Bluni-Mails (2/5)
[Matriarchat - Patriarchat]
>Es ist eben nicht einfach bloss "Patriarchat mit vertauschten Rollen", sondern eine andere Weltanschauung. Und mir geht es eben auch hauptsächlich um den weltanschaulichen Aspekt und nicht nur um die Geschlechterrollen.<
Matriachat und Patriachat ist aber nach seiner Bedeutung eine Unterscheidung nach dem Geschlecht des HERRSCHENDEN, unabhängig von deren Weltanschauung und die -ate, die entsprechende Gesellschaft! Man muß schon dafür sorgen, daß auf dem Etikett das steht, was drin ist...
>Und bist Du so ein richtiger Atheist, der an gar nix glaubt - oder "nur" aus der Kirche ausgetreten?<
Hasi, ein Atheist glaubt nicht an nichts, sondern nur nicht an eine Religion! Er ist ein Un-Gläubiger ein "A - Theist". Ich bin kein Nihilist! Der glaubt an nichts! Ich glaube zum Beispiel, das es von denen nur recht wenige gibt!
Hmm.... Meiner Erfahrung nach ist "Glauben" für die Gläubigen ein Synonym für "Wissen"! Und zwar ohne Beweis! Ich dagegen bin allein schon als Physiker verpflichtet ein Zweifler zu sein! Wenn ich sage "Ich glaube....", dann beinhaltet das eine gewisse Unsicherheit und Bereitschaft, das Gegenteil bewiesen zu bekommen. Ein Gläubiger sagt "Ich glaube....", meint er eigentlich "Ich weiß....".
Und dieser Allwissenheitsanspuch gekoppelt mit der Tatsache, daß die meisten Religionen sich auf nicht mehr als ein paar mehrfach übersetzte Worte und in offensichtlich beliebiger Hinsicht interpretierbarer Worte stützen, macht mir Religion unsympathisch! Hinzu kommt, daß ich die vermittelten Werte mir sehr willkürlich, arrogant und von geradezu gefährlicher Naivität vorkommen. Ich sage nicht, daß es keinen Gott gibt, aber ich sage, daß ich es nicht weiß und auch keinen Grund sehe, auf dieses Konzept zurückzugreifen. Ich bin Naturwissenschaftler, der sich an Beweis und nachvollziehbare Logik klammert. Beides können die Religionen (insbesondere die Buchreligionen) nicht liefern. Und bei Diskussionen mit und gegen die vor allem katholische Kirche ist mir mehr als einmal der Blutdruck hochgeschnellt und ich bin heiser geworden. *g*
>*smile* Jedenfalls ist mir das Bild der "Grossen Göttin" schon mal erheblich sympathischer als das Bild vom angeblich ach so lieben Gott, der die Menschen ständig verarscht.<
Naja, weshalb Gott zum Beispiel auch nie eine C4-Professur bekommen würde, ist Dir klar, oder?!
Weil...
... seine einzige Veröffentlichung nachweislich von mehreren Ghostwritern stammt
... seine Lehraufgaben von seinem Sohn übernommen werden mußten
... seine Sprechstunden nur sehr unregelmäßig und dann auf einem Berg stattfinden
... er seine ersten beiden Studenten aus dem Seminar rausschmiß
... er einen Fehlschlag zu vertuschen suchte, indem er das Labor unter Wasser setzte
... etc. pp.
*ggg*
["Evolution" und Gesellschaftliche Entwicklungen]
>Und was die "Aggressionsbereitschaft" anbelangt (und Adrenalin), so wäre die an sich ja nicht so verkehrt - wenn es sich nicht immer wieder gegeneinander richten würde. [...] In grauer Urzeit war es aber noch nicht so übervölkert. War da jeder fremde Mensch, dem man mal über den Weg lief, automatisch ein Konkurrent und potentieller Feind?<
Fragst Du mich das jetzt echt?! Na, ja klar! Er war ein Konkurrent um die Resourcen, wenn er nicht zur Sippe gehörte! Das ist im Tierreich nicht anders... Das Revier verteidigen! Bei den Tieren reicht es aus, wenn sich der eine im Augenblick als stärker entpuppt. Der schwächere erkennt das und flieht und der stärkere läßt ihn. Der Mensch hat die Gabe der Intelligenz, mit der er - völlig korrekt - deduziert, daß er jetzt die Möglichkeit hat, die Gefahr ein für alle Mal auszuschalten, indem er den schwächeren tötet. Sonst bestände die Möglichkeit, daß er das nächste Mal der schwächere ist.
>Und mir erscheint nun mal das Matriarchat (aber eben nicht einfach im Sinne von "Frauenherrschaft"!), viel einfacher und natürlicher und logischer als das Patriarchat, basta.<
Aber warum! Du sagst weiter unten völlig richtig, daß der Urzeitmensch mit Sicherheit was besseres zu tun hatte als sich irgendwelche gesellschaftlichen Normen zu überlegen, die das Leben unnötig verkomplizieren. Darum kann das doch nur bedeuten, daß diese gesellschaftlichen Normen, damals entweder noch kein Problem waren oder sogar das Leben vereinfachten. Das Matriarchat proklamiert, wenn ich das recht verstehe, im Einklang mit der Natur zu leben und Nicht-Aggression unter den Menschen. Im Einklang mit der Natur heißt aber nun mal in Konkurrenz zu einander und die Aggression untereinander ist voll natürlich, frag mal Deine Hauskatze! Die prügelt sich nur weil sich eine andere in ihrem Revier ihr über den Weg läuft, obwohl ihr Überleben (das feine Fresschen zuhause) nicht davon abhängt! Harmonie, Moral, Ethik und Friedfertigkeit ist ein Luxus, der erst auftreten kann, wenn die Grundbedürfnisse befriedigt und gesichert sind. Das ist heute der Fall, damals nicht! Aber eine Änderung bzw. Adaptierung an die neuen Bedürfnisse eines solch seit den Kleinkindertagen der Menschheit etablierten Systems verläuft nach und nach und nicht im Hau-Ruck-Verfahren.
>Ich habe irgendwann mal einen Roman gelesen (sogar von einer Frau geschrieben, Namen hab ich vergessen), da ging's um Urmenschen (ein CroMagnon-Mädchen namens Ayla wird von einer Horde Neandertaler oder so was in der Art aufgelesen)<
Ah-ja! *g* Alya! Hey, das ist ein Bastei-Lübbe-Nivau Unterhaltungsroman kein gesellschaftskritisches Buch! Ich hab auch nur ungläubig lächeln müssen, als mir eine Bekannte davon vorgeschwärmt hat. Sie hatte aber auch ohnehin verdrehte Ansichten.... *g*
>Weshalb in aller Welt, hätten Urmenschen, die ja noch tagtäglich darum bangen mussten, genug zu Essen heranzuschaffen, dabei auch noch solche völlig bescheuerten Sitten und Gebräuche erfinden sollen, die der ganzen Gruppe nur das Leben schwer machten?!<
Perfekte Argument! *ggg* Also kann doch das sich etablierte System damals nicht so völlig daneben gewesen sein. Die Probleme kamen doch auch erst mit einem immer ausgefeilteren Sozialleben, was sich aber erst einstellen kann, wenn das Überleben gesichert ist.
