Die kurdische Geschichte

Die Kurden umfassen fast 40 Millionen Menschen und sind somit das größte Volk der Erde ohne einen selbstständigen Staat. Die Gesamtfläche des Kurdengebietes beträgt mehr als 600.000 qkm und der Boden ist sehr fruchtbar. Auch Erdöl kommt an manchen Gebieten reichlich vor. Kurdistan liegt aufgeteilt zwischen den persischen, irakischen, syrischen, russischen und vor allem türkischen Staatsmächten ohne jede Autonomie.

Wissenschaftler sind der Überzeugung, dass die Kurden von den Medern abstammen. Auch ihre Sprache, Grammatik und Phonetik tendieren sich zur medischen oder mehr zur klassischen altmedischen Sprache.
Schon allein vom Namen her werden die Kurden mehreren Völkern zugeordnet. Der Name "Qurti" scheint bereits auf über 4000 Jahre alten Schrifttafeln auf. Geographische und sprachliche Anhaltspunkte lassen in den Karduchen die Vorfahren der Kurden erkennen. Diese Anhaltspunkte tauchen auch bei den als die Könige von Babylon, Kaschu und Akkad ihr vereinigtes Riesenreich "Kardunasch" nannten in gleicher/ähnlicher Weise auf. Die Kurden werden auf sumerischen Keilschrifttafeln, Statuen und Abbildungen genannt. Wenn man ganz verwegene Kombinationen anstellen wollte, könnte man sogar behaupten, dass die Kurden überhaupt zu den ältesten Völkern im babylonischen Völkerwirrwarr zählen. Ob sich diese Völker einst Guti, Qurti, Karda oder Kurden schrieben, sie sind zweifellos die Vorfahren der heutigen Kurden, die sich in ihrer unbeugsamen Wehrhaftigkeit gleich erhalten haben.
Die biblische Sintflut hat gleichfalls mit den Kurden zu tun, denn die Arche Noah soll auf den Berghängen des Ararats gelandet sein, im Gebirge der Kurden. Von dort aus soll die Weiterbesiedlung der Erde ihren Fortgang genommen haben.
Die Kurden wurden in ihrer Geschichte oft blutig geschlagen, aber nie zerstört. Wenn es nötig war, zogen sie in ihre Berge, wo sie die Schluchten mit wenigen Kriegern für ihre Verfolger unzugänglich machten. Bei den Kurden lassen sich auch deutlich Spuren von vorislamischen Religionen erkennen.

Als die ersten Türken von den mongolischen und türkmenischen Regionen nach Kleinasien kamen, lebten im Osten dieser Region schon mehr als 2000 Jahre Kurden. Forscher können deutlich zerstörerische Spuren der Vorfahren der heutigen Türken feststellen. Sie vermuten, dass sie damals z .T. mongolischen und andere türkmenischen Stämmen zugehörten. Sie waren auch nie ein einheitliches Volk sondern vielmehr Barbaren, die entweder auf der Suche nach Weideland waren und die trockene Provinz des asiatischen Bodens verliessen, oder was eher dafür spricht, von den Mongolen vertrieben wurden. Die damaligen Türken kämpften sich auch dort angekommen in kurzer Zeit durch, wo viele Völker dieser Gewalt zum Opfer fielen. Noch heute kann man Reste von der Zersörung der damals in der Türkei lebenden Vökern, die ihr eigenes Reich und ihre eigene Zivilisation hatten, erkennen. Unter diesen Völkern kann man die Armenier, die Kurden und mit Sicherheit andere längst vergessene Völker wie z. B. die Lazariten erkennen. Auch Länder wie Zypern und Griechenland wurden teilweise zerstört, die ebenfalls noch heute an den Zerstörungen leiden wie eben genannte Völker.
Für die Kurden wurde beim Einfall der Seldschuken drei von damals vier kurdischen Staaten zerschlagen. Die kurdischen Reiche erhielten allerdings einen ziemlich autonomen Status. Sie unterstützten die Seldschuken in den Kriegen gegen die Araber und Kreuzritter. Nach dem Zerfall des Seldschukenreiches war Kurdistan bis Anfang des 16.Jh. sich selbst überlassen. 1514 schlossen sich die meisten Fürsten Nord- und Westkurdistans mit dem Osmanischen Reich zu einer Allianz gegen die Safawiden-Dynastie von Persien zusammen. Seit jener Zeit gehörte der größte Teil Kurdistans zum Osmanischen Reich, wobei sie ihre innere Unabhängigkeit behielten. Auch einige Araber schlossen sich den Osmanen an. Für die türkischen Sultane verloren die kurdischen Fürstentümer ihre Bedeutung als Pufferstaat gegen Persien, als sie nach einer Reihe kriegerischer Auseinandersetzungen mit den Persern Frieden schlossen. Dabei wurde Kurdistan unter den Osmanen und Persern aufgeteilt. (1. Teilung Kurdistans)

