Ich über mich

Das bin ich, Gerda (52), wohnhaft in Hamburg-Barmbek,

(dieses Foto wurde 2000 bei einer Ausstellung aufgenommen, viel verändert habe ich mich aber nicht :o)).

Als dreifache Mutter und mittlerweile zweifache Oma habe ich eigentlich immer etwas um die Ohren. Irgendwas ist immer... Doch meine Schweinchen kommen nicht zu kurz. Zu viel Verantwortung liegt doch in der Betreuung von nur noch 5 Schweinchen und gelegentlich ein paar Notschweinchen.

Was ich nicht so gern mag ist die Hausarbeit. Handarbeiten und kochen bringt mir mehr Spaß als zu bügeln oder wegzuräumen, aber ich glaube, dass es vielen Frauen so geht, auch wenn sie es sich nicht immer eingestehen wollen.

Meine älteste Tochter Kerstin (Jahrgang 76) arbeitet als Arzthelferin volltags und lebt seit Juni 2008 in der Nähe von Fulda. Die Liebe, die Liebe... Somit sehe ich sie nicht mehr so häufig, das ist zwar schade, aber da kann man nun mal nichts machen. Wenn Die Kinder flügge geworden sind, hat man als Eltern das nachsehen. Aber wenn sie da ist, ist es immer wunderschön!

Meine mittlere Tochter Yvonne (Jahrgang 77, Kerstin und Yvonne sind auf den Tag genau 11 Monate auseinander) ist verheiratet seit 1997 und hat 2 Kinder, Franka (im Mai 1999 geboren) und Maik (im August 2000 geboren). Sie ist gelernte Einzelhandelskauffrau und arbeitet jetzt wieder in einem Supermarkt. Aber ihre Kinder kommen hierbei nicht vollkommen zu kurz, auch wenn sie ab und zu bis 20 Uhr arbeiten muß.

Meine jüngste Tochter Jessica (Jahrgang 87) ist seit August 2008 als Medizinische Fachangestellte (früher Arzthelferin) in der Ausbildung tätig. Seit drei Jahren ist sie in "festen" Händen, und wird wohl auch bald das "Nest" verlassen.

Zweimal in der Woche haben wir einen Familientag, da kommen meine Mädels zum futtern nach Haus. Scheinbar hat ihnen meine Küche geschmeckt, und sie schmeckt immer noch. Ich freue mich darüber, daß meine Töchter immer noch gern nach Hause kommen. Einen Tag in der Woche nehme ich mir ausgiebig Zeit für meine Enkelkinder.

Seit Anfang 1999 bin ich im Verein "Meerschweinchen-Hobby-Club e.V.".  Weil mich die Vereinsarbeit sehr interessiert, wurde ich Ende 1999 Mitglied des Vorstands und zugleich 2. Vorsitzende. Anfang 2005 wurde ich zur 1. Vorsitzenden gewählt. Für diesen Vertrauensbeweis danke ich allen Mitgliedern. Von Anfang 2000 bis Mitte 2004 hatte ich unsere Vereinszeitung mitgestaltet und bin auf fast allen Schnuppertreffen zu finden. Mir bringt der rege Kontakt zu den Meerschweinchenliebhabern (ich vermeide ausdrücklich das Wort "Mitglieder", denn ich möchte mich mit allen "Verrückten" gut verstehen) sehr viel Spaß. Obwohl ich schon einiges über unsere Lieblinge weiß, erfährt man doch immer wieder Neues, Interessantes auf dem Gebiet. Seit 2007 im Frühjahr habe ich mich so ziemlich aus dem Vereinsgeschehen zurückgezogen. Meine Krankheit gewinnt die Oberhand und ich musste mir eingestehen, das es besser ist sich zurückzuziehen und "Neuen Besen" den Vorrang zu lassen. Ich kann nicht mehr, so wie ich es gern möchte.

Auf unseren Ausstellungen bin ich nicht mehr ausschließlich zu finden, ich bin zwar da, aber nicht mehr den ganzen Tag, das schlaucht mich leider zu sehr. Im Herbst veranstaltet unser Verein schon die 23. Ausstellung. Mehr über unsere Ausstellungen findet Ihr unter http://www.MHCev.de/ausstellungen.php

:o)

Fragen? Interesse am Verein??

 

Eigentlich möchte ich ja aufhören zu züchten, und  ...

 

der Grund dafür ist, das 2001 einige Schweinchen bei uns an Toxikose, Gebärmuttervorfällen, Totgeburten etc. starben. Kurz, es war ein Sch...jahr.