>Und was ist, wenn das herrschende System aber alle neuen Einflüsse im Keim ersticken will? Ketzer- und Hexenverbrennungen... oder die Schüsse auf dem Platz des Himmlischen Friedens etc.pp. ;-(<
Hat sich denn die katholische Kirche durchsetzen können?! Nein! Genaugenommen haben die Hexenverbrennungen im 16. und 17. Jahrhundert das Ende der kirchlichen Vorherrschaft eingeläutet. Es beschehrte uns in nicht mal 3 Jahrhunderten, die Trennung von Kirche und Staat, die Aufklärung, die Demokratie. Und die Schüsse auf dem Platz des Himmlischen Friedens habe bisher noch keine Folgen gehabt. Aber wir reden hier auch von historischen Veränderungen. Die Niederschlagung des Arbeiteraufstand in Ost-Berlin fand um 1956 statt, etwa 30 Jahre später gab´s die DDR nicht mehr. Die Aufstände in China waren wann? Vor 15 Jahren? Gib dem doch etwas Zeit! Zumal es sich um ein asiatisches Reich handelt, die nicht gerade bekannt dafür sind, althergebrachtes über den Haufen zu
werfen und lieber eine schlechte Ordnung tolerieren als eine neue. Außerdem haben sie doch etwas gebracht! Ich wußte zum Beispiel nicht, wie es in China aussieht! Du? Und der Rest der (empörten) Welt mußte sich fragen? Was können wir tun? Offensichtlich nichts! Es bestand Handlungsbedarf, aber keine Handhabe! Nun, hat die Welt einen gemeinsamen Feind! Den Terrorismus! Und plötzlich hat man eine Handhabe. China zeigt sich offener, diskussionbereiter, an der WELTGEMEINSCHAFT interessiert! Ich empfinde das als nicht entmutigend.
Die Dinge ändern sich langsam und die Grenze, ab der man Leute als Feinde sieht hat sich konsequent immer weiter weg geschoben....
- Graue Vorzeit - Familie/Sippe
- etwas hellere Vorzeit - Familie/Sippe, Stamm
- etwas später - Familie/Sippe, Stamm, Kultur/Volk
- dann lange Zeit - Familie/Sippe, Stamm, Kultur/Volk, regionale Staaten
- ältere Vergangenheit - Familie/Sippe, Stamm, Kultur/Volk, regionale Staaten, überregionale Nationen
- jüngste Vergangenheit - Familie/Sippe, Stamm, Kultur/Volk, regionale Staaten, überregionale Nationen, Rasse
- Gegenwart - Familie/Sippe, Stamm, Kultur/Volk, regionale Staaten, überregionale Nationen, Rasse, überregionale Kulturkreise/Religionen
Mit jedem Schritt rücken vormals indiskutable Unterschiede in den Bereich der Akzeptanz. Das Fernziel dürfte wohl irgendwann mal die gesamte Erde bzw. Menschheit umfassen. (Die nächsten ETs, die wir treffen, würden es dann zunächst mal wieder wohl abbekommen!) Und die größten Schritte haben wir in den letzten Jahrhunderten gemacht. Ich finde das alles nicht so negativ! Und natürlich wartest Du nicht nur ab. Du tauscht Dich mit anderen Menschen aus und nimmst damit im sehr kleinen Rahmen Einfluß und bestimmst auch mit wohin die Strömungen fließen.
>Aber so wie ich das sehe, muss auch im Matriarchat nicht immer alles allzu harmoniesüchtig sein; und im Patriarchat wird ja schliesslich auch nicht die ganze Zeit immer und überall miteinander gekämpft... ;-)<
Jetzt werde ich immer verwirrter und neugieriger! Worin genau unterscheidet sich denn das Matriarchat zum Patriarchat? Mir scheint, die Vorstellungen sind etwa genauso ausgefeilt wie "Wie das Patriarchat mit
Geschlechtergleichberechtigung nur noch besser!" ;-)
>Aggressionen etc. sind durchaus NATÜRLICH! Das Patriarchat ist es nicht. Meine persönliche Meinung.<
Und genau das verstehe ich nicht! Wie kommst Du dazu, das Patriarchat als unnatürlich zu betiteln, wo es Dir die Natur quasi vor die Nase gesetzt hat!
>>Ich bin harmoniesüchtig! Ich HASSE Streit! Aber ich liebe Diskussionen!!! *ggg*<<
>Bist Du etwa ein matriarchaler Mann?! ;-)<
Vermutlich! *g* Hab ja auch in meiner Krankenhauszeit jahrelang Allegra und Amica gelesen... *ggg* Nur Blumenkränze flechten mag ich nicht!
>Es geschehen viele Dinge, die nicht sinnvoll sind. Manche Dinge, die sinnvoll wären, geschehen dagegen nicht. Einfach Evolutionäres bzw. Gesellschaftspolitisches Glücksspiel?!<
Die Natur bewertet nicht, interessiert sich nicht für den Sinn! Ja, sie wertet noch nichtmal das, was sie getan aus oder merkt es sich in irgendeiner Form! Sie versucht sich immer wieder neu! Insofern ist es schon eine Art Glücksspiel, aber mit mehr Chancen auf Gewinn als in Monaco!
>Irgendwie war/ist es aber nicht der Stil Matriarchaler Kulturen, zu erobern und zu missionieren (bzw. zu assimilieren)... sonst würden wir jetzt alle im Matriarchat und nicht im Patriarchat leben - aber das wäre dann wohl eben wieder eine andere Art von Matriarchat, als das, was ich darunter verstehe...<
Aber zu diskutieren und zu überzeugen ist doch eine Form zu missionieren... Andererseits bedeutet das was Du sagst, daß nun da die Welt einmal patriarchal geprägt ist, nie matriarchal werden kann, da das wahre Matriarchat sich nie durchsetzen kann, da es per Definition nie ´zum Kampf´ antreten würde.
Schade-schade... aber nun gut! Legen wir eine Schweigeminute für das Matriarchat ein....... .....und jetzt weiter mit dem, was wir erreichen können! Das kann ja wohl nicht wahr sein!
