Bluni-Mails (1/5)
Bluni und Billie
(Eine allfällige Ähnlichkeiten mit den tatsächlichen Personen
wäre rein zufällig und sowieso eher unwahrscheinlich, da
Bluni ein Mann ist und Billie auch nicht aussieht wie ein Model.)
Der Mensch denkt,
Gott lenkt.
Der Mensch dachte,
Gott lachte...*g*
Zur Vorgeschichte... In einem Forum habe ich mal bei irgendeiner Diskussion ein Bisschen was abgelassen und sogar das Wort "Matriarchat" fallen lassen... *ggg* Einer hat sich dadurch wohl auf den Schlips getreten gefühlt... Tja, und da habe ich ihn dann mal gefragt, was denn daran eigentlich so schlimm gewesen sein soll... *räusper-räusper*
Hier nun Auszüge aus unseres irgendwann folgenden Mailwechsels. Über Matriarchat/Patriarchat, Geschlechterrollen, Monogamie, Eifersucht und Liebe - und darüber, wie Leute, die anscheinend ganz unterschiedliche Ansichten haben, schliesslich feststellen können, dass die Meinungen ja doch gar nicht sooo weit auseinanderliegen, aber dass Missverständnisse doch eben sehr leicht entstehen können... ;-)
Ach ja... und angefangen hat die Mailerei im September 2001.
Nun, ich bin nunmal ein Mann und Dein damaliges ´Zeugs´ behandelt unsere jetzige Gesellschaft, ihre Normen und Funktionsweise als männergeprägt - worin ich durchaus zustimme -, stellt sich dann aber auch im selben Atemzug auf den Standpunkt, daß eine frauengeprägte Gesellschaft nicht etwa nur anders wäre, nein, sie wäre viel besser, friedlicher und harmonischer. Die Männer (und damit auch ich) werden als die Saat des Bösen abklassifiziert. Als potentielle Vergewaltiger, Mörder, Tyrannen, Zerstörer... Sie sind das biologisch-natürliche Gegenstück der Frauen. Daraus wird nahtlos der Schluß gezogen, daß Frauen all dies nicht sein können.
Nun, ich bin vielleicht ein Mann, aber ich bilde mir ein, daß ich weder ein Chauvinist noch Frauenhasser noch potentieller Vergewaltiger bin. Ich beachte den Unterschied zwischen Mann und Frau, wo er offensichtlich ist (Körperkraft z.b.), und denke auch, daß es andere Unterschiede gibt (z.b. in der Gehirnfunktion oder im Umgang mit emotionalen gibt). Letztere mögen durchaus ihren Ursprung in graue Vorzeit haben. Aber das moralisch-ethische ist nicht naturgegeben! Das ist erlernt! Nun mag man einhaken, daß eben die Frauen die verkorkste Ethik/Moral der Männer gelernt haben. Aber auch wenn es die Bibel so darstellt, es war wohl mit ziemlicher Sicherheit nicht erst der Mann da. Die Frau wurde nicht fertig in eine männerdesignte Welt hineingestellt. Diese Welt haben sie gemeinsam gestalten. Das Patriarchat hat sich nunmal in der Anfangszeit offensichtlich angeboten und durchgesetzt. Fakt! Nun leben wir mit diesem Erbe! Das Patriarchat ist längst nicht mehr zeitgemäß und ich sympathisiere mit jeder Frau und jedem Mann, der für eine sinnvolle Gleichbehandlung der Geschlechter ist.
Aber weil ich das tue, fühle ich geradezu in den Rücken geschossen, wenn mir dann von Frauen, derlei Urteile über die Männer, über mich um die Ohren gehauen werden.
Ich reagiere nicht zuletzt aufgrund der Erfahrungen aus meiner Schulzeit auf solche Attacken allergisch! (denn das sind sie für mich... vergleichbar mit Frauen sind intrigante, geldgeile, Opportunisten, die die jede Möglichkeit nutzen, um Männer zu ruinieren)
Das was Du damals gepostet hast, hat mich genervt und ich habe mich extra bemüht nicht darauf einzugehen und den guten alten Forumsrat "Wenn´s Dich stört, dann ignorier´s doch einfach!" zu beherzigen. Trotzdem blieb bei mir "Basilea, die mit dem radikal Emanzending" hängen.
Deshalb noch kurz was zu meinem "Zeugs" von damals:
Das war eine Reaktion auf ein Posting, wo irgendwie drin vorkam, es wäre quasi "Genetische Bestimmung der Frau" immer treu zu sein - oder wie auch immer (so genau hab ich das auch nicht mehr im Gedächtnis)... und da hat's mich dann eben in den Fingern gejuckt, mal Kontra zu geben - und zwar nicht nur mit eigenen Worten, sondern auch mit kopierten Artikeln. Dass dies dann so einen Rattenschwanz nach sich zieht, hätte ich auch nicht gedacht...
Jedenfalls: Ich habe meines Wissens noch nie Männer pauschal als potentielle Vergewaltiger, Mörder, Tyrannen, Zerstörer etc. abqualifiziert - aber ich kritisiere das Patriarchat als Gesellschaftsform. Offenbar im Gegensatz zu Dir glaube ich nämlich, dass diese Patriarchale Herrschaft in der Menschheitsgeschichte erst relativ spät erfunden wurde und die Menschen früher matriarchal organisiert waren. Mehr darüber - und was ich überhaupt unter Matriarchat und Patriarchat verstehe - gibt's auch auf meiner Homepage: http://barbarella.ch.vu - will Dich jetzt hier nicht mit langen Erklärungen zumüllen.
Uuups, jetzt habe ich M. und P. doch wieder erwähnt. Na egal. Trotzdem bin ich alles andere als so eine Ultra-Hardcore-Emanze oder Extrem-Feministin. Nicht selten schüttle ich auch den Kopf darüber, was im Namen der "Gleichberechtigung" so alles abgeht.
Also eigentlich gar nicht so das radikal Emanzending, sorry! ;-)
Was ich meinte, ist, daß sich wenn sich das Patriarchat im Spiel "survival of the fittest" (man beachte, ich rede von Systemen, NICHT von den Menschen) herauskristallisiert hat, dann hatte es offenbar irgendwann mal einen entscheidenden Vorteil. Kann auch nur Zufall gewesen sein. Trotzdem erstaunlich, wenn sich das auf allen Kontinenten in der ein oder anderen Form durchgesetzt hat.
Bisweilen nahm das Patriarchat sicher auch Formen an, wo das Matriarchat Einfluß finden konnte, weil es einfach sinnfälliger war (Standesverberbung z.B.), aber letztlich ist das, was, wie und warum war, eigentlich nur noch egal. Interessant, ja! Aber für die weiteren Formen entscheidend? Ich denke nicht!Mittlerweile sollten Mann und Frau in ihrer persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten gleichgestellt sein. Um das zu erreichen, muß sicherlich bisweilen die Position der Frau gestützt und geschützt werden, bisweilen auch der des Mannes.
Noch ist es sicherlich so, daß implizit die Frau noch benachteiligt wird bzw. mit ihrer ´klassischen´, ´biologischen´ und ´religiösen´ Rollenverteilung und Pflicht zu kämpfen hat. Das wird im Augenblick leider häufig, nur damit anvisiert, die Rollenverteilung und Position der Mannes explizit zu trimmen und
zu attackieren! Das ist meines Erachtens unnötig und streckenweise auch schlicht kontraproduktiv! Für die meisten Männer, die ich kenne, ist die Gleichstellung etwas, daß sie selbstmurmelnd zu praktizieren versuchen. Nur ist man natürlich auch das Kind seiner (vielleicht weniger) aufgeklärten Eltern und hat gewisse Dinge als naturgegeben mit der Muttermilch aufgesogen. Diese Sichtweisen und eventuellen Verhaltensmuster lassen sich auch ändern, wenn man sich derer überhaupt bewußt ist (und das ist bei Männern nun mal nicht automatisch der Fall! Es betrifft sie ja auch nicht!). Man erreicht ein Umdenken in jedem Fall eher mit Kommunikation, als wenn man versucht, den Männern das blutbefleckte Büßergewand umzuhängen.
Na ja, also ich halte es nunmal eher für eine evolutionäre äh gesellschaftliche Verirrung, dass da irgendwann mal Macht und Herrschaft und Krieg erfunden wurden. Logo, waren dann solche gewalttätigen Kriegerhorden gegenüber irgendwelchen mehr oder weniger friedlichen Leutchen relativ im "Vorteil" und konnten erobern und erobern - darum hat sich das ja dann auch überall verbreitet wie eine Seuche. Aber letztendlich auch äusserst selbstzerstörerisch...
Wie auch immer: Das Wissen darum, dass es eben auch Kulturen gab (und auch heute noch gibt), wo nicht einfach das Recht des Stärkeren galt, sondern Entscheidungen im Konsens getroffen wurden etc.pp., kann jedoch hilfreich sein, wenn es darum geht, neue Ideen für eine bessere Zukunft zu finden. Wobei ich allerdings nicht unbedingt als "Weltverbesserin" missionieren will... das Thema hat sich auch auf meinen Seiten irgendwie einfach so ergeben und dann konnte ich plötzlich nicht mehr stoppen... ;-)>>*grübel-grübel* Na ja, Patriarchale Frauen könnten genau so gut morden und Krieg führen! Das ist eben nicht primär vom Geschlecht, sondern von der Einstellung abhängig.<<
>Letzterem stimme ich voll zu, allerdings bin ich mir sicher, daß auch matriarchale Frauen und Männer ganz fima morden und Krieg führen können!<
Matriarchalen Kulturen war sowas wie Krieg ursprünglich total fremd... Denn: Matriarchat ist nicht einfach Patriarchat mit vertauschten Rollen!
