Hier ist mein privater und beruflicher Werdegang .......
Das bin ich 2012 Das war ich 1962
Mein Name ist Wolfgang JOHANN, geboren am 13.11.1940 in Salzgitter-Bad (Niedersachsen), ev. Konfession. Mutter Luxemburgerin, Vater Deutscher. 1946 Einschulung in die Grundschule zu Saarbrücken-Burbach. 1947 bis 1949 Schulunterricht in Sanem-Bacharach ( Luxemburg ). Dreisprachig erzogen, Deutsch, Französisch und Luxemburger Dialekt. Ab September 1949 wieder Grundschule zu Saarbrücken-Burbach. Februar 1951 Umzug in das neu erbaute Haus meiner Eltern in Saarbrücken-Klarenthal. April 1954 Konfirmation. Am 16. Juli 1954 Hauptschulabschluß mit Notendurchschnitt von 1,2. Drei Tage später Eintritt in die Zahntechnikerlehre in Völklingen-Fürstenhausen, welche ich am 15.11.1958, bei vier Jahren Lehrzeit (dreieinhalb Jahre Allgemeintechnik und ein halbes Jahr Kieferorthopädie) erfolgreich absolviert habe.
Die größten Fehler und Dummheiten (keine kriminellen) in meinem bis dahin privat geführten Leben, deren Folgen mich ungemein schmerzten und mir seelisch sehr weh taten, in dem ich einen Menschen verlor, den ich damals überalles geliebt hatte, aber auf der anderen Seite wiederum für mich sehr lehrreich waren, beging ich zwischen den Jahren 1957 bis 1963.

Auf Wunsch meines Lehrherrn wechselte ich im Januar 1959 als Alleintechniker in die Praxis eines mit ihm befreundeten Zahnarztes nach Altenkessel/Saar, um meine zahnmedizinischen Kenntnisse weiter zu verbessern, sowie die Problematik des Zahnersatzes in jedweglicher Form vor Ort am Patienten kennen zu lernen, ihn individuell zu beraten und den optimalen Zahnersatz herzustellen.
Nach fünf Jahren, im Januar 1964, kehrte ich zu meinem Lehrherrn zurück. Auf Grund meiner inzwischen erworbenen zahntechnischen Erfahrungen, wie auch meiner zahnmedizinischen Kenntnisse, als auch im Umgangsstil mit meinen Kollegen, wurde ich im November 1964 offiziell zum Betriebsleiter und stellvertretenden Chef ernannt (35 Jahre lang).
Dieser Vorgang hat mir einen positiven charakterlichen Schub gegeben. Meine Naivitäten in verschiedenen Dingen des Lebens und mein bis dahin etwas leichtsinniger Lebenswandel, hatte ich mit einem Schlag abgelegt. Über Nacht war ich zu einem besonnenen, zuverlässigen und verantwortungsbewußten Mann gereift, der seine persönlichen Belange stets im Griff hatte und auch über personelle und wichtige interne betriebliche Angelegenheiten zu entscheiden und seinen Mitarbeitern beratend zur Seite zu stehen hatte.

Am 16. Januar 1965 lernte ich die bildhübsche, jungfräuliche, sieben Jahre jüngere Zahnmedizinisch-Technische Assistentin Maria-Theresia Schwinn, römisch-katholischer Konfession, kennen. Es war beiderseitige Liebe auf den ersten Blick. Hochzeit am 06. August 1965 in der katholischen Pfarrkirche zu Wadgassen/Saar.


Hochzeit-Resi und Wolfgang
Am 17. Oktober 1967 wurde unsere Tochter Marion-Michaela geboren, es folgten die Söhne Frank-Oliver am 27. September 1968, Lars-Thorsten am 10. April 1972 und Michael-Henning am 20. Januar 1974.
Alle meine Kinder haben das Gymnasium besucht und ihre Mittlere-Reife absolviert.

Nach ihrer Berufswahl, die sie alle mit Erfolg bestanden haben, sind es heute junge Menschen, die mit ihren Lebensgefährten mit beiden Beinen fest im Leben stehen, worüber meine Frau und ich mächtig stolz sind.


In der Zwischenzeit haben sich Michael-Henning, seine Schwester Marion-Michaela und sein Bruder Lars-Thorsten, im Saarbrücker Stadtteil Gersweiler, wunderschöne Häuser gebaut. Ihr Einzug ist für Februar 2004 geplant.


