Ihr möchtet also etwas über uns erfahren? Sollt Ihr!
(das bin ich: Gimly)
Die „Stubentiger“
Hallo, mein Name ist Gimly und ich wohne mit meiner Schwester Cara in Berlin. Die beiden, die uns aufgenommen haben sind ganz liebe Menschen (So heißt die Rasse wohl) und machen fast alles für uns. Sie räumen hinter uns auf, kaufen unsere Nahrung ein, reinigen unser Klo, reden, streicheln und spielen mit uns. Sie sind wirklich toll.
Dabei hatten wir es nicht immer so schön. Cara und ich haben trotz unseres jungen Alters, schon viel erlebt. Nicht nur schönes und interessantes, sondern auch viel schlimmes!
Geboren wurden wir irgendwo. Unsere Eltern kennen wir kaum, da man uns kurz nach der Geburt ausgesetzt hat. Die Frau, die uns in einem Pappkarton im Park fand, hat uns gerade noch vor einem Hund retten können. Sie nahm uns mit nach Hause und päppelte uns erst mal ein wenig auf. Dort blieben wir aber nicht sehr lange, da die Frau von uns Krank wurde ( Ich glaube das heißt Allergie). Sie gab uns dann bei einem jungen Mann ab, der buntes Fell hatte und mit ganz merkwürdigen Klamotten rumlief. Die Zeit bei dem, war für uns die schlimmste!
Das er so komisch aussah, war ja nicht schlimm (wir Katzen haben ja auch unterschiedliche Fellzeichnungen), aber da waren andere Dinge, mit denen er und wir nicht so klar kamen.
· Er hörte ganz oft und ganz laut Musik. Das war nicht schön (Noch heute erschrecke ich bei lauten Geräuschen und laufe ganz weit weg)! Cara störte das weniger, sie puschte dann einfach aus Protest irgendwohin.
· Manchmal bekam er Besuch von anderen Zweibeinern, die dann Hunde mitgebracht haben. Und vor denen haben wir seit dem Erlebnis im Park riesigen Respekt. Cara wurde dann immer richtig hektisch und rannte alles um, was ihr im Weg war. Die Hunde dachten dann wohl, das sie spielen wollte. War aber nicht so! Einmal wollte ich das einem Hund erklären und stellte mich ihm in den Weg. Der hatte mich sofort zum Fressen gern und biss mich ganz schlimm! Seitdem habe ich einen Knick im Schwanz. Aber ich überlebte.
· Das andere Problem war die Enge! Wir lebten in einer 1 Zimmer Wohnung und waren meistens alleine. Der Mann gab uns was zu essen (war aber nie genug) und reinigte manchmal unser Klo. Um ihm zu erklären, das es so nicht mehr weitergeht, haben wir dann alles zerkratzt und vollgepuscht. Das hat den aber wohl gar nicht interessiert.
Erst als er eine Freundin fand, die auch wieder von uns krank wurde (das haben sie jedenfalls unseren neuen Eltern erzählt), wollten sie uns weggeben. Sie gaben eine Anzeige auf und warteten.

Unsere jetzigen (und wahrscheinlich auch letzten Eltern) lasen die Anzeige und holten uns da raus! Und das obwohl wir wirklich zum Fürchten aussahen und uns auch so benahmen. Wir waren abgemagert, verfilzt und schienen nicht stubenrein und erzogen.
Trotzdem nahmen sie uns in ihre 4 Zimmer Wohnung im Grünen und riskierten es. Gottseidank!
Vom ersten Tag an, benahmen wir uns (warum auch nicht) und zeigten unsere Dankbarkeit. Zwar mit Vorsicht und wenig Gefühl (man wusste ja nicht, wie es werden wird) aber deutlich.
Unsere Eltern haben es mit viel Geduld, Liebe und Verantwortung geschafft, das wir jetzt richtig gut aussehen und uns rundum wohlfühlen. Das zeigen wir so gut wir können. Nur manchmal noch (gaaanz selten) kratze ich an den Tapeten rum und rufe morgens nach ihnen. Und das eigentlich nur, damit sie merken wie sehr ich ihre Gesellschaft liebe und brauche.
(das ist Cara und die da unten auch)

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