[Matriarchat - Patriarchat]
>Matriach und Patriach ist aber nach seiner Bedeutung eine Unterscheidung nach dem Geschlecht des HERRSCHENDEN unabhängig von deren Weltanschauung und die -ate, die entsprechende Gesellschaft!<
*seufz* Ja schon... Im Matriarchat geht's logischerweise nach der Mütterlichen Linie, während man im Patriarchat von der Väterlichen Linie ausgeht etc.pp. (Und mir erscheint es beispielsweise auch nicht sehr logisch, dass Kinder den Familiennamen des Ehemannes der Mutter erhalten sollen!)... Aber es ist eben schon ein Kreuz mit der "Herrschafts"-Definition, da in Matriarchalen Gesellschaften die Frauen nicht so "geherrscht" haben, wie es umgekehrt im Patriarchat die Männer tun. Weshalb ja nicht selten einfach behauptet wird, Matriarchate hätte es nie gegeben, weil nix davon bekannt wäre, dass mal Frauen über Männer geherrscht hätten... *grmpf*
>Man muß schon dafür sorgen, daß auf dem Etikett das steht, was drin ist...<
Tja, das ist wohl eben nicht so eindeutig wie ein Etikett mit "Natriumchlorid" oder sonstwas... *smile*
[Atheist]
Uuuups, da hab ich mich wohl wieder missverständlich ausgedrückt... mit "gar nix" meinte ich eben eher sowas wie: an keine Religion, an nix Übersinnliches/Übernatürliches (Geister, Astrologie oder sonstwas)... ;-)
Hihihi, das mit der C4-Professur (C4 muss wohl was ganz tolles sein?) für Gott finde ich gut! *ggg* ;-)
["Evolution" und Gesellschaftliche Entwicklungen]
>Fragst Du mich das jetzt echt?! Na, ja klar! Er war ein Konkurrent um die Resourcen, wenn er nicht zur Sippe gehörte!<
Nehmen wir mal spasseshalber an, damals hätte es noch genug Resourcen für alle gegeben... könnte dann jemand Fremdes nicht auch ein potentieller Freund gewesen sein? Eine Bereicherung oder zumindest ne willkommene Abwechslung im Alltag? Vielleicht auch zum ein Bisschen "Gene mischeln"...? ;-)
>>Und mir erscheint nun mal das Matriarchat (aber eben nicht einfach im Sinne von Frauenherrschaft"!), viel einfacher und natürlicher und logischer als das Patriarchat, basta.<<
>Aber warum!<
Erstens: Weil sich Matrilinearität im Gegensatz zur Patrilinearität ganz einfach nachweisen lässt (sofern den lieben Urmenschen da überhaupt schon aufgegangen ist, dass Männer beim Kinder machen auch eine Rolle spielen) - und dabei spielt jetzt die "Weltanschauung" noch gar keine Rolle, das kommt dann noch dazu... ;-)
>Du sagst weiter unten völlig richtig, daß der Urzeitmensch mit Sicherheit was besseres zu tun hatte als sich irgendwelche gesellschaftlichen Normen zu überlegen, die das Leben unnötig verkomplizieren.<
Eben, das denke ich mir auch.
>Darum kann das doch nur bedeuten, daß diese gesellschaftlichen Normen, damals entweder noch kein Problem waren oder sogar das Leben vereinfachten.<
Genau.
>Das Matriarchat proklamiert, wenn ich das recht verstehe, im Einklang mit der Natur zu leben und Nicht-Aggression unter den Menschen. Im Einklang mit der Natur heißt aber nunmal in Konkurrenz zu einander<
Wieso das? Was hat "Kein Raubbau mit der Natur" denn automatisch mit "Konkurrenz untereinander" zu tun? *grübel-grübel*
>und die Aggression untereinander ist voll natürlich, frag mal Deine Hauskatze! Die prügelt sich nur weil sich eine andere in ihrem Revier ihr über den Weg läuft, obwohl ihr Überleben (das feine Freßchen zuhause) nicht davon abhängt!<
Ja, ich hatte eine bzw. zwei Katzen und die haben fremde Katzen immer wunderbar verscheucht und ihr Revier verteidigt. Aber Katzen sind auch keine Herdentiere, sondern Einzelgänger... ;-)
>Harmonie, Moral, Ethik und Friedfertigkeit ist ein Luxus, der erst auftreten kann, wenn die Grundbedürfnisse befriedigt und gesichert sind.<
Tja, und ich gehe eben eher davon aus, dass gerade die "Harmonie" in der Sippschaft/Gruppe dazu beigetragen hat, dass gemeinsam die Grundbedürfnisse befriedigt werden konnten. Und irgendwelche Krieger haben damals vielleicht gefährliche Raubtiere totgeschlagen - aber nicht sich gegenseitig.
>Das ist heute der Fall, damals nicht! Aber eine Änderung bzw. Adaptierung an die neuen Bedürfnisse eines solch seit den Kleinkindertagen der Menschheit etablierten Systems verläuft nach und nach und nicht im Hau-Ruck-Verfahren.<
Da stimme ich Dir völlig zu, dass irgendwelche Änderungen nicht von heute auf morgen erfolgen. Das Christentum beispielsweise brauchte auch eine Weile, bis es sich etabliert hatte.
Und wegen dem "Urzeit-Roman" (Ayla oder Alya, weiss jetzt auch nicht mehr! *smile*); na klar ist das kein gesellschaftskritisches Buch - aber was da beschrieben wurde vom urzeitlichen Patriarchat etc.pp. ist eben genau das, was auch viele Wissenschaftler lange gedacht haben. Und wieso haben sie das gedacht? Weil sie in einem Patriarchat leben und sich nichts anderes vorstellen können. Und das gab es ja angeblich schon immer... *grmpf* Steht ja schliesslich schon in der Bibel, dass Adam zuerst erschaffen worden wäre und der Mann das Haupt der Frau sei und blablabla... *augenverdreh* ;-)
>Die Dinge ändern sich langsam und die Grenze, ab der man Leute als Feinde sieht hat sich konsequent immer weiter weg geschoben....<
Dummerweise gibt es aber immer noch Leute, die JEDEN anderen Menschen als Feind betrachten...
>Mit jedem Schritt rücken vormals indiskutable Unterschiede in den Bereich der Akzeptanz. Das Fernziel dürfte wohl irgendwann mal die gesamte Erde bzw. Menschheit umfassen. (Die nächsten ETs, die wir treffen, würden es dann zunächst mal wieder wohl abbekommen!)<
Hehehe, da können einem die Aliens ja direkt schon jetzt leid tun... ;-)
>>Aber so wie ich das sehe, muss auch im Matriarchat nicht immer alles allzu harmoniesüchtig sein; und im Patriarchat wird ja schliesslich auch nicht die ganze Zeit immer und überall miteinander gekämpft... ;-)<<
>Jetzt werde ich immer verwirrter und neugieriger! Worin genau unterscheidet sich denn das Matriarchat zum Patriarchat?<
Tja, also bis jetzt ist es mir noch nicht gelungen, dies in wenigen Worten umfassend und verständlich darzulegen, da die Unterschiede ja nicht nur Gegensätze wie Mutterrecht/Vaterrecht umfassen, sondern so gut wie alle Lebensbereiche betroffen sind...
Auf einer Seite habe ich mal "Matriarchat - Patriarchat" verglichen bzw. alles mögliche dazu zusammengetragen. Und zwar hier: [Link-Warnung!!!] B.B.s Seite über Matriarchat und Patriarchat
(Aber Achtung, als ich das geschrieben habe, war ich teilweise in ziemlich schlechter Laune, deshalb könnte es sich zuweilen noch etwas männerfeindlich anhören. Irgendwann muss ich das noch überarbeiten...)
