Wüsten-Renn-Mäuse

Krieger mit Krallen
Ihr vollständiger Deutscher Name heißt Mongolische Rennmaus, früher auch Mpngolische Wüsten-Renn-Maus, um sie von der Vielzahl der anderen, über 100 Rennmausarten in Afrika und Asien zu unterscheiden. Meriones unguiculatus ist die korrekte zoologische Bezeichnung der Rennmaus. Meriones stammt aus dem Grichischen und bedeutet soviel wie Krieger.Meriones war der Name des persischen Kriegsgottes. Unguiculatus stammt aus dem Lateinischen und heißt übersetzt mit Krallen. Also Krieger mit Krallen, eine sehr kämpferisch anmutende Bezeichnung für ein so zutrauliches Tier wie die Rennmaus.Sie wird aber gewöhnlich erst dann zum Krieger, wenn sie sich gegen Rivalen im Revier wehren muss. Der deutsche Name der Rennmaus weißt auf das Herkunftsland der Nager auf, die Mongolei. Rennmäuse können 3, bei guter Pflege sogar bis zu 6 Jahre alt werden.
Wo ihr Rennmäuse bekommt
Da sie als Heimtiere immer beliebter werden, ist es relativ einfach sie zu bekommen. Die wichtigsten Rennmausquellen sind: Zoohandel und Züchter.
Aus dem Zoofachhandel: Die meisten von ihnen haben Mongolische Rennmäuse im Angebot. Am ehesten verbreitet sind dabei die wildfarben braunen (agoutifarbenen) Tiere.
Vom Züchter: Vor allem, wenn ihr selber züchten wollt, bietet sich der Kauf vom Züchter an. Er kann euch geeignete Zuchtpartner zusammenführen und kennt Alter, Geschlecht und die Zuchtlinien seiner Tiere genau. Oftmals hat er auch die Möglichkeit, seltene Farbschläge zu besorgen. Züchteradressen findet ihr in Zeitschriften und im Internet.
Vom Bekanntenkreis: Wer Rennmausnachwuchs zu verzeichnen hat, wird meist versuchen, überzählige Jungtiere in liebevolle Hände abzugeben.
Aus Zeitungsinseraten oder aus dem Internet: Hier werden Rennmäuse oft kostenlos oder zumindest sehr kostengünstig angeboten. Ob es sich bei diesen Tieren um gesunde, gut gepflegte Tiere handelt oder ob es alte, verwahrloste oder sogar kranke Tiere sind, müsst ihr vor Ort genau anschauen. Habt ihr bereits Rennmäuse, besteht die Gefahr, dass die Neuzugänger Ungeziefer oder Krankheiten einschleppen.
Rennmäuse nicht einzelnt halten
In der Natur Leben Rennmäuse in größeren Familienbänden. Auch als Heimtier brauchen sie umbedingt den Kontakt zu Artgenossen. Die gegenseitige Fellpflege und das kuscheln miteinander beispielsweise ist für das wohlbefinden der Rennmäuse sehr wichtig. Selbst wenn ihr euch mit einem Einzeltier liebevoll beschäftigt, könnt ihr ihm den Artgenossen nicht ersetzen.
Die richtige Unterbringung
Rennmäuse leben zum Teil unter der Erde. Sie graben sich Höhlen- und Gangsysteme bis zu 110 cm Tief. Trotzdem ist die Käfighaltung vertretbar, wenn sie Lebensweise der Rennmäuse ausreichend berücksichtigen.
Für die Unterbringung geeignet: sind Gitterkäfige, Aquarien ebenso wie Terrarien, so lange sie ausreichend groß sind. Erfahrungswerte für Mindestkäfiggrößen sind folgende Maße, Auslauf jeweils vorausgesetzt:
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Bis 2 Tiere= 1 Käfig, 30*55cm
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Bis 5 Tiere= 2 Käfige, je 30*55cm
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Bis 9 Tiere= 3 Käfige, je 30*55cm
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Bis 15 Tiere= 3 Käfige, je 40*60cm
Kauftipps:
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Kauft am besten gleich zwei Tiere aus einem Käfig, die sich schon kennen. Das erspart euch so das schwierige Aneinandergewöhnen.
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Achtet auf die Gesundheit der Tiere und ob der Käfig, in dem sie gehalten werden, sauber ist.
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Wenn die Tiere gerade schlaffen, sollten sie nach dem wecken rasch munter sein.
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Die Augen müssen klar und weit offen sein.
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Das Fell sollte sauber und glänzend sein und sollte keine kahlen stellen aufweisen.
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Die Tiere dürfen keine Wunden haben. Brüche erkennt ihr am gestörten Bewegungsablauf oder an deutlich verbogenden Gliedmaßen.
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Die gakaufte Rennmaus darf nicht jünger als 6 Wochen sein. Am günstigsten ist ein Alter von 8-10 Wochen.
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Wie alt eine Rennmaus ist, läßt sich an der Länge des Schwanzes abschätzen. In den ersten 6 Lebenswochen wächst er rasch auf eine Länge von 6-7cm heran, wächst dann langsammer und erreicht im Alter von 1 Jahr die Länge von 11cm.