>Die Amazonen habe letztlich genau das getan...<
Weil die Amazonen sich gegen Patriarchale Krieger wehren mussten. Amazonen sind nicht gerade typisch für Matriarchale Kulturen! ;-)
Einen kleinen Leckerbissen von Hannerlore's Seiten hätte ich da doch noch für Dich, ist nicht länger als eins Deiner Postings (*smile*): Die Amazonen vom Amazonas! http://matriarchat.net/chakra4/amazonen.htm
Irrungen und Wirrungen, ja?! Ich möchte meinen, daß zum einen Mutter Natur auch nicht gerade zart besaitet ist, wenn es um töten und getötet werden geht. Der Mensch war Jäger UND Sammler! Der Mensch ist ein Teil von Mutter Natur, was offensichtlich immer wieder einige seiner schärfsten Kritiker und auch Befürworter zu vergessen scheinen. Er hat in seinen Anfangstagen um sein Überleben kämpfen müssen. Er ist vergleichsweise schwach und körperlich eigentlich unzureichend für den reinen Überlebenskampf ausgerüstet. Dafür hat er von Mutti Natur aber einen leistungsstarken vorderen Hirnlappen bekommen. Er trieb und treibt sein Sozialverhalten und Sicherung der eigenen Art immer auf die Spitze in der Natur (und überzieht mit zunehmender Macht auf kurzsichtige Weise immer mehr den Bogen, aber das ist ein anderes Thema!). In der Natur hat sich eine Rollen(=Arbeits-)-verteilung bewährt... jetzt wirst Du wieder kotzen! ;-)
Frau sorgt für den Nachwuchs, bleibt stationär...
Mann sorgt für die Versorgung und den Schutz, ist mobil...
Der Mann ist von seiner ganzen Physiognomie darauf ausgelegt, Kraftakte besser zu bewältigen als die Frau. Sein Gehirn kann einzelne Prozesse schneller bearbeiten als die Frau, dafür ist er anders als die Frau nicht zu verketteten Prozessen auf mehreren Ebene in der Lage. (Bitte, das gilt im Durchschnitt und sind mehr Tendenzen als Richtlinien!)
Mutter Natur ist in dem, was sie tut, recht ökonomisch und effizient!
Das aggressive Verhalten der Menschen (ich unterscheide da nicht!) als Fehlverhalten oder gar als Irrtum zu interpretieren halt ich für vermessen und aus der arroganten Haltung des heutigen zivilisierten Menschen geboren.
Es war irgendwann mal wichtig, um tagtäglich sein Überleben zu sichern. Mit der Entwicklung anderer (geistiger) Fähigkeiten des Menschen wurde dieser Trieb immer unwichtiger... trotzdem blieb er zurück.... Ähnlich vieler Details an unserer rein körperlichen Physiognomie, die Du heute noch immer erkennen kannst. Augenbrauen zum Beispiel... Einzige Sinn und Zweck war und ist die Augen zu beschatten und denn Schweiß aufzufangen und abzuleiten.
Außerdem hat Mutter Natur wesentlich rabiatere Kameraden (Neandertaler) mit ins Rennen geworfen... Die haben das Rennen nicht gemacht! Keine weiß so richtig warum! Sie waren rein körperlich jedem unserer Vorfahren überlegen und wohl auch aggressiver! Offensichtlich hat sich die Mischung von Sozialverhalten und Aggression bei unseren Vorfahren als günstig erwiesen. Ich finde, mit der Abklassifizierung, daß irgendwann jemand eine (noch nicht erfundene) Münze geworfen hat und die Menschheit deshalb und nur deshalb sich von friedlichem Zusammenleben abgewendet und für kriegerische Auseinandersetzungen entschieden hätte, doch für... nun ja, etwas naiv und träumerisch! Sorry, ich bin der Meinung! Der Mensch hat sich halt nicht neben der Welt entwickelt, sondern mit ihr! Er ist ihr Produkt, genauso wie er auch ihr Modelist ist! Alles beruht auf Wechselwirkungen!
>Wie auch immer: Das Wissen darum, dass es eben auch Kulturen gab (und auch heute noch gibt), wo nicht einfach das Recht des Stärkeren galt, sondern Entscheidungen im Konsens getroffen wurden etc.pp., kann jedoch hilfreich sein, wenn es darum geht, neue Ideen für eine bessere Zukunft zu finden.<
Es mag solche Kulturen gegeben haben... unbestritten! Es gabe auch wundervoll liebevolle und geradezu friedfertige Kulturen, die in regelmäßigen Abständen ihre schönsten Kinder verbrannt haben. Aber das auf ein Ausdifferenzieren der Geschlechter zurückzuführen, halte ich doch arg vermessen! Das sind Sozialsysteme... Das ist menschlichen Kulturen betreffend... Das hat nichts mit intern den Geschlechtern zuordnenbaren Eigenschaften zu tun! Eine solche Kultur konnte sich nur entwickeln mit Männern und Frauen, die sich dabei zwangsläufig gegenseitig beeinflußen!
Und ob das Wissen, daß es sowas mal gab, helfen kann, halte ich für fragwürdig! Das ist nicht die Voraussetzungen UNSERER Kultur! Ein Rückblick ist immer interessant und man kann aus begangenen Fehlern lernen, ABER vergangenes zu reanimieren oder als Vorlage zu benutzen, ist nach meinem Empfinden irgendwie widersinnig, denn wenn es fehlerfrei gewesen wäre, hätte es jetzt noch Bestand. Wohin immer sich die Menschheit im Zusammenhang mit der Natur und mit sich selbst (auch im Umgang mit seinen Geschlechter) entwickelt, liegt in der Verantwortung der Menschen von heute und nicht der vergangener Kulturen. Der Status Quo (patriarchal geprägte Welt) muß man so als gegebene Anfangsbedingung hinnehmen. Daran läßt sich nichts ändern! Aber was daraus wird liegt völlig in unserer Hand... In UNSERER Hand! Will sagen MITEINANDER! Und ein Miteinander wird immer genau dann erschwert, wenn man unbeweisbare Schuldzuweisung über die Anfangsbedingungen lautwerden.
Ich halte die Emanzipation der Frau wie auch eine friedvollen Umgang der Menschen untereinander für Teil der Evolution, für unvermeidbar. Es war eine Zeit lang obligat, daß die Rollen auf bestimmte Art verteilt wurden und die Menschheit einen gewissen, aggressiven Kurs einschlug... Das ist schon längst nicht mehr der Fall! Der Mensch kämpft längst nicht mehr mit dem Rest der Natur ums Überleben, sondern ist sich selbst der größte, ärgste und tödlichste Feind geworden. Entweder er lernt diese neuen Anforderungen zu meistern oder er wird wie viele Arten tagtäglich sich selbst aussortieren! Ablage A = Ausgestorben! Und niemand wird ihm eine Träne nachweinen, wie so vielen anderen Arten auch nicht! Aber... um mal wieder mehr oder weniger elegant zum Ausgangspunkt zurückzukehren... die Geschlechter haben meiner Meinung nach jedenfalls nichts SEPERAT mit der Entwicklung der Menschheit zu tun! Dieser Standpunkt treibt meiner Meinung nach nur einen unnötigen und hinderlichen Keil zwischen die Geschlechter der gleichen Art und sorgt seinerseits eigentlich nur für Aggression und Zündstoff, der einen nicht einen Deut weiterbringt... allenfalls zurück! *hechel-hand kühlen geh*>Weil die Amazonen sich gegen Patriarchale Krieger wehren mussten. Amazonen sind nicht gerade typisch für Matriarchale Kulturen! ;-)<
Mit Verlaub, das ist Quatsch! Die härtesten und unerbittlichsten Kämpfe fanden zwischen den verschiedenen Amazonenstämmen statt! Auch waren die Amazonen als Maraudeure mindestens genauso aktiv, wie die anderen Stämme in Südamerika! Also nichts mit "Wir sind friedlich und verteidigen uns nur!"
Wenn Du jetzt sagst, daß das auch nur wegen der restlichen patriarchalen Welt so war, dann muß ich Dich fragen, wie Du auf frühere matriarchale Systeme verweisen willst, wo sie doch auch in der patriarchalen Welt existiert und sich nicht durchgesetzt haben?! Auf dieser Welt lebt niemand in einem kulturellen Vakuum!
>Irrungen und Wirrungen, ja?!<
Genau. Und es wird wohl auch ewig so weiter gehen mit Irrungen und Wirrungen. C’est la vie.
>Ich möchte meinen, daß zum einen Mutter Natur auch nicht gerade zart besaitet ist, wenn es um töten und getötet werden geht.<
Stimmt.
>Der Mensch war Jäger UND Sammler! Der Mensch ist ein Teil von Mutter Natur...<
Stimmt genau. Und eben leider scheinen das viele zu vergessen. Und mit "viele" meine ich hier v.a. Patriarchale Menschen, die meinen, sie müssten die Natur beherrschen und nicht daran denken, dass sie sich damit letztendlich selbst vernichten.Und was die "Rollenverteilung" anbelangt...
>Frau sorgt für den Nachwuchs, bleibt stationär...<
Ok, Frau sorgt für den Nachwuchs, das liegt ja schliesslich auch in der Natur der Sache... *smile* Aber wer sagt eigentlich, dass sie dabei immer "stationär" war? Bei Naturvölkern, die wirklich noch als Jäger und Sammler leben, da wandern die Frauen auch immer noch munter mit, auch wenn sie Kinder mit sich rumschleppen.
>Mann sorgt für die Versorgung und den Schutz, ist mobil...<
Na wenn nur der Mann für die Versorgung zuständig gewesen wäre, dann wären die Urmenschen wohl schnell mal verhungert gewesen... Der Mythos vom starken Mammutjäger ist eben vermutlich wirklich nichts weiter als ein Mythos... ;-)
http://www.beepworld.de/members13/bba1/jaeger-sammlerinnen.htmUnd dass Männer und Frauen nunmal unterschiedlich sind - Körperbau und Gehirnfunktionen etc. - das ist durchaus so. Und Aggression als solches (Aggression in der Grundbedeutung heisst ja auch soviel wie "auf etwas zugehen") ist ja auch gar nicht schlecht und durchaus vonnöten im Leben... dumm ist nur, wenn sich die Aggressionen gegeneinander richten und sich schliesslich von positiv in negativ verkehren: Gewalt, Herrsucht, Krieg etc.pp.