>Mir scheint, die Vorstellungen sind etwa genauso ausgefeilt wie "Wie das Patriarchat mit Geschlechtergleichberechtigung nur noch besser!" ;-)<
Tja, es ist eben zum grossen Teil so ein Gegensatz zum Patriarchat, dass man eben nicht einfach die Geschlechterrollen tauschen kann.
>>Aggressionen etc. sind durchaus NATÜRLICH! Das Patriarchat ist es nicht. Meine persönliche Meinung.<<
>Und genau das verstehe ich nicht! Wie kommst Du dazu, das Patriarchat als unnatürlich zu betiteln, wo es Dir die Natur quasi vor die Nase gesetzt hat!<
Die Natur?! Patriarchat ist doch kein Naturphänomen, sondern wurde von Menschen/Männern erfunden (ich unterstelle jetzt einfach mal, dass es hauptsächlich Männer waren; ansonsten müssten es wohl extrem masochistisch veranlagte Frauen gewesen sein *lol*)! Oder hältst Du vielleicht auch das Christentum, oder sonst eine Religion für ein Naturphänomen?! ;-)
>Hab ja auch in meiner Krankenhauszeit jahrelang Allegra und Amica gelesen... *ggg*<
Tja, da hast Du mir was voraus! *ggg* Denn um sogenannte "Frauenzeitschriften" mache ich für gewöhnlich einen weiten Bogen. Nur wenn wirklich sonst nix zum Lesen rumliegt, greife ich mal drauf zurück... ;-)
>Nur Blumenkränze flechten mag ich nicht!<
Dann verrate ich Dir mal ein Geheimnis... *flüster:* Ich kann gar keine Blumenkränze flechten... Aber psssssst! Nicht weitersagen! ;-)
>Aber zu diskutieren und zu überzeugen ist doch eine Form zu missionieren...<
Huch, bin ich ne Missionarin?! ;-)
Und was das "alte" Matriarchat anbelangt... Ja, das ist wohl wirklich verloren und wird in dieser Form wohl nie wiederkehren... (Na welche Überraschung!)
Wovon ich träume bzw. was mir für die Zukunft so vorschweben würde, wäre eher so eine Art Neues Matriarchat - allerdings sollte man sich dafür besser noch einen anderen Namen ausdenken, da der Begriff ja so oft missverstanden wird... Na ja, nennen wir es der Einfachheit halber mal "Gleichberechtigung", auch wenn darunter ja auch nicht alle das gleiche verstehen... ;-)
[Matriarchat - Patriarchat]
>Aber es ist eben schon ein Kreuz mit der "Herrschafts"-Definition, da in Matriarchalen Gesellschaften die Frauen nicht so "geherrscht" haben, wie es umgekehrt im Patriarchat die Männer tun. [...] Tja, das ist wohl eben nicht so eindeutig wie ein Etikett mit "Natriumchlorid" oder sonstwas... *smile*<
Ist ja sicher richtig und mittlerweile verstehe ich das ja auch. Ich meine nur, daß das Wort Matriarchat eben bereits in der Form vergeben ist. Eine komplett andere Definition bedarf eines anderen Wortes oder man sorgt dafür, dass die Bedeutung als Diskussionsgrundlage geändert wird (sprich: per Duden).
Ansich brauchen wir über das Wort auch nicht mehr zu reden, wir haben jetzt ja ein gemeinsames Verständnis gefunden. Zumindest wissen wir jetzt worin wir zu Beginn uns mißverstanden habe, oder?!
[Atheist]
>Uuuups, da hab ich mich wohl wieder missverständlich ausgedrückt... mit "gar nix" meinte ich eben eher sowas wie: an keine Religion, an nix Übersinnliches/Übernatürliches (Geister, Astrologie oder sonstwas)... ;-)<
Oh, ich bin ein erklärter Fan von unerklärbaren Phänomenen. Allerdings musste ich mit zunehmender Kenntnis der Naturwissenschaften feststellen, daß vieles doch ohne Götter und Geister erklärbar ist. Echt enttäuschend! Das macht aber die wenigen Rätsel nur um so interessanter. Ich kann mir durchaus etwas Meta-Physisches vorstellen, aber ich glaube (im beschriebenen Sinne eines Gläubigen) nicht daran. Ich bin fasziniert, aber nicht überzeugt! Ein Naturwissenschaftler verlangt immer irgendwie eine Nachprüfbarkeit und Reproduzierbarkeit, was die Parapsychologen und die Astrologie im Detail nicht liefern können.
>Hihihi, das mit der C4-Professur (C4 muss wohl was ganz tolles sein?) für Gott finde ich gut! *ggg* ;-)<
C4 ist RICHTIG GUT bezahlt! So mit bis zu 12.000 DM pro Monat, glaube ich! Und unkündbar!
["Evolution" und Gesellschaftliche Entwicklungen]
>Nehmen wir mal spasseshalber an, damals hätte es noch genug Resourcen für alle gegeben... könnte dann jemand Fremdes nicht auch ein potentieller Freund gewesen sein? Eine Bereicherung oder zumindest ne willkommene Abwechslung im Alltag? Vielleicht auch zum ein Bisschen "Gene mischeln"...? ;-)<
Nun waren aber die Ressourcen eher dünn gestreut. Es gab zwar genug, aber zusätzliche Jäger und Sammler machen es den anderen schwerer. Das ist die Konkurrenz, die ich meine. Natürlich haben sie sich nicht um das letzte Kaninchen oder die letzte Brombeere im Umkreis von 100 Meilen gehauen! *g*
>Erstens: Weil sich Matrilinearität im Gegensatz zur Patrilinearität ganz einfach nachweisen lässt (sofern den lieben Urmenschen da überhaupt schon aufgegangen ist, dass Männer beim Kinder machen auch eine Rolle spielen) - und dabei spielt jetzt die "Weltanschauung" noch gar keine Rolle, das kommt dann noch dazu... ;-)<
Da stimme ich Dir voll und ganz zu! Mir ist das auch nicht völlig einsichtig! Wahrscheinlich hat sich hier wieder der stärkere durchgesetzt! "Uh-uh, das da meins!!!" Unsinnig? Ja, völlig! Für das grundsätzliche Überleben auch kaum wichtig! Aber ab wann war das so? Würde mich mal interessieren! Bei den Kelten zum Beispiel war es meines ursprünglich nicht der Fall. Da übernahm der niedere die Position des höheren - sei es Mann oder Frau. Die Kelten hatten da eine deutlichere Hierachie. Im Ganzen waren die primitiveren Kulturen in vielerlei Hinsicht liberaler und geradezu moderner als die sogenannten höheren Kulturen, da gebe ich Dir völlig recht! Wäre übrigens wirklich mal interessant zu wissen, wann dem Menschen klar wurde, wie das prinzipiell mit der Kausalität von Bum-Bum und Frauen dickmachen funktioniert! *g*
>Wieso das? Was hat "Kein Raubbau mit der Natur" denn automatisch mit "Konkurrenz untereinander" zu tun? *grübel-grübel*<
Im Einklang mit der Natur heißt in Konkurrenz leben, denn die Natur basiert auf dem Konkurrenzprinzip zur gegenseitigen Kontrolle. Wenn sich ein Raubtier kein Jagdrevier sichern kann, dann geht es ein. Kein Mitleid! Kein Hochpäppeln!
