Die Gattung „Brahea“
Die Gattung „Brahea“ ist mit 16 Arten in Baja California, Mexiko und in Mittelamerika vertreten. Viele Arten der alten Gattung „Erythea“ werden heute „Brahea“ zugeordnet. Es handelt sich vorwiegend um einzelstämmige Palmen mit grossen Fächerblätter. Die grossen Fächerblätter werden von den Einheimischen häufig zum Dachdecken verwendet. Die Palmen der Gattung „Brahea“ sind sehr anpassungsfähig und wachsen deshalb auch noch sehr gut in den gemässigten Zonen. Sie lieben einen vollsonnigen Standort und einen gut drainierten Boden. Es ist wichtig, dass sie trocken in den Winter gehen, da sie sonst sehr schnell von Herzfäule befallen werden. Da sie nur bei hohen Temperaturen wachsen, wäre es ein grosser Rückstand im Leben einer „Braheaart“, wenn sie Herzfäule bekommt im Winter. Denn dann braucht sie für einen Fächerausgleich wieder etwa 3 Jahre. Einzelpflanzen können fertile Samen ausbilden, welche problemlos nach 2-12Monaten keimen werden.
Folgende Arten der Gattung Brahea sind in Mitteleuropa zum auspflanzen geeignet:
Brahea armata
Allgemeines: Sie hat schöne grosse silberne Fächerblätter und einen stattlichen, bis 50cm im Durchmesser, breiten Stamm. Ihr gelber Blütenstand ragt weit über die Blätter und ist bis zu 6m lang.
| Verbreitung | Nordwesten von Mexico |
| Höhe | Stamm 12m |
| Sommertemperatur | Warm -heiss |
| Wintertemperatur | Kalt-kühl |
| Frost | -10 bis -12°C |
| Wasser | Gering |
| Licht | Sonnig |
| Luftfeuchtigkeit | Gering |
| Boden | Sandig-lehmig, sehr gut drainiert |
| Nährstoffbedarf | Gering |
Meine Erfahrung: Meine Sämlinge stehen in voller Sonne und bleiben bis -3°C drausen. Dann kommen sie in die Garage bei ca. 5°C. Sie machen im Jahr 2 bis 3 grasähnliche Blätter. Keimrate ist 70%, die ersten keimen etwa nach 2 Monaten, die letzten nach 2 Jahren. Also entsorgen sie die Samen bitte nicht frühzeitig!

Von diesem Exemplar stammen die Samen, ich hab es in Südfrankreich am Bahnhof von Juan-les-Pines fotografiert
Brahea decumbens
Allgemeines: Brahea decumbens ist eher kleinbleibend, dafür hat sie stahlblauen Fächer wie sonst keine Palme. Sie kommt in Kiefernwälder zwischen 1000 und 2000m Höhe über Meer vor.
| Verbreitung | Nordosten von Mexiko |
| Höhe | Wenn sie einen Stamm bildet = 2m, sonst = 1.5m |
| Sommertemperatur | Warm-heiss |
| Wintertemperatur | Kalt-kühl |
| Frost | -12°C |
| Wasser | Gering |
| Licht | Sonnig |
| Luftfeuchtigkeit | Gering |
| Boden | Sandig-lehmig, sehr gut drainiert |
| Nährstoffbedarf | Gering |
Meine Erfahrung: Ich bin sehr stolz Samen dieser wunderschönen seltenen Palme zu besitzen, leider wollen diese aber einfach nicht keimen!:(...
Allgemeines: Ihr Name "edulis"(essbar) kommt davon, dass früher die Indianerstämme die Früchte dieser Palme sehr gerne gekostet haben. B. edulis hat einen schönen imposanten Stamm und hellgrüne Blätter. Die Blütenstände sind etwa solange wie die Blätter.
| Verbreitung | Guadalupe |
| Höhe | Stamm 10m |
| Sommertemperatur | Warm-heiss |
| Wintertemperatur | Kalt-kühl |
| Frost | -8 bis -10°C |
| Wasser | Mässig |
| Licht | Sonnig |
| Luftfeuchtigkeit | Gering |
| Boden | Sandig-lehmig, gut drainiert |
| Nährstoffbedarf | Mittel |
Meine Erfahrung: Von 30 Samen sind bei mir nur 4 Stück gekeimt. Sie hat innerhalb 2Monaten dafür 2 Blätter gemacht, wächst also wesentlich schneller als B. armata. Abgesehen von ihrer Frosthärte wäre sie also besser für unsere relativ kühlen Sommer geeignet, denn wenn sie mal in einen starken Winter alle Blätter verliert, gleicht sie dies durch ihr schnelles Wachstum in einer Vegetationsperiode wieder aus.
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kühl=8-12°C |
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| mild=13-17°C | |
| warm=18-22°C | |
| heiß=23-27°C |