>Es mag solche Kulturen gegeben haben... unbestritten!<
Es gibt sogar heute noch matriarchal geprägte Kulturen - wenn sie bislang noch nicht erobert, kolonialisiert, missioniert oder sonstwas wurden.>... Aber das auf ein Ausdifferenzieren der Geschlechter zurückzuführen, halte ich doch arg vermessen! Das sind Sozialsysteme... Das ist menschlichen Kulturen betreffend... Das hat nichts mit intern den Geschlechtern zuordbaren Eigenschaften zu tun! Eine solche Kultur konnte sich nur entwickeln mit Männern und Frauen, die sich dabei zwangsläufig gegenseitig beeinflußen!<
Natürlich müssen bei einer Kultur, die sich organisch entwickelt, immer auch beide Geschlechter mitmachen, sonst funktioniert das nicht. So sollte es jedenfalls sein. Aber was ist, wenn einem Volk plötzlich durch Eroberung/Missionierung oder sonstwas eine Fremde "Kultur" aufgezwungen wird?
Stell Dir mal vor, schwer bewaffnete Amazonen erobern plötzlich Deutschland, rufen einen "Göttin-Staat" aus und Männer dürfen fortan nur noch auf die Strasse, wenn sie von ihrer Herrin an der Leine geführt werden (Du hast ja Phantasie, also ergänze es beliebig mit Deine Phantasie! *ggg*) etc.pp. - und ein paar Generationen später ist das schon normal und gilt als Naturgesetz.>Und ob das Wissen, daß es sowas mal gab, helfen kann, halte ich für fragwürdig!<
Na ja, es kann immerhin dabei helfen, dass man sich auch mal was anderes überhaupt vorstellen kann! ;-)
>Das ist nicht die Voraussetzungen UNSERER Kultur!<
Und was ist UNSERE Kultur? Die Kultur irgendwelcher Eroberer?
Hat denn wirklich immer der Recht, der gewinnt?>Wohin immer sich die Menschheit im Zusammenhang mit der Natur und mit sich selbst (auch im Umgang mit seinen Geschlechter) entwickelt, liegt in der Verantwortung der Menschen von heute und nicht der vergangener Kulturen.<
Das stimmt allerdings! ;-)
>Der Status Quo (patriarchal geprägte Welt) muß man so als gegebene Anfangsbedingung hinnehmen. Daran läßt sich nichts ändern!<
Höchstens wenn ich ganz fest die Augen zumache und so vor mich hin träume... *fg* ;-)
>Aber was daraus wird liegt völlig in unserer Hand... In UNSERER Hand! Will sagen MITEINANDER!<
Stimmt.
Und hoffentlich passiert da mal endlich wieder was gutes, bevor sich die Menschen gegenseitig ausgerottet haben und den ganzen Planeten womöglich noch mit dazu... *seufz*
Ich bekomme immer mehr das Gefühl das wir hier nicht von geschlechterspezifschen Rollen sprechen. Ohne das ´patriarchal´, mit dem irgendwie alles Schlechte auf der Welt den männlichen Geschlecht zugeschustert wird, gäbe es von mir wohl kaum Widerspruch!
>Und was die "Rollenverteilung" anbelangt...<
>>Frau sorgt für den Nachwuchs, bleibt stationär...<<
>Ok, Frau sorgt für den Nachwuchs, das liegt ja schliesslich auch in der Natur der Sache... *smile* Aber wer sagt eigentlich, dass sie dabei immer "stationär" war? Bei Naturvölkern, die wirklich noch als Jäger und Sammler leben, da wandern die Frauen auch immer noch munter mit, auch wenn sie Kinder mit sich rumschleppen.<
Ich glaube, hier liegt ein Mißverständnis vor, was ich mit ´stationär´ und ´mobil´ klarzumachen versuchte! Natürlich war ´die Frau´ nicht an eine begrenzte Ausdehnung gebunden und ´der Mann´ wanderte durch´s Gelände! Hälst Du mich wirklich für so blöd, daß ich ein dermaßen bescheuertes Weltbild hätte?! Es ging um die Aufgabenverteilung! Es gibt eine Aufgabenverteilung, die stationär ist (Sammeln, Familie, Schutz, (Ackerbau) = alles gebunden an Orte) und eine Aufgabenverteilund die mobil ist (Jagd, Verteidigung, Kampf). Keines der beiden Geschlechter hat eine diese Aufgaben zur Ausschließlichkeit adoptiert.
Es herrscht eine Arbeitsteilung durch die ganze Natur... Entweder kümmern sich beide Elternteile um den Nachwuchs, aber im Zweifelsfall übernimmt das Weibchen diese Aufgabe. Was ja auch irgendwie logisch ist... es trägt es in der Regel auch aus! Es ist schlicht eine sinnfällige Aufgabenteilung! Nicht mehr!
In der Tierwelt gibt es auch andere komplexere Systeme diesbezüglich, aber der Mensch stammt eben von einer die mehrheitlichen Verhaltensweise benutzende Säugetierart ab. Punkt! Ende! Aus! Kein Grund diesen Ursprung als gut, heilig, immer während, als das Non-Plus-Ultra immer aufrecht erhalten zu wollen! Der Mensch lebt und überlebt von Dynamik, von der Fähigkeit sich anzupassen und sich zu spezialisieren. Und dazu gehören auch strukturelle Veränderung in seinem Sozialverhalten! Aber bitte! Geh mir weg mit dieser patriarchalen und matriarchalen Verantwortungsscheiße! Das einzige, was von Interesse ist, erfüllt ein System sein Zweck? Ich halte es für einen Irrglauben, daß das patriarchale System (wenn Du es von mir aus immer so bezeichnen möchtest, ich nenne es archaisch) von dem männlichen Geschlecht eingeführt wurde, weil es die Oberhand über das weibliche Geschlecht haben wollte. Es hat sich als günstig herausgestellt, lange bevor sich der Mensch Gedanken über die Geschlechterrolle machte! Ja, lange bevor der Mensch sich überhaupt Gedanken machte!
Warum ist es für Dich und andere Gesinnungsgenosseninnen unbedingt von Nöten
a) einen Verantwortlichen für den Status Quo als Schuldigen zu isolieren und
b) dem männlichen Geschlecht möglichst viel (am Besten alles) Miese in der Welt anzulasten?
Ist das so eine Art Kompensationsverhalten für das, was über die Jahrhunderte (insbesondere von Seiten der Religion) immer wieder den Frauen angelastet wurde und nicht unwesentlich zum heutigen Weltbild (=Mythos) ´Frau´ gehört?
Etwas was zunehmend immer mehr widerlegt, relativiert und korrigiert wird? Ist es wirklich jetzt von Nöten, mit einem ebenso übertriebenem Gegenlenken, das männliche Geschlecht auf ebenos bescheuerte Weise zu brandmarken?
Das ist nicht förderlich! Es sorgt - im Gegenteil - nur dafür, daß auch Männer - wie ich jetzt zum Beispiel -, die eigentlich pro-gleichberechtigung und pro-veränderung sind, sich auf dem Absatz umdrehen und Schulter an Schulter sich mit den archaisch Demagogen gegen diese Anfeindungen zur Wehr setzen.
Bescheuert so was! Das ist doch ein der Gründe, weshalb die Menschheit nicht vom Fleck kommt! Sie behindert und bremst sich doch ständig gegenseitig in ihrer Progression!
>>Mann sorgt für die Versorgung und den Schutz, ist mobil...<<
>Na wenn nur der Mann für die Versorgung zuständig gewesen wäre, dann wären die Urmenschen wohl schnell mal verhungert gewesen... Der Mythos vom starken Mammutjäger ist eben vermutlich wirklich nichts weiter als ein Mythos...<
Gähn! Tatsächlich, war der Mammutjäger weniger stark, sondern mehr klug!
Warum sollte er jetzt verhungert sein? Nein, bitte! Erspar mir die Antwort! Laß mich raten! Die tollen matriarchalen Frauen, nein, das waren ja jetzt patriarchale Frauen... was für eine sinnfreie Differenzierung! Und obwohl der Mammutjäger nicht von mir gemeint war, wie ich es hoffentlich oben besser beschrieben habe, will ich mal auf ´Deinen Mammutjäger´ eingehen. ad 1) Damals war NIEMAND, aber auch wirklich NIEMAND überflüssig! ALLE leisteten ihren Beitrag zum Überleben! Der Mensch war und ist ein Allesfresser! Er braucht verschiedene Nahrung! Und ein Mammut war doch nicht nur bloßer Fleischlieferant! Er wurde komplett verwertet! Fell, Knochen, Stoßzähne, Fett! Alles! Also, Dein Einwand geht wohl so meilenweit am Thema vorbei wie ein mit leicht pikierter Stimme getätigte Aussage "Wär der Urzeitmensch nur auf die auf ihren buckligen Rücken die Kinder herumtragenden Beerenpflückerinnen angewiesen, wär der Urzeitmensch schnell erfroren!"
>http://www.beepworld.de/members13/bba1/jaeger-sammlerinnen.htm<
Warum sprichst Du eigentlich vornehmlich mit Links? Ein Diskussion ist für mich immer nochwas anderes als ein Austausch von Literaturlisten!
>dumm ist nur, wenn sich die Aggressionen gegeneinander richten und sich schliesslich von positiv in negativ verkehren: Gewalt, Herrsucht, Krieg etc.pp.<
Tatsächlich war das damals bei weitem nicht dumm! Trainierte es doch einen Verhalten, der damals von Nöten war. Ändert nichts an der Tasache, daß es heute sicherlich NICHT mehr von Nöten ist. Richtig oder falsch! Dumm oder klug!