>Ja, ich hatte eine bzw. zwei Katzen und die haben fremde Katzen immer wunderbar verscheucht und ihr Revier verteidigt. Aber Katzen sind auch keine Herdentiere, sondern Einzelgänger... ;-)<
Der Mensch ist kein Herdentier! Herde impliziert Pflanzenfresser! Der Mensch ist ein Allesfresser! Er ist eine Mischung aus einem Herden- und einem Rudeltier! Und in einem Rudel wie in einer Herde ist die Hierachie ganz scharf definiert und von elementarer Bedeutung (witzigerweise auch vorwiegend patriarchal, hmm?!)! Ein Revier ist auch keine dauerhafte Sache von "in guten wie in schlechten Zeiten". Verändern sich die Verhältnisse, wird ein neues Revier gesucht. Das machen Herden- wie Rudeltiere und auch Einzelgänger. Und genau dann kommt es zum Clash mit den anderen!
>Tja, und ich gehe eben eher davon aus, dass gerade die "Harmonie" in der Sippschaft/Gruppe dazu beigetragen hat, dass gemeinsam die Grundbedürfnisse befriedigt werden konnten. Und irgendwelche Krieger haben damals vielleicht gefährliche Raubtiere totgeschlagen - aber nicht sich gegenseitig.<
Äh, das haben sie aber! Gut, innerhalb einer Sippe eher nicht, aber eine andere Sippe war eben ein Konkurrent. Wir reden die ganze Zeit immer nur vom gegenseitig erschlagen. Vielleicht sollte ich mal klarstellen, daß ich nicht meine, daß der Mensch, wo er sich begegnet ist, übereinander hergefallen ist!
Nein-nein! Das meine ich nicht! Der Mensch ist in erster Linie ein soziales Wesen. Er bildet Gemeinschaften! Auch sippenübergreifend, aber diese Gemeinschaften implizieren immer eine Abgrenzung zu anderen, nicht der Gemeinschaft angehörigen, die auch zu deren potentiellen Feinden zugordnet werden.
>Da stimme ich Dir völlig zu, dass irgendwelche Änderungen nicht von heute auf morgen erfolgen. Das Christentum beispielsweise brauchte auch eine Weile, bis es sich etabliert hatte.<
Naja, aber gerade da hätte ich mir auch etwas weniger Haue und mehr Rucke gewünscht! ;-) Die Kirche mit ihrer zum Teil eher willkürlich und opportunistischen Prägung hat nicht nur unsere Ethik zu verantworten, sondern eben auch die ein oder andere gesellschaftliche Norm, aus der zu entwachsen oder sie zumindest als solche Prägung und nicht naturgegebene Tatsache zu erkennen, eben einige Zeit und Übung erfordert. Laß mal in ein paar Jahren sind diese Schubladendenker ausgestorben, dafür gibt es vielleicht neue. Wie z.B. der Mann an sich ist schlecht, aggressiv, etc.... Um mal willkürlich eine mögliche Schublade aufzuziehen... ;-)
Im ganzen könnte ich mir gut vorstellen, daß wir beide damals zusammen entweder mit unsäglicher Genugtuung am hohen Thron der Kirche gesägt hätten und/oder dasselbe schreckliche Schicksal geteilt hätten. *fg*
>Dummerweise gibt es aber immer noch Leute, die JEDEN anderen Menschen als Feind betrachten...<
Das sind aber echt die Ausnahmen! Dummerweise sind sie die aktivsten, während die toleranteren eher passiv sind. Kritisch wird's immer nur dann, wenn diese Idioten sich zusammenrotten. Aber vor diesen Querulanten wärst Du wohl auch nicht im Matriarchat gefeit.
>Die Natur?! Patriarchat ist doch kein Naturphänomen, sondern wurde von Menschen/Männern erfunden (ich unterstelle jetzt einfach mal, dass es hauptsächlich Männer waren; ansonsten müssten es wohl extrem masochistisch veranlagte Frauen gewesen sein *lol*)! Oder hältst Du vielleicht auch das Christentum, oder sonst eine Religion für ein Naturphänomen?! ;-)<
Ähm... "Natürlich!" wollte mir gerade über die Lippen rutschen! *gg* Der Mensch gehört doch zur Natur und darum auch alles was er tut! Die Unterscheidung "Menschlich-Natürlich" ist nach meiner Meinung und objektiv betrachtet nicht nur falsch, sondern spiegelt zum Teil eine ähnliche Arroganz wie die der Bibel wieder. Der Mensch steht doch nicht abseits zur Natur! Es ist ein Teil von ihr! Mit Haut und Haar! Mit Kind und Kegel! Mit Staat und Kirche! Eine patriarchal Gesellschaftsstruktur findet man in vielen Bereichen der Tierwelt wieder. Sie ist mitnichten (und vor allem mit Neffen! *gg*) unnatürlich! Alles was, der Mensch tut oder nicht tut ist natürlich, die Frage ist nur, ob es auch "günstig", "richtig", "hilfreich" oder "sinnvoll" ist! Aber widernatürlich?!
Nein, auf keinen Fall! Natürlich impliziert immer irgendwie, daß es ohne zutun nicht auftreten würde, daß es irgendwie falsch ist, das man die Natur vergewaltigt, sie zurechtbiegt! Und das stellt, den Täter immer abseits der Natur, was meiner Ansicht nach nicht zulässig ist. Wir können gerne über den Sinn oder den Unsinn von etablierten Regeln und Normen diskutieren, aber die Wertung "unnatürlich" kann ich einfach nicht gelten lassen. Sorry!
>>Aber zu diskutieren und zu überzeugen ist doch eine Form zu missionieren...<<
>Huch, bin ich ne Missionarin?! ;-)<
Ja, ganz in weiß gekleidet, mit sanft-resoluten Gesichtsausdruck und einem ausgesprochen weiblichen Kreuz um den Hals... *ggg*
>Wovon ich träume bzw. was mir für die Zukunft so vorschweben würde, wäre eher so eine Art Neues Matriarchat - allerdings sollte man sich dafür besser noch einen anderen Namen ausdenken, da der Begriff ja so oft missverstanden wird... Na ja, nennen wir es der Einfachheit halber mal "Gleichberechtigung", auch wenn darunter ja auch nicht alle das gleiche verstehen... ;-)<
Hier herrscht völlige Harmonie zwischen uns... *gg*
Und "Gleichberechtigung" empfinde ich als deutlich weniger missverständlich und verschieden auslegbar als Matriarchat.