Die Gaststätte meiner Frau, die sie seit dem 01. August 1979 führt

Unsere Gaststätte nach der Renovierung - mittlerweile 32 Jahre in eigener Bewirtschaftung

Unsere Gaststätte nach der Renovierung - mittlerweile 32 Jahre in eigener Bewirtschaftung
Wegen Expandierung unseres Betriebes auf 32 Mitarbeiter zogen wir 1970 in größere Betriebsräume um.





Von Mai 1969 bis 30. April 1978 Geschäftsführer des Schützenvereins Hubertus e.V. Wadgassen.
Am 08. November 1974 (Hubertustag) wurde ich beim Königsschießen in der Disziplin
Luftgewehr erstmals Schützenkönig.
Meine Frau wurde bei den Damen zum selben Zeitpunkt in der selben Disziplin 1. Hofdame.
Im Dezember 1972, nach halbjährlichem Konvertitenunterricht, trat ich in die heilige
römisch-katholische Kirche ein.
Von Oktober 1974 bis 30. April 1978 (Nach der Gebietsreform) Geschäftsführer
der Sport-und Kultur treibenden Vereine der Großgemeinde Wadgassen (6 Gemeinden:
Wadgassen, Hostenbach, Schaffhausen, Werbeln, Differten und Friedrichweiler; insgesamt
25.500 Einwohner).
Am 02. Mai 1978 Umzug mit der Familie nach Saarbrücken-Klarenthal.
1981 gründete ich im Einvernehmen meines Chefs einen eigenen Betrieb auf Teil-Selbstständigkeit.
2002, im Alter von 62 Jahren, mußte ich den Betrieb aus gesundheitlichen Gründen aufgeben.
Seit Juni 1991 Nichtraucher und Antialkoholiker.


Nach 40 jähriger Betriebszugehörigkeit wurde ich Ende 1999 offiziell in den Vorruhestand verabschiedet.



Kommunion Marion und Frank


Thorsten und Michael auf unserer Haustür

In diesem Jahr (06. August 2011) feierten meine Frau und ich, was niemand für
möglich gehalten hätte, unseren 46. Hochzeitstag und führen noch immer eine sehr
schöne, harmonische und glückliche Ehe. So Gott will, mögen noch viele gemeinsame Jahre
folgen.
Nachdem unsere Kinder aus der elterlichen Wohnung ausgezogen sind und auf
eigenen Füßen stehen, gilt unsere ganze Liebe unseren beiden Siamkatzen (Zwillinge)
Lucy und Blacky. Diese sind nun auch schon 15 Jahre alt. Wenn ich daran denke, daß
diese Rasse eine durchschnittliche Lebenserwartung von 25 Jahren hat und meine
Frau und mich überleben könnten, mache ich mir Sorgen, wer sie bei einem
plötzlichen Ableben von uns Beiden versorgen würde.