Das sind leider ohne die Umstände sehr relative Begriffe! Es gibt immer nur temporäre Lösungen! Manche erweisen sich als mehr manche als weniger hilfreich, aber alle sind sicherlich nicht von Dauer und schon gar nicht von absoluter und ewiger Schönheit, Gültigkeit oder moralischer Ethik gekennzeichnet! Liegt allein schon darin begründet, daß das Rechtsempfinden und die Ethik des Menschen eine recht veränderliche und leicht zu beeinflußende Komponente ist! Was meinst Du wohl, warum das so ist?!
>>Es mag solche Kulturen gegeben haben... unbestritten!<<
>Es gibt sogar heute noch matriarchal geprägte Kulturen - wenn sie bislang noch nicht erobert, kolonialisiert, missioniert oder sonstwas wurden.<
Ja?! Und?! Es gibt auch Kulturen, die bringen immer noch Menschenopfer dar! Das sagt doch gar nichts aus! Die Tatsache, daß sich das ominöse P-System sich durchgesetzt hat weist zumindest seine unmittelbare Stärke aus - sich durchzusetzen! Oder war es Zufall? War das M-System genauso überlebensfähig und hat nur der Flügelschlag eines Schmetterling über dem indischen Ozean einen Taifun ausgelöst? Die offensichtlich Tatsache, daß die Welt HEUTZUTAGE vom P-System dominiert wird, weist auf eine gewisse natürliche Auslese hin.
Aber nur weil es damals gut und durchsetzungsfähig war, heißt es nicht, dass es IMMER so bleiben wird. Systeme sind Werkzeuge, keine Wahrheiten! Systeme sollen menschengeschichtlich mittelfristige Lösungen bringen, wenn langfristig dadurch andere Probleme auftreten, sind andere Lösungssysteme gefragt. Dieses Prinzip funktioniert bei Mutter Natur schon sein Millionen von Jahren ausgesprochen effizient. Wenn das eine Werkzeug seine Effektivität verliert, dann bedient man sich eines anderen. Dadurch wird das andere nicht schlechter und das andere besser! (moralisch) gut und schlecht sind subjektive Begriffe (schon allein weil Moral subjektiv ist), effektiv und ineffektiv sind jedoch objektive Begriffe.
>Natürlich müssen bei einer Kultur, die sich organisch entwickelt, immer auch beide Geschlechter mitmachen, sonst funktioniert das nicht. So sollte es jedenfalls sein. Aber was ist, wenn einem Volk plötzlich durch Eroberung/Missionierung oder sonstwas eine Fremde "Kultur" aufgezwungen wird?
Stell Dir mal vor, schwer bewaffnete Amazonen erobern plötzlich Deutschland, rufen einen "Göttin-Staat" aus und Männer dürfen fortan nur noch auf die Strasse, wenn sie von ihrer Herrin an der Leine geführt werden (Du hast ja Phantasie, also ergänze es beliebig... *ggg*) etc.pp. - und ein paar Generationen später ist das schon normal und gilt als Naturgesetz.<
Himmel! Na und?! Sicher fände ich das aus meiner HEUTIGEN Perspektive scheiße! Aber "nach ein paar Generationen" wäre das dann die Ausgangsposition, von der man sich weiterentwickeln wird! Was willst Du mir jetzt sagen?! "Wir wollen rückwirkende Gleichberechtigung?!" Was?! Tatsache ist, daß sich die Matriarchale Ordnung offensichtlich nicht als genauso durchsetzungsfähig erwiesen hat wie die Patriarchale Ordnung und das in einer Zeit, in der es auf Durchsetzungsfähigkeit ankam! Ergo: Damals nicht effektiv! Nicht sinnvoll! Nicht obligat! Deswegen besser? WK! = Wohl kaum!
Die Patriarchale Ordnung hat die Menschheit offensichtlich so gut gedeihen lassen, daß sie nun ihre eigene Existent bedroht, wenn sie weiter beim althergebrachten bleibt. Also Veränderungen sind gefragt! Da sind wir aller einer Meinung! Aber die Arroganz, die mich auf die Palme bringt und die Argumentation von Dir und Deinen Co-Autorinnen durchdringt, ist die als ob der Mensch und hier insbesondere der Mann der Architekt des Status Quo wäre! Der Mensch ist bestenfalls ein Bauarbeiter aber mit Sicherheit nicht der verantwortliche Architekt! Und anscheinend vergeßt ihr, daß dieses krasse und schlimme patriarchale System, daß ja offensichtlich auch die nicht minder schlimmen patriarchalen Frauen erzeugt hat, auch euch und eure Ansichten erzeugt hat. Habt ihr schonmal darüber nachgedacht, daß ihr eure eigenen Lehren verratet, wenn ihr eure so friedliche und heilige Matriarchale Ordnung auf ausgesprochen patiarchale Art und Weise (= aggressiv, komme was da wolle)vertretet?!
>>Und ob das Wissen, daß es sowas mal gab, helfen kann, halte ich für fragwürdig!<<
>Na ja, es kann immerhin dabei helfen, dass man sich auch mal was anderes überhaupt vorstellen kann! ;-)<
Ich habe nicht den Eindruck, daß es hierbei um konzeptionelle Anregungen geht! Hier werden vielmehr moralisch-ethische Wertigkeiten vorgenommen, um die akuten Probleme jemanden anzulasten, um dann schön geläutert und gesegnet in ein neues Zeitalter marschieren zu können. Am Besten sollen jedoch jetzt als ausgleichende Gerechtigkeit die Rollen getauscht werden. Wenn letzteres sinnvoll ist, wird das geschehen! Aber sicherlich nicht, weil es FAIR wäre! Die Natur war noch nie fair...
>>Das ist nicht die Voraussetzungen UNSERER Kultur!<
>Und was ist UNSERE Kultur? Die Kultur irgendwelcher Eroberer?<
Die Kultur des überlebenden Systems!
>Hat denn wirklich immer der Recht, der gewinnt?<
Recht womit? An welchem Maß mißt Du Recht? Nach welchem Gesetz? Was ist Recht überhaupt?
Es ist müßig sich darüber zu unterhalten! Recht ist ein menschlichen Begriff und Konzept! Recht allein ist etwas, was schon vom bloßen Recht des Stärkeren wegweist! Aber um Deine Frage zu beantworten... In der Frage"Wer ist der Stärkere?" hat wohl doch der Recht der gewinnt? Und genau diese Frage wurde gestellt! Keine andere! Aber Deine Frage ist rhetorisch, denn es ist völlig sinnfrei, denn natürlich IMMER der Recht, der gewinnt! "Hat er ihn umgebracht? Ist er schuldig?" - "Kämpft gegen einander! Der Verlierer hat Unrecht!" ist sicherlich und nachvollziehbar totaler und kompletter Unsinn (wenn man nicht einen ständig intervenierenden Gott postuliert)!
Aber wir redeten ja von Kulturen (=Systeme die das Leben der Menschheit garantieren sollen). Und Kulturen, die sich durchsetzen, beweisen, daß sie Recht haben! Denn sie haben Recht - Sie setzen sich gegen andere Kulturen durch!
Und doch wurde jede Kultur durch jede andere, die sie assimilierte (Hallo Borg! ;-)) modifiziert. Wenn diese patriarchale Ordnung tatsächlich sich schlußendlich selbstvernichten sollte, so be it! Dann hat sie sich nach langem Kampf aussortiert! Sie war dann langfristig doch nicht überlebensfähig. Vielleicht überlebt auch eine von den Dir so hochgeschätzten das von Dir so verachtete jetzige System und baut die Menschheit in neuem Glanz auf. Vielleicht auch nicht! Vielleicht modifiziert sich die Menschheit tatsächlich, so schön matriarchal wie Du das Dir vorstellst und vielleicht geht sie sogar noch patriarchal grausamer mit patriarchalen Gegenstimmen vor, weil sie meint aus der Vergangenheit gelernt zu haben. Vielleicht... Vielleicht... Ich weiß es nicht, aber ich maße mir auch kein Urteil zu! Ich leiste mir ausschließlich über das hier und jetzt (und selbst da bin ich eher vorsichtig)! Wogegen ich mich aber entschieden verwehre, ist die Synonymisierung von Patriarchat=Männerdominiert=Einfluß an den Problemen von heute=Schuld=schlecht und Matriarchat=Frauendominiert=Keinen Einfluß auf die Probleme von heute=Unschuld=gut! Das ist weder moralisch, noch ethisch noch logisch richtig!
Auweia, irgendwie scheint das mit Matriarchat und Patriarchat doch wieder auszuarten... *seufz* Okey, ich setze keine Links mehr, doch ich habe jetzt hier auch nicht die Zeit, einen ausführlichen Roman darüber zu schreiben, was ich denn nun eigentlich damit meine - irgendwann werde ich aber wohl noch einen etwas vertiefteren "Disclaimer" schreiben müssen, denn es mag wohl auch für andere missverständlich sein (vielleicht hab ich in den Ferien dafür Zeit)... und dabei fühle ich mich ja eigentlich nicht mal besonders feministisch oder sonstwas... ;-)
Zu Dir aber jedenfalls noch soviel:
>Ich bekomme immer mehr das Gefühl das wir hier nicht von geschlechterspezifschen Rollen sprechen.<
BINGO!!! Ich sehe "Matriarchat" und "Patriarchat" nicht primär als geschlechtsspezifisch an, sondern das steht einfach für unterschiedliche Weltanschauungen, wobei eben die Weltanschauungen natürlich Einfluss auf Sitten und Gebräuche haben etc.pp.