[Atheist]
>Oh, ich bin ein erklärter Fan von unerklärbaren Phänomenen.<
Schööön! *händereib*
>Allerdings musste ich mit zunehmender Kenntnis der Naturwissenschaften feststellen, daß vieles doch ohne Götter und Geister erklärbar ist. Echt enttäuschend!<
*schnieffffff*
>Das macht aber die wenigen Rätsel nur um so interessanter. Ich kann mir durchaus etwas Meta-Physisches vorstellen, aber ich glaube (im beschriebenen Sinne eines Gläubigen) nicht daran. Ich bin fasziniert, aber nicht überzeugt!<
Na ja, so ähnlich geht's mir irgendwie auch. Ich bin fasziniert und könnte mir durchaus noch vieles vorstellen... aber so richtig gläubig (überzeugt) bin ich doch eher selten, weil es ja auch immer soooo viele Erklärungen für alles mögliche gibt! Na ja, im Zweifelsfalle "glaube" ich dann immer eher das, was mir persönlich am sympathischsten ist... ;-)
>Ein Naturwissenschaftler verlangt immer irgendwie eine Nachprüfbarkeit und Reproduzierbarkeit, was die Parapsychologen und die Astrologie im Detail nicht liefern können.<
Und ich bin eben keine Wissenschaftlerin... Und vielleicht auch deshalb nicht immer so exakt in meinen Formulierungen... *ggg*
[Matriarchat - Patriarchat]
Apropos "Definitionen": Was im Duden steht, ist eben auch nicht mehr der letzte Schrei, da werden Jahre/Jahrzehnte Matriarchatsforschung wohl einfach ignoriert... (Hannelore würde wohl meckern: Ist ja klar - sind wohl hauptsächlich Männer beim Duden, also typisch patriarchal! *ggg*)
["Evolution" und Gesellschaftliche Entwicklungen]
>Nun waren aber die Resourcen eher dünn gestreut. Es gab zwar genug, aber zusätzlich Jäger und Sammler machen es den anderen schwerer. Das ist die Konkurrenz, die ich meine.<
Ich stelle mir gerne vor, dass sich die Leute damals auch noch soweit verteilen konnten, ohne einander gegenseitig auf die Füsse zu treten. Dass sie sich vielleicht zu irgendwelchen Festen getroffen haben (nicht nur zum Feiern, sondern auch zum Gene mischeln... *ggg*), aber ansonsten ihren Freiraum bzw. ihr Territorium bzw. ihre Jagdgründe hatten.
[Matrilinearität einfacher als Patrilinearität]
>Da stimme ich Dir voll und ganz zu! Mir ist das auch nicht völlig einsichtig! Wahrscheinlich hat sich hier wieder der stärkere durchgesetzt! "Uh-uh, das da meins!!!" Unsinnig? Ja, völlig!<
Eben! ;-)
>... Aber ab wann war das so? Würde mich mal interessieren!<
Es wird davon ausgegangen, dass das Patriarchat erst so vor 5000 Jahren erfunden wurde und dann noch lange gebraucht hat, um sich so richtig durchzusetzen. Bei den ollen Griechen war's dann beispielsweise ja ganz schlimm und die Frau nur noch ein Mensch zweiter Klasse - und gerade dieses "Griechische Modell" hat sich dann leider (auch "dank" der Kirche) in Europa stark verbreitet.
>Bei den Kelten zum Beispiel war es meines ursprünglich nicht der Fall. Da übernahm der niedere die Position des höheren - sei es Mann oder Frau. Die Kelten hatten da eine deutlichere Hierachie.<
Bei den Kelten gab es noch matriarchale aber auch schon patriarchale Tendenzen. Hat sich also mal gar nicht so schlecht vertragen! ;-)
>Im Ganzen waren die primitiveren Kulturen in vielerlei Hinsicht liberaler und geradezu moderner als die sogenannten höheren Kulturen, da gebe ich Dir völlig recht!<
Genau. Und so "primitiv" waren viele alte Kulturen ja gar nicht (Im Alten Ägypten war vieles noch lange matriarchal geprägt; die Römer waren beispielsweise ziemlich entsetzt, dass Ägyptische Frauen eigene Rechtssubjekte waren! *ggg*)... Da waren irgendwelche Eroberer oft viel primitiver, die sich aber dann nicht selten ein gut Teil der "Kultur" der Eroberten zu eigen machten und dann natürlich oft genug für ihre eigene Leistung ausgaben...
>Wäre übrigens wirklich mal interessant zu wissen, wann dem Menschen klar wurde, wie das prinzipiell mit der Kausalität von Bum-Bum und Frauen dickmachen funktioniert! *g*<
Hihihi, es soll ja heute noch irgendeinen Inselstamm geben, wo man glaubt, dass Geister für Schwangerschaften verantwortlich sind... ;-)
[Horde - Herde - Rudel]
>Der Mensch ist kein Herdentier! Herde impliziert Pflanzenfresser!<
Auweia, nimmst Du es wieder genau! *smile* Herde/Rudel - ist doch Jacke wie Hose! Na ja, egal... ;-)
>Der Mensch ist ein Allesfresser! Er ist eine Mischung aus einem Herden- und einem Rudeltier!<
Na schön, dann eben so. Jedenfalls ist ein Mensch nur ungern ein Einzelgänger, sondern bevorzugt meist Menschlichen Kontakt! ;-)
>Und in einem Rudel wie in einer Herde ist die Hierachie ganz scharf definiert und von elementarer Bedeutung (witzigerweise auch vorwiegend patriarchal, hmm?!)!<
Hmmm... *räusper-räusper* Es ist natürlich immer so eine Sache, von Tieren auf Menschen zu schliessen, da man im Tierreich für ALLES irgendwelche Beispiele finden kann. Irgendwelche Alpha-Männchen hätten natürlich schon schrecklich gerne ein Patriarchat, dass sie der grosse King sind und dass sie es sind, die für Nachwuchs sorgen - das glaub ich gerne *smile* - aber es sind meist/oft dann doch die Weibchen, die entscheiden, von wem sie Nachwuchs haben wollen. Aber lange Zeit ist diese Weibliche Partnerwahl (was für eine Überraschung!) den zumeist Männlichen Forschern gar nicht aufgefallen (bzw. sie konnten sich so was wohl gar nicht vorstellen, weil das nicht in ihr "Patriarchales" Weltbild passte); bis beispielsweise mal bei einer Genetischen Untersuchung einer Affengruppe aufgefallen ist, dass rund die Hälfte der Kinder gar nicht vom "Pascha" stammt, sondern von ganz anderen Männchen, wovon die Forscher bis anhin gar nix bemerkt hatten.
>Ein Revier ist auch keine dauerhafte Sache von "in guten wie in schlechten Zeiten". Verändern sich die Verhältnisse, wird ein neues Revier gesucht. Das machen Herden- wie Rudeltiere und auch Einzelgänger.<
Ja.