Zu guter Letzt hatten wir Ende 2001 auch noch einen kleinen Wohnungsbrand (das Wohnzimmer mußte komplett neu). Als wir nun im November alles renovieren mußten und auch Anfang November unsere Ausstellung anstand, kamen leider meine Schweinis doch etwas zu kurz. Schnell wurde nur gefüttert und schnell nur mal eben sauber gemacht, aber so richtig Zeit hatte ich nicht, vielleicht kann das einer verstehen. Als ich dann, 3 Tage nach der Ausstellung, mitten im Chaos feststellte, dass ein Weibchen von mir bestimmt schon 3 Tage tot im Stall lag, bin ich dann vor dem Käfig zusammengeklappt und habe nur noch geweint und mir geschworen, dass so ein Streß nie wieder bei mir aufkommen soll. Danach habe ich nur noch sporadisch ein Weibchen decken lassen, dass dann aber meine volle Aufsicht hatte. So etwas durfte nicht wieder passieren (und ist auch nicht!). Außerdem wollte ich keinen Deckbock mehr sitzen haben, zu leicht kommt man doch immer wieder in die Versuchung ihm ein Weibchen dazuzusetzen, denn allein soll er ja auch nicht sein. Also, wurden meine Böcke kastriert. Schnell fanden sich Liebhaber, die gern einen Kastraten haben wollten. Ich habe jetzt seit Anfang 2005 nur noch einen kastrierten Bock und 5 Mädels. Die sich richtig wohl fühlen. 

Es ist auch so, daß ich meine Rentnermädels nicht einfach abgegeben hatte, nur um weiter züchten zu können und um Platz für Neue zu haben. Ab und zu kommt es vor, dass jemand ein etwas älteres Schweinchen als Gesellschaftstier sucht. Der darf sich dann, unter Ausschluß meiner Speziellen, ein Süßes aussuchen. Und ich muß ehrlich sagen, ich freue mich, wenn ich jemandem helfen kann. Verweise aber, bevor der Suchende zu mir kommt, immer auf unsere Meerschweinchen-in-Not-Hilfe. Denn da sitzen Tiere, die auch ein Zuhause suchen. Erst ganz zu guter Letzt sage ich zu, dass man bei mir eins aussuchen kann. Auch gebe ich nicht einfach so ein Tier von mir weg, ich muß mir schon sicher sein, dass es dort auch gut hat.

Zwischenzeitlich gab es doch nochmal kleine Babys bei mir. Im August 03 zog ein Bock bei mir ein, der zwar aus einer lieben Haltung kam, dort aber gebissen wurde und es keinen Platz mehr gab. So zog er bei mir ein. Da das aber ein ganz potenter Kerl ist (eigentlich war, denn jetzt ist er kastriert) und er nicht allein sitzen sollte, hat er natürlich ein Weibchen dazugesetzt bekommen: Stöpsel! Im Oktober 2003 hat sie vier entzückende Kleine geworfen, die sehr schnell ein neues Zuhause gefunden hatten. Nun war Jerry aber immer noch nicht kastriert, warum, erkläre ich gleich, und ich habe Mupf zu ihm gesetzt, auch sie hat geworfen, im November kamen ihre Kleinen zur Welt. Natürlich auch ganz entzückende Kleine und auch sie haben ein neues Zuhause gefunden.

Nun der Grund, warum es doch so lange mit der Kastration dauerte: Vor zwei Jahren im Mai ist mein Mann arbeitslos geworden und da auch ich nur über einen kleinen Betrag verfüge (ich bin seit 1994 erwerbsunfähig berentet), fehlt es bei uns an allen Ecken und Enden. Im Mai und Juni 03 haben meine Schweinchen viele Tierarztbesuche hinter sich, OP's, Zahnkorrekturen, Krebs etc. Wie jeder es sich denken kann, sind meine Ersparnisse aufgebraucht. Ein Vereinskollege hat mir aus der Patsche geholfen und Jerrys Kastrationskosten erstmal vorgestreckt. Ich danke ihm sehr, denn ohne ihn hätte ich Jerry immer noch nicht kastrieren lassen können.

Auch habe ich mich in der letzten Zeit von einigen meiner geliebten Schweinchen trennen müssen.  Da ich meine Lieblinge nicht einfach nur mit Wurzelkraut, Kohlrabiblättern, Äpfeln und Möhren versorge, sondern die Gemüseläden richtig leer kaufe, damit es meinen Kleinen an nichts fehlt, ist mir der Unterhalt einfach zu hoch geworden.

Puffi, Whitey, Buffy, Wuschel und Stummel haben aber ein gutes Zuhause erhalten, sie sind nicht einfach nur abgeschoben worden...

-To be continue -  

 

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