Grob vereinfacht:
Matriarchat = so ziemlich im Einklang mit der Natur und miteinander
Patriarchat = sucht ständig Herrschaft über die Natur und auch über andere Menschen
d.h. auch, dass Männer ebenso (wenn auch vielleicht auf etwas andere Art und Weise) Opfer des Systems sind - z.B. gerade eben auch beim "Balzverhalten" wird ja vom Mann die aktive Rolle erwartet, weil er ja der Rolle als "Eroberer" entsprechen muss/will/soll und das ist ja anscheinend auch nicht immer so lustig... etc.pp.
Und was die JägerInnen und SammlerInnen angeht, wollte ich eigentlich nur darauf hinaus, dass es eben nicht so war, wie viele meinen: Mister Urmensch haut der Miss Urmensch eine Keule über den Kopf, schleift sie in seine Höhle, wo er sie zur Misses macht - und fortan bleibt sie dort, zieht seine Kinder auf und liefert dabei Sex gegen Fleisch... (Damit erklären sich sogar manche den Ursprung der "Ehe"!) *grmpf*
Dass Du dieses dumme Bild nicht in Deinem Kopf hast, ehrt Dich - von wegen mobil/stationär will ich Dich aber nur noch kurz darauf hinweisen, dass die Sammelgebiete der Frauen wohl ebenso gross waren wie die Jagdreviere der Männer... ja ja, ich bin ja schon still! ;-)
>Warum ist es für Dich und andere Gesinnungsgenosseninnen unbedingt von Nöten
a) einen Verantwortlichen für den Status Quo als Schuldigen zu isolieren und
b) dem männlichen Geschlecht möglichst viel (am Besten alles) Miese in der Welt anzulasten?<
Na ja, für allfällige "Gesinnungsgenossinnen" kann ich nicht sprechen (ich verweise zwar öfters mal auf Hannelore's Seiten, bin mit ihr aber durchaus nicht überall einer Meinung; und andere Patriarchats-Kritikerinnen kenne ich nicht), doch es geht mir keineswegs darum, "die Männer" pauschal schlecht zu machen, denn die meisten Männer können da ja schliesslich auch nix dafür. Und ich kann mich über Frauen übrigens genau so aufregen (besonders über so manche Dummtussies, die sich in der "Patriarchalen Weibchen-Rolle", wie ich es nenne, ach so wohl fühlen; dazu gehören beispielsweise auch die von Jörg & Co. gehassten Männer-Abzockerinnen, die zu faul sind, ein eigenes Leben zu führen und sich stattdessen an einem Mann festsaugen *grmpf*)...
>Ist das so eine Art Kompensationsverhalten für das, was über die Jahrhunderte (insbesondere von Seiten der Religion) immer wieder den Frauen angelastet wurde und nicht unwesentlich zum heutigen Weltbild (=Mythos) ´Frau´ gehört?<
Tja, manchmal kann ich mich da schon noch drüber aufregen (Nicht nur über Hexenverbrennungen, sondern auch über Fiesigkeiten heutzutage); und gut möglich, dass ich dann auch mal besonders grantig zu Männern bin und etwas bösere Texte rauskommen. Ich bin schliesslich kein Engel.
Jawohl, Frauen sind auch nur Menschen. Aber eben: Sie sind Menschen!
Ja, ich weiss, Dir brauche ich das nicht zu sagen... ;-)
>> dumm ist nur, wenn sich die Aggressionen gegeneinander richten und sich schliesslich von positiv in negativ verkehren: Gewalt, Herrschsucht, Krieg etc.pp. <<
>Tatsächlich war das damals bei weitem nicht dumm! Trainierte es doch einen Verhalten, der damals von Nöten war.<
War es wirklich immer nötig? *zweifel*
Natürlich ist es im Grunde müssig, sich den Kopf darüber zu zerbrechen, wann wie wo warum der erste Krieg stattgefunden hat - aber wenn es mit den Kriegen und der Gewaltspirale so weiter geht (gerade in unserer heuten ach so zivilisierten Welt, wo man nicht mehr mit Knüppeln und Äxten, sondern mit weitaus ausgeklügelteren Waffen aufeinander losgeht), ist bald einmal Feierabend - doch da sind wir ja eigentlich auch schon einer Meinung... *grübel-grübel* Über was streiten wir hier dann eigentlich noch?
>Aber die Arroganz, die mich auf die Palme bringt<
Arroganz? Wollte ich doch eigentlich gar nicht.
>und die Argumentation von Dir und Deinen Co-Autorinnen durchdringt, ist die als ob der Mensch und hier insbesondere der Mann der Architekt des Status Quo wäre!<
Wenn nicht "der Mensch" bzw. "Menschen" - wer dann? *grübel* Natürlich gibt es gewisse Sachzwänge (Fruchtbares Land, Wasser in der Nähe, Kinder werden von Frauen geboren etc.pp.) - doch wie die Menschen dann damit umgehen, ist ja wohl Sache der Menschen? Oder wer sollte sonst Deiner Meinung nach der Architekt der Menschlichen Gesellschaften sein? Oder reden wir hier irgendwie wieder aneinander vorbei?
>Und anscheinend vergeßt ihr, daß dieses krasse und schlimme patriarchale System, daß ja offensichtlich auch die nicht minder schlimmen patriarchalen Frauen erzeugt hat, auch euch und eure Ansichten erzeugt hat.<
*trööööt* Also meine Ansichten habe ich wohl nicht DANK, sondern TROTZ des Patriarchalen Systems entwickelt, weil ich mir gedacht hab, dass es doch wohl auch anders sein könnte... (Ich komme mir manchmal vor wie eine widerspenstige Borg, die nicht ins Kollektiv zurückwill *smile*)
>Habt ihr schonmal darüber nachgedacht, daß ihr eure eigenen Lehren verratet, wenn ihr eure so friedliche und heilige Matriarchale Ordnung auf ausgesprochen partiachale Art und Weise (= aggressiv, komme was da wolle) vertretet?!<
Wie gesagt, ich kann nur für mich sprechen, denn ich gehöre weder irgendeiner Partei mit irgendwelchen Lehren noch irgendeinem verschwörerischen Frauen-Geheimbund an (wenn man mal von einem gewissen Forum absieht *smile*), aber wo bitteschön hab ich denn aggressiv irgendwas vertreten? Ich bin doch nicht Hohepriesterin des Heiligen Matriarchats (obwohl: klingt irgendwie noch cool *ggg*), ich tue nur gelegentlich mal meine Meinung kund. Falls Du hier meine Mails schon als aggressive Missionierung empfindest, dann komme entweder ich viel aggressiver rüber, als ich eigentlich dachte/wollte, oder Du bist doch empfindlicher, als ich gedacht hätte. Na ja, ist wohl auch Geschmackssache.
>... Am Besten sollen jedoch jetzt als ausgleichende Gerechtigkeit die Rollen getauscht werden.<
Na ja, in manchen Teilen der Welt scheint ja in Punkto Geschlechterrollen noch finsterstes Mittelalter zu herrschen (obwohl das Mittelalter an sich ja gar nicht so finster war), während in gewissen anderen Gebieten und/oder Teilbereichen Jörg&Co. zufolge schon längst sowas wie ein Rollentausch stattgefunden hat. Es gibt eben so ziemlich alles irgendwo auf der Welt! ;-)
>Wenn letzteres sinnvoll ist, wird das geschehen!<
Ob immer alles, was geschieht, so sinnvoll ist?
>Aber sicherlich nicht, weil es FAIR wäre! Die Natur war noch nie fair...<
Was "fair" ist, liegt wohl nicht zuletzt im Auge des Betrachters.
Und von wegen "Recht" (Hat denn wirklich immer der Recht, der gewinnt?) - ja, der Ausdruck ist natürlich ein menschlicher Begriff, den ich da verwendet habe.
Ich habe es beispielsweise auch immer sehr ungerecht empfunden, wenn in alten Western, die Indianer reihenweise von den Weissen platt gemacht wurden - obwohl die Weissen mit ihren Feuerwaffen natürlich die "Stärkeren" waren und deshalb ja auch gewonnen haben. Pech für die Indianer! Aber Ethik oder Natur hin oder her, ich finde das eben ungerecht. Das mag vielleicht nicht sonderlich sachlich oder wissenschaftlich von mir sein, aber so sehe ich das eben.
Und um beim Beispiel der Borg zu bleiben (Eigentlich sind die Borg sogar ein ziemlich gutes Beispiel für's Patriarchat; dass es eine BorgQUEEN gibt, ändert nichts daran! *ggg*): Ich finde es auch nicht recht, wenn die Borg einfach irgendwelche Leute assimilieren, die gar nicht assimiliert werden wollen, auch wenn die Borg noch so sehr meinen, dass dies doch so am besten wäre! Was wäre nun, wenn sich einige Borgdrohnen plötzlich wieder an ihre Individualität erinnern würden und aus dem Borgkollektiv aussteigen wollten - lässt man sie wohl, oder würde man mit aller Gewalt versuchen, sie wieder ins System zu reintegrieren, damit weiterhin alles reibungslos läuft, ohne irgendwelche Störungen?
....
[Opferrolle der Frau]
>> Ich für meinen Teil will kein Opfer sein.<<
>Fragt sich nur, ob man deshalb auch immer gleich zum Täter mutieren muß!<
Ach, bin ich etwa ein Täter? Was tu ich denn?
>> Hihihi, ich bin aber nicht gerade das typische Weibchen... *ggg*<<
>Wahrscheinlich... genausowenig wie ich ein typisches Männchen bin, sonst würden wir uns wohl kaum im AB-Forum begegnet sein. Wenn ich´s mir genau überlege, bin überhaupt sehr wenigen ´typischen´ Frauen und Männern begegnet.<
In meinem Bekanntenkreis gibt es eigentlich auch nur eher untypische Frauen und Männer. Da stellt sich mir manchmal die Frage, ob etwas, das angeblich so "typisch" sein soll, wirklich so typisch ist... oder ob das ganze "Normal-Blabla" nicht oft nur erstunken und erlogen ist.