Das Jahr 2002 war nicht gerade eines der Besten in meinem über sechs Jahrzehnte langen Leben. Der erste Schicksalsschlag traf uns schon gleich am Anfang des Jahres, um genau zu sein am 15. Januar, als unsere liebe Schwiegertochter Petra durch einen tragischen Autounfall ums Leben kam.
Meine Leidenszeit begann am 20. März des Jahres. An diesem Tag wurde ich in die Klinik Püttlingen/Saar eingewiesen. Diagnose AVK (Arterienverkalkung) im linken und rechten Bein. Da das rechte Bein stärker betroffen war, entschieden die Ärzte dieses Bein zuerst zu operieren.
Nach Abschluß aller Voruntersuchungen, bekam ich am 27. März in sieben stündiger Operation einen Bypass gelegt. Am 08. April wurde ich aus der Klinik entlassen und ich war riesig froh wieder längere Wege schmerzfrei laufen zu können. Allerdings hielt das nicht lange an. Am 23. April wurde ich abends gegen 21 Uhr mit fürchterlichen Schmerzen in die Klinik eingeliefert. Nach den ersten Untersuchungen wurde festgestellt, daß meine Blutwerte, die zwei Wochen zuvor noch top waren, total verrückt spielten. So hatte ich u. a. Harnsäurewerte (maximal Wert 6) von 11,4 und Cholesterin (maximal Wert 150) von 904(Lebensgefährlich, fast tödlich). Angeblich, so die Ärzte, sei dies durch eine körperliche Streßreaktion passiert.
Nach zweiwöchigem Klinikaufenthalt platzte eines morgens meine OP-Naht und ein riesiger Eiterstrahl, wie bei einer Eruption eines Vulkans, ergoß sich in mein Bett. Der anwesende Pfleger, der die Verbände erneuerte, rief sofort die zuständigen Ärzte, die mich umgehend in den OP schickten. Dort wurde unter Narkose die Bypasswunde aufgemacht, gesäubert und wieder geschlossen. Die Schmerzen jedoch ließen nicht nach. Etliche Untersuchungen später, teilte man mir mit, daß mein Körper den Bypass nicht akzeptieren sondern abstoßen würde. Die einzige Möglichkeit bestünde darin, den Bypass durch eine körpereigene Vene, die man nach einer Phlebographie aus dem Bein entnehmen würde, zu ersetzen. Dies geschah donnerstags vor Pfingsten. Man entfernte den Bypass aus dem rechten Oberschenkel und wollte mit der Vene durch die Bauchdecke zur Hauptschlagader in der Leiste. Doch soweit kam es erst garnicht. Beim ersten Schnitt in die Bauchdecke kam schon der Eiter gelaufen, diesen Schnitt führten sie über 35 cm direkt unter dem Nabel vorbei zur linken Körperseite, je weiter sie schnitten um so mehr Eiter kam.
Als ich auf der Intensivstation erwachte, sagte meine Stationsärztin, daß die Operation fehlgeschlagen wäre und daß das OP-Team acht Stunden um mein Leben gekämpft und fast keine Chancen mehr gehabt hätte, daß sie aber bei dieser Gelegenheit meinen Nabel und Bauchdeckenbruch mit operiert hätten. Zwei Tage später, an Pfingstsamstag, wurde ich, da keine andere Möglichkeit mehr bestand, Oberschenkel amputiert.
Nach drei monatigem Klinikaufenthalt wurde ich am 21. Juni 2002 entlassen, mit dem abgegebenen Versprechen zweimal wöchentlich in die Chirurgische Ambulanz zu kommen, um die Wundversorgung und Verbandswechsel zu gewährleisten. An der Stelle wo der Bypass saß, war eine offene Wunde von 20 cm Länge, 6 cm Breite und 8 cm Tiefe, die von innen heraus langsam zu heilen mußte.
Im August 2002, bei einem der Besuche in der Chirurgischen Ambulanz hörte ich dann von meinem Oberarzt, der mich operiert hatte, daß nicht der Bypass die Ursache an der Amputation schuld war, sondern eine kleine offene Wunde die ich am rechten Knöchel hatte. Diese Wunde ist nicht verheilt, da an dieser Stelle eine schlechte Durchblutung war. Außerdem wurde diese Wunde, Wochen bevor ich ins Krankenhaus kam, von einem behandelten Orthopäden medizinisch gesehen falsch behandelt (nicht desinfiziert). Dadurch wurde die Wunde bakteriell verseucht und diese Bakterien drangen dann zwischenzeitlich in die Lympfgefäße ein und verursachten diesen gewaltigen Eiterherd. Bis man dies festgestellt hatte, war es für die Rettung meines Beines zu spät.
Durch das Anziehen eines Kompressionsstumpfstrumpfes platzte Mitte August meine fast zugeheilte OP-Wunde wieder auf und so dauerte es bis zum 08. November 2002, bis meine Bypass-Wunde wieder verheilt war. Aus diesem Grund konnte ich erst am 19. November meine Reha in den Hochwald-Kliniken Weiskirchen/Saar antreten, wo ich am 17. Dezember 2002 entlassen wurde.
Abschließend möchte ich noch sagen, daß ich diese ganze Krankheitsgeschichte (Anamnese) physisch wie psychisch gut überstanden habe und wieder so lustig und munter bin wie eh und je.
Vor allem danke ich meiner Frau und meinen Kindern, daß sie so toll zu mir gehalten und gestanden haben, denn dieses Zusammenhalten, glaube ich, hat mir die Kraft gegeben, diese unnötige Amputation und ihre Begleiterscheinungen zu meistern.
Nur einen Wunsch hätte ich noch und zwar sollte es in diesem Jahr zur Bypasslegung im linken Bein kommen, daß diese Operation mit Erfolg verlaufen möge.
Am 20. Juni 2007 traf mich wie aus heiterem Himmel ein weiterer gesundheitlicher Rückschlag. Zunächst konnte ich garnicht richtig definieren, was mit mir geschehen war. Erst 15 Stunden später, als ich mit einem sehr guten Freund mich über den Vorgang unterhalten und dieser mir ganz dringend empfohlen hatte, direkt das Krankenhaus aufzusuchen, wurde ich nachdenklich. Am nächsten Tag morgens gingen mir diese Ermahnungen nicht mehr aus dem Kopf, obwohl ich mich ganz ausgezeichnet fühlte. Schließlich überwand ich mich und rief meinen Hausarzt an und erzählte diesem von meinem gesundheitlichen Erlebnis. Dieser bat mich sofort zu ihm zu kommen um ein EKG zu machen. Nach dieser Untersuchung sagte er mir, daß er mich nicht mehr nach Hause lassen dürfe, da ich einen Herzinfarkt erlitten hätte. Er rief sofort einen Rettungswagen an und so kam ich am 21. Juni 2007 um 11.08 Uhr ins Herzzentrum Völklingen.
Nach Legung eines Herz-Katheters stellte man fest, daß ich in der Nacht zum 20. Juni einen Vorderwand-Infarkt erlitten und nur noch eine Herzfunktionstätigkeit von 28 % hatte. Zu dem waren meine Blutzuckerwerte so hoch, daß man mir eine Diabetes Beraterin vom Krankenhaus zur Verfügung stellte und diese schaffte es innerhalb von vier Tagen mich auf den normalen Zuckerwert einzustellen. Durch diesen Vorgang konnte auch mein Bluthochdruck auf die normalen Durchschnittswerte gesenkt werden.
Am 18. Juli 2007 wurde ich dann in 4 stündiger Operation durch Legung von vier Bypässen am Herzen, am Leben erhalten.
Nach sechstägigem Aufenthalt auf der Intensivstation, wurde ich am 24. Juli 2007 auf die Normalstation verlegt.
Am 30 . Juli 2007 wurde ich von einem Bus der Hochwald-Kliniken Weiskirchen im Herzzentrum Völklingen zur Reha nach Weiskirchen abgeholt, wo ich am 20. August 2007 mit einem angenehmen Gefühl der Genesung entlassen wurde.
Hiermit möchte ich mich bei allen Ärzten, Therapeuten und Pflegepersonal im Krankenhaus, als auch in der Reha auf das Herzlichste für ihre ausgezeichnete und vorzügliche Arbeit, die sie an mir verrichtet haben, bedanken.

