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hypnose
Was ist Hypnose / Hypnotherapie
- Hypnos: Gott des Schlafes
- Begriff „Hypnose“ im 19. Jahrhundert von James Braid geprägt, was aber eigentlich nicht korrekt ist, da es sich nicht um Schlaf handelt
- Eher: Ein Bewußtseinszustand, der sich von dem des Schlafes und der Wachheit unterscheidet. „Konzentrierte Entspannung“
- Die üblichen kognitiv – rationalen Denkstrukturen werden zugunsten des anderen Bewußtseinszustandes aufgegeben. Diese veränderte psychische Struktur drückt sich motorisch, in der Wahrnehmung, in der Physiologie und in subjektiven Erfahrungen aus
- Erickson über Hypnotherapie:„Lernprozeß, ein Umerziehungsverfahren für den Patienten. Dauerhafte Resultate ergeben sich in der Hypnotherapie nur durch die Aktivität des Patienten. Der Therapeut stimuliert den Patienten lediglich zur Aktivität, oft ohne zu wissen, welcher Art diese Aktivität sein mag, und dann leitet er den Patienten und bestimmt aufgrund seines klinischen Urteils, wieviel Arbeit geleistet werden muss, um die gewünschten Resultate zu erzielen. Die richtige Leitung und Beurteilung ist das Problem des Therapeuten, während der Patient die Aufgabe hat, durch eigene Anstrengungen seine Erlebniswelt auf neue Weise verstehen zu lernen. Eine solche Umerziehung muß natürlich in Einklang mit den Lebenserfahrungen, den Erkenntnissen Erinnerungen, Einstellungen und Ideen des Patienten stehen und darf nicht von den Vorstellungen und Meinungen des Therapeuten diktiert sein.“
Wie funktioniert Hypnose
Normalerweise ist die linke Hirnhälfte dominant und für das bewußte Denken zuständig.
Dies wird in Trance stark zurückgefahren und die rechte Hirnhälfte, in der man das
Unbewußte lokalisieren kann, erhält freie Bahn und kann die Führung übernehmen. Durch einen monotonen Vorgang (etwa das Fokussieren der Augen auf einen Punkt) wird die linke Gehirnhälfte aufgrund fehlender Reize inaktiv, die rechte dagegen aktiv.
Was ist Trance
- Ein natürlicher Zustand, ähnlich wie Tagträume und dem halbwachen Zustand kurz vorm Einschlafen
- Trance als schöpferischer Augenblick: tritt ein, wenn ein gewohntes Assoziationsmuster unterbrochen wird; es kann sich um eine spontane Unterbrechung oder Lockerung des gewohnten Assoziationsprozesses handeln; der Auslöser kann ein psychischer Schock, ein überwältigendes sensorisches oder emotionales Erlebnis sein. Er ist als Augenblick der „Faszination“ oder des „Sich-Verliebens“ erlebbar, in dem die Lücke im Bewußtsein durch das Neue ausgefüllt wird. Bartlett hat beschrieben, wie man sich die Genese des originalen Denkens vorstellen kann: Als das Füllen geistiger Lücken. Das Neue, das in schöpferischen Augenblicken entsteht, ist somit die Grundeinheit des originalen Denkens und der Einsicht sowie der Persönlichkeitsentwicklung. (E. Rossi)
- Man ist weder wach noch schlafend. Zwischen Schlafen und Wachen liegt der Zustand der Trance, vergleichbar mit Tagträumen oder der intensiven Beschäftigung etwa mit der Handlung eines Buches oder Filmes. Eine nahezu völlige Entspannung erleichtert die Aufnahme hilfreicher Strategien, die dem Klienten angeboten werden.
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