>Jaja! Den Spruch kenn ich noch von Schulhof, wo das Mädel solange mit Schal nach mir geschlagen hat, bis ich ihn ihr aus der Hand gerissen habe...<
Bei mir meinte mal ein Junge auf einer Schulreise, seine Pseudo-Karate-Künste ausprobieren zu müssen, bis ich plötzlich zurückgeschlagen und alle damit verblüfft habe. Allerdings war der Junge da zu erstaunt, um zu protestieren - hat mich angesehen, als hätte ich mich gerade in einen feuerspeienden Drachen verwandelt.
Das Problem ist eigentlich, daß ich auf das Thema eher empfindlich reagiere, weil ich schon lange vor Dir meine Erfahrung damit gemacht habe. Daher reagiere ich mit Zitaten oder Veröffentlichungsverweisen eher allergisch. Das zeugt für mich immer davon, daß man sich auf das Widerkäuen von Aussagen dritter beschränkt und ich nicht mit einer lebendigen Person diskutiere, sondern eher mit einer leicht anonymen, leblosen und angestaubten Bibliothek. Dann habe ich lieber in ihrer Kürze unvollständige, mißverständliche oder umständliche eigene Worte... müssen ja keine Romane sein. Nur ich mach mir ja auch die Mühe, meine Gedanken und Standpunkte in Worte zu fassen. Egal, ich schätze, wenn wir uns mal treffen sollten, werden wir binnen Minuten einen Tisch für uns alleine haben und bis in die frühen Morgenstunden wild diskutieren... *ggg*
>BINGO!!! Ich sehe "Matriarchat" und "Patriarchat" nicht primär als geschlechtsspezifisch an, sondern das steht einfach für unterschiedliche Weltanschauungen, wobei eben die Weltanschauungen natürlich Einfluss auf Sitten und Gebräuche haben etc.pp.
Grob vereinfacht:
Matriarchat = so ziemlich im Einklang mit der Natur und miteinander
Patriarchat = sucht ständig Herrschaft über die Natur und auch über andere Menschen<
Dann ist das Wort aber mißbräuchlich benutzt! Denn wenn ich mich nicht irre, ist Matriarchat und Patriarchat geschlechtspezifisch belegt und bezieht sich darauf, wo die hierarchische Autorität gelagert ist! Konkurrent, Aggression, Naturverbundenheit und Friedfertigkeit kommt in den Definitionen nicht vor!
Aber ich werde nochmal nachschauen! Kann ja auch eine jahrelange Bildungslücke auf meiner Seite sein... Wäre nicht das erste Mal! *ggg*
>Und was die JägerInnen und SammlerInnen angeht, wollte ich eigentlich nur darauf hinaus, dass es eben nicht so war, wie viele meinen: Mister Urmensch haut der Miss Urmensch eine Keule über den Kopf, schleift sie in seine Höhle, wo er sie zur Misses macht - und fortan bleibt sie dort, zieht seine Kinder auf und liefert dabei Sex gegen Fleisch... (Damit erklären sich sogar manche den Ursprung der "Ehe"!) *grmpf*<
Die Theorie klingt in meinen Ohren genauso mutiert wie die, daß der Mensch von Affen abstammt. Sie haben gemeinsame Vorfahren, aber mehr eben auch nicht!
Ich denke, die Nummer oben wird sich ebenso populärwissenschaftlich (=ungenau bis falsch) begründen lassen. Ich halte es allerdings für sinnfällig, dass die Grundlage für die Ehe schon in Rollenaufteilung in einem Stamm bzw. der Stammhalterschaft zu suchen ist. Sämtlich Deduktionen auf eine biologische Bedeutung oder Notwendigkeit, sowie auf die Regeln nach denen eine Ehe zu laufen hat, halte ich - gelinde gesagt - für ausgemachten Quark!
>Dass Du dieses dumme Bild nicht in Deinem Kopf hast, ehrt Dich - von wegen mobil/stationär will ich Dich aber nur noch kurz darauf hinweisen, dass die Sammelgebiete der Frauen wohl ebenso gross waren wie die Jagdreviere der Männer... ja ja, ich bin ja schon still! ;-)<
Du hast mich immer noch mißverstanden! *g* Ich wollte nicht sagen, daß die Frauen stationär (=an einem Ort bleiben) bzw. die Männer mobil (=sich bewegen) sind. Ihre Aufgabenbereiche sind stationär bzw. mobil! Die Frau hat es mit nicht oder wenig beweglichen Dingen und Aufgaben zu tun (Pflanzen, Kinder (die zugegebenermaßen sehr beweglich sein können! *g*), Unterkunft,...), während der Mann es mehr mit beweglichen Zielen zu tun hat (Beutetiere, Rivalen, Raubtiere,...)
Dadurch hat sich meines Wissens nach eine gewissen Spezialisierung bei den geschlechtsspezifischen Gehirnen ausgebildet. Während Frauen aufgrund wesentlich engerer Verknüpfung beider Gehirnhälften in der Lage sind mehrer Gedankengänge gleichzeitig zu verfolgen und zu bearbeiten, ist das Gehirn des Mannes mit einer geringeren aber weniger verflochtenen Anzahl von Verknüpfungen eine wesentlich geringere Anzahl von Prozessen zu bearbeiten. Dadurch ist der Mann in der Lage schneller auf einen Stimulus zu reagieren, während die Frau eher "durcheinanderkommt" und intuitiv bei einem Kampf zum zögern neigt, wäre sie besser als der Mann in der Lage, die Chronologie der Ereignisse auseinanderzuhalten. Umgekehrt neigt der Mann dazu bei vielen unabhängigen Vorgängen durcheinanderzukommen, Sachen zu vergessen, während die Frau eher den Überblick behält. So ungefähr, soll das - natürlich stark vereinfacht - gewesen und noch heute an dem Aufbau der Gehirne nachprüfbar sein, auch wenn es wohl merklich von dem sogenannten aktiven Bewußtsein dominiert wird. Wie gesagt, das habe ich irgendwo mal gelesen... kann Dir allerdings keinen Link angeben. ;-) *fg*
>Tja, manchmal kann ich mich da schon noch drüber aufregen (Nicht nur über Hexenverbrennungen, sondern auch über Fiesigkeiten heutzutage); und gut möglich, dass ich dann auch mal besonders grantig zu Männern bin und etwas bösere Texte rauskommen. Ich bin schliesslich kein Engel. Jawohl, Frauen sind auch nur Menschen. Aber eben: Sie sind Menschen! Ja, ich weiss, Dir brauche ich das nicht zu sagen... ;-)<
Danke, genau! Außerdem redest Du mit einem Physiker und Atheisten! Also mich hätten sie vermutlich als aller ersten verbrannt! Noch vor den Frauen!
>War es wirklich immer nötig? *zweifel* Natürlich ist es im Grunde müssig, sich den Kopf darüber zu zerbrechen, wann wie wo warum der erste Krieg stattgefunden hat - aber wenn es mit den Kriegen und der Gewaltspirale so weiter geht (gerade in unserer heuten ach so zivilisierten Welt, wo man nicht mehr mit Knüppeln und Äxten, sondern mit weitaus ausgeklügelteren Waffen aufeinander losgeht), ist bald einmal Feierabend - doch da sind wir ja eigentlich auch schon einer Meinung... *grübel-grübel* Über was streiten wir hier dann eigentlich noch?<
An und für sich streiten wir uns gar nicht! Wir diskutieren leidenschaftlich! *g* Und an diesem speziellen Punkt scheint wieder ein kleines Mißverständnis vorzuliegen! Ich halte die Aggressionsbereitschaft beim Menschen für ein Überbleibsel aus der Zeit, an dem der Mensch in der Lage sein mußte von 0 auf 100 innerhalb von Sekundenbruchteilen hochzufahren! Das Zaubermittel Adrenalin, das ihm erlaubt Schmerzen zu ignorieren, ungeahnte Kraftanstrengungen ermöglicht, seine Reaktionszeit verkürzt und ihn insgesamt schneller und aufmerksamer macht, hat das Überleben damals gesichert. Damals war die auch andere Menschen zunächstmal Konkurrenten, potentielle Feinde. Aber weit weniger tödlich und endgültig! Der Mensch hat sich an den menscheninternen Kämpfen geschliffen, um sein Überleben als Art zu sichern. Nichts anderes tun auch junge Raubtiere und Herdentiere. Sie kämpfen und raufen anscheinend sinnlos mitteinander. Nur gibt es bei denen in der Regel den Instinkt als regelndes Element. Der Mensch hat Dank (Fluch?) seines Intellektes die Möglichkeit eines Overrides.
Jeder Mensch spürt die Hemmschwelle ein Mitglied seiner eigenen Art umzubringen. Nur ist er in der Lage, sie zu ignorieren und zu sagen "Trotzdem..." Ich stimme Dir vollkommen zu, daß die Auseinandersetzungen, die der Mensch irgendwann mal anfing "Kriege" zu nennen, nicht wirklich sinnvoll oder notwendig sind. Aber sie entstammen einem Verhalten, daß mal sinnvoll und notwendig WAR. Die Betonung liegt auf "war"!
