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Linkin Park

Hybrid Theory

Chester Bennington - Vocals
Rob Bourdon - Drums
Brad Delson - Guitar
Joseph Hahn - DJ/Samples
Mike Shinoda - Vocals

Diese Band muss was Besonderes
haben. Ansonsten wäre es nicht
möglich, dass die Vorab-Single von
einem Debut-Albums eines Acts, der
noch gänzlich unbekannt ist, vier
Wochen vor der Veröffentlichung bei
allen Major-US-Rock-Stations auf
Rotation geht. So geschehen mit
One Step Closer von Linkin Park
aus deren Album Hybrid Theory.
Dieses wiederum spielte nach nur
drei Wochen glitzerndes US-Gold ein
und erreichte #16 in den
Billboard-Charts. Linkin Park zeigen
sich als so homogen wie vielseitig, so
einzigartig wie vertraut. Das
Geheimnis: Linkin Park arbeiten mit
massivem Rockfundament, auf dem
sie mit Hilfe von
HipHop-Vocal-Stylings und
elektronischen Substanzen
erdbebensichere Songgebäude
errichten, melodisch und aggressiv,
eingängig aber auf
Konfrontationskurs.


Die 12 Tracks auf Hybrid Theory bilden ein
perfektes und schlüssiges Profil einer Band, die mit
der ganzen Frische einer komplett unverbrauchten
Newcomer-Band auf die Szene tritt. Ihre Einflüsse
sind unschwer rauszuhören: Die Deftones, Nine Inch
Nails, The Roots, Aphex Twin und die ganze Riege
des Neo-Heavy-Industrial-Rock standen Pate für die
Grundidee Linkin Parks. Derart unbefleckt von
zuviel schnöder Old-School-Rocktradition besaßen
Linkin Park alle musikalischen Freiheiten, die man
sich nur wünschen kann.


Dementsprechend energetisch und
rücksichtslos konten Linkin Park in
der Folge an ihrem eigenen
musikalischen Gesit arbeiten.
Vielleicht erklärt sich daher der massive
Impact von schnellschweren, sägenden
Gitarrenriffs in einem immer
wiederkehrenden Wechselbad mit
äußerster Melodiöität.



Bennington, dessen Schwerpunkt die melodiösen
Gesangssätze sind, und Shinoda, der die
knallharten Raps beisteuert, ergänzen einander
perfekt und erschaffen eine selten gehörte
Vocalscape, die voller Überraschungen steckt.


"Wir wollen eine Dynamik schaffen, die
uns einen hohen Wiedererkennungswert
verleiht," so Bennington. "Die Leute
sollen uns hören ud sagen: 'Hey, das
sind Linkin Park'."


Ihr tighter Stil, das charakteristische Gemisch und
ihre schnell greifbaren Hooks waren die
entscheidenden Faktoren, die der Band sofort nach
ihrem ersten Gig im legendären LA-Club Whisky
schnell Aufmerksamkeit verschufen.


Nach ein paar Gigs in und um LA und
dem Signing bei Warner USA machte
sich das Quintett dann daran mit Don
Gilmore (Eve 6, Lit, Pearl Jam) Hybrid
Theory aufzunehmen.
"Wir lernten eine Menge Leute kennen,
und die Entscheidung fiel uns wirklich
schwer," erzählt Shinoda. "Aber wir
spürten, Don kann mehr als uns nur
einen guten Sound verpassen, er bringt
uns auch im Songwriting weiter."



Das Ergebnis ist ein Album, das so amtlich klingt
wie aufrührend. Ultratrockene Gitarrensounds, die
fette Breitwände aufbauen, unaufdringliche
Elektronik-Bausteine, die auf jedes I ein Tüpfelchen
setzen und ein ausgewogenes Verhältnis von
formschönem Gesang, Stakkato-Rap und
animalischem Schreien transportieren jene spezielle
Art von abgeklärter Härte, die zum
Jahrtausendwechsel angemessen erscheint, um
nicht minder ausgefeilte Texte an Mann und Frau zu
bringen.


Diese wiederum sind durchaus dunkel
und rätselhaft, ohne auf stereotype
"Holla, ich bin böse"-Mystik
zurückgreifen zu müssen.


Unbeantwortete Fragen, die Leere im eigenen Ich,
das Nicht-Wissen-Woher-Wohin sind die Themen,
die die meisten Tracks dominieren.


Zerrissenheiten, Beziehungskrisen, die
bloßgelegten Grundzüge der Identität im
angehenden 21. Jahrhundert. "Wir
versuchen, wahre Zustände in unseren
Texten auszudrücken. Es liegt beim
Hörer, ob sie seine eigenen Gedanken
hinterfragen, ihn verunsichern oder die
dunkle Seite hervorkehren."



Brad Delson und MC/Sänger Mike Shinoda
lernten einander auf der High-School kennen, wo sie
auch auf Drummer Rob Bourdon stießen. Während
seines Malerei-Studiums am Pasadena Art Center
kam Shinoda kurz darauf in Kontakt mit DJ Joseph
Hahn. Das letzte Stückchen des Puzzles war
schließlich Chester Brennington, ein Zugereister
aus Arizona, der mit sechzehn seine ersten Platten
aufnahm. "Das, was ich jetzt mache, wollte ich
schon immer machen. Ich darf mich wirklich
glücklich fühlen, dass ich hier bin. Eine lange Zeit
harter Arbeit, Ehrgeiz und Glaube bringt Dich überall
hin - und kann alles passieren lassen."



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