cup“, ein kleines Blitzturnier. 2001 waren der HSV, Werder Bremen, Hertha BSC und neben diesen 3 Vereinen eben auch Austria Salzburg dabei. Das Turnier wurde auf 2 Tage mit je 2 Spielen aufgeteilt. Ich war beide Male dabei. Ich fuhr immer mit Matthias Hirschbichler – er ist auch großer Salzburg-Fan – nach Zell am See, um dieses Turnier am Beginn der Sommerferien zu sehen. In erster Linie sahen wir dieses Turnier, um die Spieler von Austria Salzburg von der Nähe zu sehen – „Stars zum Anfassen“ also, und um ein paar Fotos zu ergattern. Und durch Zufall lernten wir am 1. Turniertag Manfred Kremsner kennen. Manfred ist ein Mitglied von den „Stierwaschern“, einem Fanclub von Austria Salzburg. Er brachte uns – auch wenn es nur ein Freundschaftsturnier war – die wahre Euphorie für Fussball etwas näher. Und als ich in der kommenden max.Bundesliga-Saison mit meinem Papa und ebenfalls wieder mit Matthias zum ersten Spiel, bei dem wir in der neuen Saison im Stadion waren, fuhr, erkannten wir Manfred sofort wieder. Beim 2. Mal hinsehen erkannte auch er uns wieder und er erinnerte sich an uns. Von diesem Turnier an war bei mir der ganze Fanatismus für den Fussball geweckt. Jetzt zählt im Lehener Stadion nur mehr der 5er-Sektor. Hier befindet sich der härteste Kern der Anhänger von Austria Salzburg – die Fanclubs. Und der Fussball-Herbst 2001 war ein ganz heisser: Ich sah 4 max.Bundsliga-Spiele von Austria Salzburg (Rekord!). Davon 2 sogar auswärts. Eines am Ende eines Kurzurlaubes in Bregenz und das andere am neuen Tivoli gegen Meister FC Tirol. Und dieser Herbst brachte einen neuen Schwung in mein Fan-Leben. Ich sah in diesem Herbst auch mein erstes Spiel der Deutschen Bundesliga live im Münchner Olympia-Stadion. 1860 München verlor damals gegen Dortmund mit 1:3. Ich bin jetzt noch fanatischer, euphorischer und interessierter dabei, als ich es ohnehin zuvor schon war. Bei einem Heimspiel gegen den GAK fuhr ich mit Matthias erstmals ohne Begleitung von Erwachsenen nach Salzburg. Wir sahen einen tollen 2:1-Sieg gegen den GAK. Wir meldeten uns sogar bei den „Stierwaschern“ (Fanclub) zu einer Probemitgliedschaft an. Wir lernten viele eingefleischte Fans kennen. Damals fuhren wir mit dem PostBus von Saalfelden nach Salzburg zum Stadion und mit dem Zug retour. Die Karte hatten wir uns bereits beim vorigen Heimspiel gegen den FC Kärnten, das wir ebenfalls im Stadion miterlebt hatten, gekauft. Wir sahen uns somit eine größere Möglichkeit, gleich wieder ins Stadion zu kommen. Und durch diese Erlebnisse und einer großen Faszination und Begeisterung am Fussball bin ich jetzt ein großer Fan von Austria Salzburg. Ich kann jetzt fast alle Fan-Gesänge. Ich glaube ich habe alles, was zu einem echten Fan dazugehört: Vereinstreue, (positiver) Fanatismus, Euphorie, Faszination, Interesse ... und eben Fanartikel. Aber Fanartikel sind nicht das Wichtigste: Das Wichtigste an einem echten Fussballfan ist das Herz für den Fussball! In Zukunft will ich noch mehr Spiele sehen – vielleicht auch endlich mal eines gegen Rekordmeister Rapid!?! Das waren also meine bisherigen Erlebnisse als Fussball-Fan und vor allem als Fan von Austria Salzburg.

Ich bin der im violett-weißen T-Shirt (mit der Sonnenbrille), der gerade zum Klatschen für unsere Austria ansetzt!

Mein erster Kontakt mit der Fanszene: Am Tag meiner Erstkommunion am 12. Mai 1994 (Tag nach dem UEFA-Cup Finale gegen Inter Mailand) begegneten wir beim dazugehörigen Ausflug in Salzburg am Domplatz diesem Fanclub. Ich bin der kleine Mann, den einer dieser Männer auf dem Buckel trägt!

... ein Bild vom 2. Juli 2002. Aufgenommen bei einem Freundschaftsspiel von Austria Salzburg gegen Slovan Liberec - 1:1. Rechts: Manfred von den Stierwaschern. Er half kräftig mit, dass ich jetzt ein derartiger Fan bin. Bei einem Turnier in Zell am See begegneten ihm ich und mein Fan-Kumpel erstmals. In der Mitte steht unser Talent Jürgen Friedl und links von Friedl steht meine Wenigkeit.

Unsere gute alte Hobbyrunde, genannt auch "Super League". Die Runde ist mittlerweile leider ausgestorben, aber wer weiß, vielleicht gibt es ja irgendwann eine Wiederbelebung.

Hier ein Foto von mir mit unserem Trainer Lars Söndergaard. Aufnahmedatum: 2. Juli 2002 nach einem Freundschaftsspiel gegen Liberec.

Frisch gebastelt für 2004: Zwei neue Doppelhalter!

Zum Gästebuch dieser Fanpage!



Kostenlose Homepage von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!