>>Aber die Arroganz, die mich auf die Palme bringt, und die Argumentation von Dir und Deinen Co-Autorinnen durchdringt, ist die als ob der Mensch und hier insbesondere der Mann der Architekt des Status Quo wäre!<<
>Wenn nicht "der Mensch" bzw. "Menschen" - wer dann? *grübel* Natürlich gibt es gewisse Sachzwänge (Fruchtbares Land, Wasser in der Nähe, Kinder werden von Frauen geboren etc.pp.) - doch wie die Menschen dann damit umgehen, ist ja wohl Sache der Menschen? Oder wer sollte sonst Deiner Meinung nach der Architekt der Menschlichen Gesellschaften sein? Oder reden wir hier irgendwie wieder aneinander vorbei?<
Du gehst nach meiner Meinung zu vergeistig an die damaligen Probleme heran! Die natürliche (im wahrsten Sinne des Wortes) Herangehensweise lautet "Keep it simple, keep it straight!" Warum waren die ersten Menschen Nomaden? Warum haben sie nicht einen Teil der Früchte zum Anpflanzen aufbewahrt, warum haben sie nicht bevorzugte Beutetiere in Herden gehalten? Weil es zu kompliziert war! Der Mensch wurde nicht mit seinen heutigen Möglichkeiten und den Worten "Nu mach mal schön!" in die Welt geworfen... wie uns ja irgendwie die Bibel suggerieren will! Der Mensch hat sich entwickelt! Und jede Entwicklungsstufe baute nun mal auf der vorigen auf, d.h. die Vorstufe blieb erhalten und wurde ausgebaut! Es bedarf immer radikaler Gründe, daß sich etwas in der Natur grundlegend ändert! Das Verhalten zieht sich wie ein roter Faden durch die Natur und damit auch am Deutlichsten durch die Menschheitsgeschichte! Ich kann das anhand der Geschichte der Physik am deutlichsten nachvollziehen. Die erste Vorstellung war tatsächlich die, daß die Erde eine Kugel ist! Erst als die Menschen sich über das Phänomens des "Herunterfallens" Gedanken machten, kam der Widerspruch auf, daß man ja von einer Kugel herunterfallen müßte! Also suchte man nicht weiter nach einer Erklärung, warum man auf der Kugel bleibt, sondern man plättete sie kurzerhand zur Scheibe! Die Beobachtung, daß man von an einem Schiff am Horizont zuerst die Segel sieht, war im wahrsten Sinne des Wortes weit weg! Noch heute arbeitet die Physik nach dem Prinzip, die bisher gefundenen Zusammenhänge und Gesetzmäßigkeiten können nicht falsch sein! Sie funktionieren zu gut. Sie mögen unvollständig, modifizierbar, erweiterbar sein, aber nicht per se falsch! Dieses Prinzip hat, seitdem es vorbehaltlos verfolgt wird (will sagen, seitdem uns die Religion nicht mehr im Weg steht!) unseren Erkenntnisstand erheblich erweitert. Es war nichts neues, sondern mehr eine Wiederentdeckung eines Prinzips nachdem die Natur und das Leben auf der Erde
schon lange und sehr erfolgreich funktioniert.
>*trööööt* Also meine Ansichten habe ich wohl nicht DANK, sondern TROTZ des Patriarchalen Systems entwickelt, weil ich mir gedacht hab, dass es doch wohl auch anders sein könnte... (Ich komme mir manchmal vor wie eine widerspenstige Borg, die nicht ins Kollektiv zurückwill *smile*)<
Aber das ist doch gerade das Konkurrenzprinzip! Wenn sich unter den neuen Umständen eine neue Gesellschaftsform als besser erweist, wird sie ihre Einflüße gelten machen. Das "patriarchale" Konkurrenzsystem beinhaltet überhaupt die Möglichkeit, daß sich ein "matriarchales" Sozialsystem durchsetzen kann. Ein stagnatives, sich nicht ständig prüfendes und in frage stellendes System - wie mir das von Dir beschriebene und glorifizierte Matriarchat erscheint - wäre nicht anpassungsfähig, weil es eben etwas wie eine nicht mehr dynamische Endstufe der Entwicklung darstellen soll!
>>Habt ihr schonmal darüber nachgedacht, daß ihr eure eigenen Lehren verratet, wenn ihr eure so friedliche und heilige Matriarchale Ordnung auf ausgesprochen patriarchale Art und Weise (= aggressiv, komme was da wolle)vertretet?!<<
>ich tue nur gelegentlich mal meine Meinung kund. Falls Du hier meine Mails schon als aggressive Missionierung empfindest, dann komme entweder ich viel aggressiver rüber, als ich eigentlich dachte/wollte, oder Du bist doch empfindlicher, als ich gedacht hätte. Na ja, ist wohl auch Geschmackssache.<
Ein Diskussion (Austausch von Meinung und Überzeugungsarbeit) ist letztendlich ein Kampf. Man setzt sich durch! Darum geht es mir! Friedliebende, harmoniesüchtige Vertreterinnen des Matriarchat greifen das patriarchale System, das sie hervorgebracht hat an. Kein anklagender Finger meinerseits! Nur ein Aufzeigen, wie sehr das ´verachtenswerte´ System das Wesen der Menschheit durchdringt! Wie NATÜLICH es letztlich ist! ;-)
Und natürlich fühle ich mich angegriffen, wenn man das Schlechte dieser Welt mit dem den xy-Chromosomern assoziert! Ich bin harmoniesüchtig! Ich HASSE Streit! Aber ich liebe Diskussionen!!! *ggg*
>Ob immer alles, was geschieht, so sinnvoll ist?<
Nein, aber es setzt sich offensichtlich das durch, was kurz- und manchmal auch mittel- aber selten langfristig am geeignetsten ist! Das Evolutionsprinzip ist sicherlich nicht perfekt, aber bisher unbestritten erfolgreich! ;-)
>Ich habe es beispielsweise auch immer sehr ungerecht empfunden, wenn in alten Western, die Indianer reihenweise von den Weissen platt gemacht wurden - obwohl die Weissen mit ihren Feuerwaffen natürlich die "Stärkeren" waren und deshalb ja auch gewonnen haben. Pech für die Indianer! Aber Ethik oder Natur hin oder her, ich finde das eben ungerecht. Das mag vielleicht nicht sonderlich sachlich oder wissenschaftlich von mir sein, aber so sehe ich das eben.<
Sehe ich nicht anders, trotzdem muß man wohl die bitter Pille schlucken, dass sowas passieren MUSS! Allein deswegen, DASS der Mensch für sich entscheiden kann "Nein! Das soll nicht nochmal geschehen!" und sich und seinen bisherigen Umgang mit sich selbst in Frage stellt! Genauso bitter ist das ja auch mit dem jüngsten Beweis der Unmenschlichkeit des Menschen! Da verursachen Menschen mit vollem Bewußtsein den Tod von zig anderen! Und mit einem Mal bewegen sich alle anderen aufeinander zu und sind bereit, Zugeständnisse zu machen, um eine Zusammenarbeit zu ermöglichen. Gleichzeitig versucht die Menschheit ihrem Rechtsempfinden (bzw. dem Wunsch nach Rache) mit ihren Ängsten aus den Erfahrungen der letzten Eskalationen und dem Wunsch nach langfristigen Lösungen unter einen Hut zu bekommen. Was immer auch daraus wird, ohne diesen Anschlag wäre es nie dazu gekommen! Und das es langfristig etwas schlechtes ist... wer kann das sagen?! Jetzt klinge ich schon so, als ob ich dieses Attentat fatalistisch begrüßen würde! Im Gegenteil, wenn ich es hätte verhindern können, ich hätte vermutlich alles dafür gegeben... vielleicht sogar mein eigenes wertloses Leben! Wie theatralisch! Und müßig... mich hat niemand gefragt!
>Und um beim Beispiel der Borg zu bleiben (Eigentlich sind die Borg sogar ein ziemlich gutes Beispiel für's Patriarchat; dass es eine BorgQUEEN gibt, ändert nichts daran! *ggg*): Ich finde es auch nicht recht, wenn die Borg einfach irgendwelche Leute assimilieren, die gar nicht assimiliert werden wollen, auch wenn die Borg noch so sehr meinen, dass dies doch so am besten wäre!<
Wäre das nicht die Rolle des Matriarchats? Alle miteinander, keiner gegeneinander?
>Was wäre nun, wenn sich einige Borgdrohnen plötzlich wieder an ihre Individualität erinnern würden und aus dem Borgkollektiv aussteigen wollten - lässt man sie wohl, oder würde man mit aller Gewalt versuchen, sie wieder ins System zu reintegrieren, damit weiterhin alles reibungslos läuft, ohne irgendwelche Störungen?<
Das Patriarchat würde sich wohl dem Kampf stellen... gewinnen oder verlieren! Weil es ein Wesenszug von ihm ist! Aber das Matriarchat würde per Deiner Definition dies ja gar nicht zulassen! Denn wir alle flechten ja gemeinsam Blumenkränze und sind glücklich! *provozier*
"If she tells me I´m happy, I better be!" *g*
[Opferrolle der Frau]
>>>Ich für meinen Teil will kein Opfer sein.<<<
>>Fragt sich nur, ob man deshalb auch immer gleich zum Täter mutieren muß!<<
>Ach, bin ich etwa ein Täter? Was tu ich denn?<
Spielte damit darauf an, daß mit der Begründung, daß einige Männer unmögliche Meinungen und Theorien über alle Frauen haben, nun mit analogen Mitteln alle Männer angegangen werden.