Die Kurden hatten all ihre Kämpfe umsonst getan und erhielten als Bonus einen tiefen Schlag in den Untergang. Kurdistan wurde noch einige Male von Großmächten in den laufenden Geschichtsjahren aufgeteilt.
Im türkischen Befreiungskampf von 1919 bis 1923, das eher eine Machtausdehnung war, verstand es Mustafa Kemal, später Atatürk genannt (übersetzt: der Vater derTürken) die kurdischen Stammesführer und damit auch den größten Teil des kurdischen Volkes für seine Ziele zu gewinnen, indem er die Losung ausgab, dass das Land der Türken und der Kurden von Ungläubigen und Kolonialmächten unterjocht werde. Daher müsse gemeiensam gegen diese Kräfte gekämpft werden . Wieder einmal wurden die Kurden reingelegt, denn nach Beendigung des Befreiungskampfes begann die Unterdrückung der Kurden, deren besondere kulturelle Existenz faktisch geleugnet wurde, indem man sie kurzerhand in Bergtürken umbenannte. Kurdisch wurde als Amtssprache verboten und in einer Blitzaktion die Ortsnamen in kurdischen Gebieten türkisiert. Das Autonomieversprechen, das den Kurden im Befreiungskampf gegeben wurde, scherte die kemalistische Politik nicht mehr. So trat das türkische Volk, welches zur Zeit des Osmanischen Reiches diskriminiert und als Turkmenen bezeichnet und herabgewürgt wurde, zum erstenmal als eine nationale Einheit auf, unter dem Begriff des türkischen Nationalismus. Unter diesem Nationalismus leideten auch die ebenfalls verfolgten Armenier.  Der sogenannte Vater der Türken "Atatürk" ließ einen grausamen Völkermord an den Armenieren, den auch schon seine Vorfahren gemacht hatten (extremster Fall in der Zeit des 1. Weltkriegs) durchführen. Er ließ allein in einer eizigen Nacht fast 2 Mio Armenier abschlachten. Wie viele Armenier insgesamt an dem Völkermord starben, ist nicht bekannt. Auch wurden viele Tausende Kurden in ihren Aufständen wie z. B. 1925 von Scheich Said mobilisierten Aufstand gegen die türkische Zentralregierung auf grausamste Weise getötet. 100e Anhänger der Kurdenaufstände wurden mit zusammengebundenen Händen in den Van See geworfen. Natürlich werden solche sonderbaren Dinge von der Türkei nicht veröffentlicht und erst recht nicht diese seines angegötterten Atatürks.
Brutale Einsätze türkischer Polizeikommandos und Militäreinhieten zerstörten Tausende kurdische Dörfer und deponierten ihre Bewohner. Folterungen, Massenmassaker, Vergewaltigungen, Türkisierungen kurdischer Gebietem (indem man kurdische Bewohner gewaltsam in die türkischen Großstädte deponiert und türkische Bürger in die kurdischen Dörfer ansiedelt), führten zu lokalen Aufständen in einigen Gebieten in Kurdistan. Noch heute treibt die Türkei eine so schmutzige Politik. Da kann von Demokratie keine Rede sein. Die Türkei, die sich demokratisch nennt, liegt eher in Richtung eines gefährlichen Faschismus die selbst Hitlers Taten im Dritten Reich überholt. Vieles ist mit der Hitlerpolitik identisch. Nur das Geschehen in der Türkei wird nicht veröffentlicht.
Aufstände in der Türkei, von denen die PKK zahlenäßig die stärkste und bestbewaffnete Gruppe in Türkisch-Kurdistan ist, haben in der letzten Zeit die Weltöffentlichkeit auf sich aufmerksam gemacht.
Die türkische Regierung hat offenbar Angst vor der Veröffentlichung des alltäglichen Geschehens in der Türkei. (Alltäglicher Terror an die kurdischen Bewohner; Folterungen in Gefängnissen). Immer wieder verschwinden Redakteure, Journalisten und irgendwie Verdächtige politisch aktive gegen diesen Folterstaat (auch Zivilisten). Man weiss nicht einmal, wo man ihre Leichen finden kann. Die türkische Regierung erzieht sogar ihre Bürger/Kinder fanatisch, ja sogar militärisch auf. Ob Schüler wollen oder nicht, sie müssen fast täglich die türkische Nationalhymne singen (wahrscheinlich auch Militärlieder), Sprüche die aus dem kemalistischen Nationalismus/Atatürk-Politik stammen wie:"Ein Türke zählt wie eine Welt, die vornehmste Rasse der Welt sind die Türekne, wie glücklich, wer sagen kann: Ich bin ein Türke" und andere Phrasen aufsagen. Die Schüler müssen sich "türkisch" benehmen und es wäre für sie sicherer keineswegs "politisch-contra" aufzufallen.

Das Erdöl spielt in der kurdischen Geschichte eine große Rolle. Schon im 1.Weltkrieg stürzten sich die Siegermächte an die Erdölgebiete in der kurdischen Provinz. So entstanden auch Irak, das englische Iran und Syrien, dass franz. Besatzungszone war. Oft war auch das Erdöl der Grund dafür, dass vereinte Mächte wie die NATO und die UNO und Länder, die Ölverträge mit Arabern (und Persern) haben schweigen und gegen Massenmorde/Massenmassaker und gegen den systematischen Völkermord an der kurdischen Bevölkerung nichts taten.
Auch die Bundesrepublik machte sich für den Völkermord teilweise verantwortlich. Sie liefert z. B. immer noch Waffen an die Türkei, obwohl schon einige Fachleute festgestellt und bewiesen haben, dass die Türkei diese Waffen gegen die Kurden benutzt haben und immer noch benutzten. Auch das Giftgas, das 1988 Sadam Hüsseyn auf die kurdische Stadt Halepce warf, (wobei 5000 Zivilisten getötet und 7000 Zivilisten verletzt wurden) kam aus Deutschland.

Serhat K.

 

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