Also ich bin TARGIA  - die Wüstenfrau (oder wüste Frau *fg)!

Keine Angst..ich bin nicht immer vermummt! "Mann" kann mich evtl. auf späteren Seiten

"bewundern", oder sagt man "bedauern"???? *g

Hier lernt Ihr so einiges über "mich": es gibt verschiedene Theorien, warum die Tuareg ihr Gesicht verhüllen: (man lese und staune....*s)

-Mundtabu: nach dem Glauben der Tuareg sind die Männer, im Gegensatz zu den Frauen,  vor den Kel Essuf (den bösen Geistern) nicht geschützt, das Tragen des Schleiers soll ihr Eindringen in die Öffnungen des Kopfes verhindern (ob das was bringt...???? *g). 
- Maskierung bei den Rezzus (Raubzügen): der Schleier verhindert nicht nur ein Wiedererkennen des Räubers, sondern wirkt auf die Gegner auch furchteinflößender (uaaah)
 -Sage: nach einer schmachvoll verlorenen Schlacht verhöhnten die Frauen die Krieger beim Einteffen in das Lager, daraufhin verhüllten die Männer aus Scham ihre Gesichter (die Totenaugen von London *gg) 
- Soziale Bedeutung: mit dem Tragen des Schleiers wird der Umwelt, insbesondere der Schwiegermutter, Respekt erwiesen (so soll es sein...).
 -Schutz vor Sonne und Wind (erlaubt)

                                                      

Es ist ein Klischee, das die Tuareg ihren Schleier nie abnehmen, insbesondere innerhalb der Familie wird er oft abgelegt, er wird jedoch noch immer an Festtagen getragen und hier besonders gerne derjenige aus dem indigoblauen Stoff, der sehr teuer ist und damit den Reichtum seines Besitzers anzeigt.
Interessanterweise ist die Frage nach dem Ursprung des Tougelmoust nur für den Fremden von großer Bedeutung, die Tuareg selber erklären auf die Fragen nach dieser Sitte, das es bei ihnen halt so Tradition wäre oder ihr Vater eben auch einen getragen hätte (wär auch sonst zu peinlich *lach). 

                                                                     

 

Das frühere Schönheitsideal der Targia, die sich ausschließlich mit dem schönen Künsten und der Körperpflege beschäftigt, ist überholt (findet Ihr??????) Heutzutage wird auch von den Frauen erwartet, das sie für die Familie arbeiten und gerade im Süden heiraten viele Tuareg Hausfrauen, die es gewohnt sind zu arbeiten und insbesondere im Handel sehr erfolgreich sind.
Viele Männer treffen ihre zukünftige Frau   auch in den höheren Schulen oder der Universität, wo noch wenig Tuaregfrauen zu finden sind.
Die Targia heute wird mehr und mehr unter dem Einfluß des Islam in ihren Rechten beschnitten, es ist unüblich, das eine Frau zu Männern Kontakt hat, die nicht zu ihrer Familie gehören, allerdings ist sie immer noch frei in der Partnerwahl und darf sich auch nach einer Frist von 3 Monaten wieder verheiraten, eine Scheidung wird nicht als Schande angesehen.

                                                                                                                
Die rasanten Veränderungen von denen die Tuareg betroffen sind, spiegeln sich in allen Bereichen wieder, früher hätte kaum eine Targia eine Nebenfrau geduldet, aber heute setzt sich auch langsam die Polygamie durch (na "das"werden wir ja noch sehen...).
Der Mann beweist durch mehrere Frauen seinen guten finanziellen Status und der Islam empfiehlt viele Kinder, durch die die Männer sich auch eine gewisse Altersversorgung sichern können (pah!!!).
Trotz allem sollten wir jedoch nicht mit westlichen Augen auf die Sitte sehen, denn wie die einzelne Frau mit dieser Situation zurechtkommt, ist ihre Angelegenheit, einige begrüssen durchaus die Möglichkeit der Arbeitsaufteilung und sehen sich als Schwestern an.
Wir hier können uns den Luxus einer Liebesheirat leisten, bei vielen anderen Völkern spielen aber neben der Zuneigung auch handfeste wirtschaftliche Interessen eine Rolle.
Toleranz also- nicht nur im Denken ist angesagt.

Kommentar: DA muss ich jetzt durch!!!!!!


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