>Und genau dann kommt es zum Clash mit den anderen!<
Ja, das ist eben leider gut möglich. Ich spekuliere mal, dass sich so was wie Kriege oder Patriarchat nicht zuletzt deshalb entwickelt haben, weil es irgendwann irgendwo aus irgendwelchen Gründen mal zu viele Menschen auf einem Fleck gab und es deshalb crashte. Plötzlich so viele nicht-verwandte Menschen auf einem Haufen - da wollten dann wohl plötzlich welche was besseres sein bzw. herrschen... und dann kam wohl eins zum anderen... Es wurde sogar ein Gott erfunden, um die neue "Herrschaft" auch noch göttlich abzusegnen (beispielsweise noch zur Zeit von König David war "Israel" anscheinend noch ziemlich matriarchal geprägt, aber in der nachträglich geschriebenen Bibel kann man davon höchstens noch zwischen den Zeilen lesen) etc.pp.
>... Die Kirche mit ihrer zum Teil eher willkürlich und opportunistischen Prägung hat nicht nur unsere Etik zu verantworten, sondern eben auch die ein oder andere gesellschaftliche Norm, ...<
Wobei es sich hierbei eben auch noch um Normen handelt, die beispielsweise vom Christentum dann von den streng patriarchalen/frauenverachtenden Griechen und Römern übernommen wurden... *grmpf*
Kreta war übrigens ein Matriarchat. Da jedoch die ollen Griechen so viel Mumpitz über den Minotaurus und sonst was darüber verzapft hatten, weiss das heutzutage natürlich fast niemand mehr...
>... Im ganzen könnte ich mir gut vorstellen, daß wir beide damals zusammen entweder mit unsäglicher Genugtuung am hohen Thron der Kirche gesägt hätten<
*säg-säg* ;-)
>und/oder dasselbe schreckliche Schicksal geteilt hätten. *fg*<
*Ich brenneeeeee!!!*
>Das sind aber echt die Ausnahmen! Dummerweise sind sie die aktivsten, während die toleranteren eher passiv sind.<
Wer hat wohl den Spruch "Der Klügere gibt nach!" erfunden?! *grmpf* Na kein Wunder, wenn inzwischen in der Welt die Dummheit regiert! *seufz* ;-)
>Kritisch wirst immer nur dann, wenn diese Idioten sich zusammenrotten. Aber vor diesen Querulanten wärst Du wohl auch nicht im Matriarchat gefeit.<
Vor Querulanten ist man wohl wirklich nirgends gefeit. Es kann die Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt!
>>... Oder hältst Du vielleicht auch das Christentum, oder sonst eine Religion für ein Naturphänomen?! ;-)<<
>Ähm... "Natürlich!" wollte mir gerade über die Lippen rutschen! *gg* Der Mensch gehört doch zur Natur und darum auch alles was er tut!<
Hach! Spitzfindigkeiten! *ggg* Dann wären also auch Atombomben, Kriegsschiffe und was sonst noch ALLES "natürlich", weil es ja von Menschen erdacht bzw. geschaffen wurde?!
Dann versuche ich mal zu erklären, wie ich das meine mit dem "natürlich":
Ja, ich bin durchaus der Ansicht, dass Menschen doch eigentlich Teil der Natur sind. Und Matriarchale Menschen haben auch so gelebt. Aber eben: Patriarchale Menschen denken doch ganz offensichtlich nicht mehr so, denn sie wollen die Natur beherrschen (wie in der Bibel: Macht euch die Erde untertan! *grrrrrrr*) und es ist ihnen anscheinend auch schnurzegal, wenn die Umwelt dabei kaputtgeht (solange ihr Profit stimmt), denn ansonsten gäbe es doch heutzutage wohl keinen sauren Regen, kein Waldsterben, kein Ozonloch, keine verseuchten Gewässer, keine verdammte Umweltverschmutzung etc.pp. Der Mensch (oder zumindest eben leider ein Grossteil der Menschen) hat sich doch längst von der Natur abgespalten und will sie beherrschen, statt ein Teil davon zu sein (so wie "Gott" ja auch die Welt angeblich von oben herab erschuf und sie dem Mann zum Geschenk machte)... und sowas halte ich dann eben nicht mehr für "natürlich"!
[Missionarin]
>Ja, ganz in weiß gekleidet, mit sanft-resoluten Gesichtsausdruck und einem ausgesprochen weiblichen Kreuz um den Hals... *ggg*<
Huch, ein Kreuz?! *im schmuckkästchen kram* Uuuups, hab ja gar keins... aber irgendwo müsste noch ein Ägyptisches "Ankh"-Zeichen rumliegen, das erinnert auch ein Bisschen an ein Kreuz... Und ist es sehr schlimm, wenn ich statt in weiss, meistens in schwarz rumlaufe? ;-)
[Atheist]
>Na ja, im Zweifelsfalle "glaube" ich dann immer eher das, was mir persönlich am sympathischsten ist... ;-)<
Oh, das kenn ich! Hat mir während meines Studiums häufiger das Leben schwer gemacht. "Mag ja sein, daß meine Vorstellungen nicht wirklich korrekt sind, aber so fühlt es sich einfach netter an!" ;-)
>Und ich bin eben keine Wissenschaftlerin... Und vielleicht auch deshalb nicht immer so exakt in meinen Formulierungen... *ggg* <
Solange Du mir meine Wortklauberei nicht als Klugscheißerei auslegst und davon genervt bis, ist doch alles ok, oder?! *g*
[Matriarchat - Patriarchat]
>Apropos "Definitionen": Was im Duden steht, ist eben auch nicht mehr der letzte Schrei, da werden Jahre/Jahrzehnte Matriarchatsforschung wohl einfach ignoriert...<
Naja, im Duden steht ja auch nicht das SOLL, sondern das IST! *klugscheiß* Also wenn Du noch ein wenig mehr missionieren gehst - komplett mit schwarzer Robe und Ankh - dann wird sich das auch mit der Zeit ändern... *g*
["Evolution" und Gesellschaftliche Entwicklungen]
>Ich stelle mir gerne vor, dass sich die Leute damals auch noch soweit verteilen konnten, ohne einander gegenseitig auf die Füsse zu treten.<
Stimmt ja auch weitgehend. Die Wiege der Menschen stand ja wohl in Nordafrika, die der ersten Kulturen in Nahost. Die Menschen habe sich ja von dort aus über den Rest der Welt verbreitet. Sind also immer den inneren Druck der Überbevölkerung in einem Gebiet gewichen. Wobei das natürlich ein Witz im Vergleich zu den heutigen Verhältnissen war!
>Dass sie sich vielleicht zu irgendwelchen Festen getroffen haben (nicht nur zum Feiern, sondern auch zum Gene mischeln... *ggg*), aber ansonsten ihren Freiraum bzw. ihr Territorium bzw. ihre Jagdgründe hatten.<
Auch das ist ja nicht weither geholt! Stichwort Stonehenge! Da wurde ja anscheinend regelmäßig zur Sommer- und Wintersonnenwende religiöse Feste begangen, die auch Jahrmarktcharakter hatten und wohl in wahren Orgien geendet haben müssen. *ggg* Sexuelle Freiheit pur!
