
KROATIEN
Dobro dosli (Herzlich willkommen)
Land der 1000 Inseln, klares Wasser, hohe Berge, Sonne garantiert.
Dieses Jahr haben wir zum 2. Mal Urlaub in Kroatien gemacht, genauer gesagt in Dalmatien an der Adriaküste. In dem Ort Omið, es war früher ein Piratenstädtchen und liegt in der Nähe von Split. Als wir letztes Jahr das erste Mal dort waren, waren wir so fasziniert von diesem Land, von den Menschen und ihrer Gastfreundschaft, daß es uns wohl immer wieder dorthin ziehen wird.
Erreichen kann man die Küste mit dem Flugzeug, mit dem Europabus oder mit dem Auto, wobei wir letzteres Transportmittel gewählt haben, weil es immer noch die kostengünstigste Alternative ist. Leider auch die längste. Da das Autobahnnetz in Kroatien noch im Aufbau ist, muß man ab Zagreb auf der Landstraße weiterfahren, die Geschwindigkeitsbegrenzung liegt teilweise bei 80 km/h (woran sich die Einheimischen nicht halten und teilweise halsbrecherische Überholmanöver veranstalten). Die Fahrt ist zwar lange aber auch sehr interessant.
Wir kommen aus dem Stuttgarter Raum und haben bis nach Dalmatien 16 Stunden gebraucht (Pausen und Grenzübergänge mit eingerechnet). Von München fährt man Richtung Salzburg, in Österreich hält man sich dann Richtung Slowenien. Man muß durch einige Tunnel, der bekannteste und längste ist der Karawankentunnel. Kommt man nach Slowenien rein, muß man immer Richtung Ljubiljana (die Hauptstadt von Slowenien) fahren. An der Grenze zu Kroatien fährt man Richtung Zagreb und ab da hört dann auch die Autobahn auf, jedenfalls dort, wo wir lang müssen. Ab Zagreb teilt sich die Strecke, man kann Richtung Split oder nach Rijeka und dann die ganze Küstenstraße (Magistrale)entlang nach Dalmatien.
Auf dem Weg nach Split, den wir genommen haben, kommt man durch viele verlassene Dörfer, zerschossene Häuser. Man muß auch immer einen gut gefüllten Tank haben, Tankstellen gibt es auf diesem Weg nicht sehr viele, ab und zu in den Orten, durch die man hindurchkommt. Aber dafür gibt es jede Menge Gelegenheit, um einzukehren. Man fährt auch durch die Gegend, wo die Winnetou-Filme teilweise gedreht wurden. Diese endlos lange Straße hat uns an den Highway in Amerika erinnert, dieses Gefühl hat man hier auch. Irgendwann haben wir dann Split erreicht, man muß durch die ganze Stadt hindurch, es ist aber alles sehr gut ausgeschildert und wenn man dann durch Split durch ist und man auf die Küstenstraße kommt, erblickt man das erste Mal das Meer. Es ist ein wunderbares Gefühl.
Nach cirka 30 km haben wir dann unser Ziel - Omið - erreicht. Es liegt direkt am Meer und hat einen Hafen. Obwohl es kein eigentlicher Touristenort ist, ist es in der Hauptsaison von Menschen aller Nationen übervölkert. Der Ort liegt am Mosor-Gebirge und hier fließt die Ãetina in die Adria. Es gibt eine wunderschöne Altstadt.
Einkaufen kann man fast immer, die Geschäfte haben bis 22 Uhr geöffnet und es ist jeden Tag Markt, wo man wunderbares Obst kaufen kann. Am Abend kommt so richtig Leben in die alten Gassen, wirklich überall kann man sitzen und essen und trinken. Das Essen ist sehr gut und für unsere Verhältnisse auch noch ziemlich günstig.
Es gibt einen Sandstrand, er wurde für die Touristen angelegt. Dort gibt es auch einen Campingplatz. An diesem Strand wird auch Animation gemacht, wer es etwas ruhiger mag, gibt es noch genug Strände entlang dem Ort. Sie sind von Pinienbäumen umgeben, so daß man Sonne und Schatten hat, wie man es gerade braucht. Dort ist allerdings Naturstrand, d. h. feine Kiesel und wer empfindliche Fußsohlen hat, der ist mit Badeschuhen besser dran. Was mir auch besonders aufgefallen ist: nirgendwo liegt Müll herum, die Strände sind allesamt sauber und das Wasser ist so glasklar, daß man auf den Grund schauen kann.
Vom Hafen aus kann man eine Tagesschiffahrt unternehmen zur Insel Bra¿, die gegenüber von Omið liegt. Hier möchte ich das Schiff "Salvatore" empfehlen, da die Schiffsmannschaft besonders freundlich ist, ich bin dieses Jahr einige Male mitgefahren und es hat sich eine wahre Freundschaft entwickelt. Man fährt um 9°° Uhr im Hafen los, in einem kleinen Ort auf der Insel hat man dann 1 Stunde Aufenthalt, bevor es weiter zu einer Badebucht geht. Das ist sehr interesssant für Familien mit kleinen Kindern, denn dort geht es meterweit sehr flach ins Wasser, der Boden besteht ausschließlich aus Sand. Um 13°° Uhr gibt es Mittagessen auf dem Schiff - Krautsalat und gegrillten Fisch und Wein. Ab und zu ist auch Ivan da, ein junger Akkordeonspieler, der alles noch mit seiner Musik abrundet. Um 15.30 Uhr ist dann wieder Abfahrt Richtung Omið. Alles in allem ein unvergeßlicher Tag.
Man kann aber auch mit einem Boot die Ãetina entlangfahren, durch Schluchten hindurch zu einer Mühle, wo man einkehren kann. Es wird auch noch einiges an Freizeitaktivitäten geboten, u. a. Rafting.
In Kroatien zahlt man mit Kuna, es gibt Wechselstuben, die Banken haben jeden Abend geöffnet, es gibt aber auch genug Bankautomaten.
Viele Kroaten verstehen deutsch (sie haben meist in Deutschland gearbeitet), mit Englisch kommt man auch weiter. Noch besser ist es natürlich, wenn man die Sprache dort beherrscht. Dies habe ich mir für nächstes Jahr zum Ziel gesetzt. Da ich das Land und die Leute und die Sprache liebe, besuche ich seit kurzem einen Kroatien-Sprachkurs. Die Sprache ist aus meiner Sicht sehr kompliziert aber ich hoffe, daß ich bis nächstes Jahr nicht mehr aufs deutsche bei der Kommunikation angewiesen bin.
So, nun habe ich Euch meinen Eindruck von meinem Traumland gegeben. Wollt Ihr noch mehr erfahren, dann laßt es mich doch in meinem Gästebuch wissen. Einpaar bilderische Eindrücke von Omis bekommt Ihr auf meinem Fotoalbum. Unter Links habe ich einpaar Adressen zum Thema Kroatien/Dalmatien.
Dovidenja (Auf Wiedersehen)