>In meinem Bekanntenkreis gibt es eigentlich auch nur eher untypische Frauen und Männer. Da stellt sich mir manchmal die Frage, ob etwas, das angeblich so "typisch" sein soll, wirklich so typisch ist... oder ob das ganze "Normal-Blabla" nicht oft nur erstunken und erlogen ist.<
In der Quanten-Physik gibt es den Begriff des "Erwartungswertes". Dieser Erwartungswert ist ein mathematische Konstrukt, daß die wahrscheinlichsten Eigenschaften einer Größe in sich vereint. Dummerweise ist der Erwartungswert tatsächlich zumeist kein möglicher Meßwert! Nein, ich bin auch eigentlich ein völlig untypischer Physiker! *ggg*
>Bei mir meinte mal ein Junge auf einer Schulreise, seine Pseudo-Karate-Künste ausprobieren zu müssen, bis ich plötzlich zurückgeschlagen und alle damit verblüfft habe.<
*lol* Sowas habe ich auch mal miterleben dürfen! Habe Tränen gelacht! Zu köstlich! :-))))
[Matriarchat - Patriarchat]>Dann ist das Wort aber mißbräuchlich benutzt! Denn wenn ich mich nicht irre, ist Matriarchat und Patriarchat geschlechtspezifisch belegt und bezieht sich darauf, wo die hierachische Autorität gelagert ist!<
Tja, es ist eben ein grosses Problem, dass es durchaus unterschiedliche Definitionen gibt! Im Matriarchat (so wie ich es verstehe) gab/gibt es eben so was wie Herrschaft und Hierarchische Ordnung gar nicht; Frauen mögen in der Gesellschaft etwas mehr dominieren, doch das Männliche Prinzip ist durchaus im Weiblichen Prinzip eingebettet etc.pp. und Männer und Frauen sind durchaus gleichwertig. Es ist eben nicht einfach bloss "Patriarchat mit vertauschten Rollen", sondern eine andere Weltanschauung. Und mir geht es eben auch hauptsächlich um den weltanschaulichen Aspekt und nicht nur um die Geschlechterrollen.Wobei es natürlich kein Wunder ist, dass wir da etwas unterschiedliche Ansichten haben, denn schliesslich bist Du ein Dreibein und ich gehöre der Spezies an, wo linke und rechte Gehirnhälfte viel vernetzter sind... *feix* ;-)
>Außerdem redest Du mit einem Physiker und Atheisten! Also mich hätten sie vermutlich als aller ersten verbrannt! Noch vor den Frauen!<
Na sieh mal einer an! Also in Physik hatte ich die schlechteste Note im Matur-Zeugnis; v.a. weil es bei mir immer viel zu lange dauerte, bis bei mir endlich mal der Groschen fiel, wie eine Aufgabe zu lösen war und eine Mathematische Tieffliegerin war ich sowieso, sobald es um irgendwelche abstrakten Gleichungen ging, bei denen mir partout nicht einleuchten wollte, wozu das eigentlich gut sein sollte (Hätten die Lehrer damals lieber mal ein paar praktische Beispiele gebracht, statt alles mit Zahlen und Formeln vollzukritzeln *grmpf*). Einmal hatte ich sogar schon die Lösung auf dem Taschenrechner, doch dann wurde mir das Blatt weggenommen, bevor ich's aufschreiben konnte... *schnieffffff* Drolligerweise habe ich jetzt beruflich trotzdem viel mit Zahlen zu tun - allerdings reale Zahlen, mit denen man auch richtig rechnen kann, z.B. eine Steuerberechnung... ;-)
Und bist Du so ein richtiger Atheist, der an gar nix glaubt - oder "nur" aus der Kirche ausgetreten? Ich bin aus der Kirche ausgetreten, sobald ich volljährig war, weil mir das noch nie so richtig zugesagt hat (von der Frauenfeindlichkeit der ach so christlichen röm.kath. Kirche ganz zu schweigen; aber damals habe ich mich mit so "Gesellschaftlichem Kram" wie Matriarchat/Patriarchat noch nicht so beschäftigt und nur so vor mich hingesponnen, dass ich jedenfalls nicht SO leben will)... aber ich glaube durchaus an IRGENDETWAS... manchmal könnte ich mir sogar ziemlich viel vorstellen, wenn der Tag lang ist... *smile* Jedenfalls ist mir das Bild der "Grossen Göttin" schon mal erheblich sympathischer als das Bild vom angeblich ach so lieben Gott, der die Menschen ständig verarscht.
["Evolution" und Gesellschaftliche Entwicklungen]
>An und für sich streiten wir uns gar nicht! Wir diskutieren leidenschaftlich! *g*<
Hach, da bin ich aber beruhigt! ;-)
Und was die "Aggressionsbereitschaft" anbelangt (und Adrenalin), so wäre die an sich ja nicht so verkehrt - wenn es sich nicht immer wieder gegeneinander richten würde. Was allerdings auch kein Wunder mehr ist, denn mittlerweile gibt's einfach viel zu viele Menschen auf der Welt, da ist es ja logisch, dass man sich ständig irgendwie gegenseitig auf die Füsse treten muss... *seufz*
In grauer Urzeit war es aber noch nicht so übervölkert. War da jeder fremde Mensch, dem man mal über den Weg lief, automatisch ein Konkurrent und potentieller Feind?>Du gehst nach meiner Meinung zu vergeistig an die damaligen Probleme heran!<
*LOL* Das ist aber jetzt das erste Mal, dass ich sowas zu hören bekomme! ;-)>Die natürliche (im wahrsten Sinne des Wortes) Herangehensweise lautet "Keep it simple, keep it straight!"<
Aber das mach ich doch! ;-)
Und mir erscheint nun mal das Matriarchat (aber eben nicht einfach im Sinne von "Frauenherrschaft"!), viel einfacher und natürlicher und logischer als das Patriarchat, basta.
Nun könnte ich natürlich einfach abwarten, bis sich in weiss-ich-nicht-wievielen Jahrzehnten, Jahrhunderten oder gar Jahrtausenden irgendwann schliesslich doch noch herausstellt, dass diese ganze Patriarchale Politik der Herrschaft und Gewalt untereinander wohl doch nicht so der Hit ist...
... na ja, eigentlich kann ich wohl nicht viel mehr tun, als abzuwarten. Aber privat kann ich ja ruhig eine Amazone sein! ;-)Ich habe irgendwann mal einen Roman gelesen (sogar von einer Frau geschrieben, Namen hab ich vergessen), da ging's um Urmenschen (ein Cro Magnon-Mädchen namens Ayla wird von einer Horde Neandertaler oder so was in der Art aufgelesen) - und obwohl alles ja wirklich sehr schön geschrieben war, hab ich mir total an den Kopf fassen müssen, denn offenbar stellte man sich vor, bei den ollen Urmenschen hätte gewissermassen strenges Patriarchat geherrscht und die Frauen hätten rein gar nix zu sagen gehabt. Weshalb in aller Welt, hätten Urmenschen, die ja noch tagtäglich darum bangen mussten, genug zu Essen heranzuschaffen, dabei auch noch solche völlig bescheuerten Sitten und Gebräuche erfinden sollen, die der ganzen Gruppe nur das Leben schwer machten?! Das kann ja wohl nicht wahr sein! Hehehe, darum prügle ich auch besonders gerne auf den grossen starken Mammutjäger ein... *ggg* ;-)
>... Wenn sich unter den neuen Umständen eine neue Gesellschaftsform als besser erweist, wird sie ihre Einflüße gelten machen.<
Und was ist, wenn das herrschende System aber alle neuen Einflüsse im Keim ersticken will? Ketzer- und Hexenverbrennungen... oder die Schüsse auf dem Platz des Himmlischen Friedens etc.pp. ;-(>Ein Diskussion (Austausch von Meinung und Überzeugungsarbeit) ist letztendlich ein Kampf. Man setzt sich durch! Darum geht es mir!<
Dich durchzusetzen? *ggg*>Friedliebende, harmoniesüchtige Vertreterinnen des Matriarchat greifen das patriarchale System, das sie hervorgebracht hat an.<
Es ist wirklich lustig, dass manche Leute (gerade auch Frauen!) meinen, im Matriarchat dürfte es keinen Streit und auch sonst nix geben, was die Harmonie trüben könnte... *smile* Ich bin auch in einem kleinen Matriarchats-Forum zugange; und sobald da mal etwas härtere Töne angeschlagen werden, beschwert sich garantiert irgendeine Mimose und beklagt sich, dass so was aber eine patriarchale Verhaltensweise wäre blablabla *griiinz* Aber so wie ich das sehe, muss auch im Matriarchat nicht immer alles allzu harmoniesüchtig sein; und im Patriarchat wird ja schliesslich auch nicht die ganze Zeit immer und überall miteinander gekämpft... ;-)>Kein anklagender Finger meinerseits! Nur ein Aufzeigen, wie sehr das ´verachtenswerte´ System das Wesen der Menschheit durchdringt! Wie NATÜLICH es letztlich ist! ;-)<
Aggressionen etc. sind durchaus NATÜRLICH! Das Patriarchat ist es nicht. Meine persönliche Meinung.
>Und natürlich fühle ich mich angegriffen, wenn man das Schlechte dieser Welt mit dem den xy-Chromosomern assoziert!<
Uiuiui, da kommt mir eine neue Theorie: Der Teufel haust im y-Chromosom! *fiesgrins* Ach neee, gibt auch böse Frauen. Ist wohl Chromosomen-unabhängig...>Ich bin harmoniesüchtig! Ich HASSE Streit! Aber ich liebe Diskussionen!!! *ggg*<
Bist Du etwa ein matriarchaler Mann?! ;-)
>>Ob immer alles, was geschieht, so sinnvoll ist?<<
>Nein, aber es setzt sich offensichtlich das durch, was kurz- und manchmal auch mittel- aber selten langfristig am geeignetsten ist! Das Evolutionsprinzip ist sicherlich nicht perfekt, aber bisher unbestritten erfolgreich! ;-)<
Na ja, es ist wohl ohnehin das einzige System, das wir haben... wenn mir mal von Göttlicher Einmischung oder allfälliger Manipulation durch Aliens oder was auch immer absehen... *ggg*;-)Es geschehen viele Dinge, die nicht sinnvoll sind.
Manche Dinge, die sinnvoll wären, geschehen dagegen nicht.
Einfach Evolutionäres bzw. Gesellschaftspolitisches Glücksspiel?!
[Borg]
>Wäre das nicht die Rolle des Matriarchats? Alle miteinander, keiner gegeneinander?<
Irgendwie war/ist es aber nicht der Stil Matriarchaler Kulturen, zu erobern und zu missionieren (bzw. zu assimilieren)... sonst würden wir jetzt alle im Matriarchat und nicht im Patriarchat leben - aber das wäre dann wohl eben wieder eine andere Art von Matriarchat, als das, was ich darunter verstehe...>Denn wir alle flechten ja gemeinsam Blumenkränze und sind glücklich! *provozier*<
Na ja, also sooo stell ich mir das eigentlich nicht unbedingt vor… *lol* ;-)