Die Ausstattung für Rennmäuse
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Käfig von mind. 30*55cm Fläche, mit möglichst hoher Bodenwanne. Wahlweise Aquarium oder Terrarium von mind. 30*60 Fläche.
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Grundeinstreu: Kleintierstreu oder Sandkastensand 3cm hoch (1/3 kann aus Katzenstreu bestehen). Aufbaueinstreu: Materialien zum Zeragen, z.B. kl. Zweige von Obstbäumen. Nisteinstreu: Heu ( keine Hamsterwatte, da sich Rennmäuse darin verheddern können).
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Trinkflasche zum Aufhängen und einen Freßnapf aus Keramik (nicht aus Plastik, das wird angenagt)
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Zum Nagen: Heu, Stroh, Zweige, Grünfutter, Pappkarton, weiche Holzbrettchen.
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Zum Klettern: kippsicher aufgestellte, saubere Steine, Holz- und Borkenstücke.
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Zum Rennen: ein Laufrad
Zeitaufwand für die Pflege
Der Zeitaufwand für die Pflege beträgt pro Tag etwa eine halbe bis eine ganze Stunde. Dies scheint meist schnell rumzugehen, wenn man neben der Fütterung und der Pflege mit ihnen spielt oder sie beobachtet. Der Käfig muss ca. einmal im Monat gesäubert werden, aller spätestens dann, wenn sie anfangen zu stinken.
Die richtige Ernährung der Rennmäuse
Grünfutter ist in kleinen Mengen stets begehrt.Gemüse und Obst sind nicht nur saftig sondern enthalten auch viele wichtige Mineralstoffe und Vitamine.Geeignet sind: Möhren (auch mit Kraut), Chicoreé, Endivie, Gurken und gelegentlich etwas rohe oder gekochte Kartoffeln. Fast alle Obstsorten werden gemocht gebt ihnen aber nur kleine Mengen davon. Ungeeignet sind Spinat und Kopfsalat im Winter. Giftig sind Rohe Bohnen und gekeimte oder grüne Kartoffeln. Obstzweige wie Weide, Birke, Haselnuß, Buche und Ahorn sind gesund. Andere können giftig sein. Leckerbissen: Nüsse, Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne. Süßihkeiten aller Art schadet den Zähnen und der Verdauung. Ihr könnt das Futter auch einfach in den Käfig streuen, da rennmäuse gerne im Einstreu scharren um nach Futter zu suchen. Hauptnahrung: Goldhamsterfutter, Wellensittich- oder Vogelfutter eignet sich als Ergänzung oder eine eigene Mischung: Müsli (ohne Zuckerzusatz), Getreidekörner, Haferflocken, feine Sämereien und Trocken-Suppengemüse mischen. Ab und zu eine Scheibe Vollkornknäckebrot. Der tägliche Trockenfutterbedarf liegt bei etwa 10 g pro Tier, der Wasserbedarf bei etwa 5 ml.
Der richtige Umgang mit der Rennmaus
Wie wird der Degu zahm?
- Nähert euch dem Gehege des Tieres immer mit denselben ruhigen Worten.
- Gibt allen Rennmäusen einen Namen, mit dem ihr jedes Tier ansprechen.
- Bevor ihr die Tür zum Gehege öffnen, lockt das Tier mit seinem Namen aus dem Bau.
- Mit einem Leckerbissen zwischen den Fingern führt ihr eure Hand ruhig in Richtung Bau.
- Wenn er auftaucht, sprecht ihr weiter, bewegt euch aber möglichst wenig.
- Lasst die Rennmaus die ersten Male lediglich den Leckerbissen holen.
Wenn die Rennmaus schon beim Nennen des Namens auftaucht, seine Tasthaare sträubt und sich erwartungsvoll auf die Hinterbeine stellt, legt ihr die Leckerbissen auf euren Arm oder in die Handfläche und lasst ihn dorthin krabbeln. Erst wenn er zufrieden und knabbernd dort sitzen bleibt, könnt ihr versuchen, mit einem Finger sanft übers Fell zu fahren.
Was ihr niemals tun solltet:
- Greift nie von oben auf eine Rennmaus, um sie zu packen.
- Haltet die Rennmaus niemals fest, wenn sie versucht, eurer Hand zu entkommen.
- Greift nicht in die Schlafhöhle oder den Bau, um eine Rennmaus herauszuholen.
- Zieht der Rennmaus niemals am Schwanz, da er leicht abreißen kann.
Rennmäuse brauchen öffters und möglichst täglich ihren Freilauf, dabei achtet bitte darauf:
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Keine gefüllten Aschenbecher herumstehen lassen, die Tiere könnten sonst lebensgefährliche Nikotinvergiftungen erleiden
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Keine offenen alkoholischen Getränke oder heiße Speisen
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Keine heißen Herdplatten, brennenden Kerzen oder offenes Kaminfeuer
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Keine offenen Aquarien
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Keine Fallen und Sackgassen wie tiefe Behälter mit glatten Wänden, gekippte Fenster, geöffnete Toilettendeckel, offene Schubladen, geöffnete Türen oder offene Waschmaschinen
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Keine frei laufenden Katzen, Hunde oder Frettchen
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Keine Kakteen oder giftige Pflanzen
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Keine Medikamente, Putzmittel, Filzstifte, Klebstoffe oder sonstigen Chemikalien herumliegen lassen