Poisonblack in Hamburg 31.10.2006
(Konzertbericht von Ines K.)

 

 

Für die erste Vorband auf ein Konzert zu gehen ist eigentlich verrückt.
Die erste Band bekommt 30 Minuten Spielzeit und die Halle ist der Regel noch nicht einmal richtig gefällt. Poisonblack ist für Ville Laihiala ja jetzt zur Hauptband geworden seit der Auflösung von Sentenced im letzten Jahr.
Ich hatte die Band bereits 2003 schon Mal live gesehen. Damals war noch Charon-Sänger Juha-Pekka am Mikrofon. Nachdem sich Juha-Pekka aber für eine weiter CD nicht mehr zur Verfügung gestellt hat steht nun Ville an Mikrofon und Gitarre.
Ganz besonders gespannt war ich wie die Songs der ersten CD zur Stimme von Laihiala passen.
Nachdem das Venue vor ein paar Wochen, wegen zu geringer Vorverkaufszahlen, vom "Docks" ins kleiner "Grünspan" verlegt worden ist war die Halle schon sehr angemessen gefällt als Ville, Tarmo, Marco, Antti und Janne die Bühne betraten und mit "Raivotar" ihren Gig begannen. Ein Song den ich als Opener ein wenig unglücklich fand, denn es weder besonders eingängig noch (meiner Meinung nach) einer der besten Songs auf dem aktuellen Album "Lust Stained Despair". Aber aus dem Publikum kam eh erstmal hauptsächlich Blitzlichtgewitter. Sowohl Presse, Gothicmagazine als auch die Fans machten erst mal Fotos ohne Ende.
Gitarrist Janne forderte die Fans ziemlich schnell auf zu Klatschen und die Menge machte sofort mit - was man bei den Hamburgern ja nicht immer sagen kann...
Ville selbst ist für mich einer der weniger Frontmänner die, nur durch ihr Anwesenheit, wie selbstverständlich die Menge im Griff hat.
Als zweiten Song  "Exciter" hat dann auch die Fans überzeugt die noch mit verschränkten Armen im Publikum standen und darauf warteten das "Lacuna Coil" spielen.
"Exciter" war einer der Songs vom ersten Album auf die ich besonders gespannt war. Sehr spannungsgeladen, sehr schnell und sehr gut moshbar.
Geiler Song und: ok, Ville will eigentlich lieber Gitarrist als Sänger sein - aber seine Stimme passt perfekt zu Poisonblack. Schön, das du keinen passenden Ersatz für Juha Pekka gefunden hast ;-)
Die Halle füllte sich immer mehr und nun wurde auch die obere Etage geöffnet.
Viele Fans schauten nun auch vom der Balustrade herunter auf die Bühne. Ich mag die Atmosphäre sehr wenn man nicht nur eine große Halle hat sondern auch eine zweite Etage hat. Das lockert diesen Hallencharacter immer sehr auf.
Besonders Bassist Antti und Keyboarder Marco auf der rechten Seite hatten nicht wirklich viel Platz auf der Bühne - man sah ihnen aber die Spielfreude so deutlich an das es sich auf die Menge übertrug.
Auch bei den folgenden Songs "Soul in Flames", "Love Infernal", " Nothing else" und "Rush" blieb die Superstimmung bei.
Leider war "Illusion/Delusion" der letzte Song dieses Auftritts.
Jetzt hätte es noch mal weitergehen können. Ich bin mir aber sicher das das zweite Album, was noch besser, und vor allem schneller ist als das Erste bei den Fans so gut ankommen wird so das wir Poisonblack bald auch als Headliner und auf diversen Festivals sehen können.
Die Qualität der Songs, die unglaublich Bühnenpräsenz von Ville und eine spielfreudige Band haben es verdient.
And I believe in one thing forevermore.....

In diesem Sinne

Kippies - und wir sehen uns auf dem nächsten Konzert

Ines