Die 4 dicken schwarzen Linien sind die Bypässe
Mittlerweile sind wieder vier Jahre vergangen und ich fühle mich gesundheitlich ganz ausgezeichnet. Das fehlende Bein macht mir keine Probleme und sehr oft merke ich überhaupt nicht, daß es garnicht mehr da ist.
Auch mein Herz schlägt nach der Operation ruhig und gleichmäßig und ist wieder voll belastbar. Die Meßwerte sind ganz phantastisch.

Wolfgang auf der Hochzeit von Bianca und Marco-25.03.2011
Wegen plötzlich auftretendem Luftmangel und Atemnot bekam ich am 17.
November 2011 im Herzzentrum Völklingen in 3,35 stündiger Operation
oberhalb des Herzens einen Defibrillator implantiert. Das 25.000 EURO
teure Gerät zeichnet alle Herzfunktionen und Bewegungen auf, die man
zu jeder Zeit abrufen kann. Außerdem übernimmt es bei Aussetzern oder
sonstigen Unregelmäßigkeiten des Herzens dessen Arbeit. Bei großer Gefahr
gibt es Alarmtöne von sich, so daß man rechtzeitig ein Herzzentrum oder eine
andere Klinik aufsuchen kann.
Dieser Defibrillator ist ein ganz ausgezeichnetes, neues Gerät, das mir bis jetzt
hervorragende Dienste geleistet und vor allem meine Herzfunktionstätigkeit
enorm gesteigert hat.
Meine Hobbies
Das größte Hobby ist meine Familie, gute Bücher lesen (Eigene Bibliothek, mittlerweile ca. 1700 Bücher), am Computer arbeiten und Online-Skat spielen.

Arbeitsplatz an meinem Computer-Schreibtisch
Per Telefon bin ich zu erreichen unter: 06898/31828 oder 06898/32246
Per Fax: 06898/370825 oder 06898/3090172
Handy-Nr.: 0160/3576796
Handy-Nr.: 0172/2586486
Per E-mail: WolfvonKl@aol.com
Per E-mail: W.Johann@t-online.de
Internet: www.wolfgangjohann.beep.de