[Matrilinearität einfacher als Patrilinearität]
>Es wird davon ausgegangen, dass das Patriarchat erst so vor 5000 Jahren erfunden wurde und dann noch lange gebraucht hat, um sich so richtig durchzusetzen.<
Ich halte es nach wie vor fraglich, ob das Patriarchat erst da aufkam, aber wenn es dort seinen vehementeren Einfluß nahm, dann ist es kein Wunder, dass das Matriarchat weitgehend in Vergessenheit geraten ist. Denn etwa um diese Zeit wurden die ersten richtigen Schriften entwickelt. Tiefergehende Zeugnisse als bis zu 5000 Jahren gibt´s einfach nicht. Was weiter zurückliegt, muß man sich durch geschicktes Raten und Interpretieren von Funden erschließen...
>Bei den ollen Griechen war's dann beispielsweise ja ganz schlimm und die Frau nur noch ein Mensch zweiter Klasse - und gerade dieses "Griechische Modell" hat sich dann leider (auch "dank" der Kirche) in Europa stark verbreitet.<
Jaja, die ollen Griechen! "Die Wiege der Kultur"! Wird einem ja heute noch in der Schule eingetrichtert. Beschäftigt man sich hingegen etwas genauer damit, dann stolpert man plötzlich über gesellschaftlich sanktionierte und sogar erwartete Pädophilie und als Tugend gepflegte Intoleranz... Die Griechen haben sicher großes geleistet... aber deswegen waren sie noch lange nicht universalgut!
>Bei den Kelten gab es noch matriarchale aber auch schon patriarchale Tendenzen. Hat sich also mal gar nicht so schlecht vertragen! ;-)<
äh... Die Kelten waren jähzorning, aggressiv und streitlustig hoch drei! Sie haben sich gern und oft ´geprügelt´, auch und gerade untereinander! Die Frauen haben quasi das Make-Up erfunden und alle Kelten zusammen waren super eitel und geizig! Also für mich hört sich das eigentlich eher nach einem perfekten Beispiel von Patriarchat nach Deiner Definition an.
Die Frau wie der Mann hatten ihren Platz in der Hierachie aufgrund des Standes ihrer Familie. Die Frau hatte ähnliche Rechte wie der Mann, die aber trotzdem durch das Familienoberhaupt, daß solange er lebte immer noch nominell der Familienälteste war...
>Genau. Und so "primitiv" waren viele alte Kulturen ja gar nicht [...] Da waren irgendwelche Eroberer oft viel primitiver, die sich aber dann nicht selten ein gut Teil der "Kultur" der Eroberten zu eigen machten und dann natürlich oft genug für ihre eigene Leistung ausgaben...<
Dafür waren die Römer allerdings berühmt-berüchtigt! Ist aber eigentlich doch auch besser als wenn man nur aus Prinzip gute Ideen anderer der Vergessenheit anheimfallen lassen würde.
"primitiv" wird ja auch mehr im Sinne von "technologisch" weniger weit entwickelt gebraucht. Allerdings wird das nicht selten auf alle Bereiche einer Kultur ausgeweitet... auch heute noch! Der Mensch scheint einfach Schubladen zu lieben, seien sie nun mit "Arschloch", "Schlampe", "zivilisiert" oder "primitiv" versehen! Würde mich nicht wundern, wenn sich noch herausstellt, daß die ersten Schubladen vor dem Rad erfunden wurden... *g*
[Horde - Herde - Rudel]
>Hmmm... *räusper-räusper* Es ist natürlich immer so eine Sache, von Tieren auf Menschen zu schliessen, da man im Tierreich für ALLES irgendwelche Beispiele finden kann.<
Eben! Um mehr ging´s mir ja nicht! Ich will ja bloß darauf hinaus, daß ein patriarchales System weit davon entfernt ist "unnatürlich" oder ein "aufdoktriniertes System" zu sein. Und natürlich kann ich von der Tierwelt ausgehen! Der Mensch stammt ja schließlich von da ab! Er hat ja nicht plötzlich eine Schwelle überschritten und sich Gedanken über das Miteinander gemacht. Er hat Verhaltensmuster importiert!
>aber es sind meist/oft dann doch die Weibchen, die entscheiden, von wem sie Nachwuchs haben wollen.<
Nun, zumindest die männlichen ABs werden dahingehen wohl kaum wiedersprechen wollen... *gg*
>Ja, das ist eben leider gut möglich. Ich spekuliere mal, dass sich so was wie Kriege oder Patriarchat nicht zuletzt deshalb entwickelt haben, weil es irgendwann irgendwo aus irgendwelchen Gründen mal zu viele Menschen auf einem Fleck gab und es deshalb crashte. Plötzlich so viele nicht-verwandte Menschen auf einem Haufen - da wollten dann wohl plötzlich welche was besseres sein bzw. herrschen... und dann kam wohl eins zum anderen...<
Wahrscheinlich...
>Es wurde sogar ein Gott erfunden, um die neue "Herrschaft" auch noch göttlich abzusegnen<
Also der Gedanke an Götter reicht wohl weit vorher zurück. Der Mensch hat sich nicht immer allem und jedem überlegen gefühlt. Im Gegentum! Ich stimme Dir dahingehend zu, daß mit der Ausformulierung einer Glaubensidee zu einer Religion mit Dogmen, dieser Gedanke als Motivations- und Legitimationsgrundlage instrumentalisiert wurde...
>Kreta war übrigens ein Matriarchat. Da jedoch die ollen Griechen so viel Mumpitz über den Minotaurus und sonst was darüber verzapft hatten, weiss das heutzutage natürlich fast niemand mehr...<
Sicher in Mykene waren die Frauen gleichberechtigt, aber auch das mykenische Reich zeichnete sich durch eine durchaus aggressive Expansionspolitk aus. Blutrache war da sowas von in Mode, das es mehrere Königsgeschlechter ausgelöscht hat. Als vielleicht ein Patriarchat mit Gleichberechtigung, legt man Deine Definition des Patriarchats zugrunde...
>Hach! Spitzfindigkeiten! *ggg* Dann wären also auch Atombomben, Kriegsschiffe und was sonst noch ALLES "natürlich", weil es ja von Menschen erdacht bzw. geschaffen wurde?!<
In letzter Konsequenz - Ja! Aber ich weiß schon, was Du meinst! ;-) Ich fühle mich bloß genötigt, darauf hinzuweisen, das sich das so anhört, als ob der Mensch außerhalb der natürlichen Ordnung steht. Und das wäre ja im Rahmen der Argumentation ein Schuß ins Knie!
[Missionarin]
>Huch, ein Kreuz?! *im schmuckkästchen kram* Uuuups, hab ja gar keins... aber irgendwo müsste noch ein Ägyptisches "Ankh"-Zeichen rumliegen, das erinnert auch ein Bisschen an ein Kreuz... Und ist es sehr schlimm, wenn ich statt in weiss, meistens in schwarz rumlaufe? ;-)<
Kommt vielleicht ein wenig düster und achaisch rüber, aber als Agsunamun-Reincarnation mit etwas Henna-Tattoos auf den Oberarmen, einem Sakrabäus im Haar und wirst Du schon durchschlagenden Erfolg haben und ausgerechnet die Männer werden Dir reihenweise zu den nackten Füßen liegen. *ggg*
Und weiter ging's mit der Diskussion... ;-)