Die Menschen sind alle verschieden. Daher gibt es leider nicht die ultimative Entwöhnungsmethode, so schön das auch wäre. Deshalb muss jeder selbst herausfinden, wie er am besten vom Rauchen loskommt. Wichtigstes Motto:
Nichtrauchen ist nicht Verzicht, sondern Befreiung!
Entwöhnungs- methoden
Manche schaffen es "einfach so": sie rauchen ihre letzte Zigarette, und das war's dann für immer. Andere brauchen erst mal Hilfe und Unterstützung: Nikotinpflaster oder -Kaugummi, Medikamente oder andere Entwöhnungshilfen
Erfahrungs- berichte
Eine kleine Sammlung von Berichten, warum und mit welchen Methoden Ex-Raucher von ihrer Sucht loskamen: Pflaster, Bücher, Akupunktur, Psychotricks etc.
Alkohol
Alkohol lähmt den Willen und kann deshalb die Entwöhnung gefährden
Erholung
Wie sich der Körper nach der allerletzten Zigarette erholt
... Nikotin ist eine Substanz, die anregend auf das Gehirn wirkt. Dadurch werden Streß, Unruhe und unangenehme Gefühle vermindert. Das gesundheitliche Risiko des Tabakrauchs beruht neben dem Nikotin vor allem auf den Schadstoffen Teer, Kohlenmonoxid und auf Reizung durch schleimhautschädigende Gase. Diese Substanzen führen u. a. zu einer schlechteren Durchblutung und Sauerstoffversorgung des Körpers, sowie zu Entzündungen der Atemwege. Raucher sind weniger leistungsfähig und leiden häufig unter Raucherhusten oder chronischer Bronchitis. Die krebserregenden Stoffe im Teer können Lungenkrebs und andere Krebserkrankungen erzeugen. Auch das Herz-/Kreislaufsystem wird durch das Rauchen extrem belastet. Herzinfarkt, Schlaganfall, Bluthochdruck und Arteriosklerose ("Raucherbein") sind mögliche Folgen. Sofortwirkungen des Rauches sind gereizte Augen, trockene Mund- und Nasenschleimhaut, schlecht durchblutete, matt wirkende Haut und eine Verschlechterung des Geschmackssinns.
Wenn Sie mit dem Rauchen aufhören, kann es zu Entzugserscheinungen kommen, weil sich die Nikotinsensoren im Gehirn an die tägliche Nikotindosis gewöhnt haben. Je mehr Sie rauchen, desto mehr Nikotinsensoren entwickeln sich und verstärken Ihr Verlangen nach der Zigarette. Die Nikotinsensoren sind auch verantwortlich für die Auslösung von Reizbarkeit, Unkonzentriertheit, Unruhe und schlechter Laune beim Abgewöhnen. Es kann auch zu einer leichten Gewichtszunahme kommen; nach einer Studie nehmen im Laufe von 5 Jahren Rauchabstinenz Männer etwa 3 Kilo und Frauen etwa 4 Kilo zu.
Was Sie tun können
Sie müssen den festen Entschluß fassen, ab sofort überhaupt nicht mehr zu rauchen. Allmähliches Abgewöhnen führt fast nie zum Erfolg.
Das Verlangen nach Nikotin wird nicht nur durch die Nikotinsensoren ausgelöst. Man gewöhnt sich an bestimmte Rauchsituationen: in Gesellschaft, nach dem Essen, beim Telefonieren, unter Streß usw. Beginnen Sie mit dem Abgewöhnen am besten in einer Zeit körperlicher und geistiger Ruhe und Entspannung, z.B. im Urlaub. Dann entfallen viele typische Rauchrituale und neue Eindrücke lenken Sie vom Rauchverlangen ab.
Machen Sie sich bewußt, daß Sie körperlich gesünder sind, besser und frischer aussehen und nicht mehr nach Zigaretten riechen, wenn Sie aufhören zu rauchen.
Ersetzen Sie die Zigarette nicht durch Süßigkeiten. Ersetzen Sie Ihre Ausgaben für Zigaretten aber ruhig einmal durch Dinge, die Ihnen Freude machen.
Keine Angst vor mehr Streß ohne Zigaretten, denn auf längere Sicht erholt sich Ihr Immunsystem und Sie werden dadurch leistungsfähiger, auch wenn die "Zigarettenpower" wegfällt.
Nikotinpflaster oder Nikotinkaugummis aus der Apotheke mindern die Entzugserscheinungen. Sie führen dem Körper über die Haut bzw. Mundschleimhaut kleine Mengen Nikotin zu, so daß Ihr Rauchverlangen abnimmt und Ihre Stimmung und Konzentration besser werden. Das hilft Ihnen über die erste harte Zeit hinweg und Ihr Körper kann sich schon entgiften.
Was Ihr Arzt tun kann
Ihr Arzt oder Apotheker kann Sie beraten und hält Informationen für Sie bereit, welche Möglichkeiten des Abgewöhnens es gibt.
Bei starken Rauchern kann eine kombinierte Therapie aus Nikotinpflastern und -Kaugummis sinnvoll sein.
Aufklärung über Ihre besonderen, individuellen Risiken beim Rauchen, z.B. bei Frauen, die die Antibabypille nehmen (u. a. erhöhtes Herzinfarkt- sowie Thrombose- und Embolierisiko).
Autoren:
Christiane von der Eltz, Apothekerin Dr. Regina Schick, Ärztin
[19.11.2002] Zigaretten-Automaten in den Niederlanden können ab 1. Januar nur noch mit einer Chipkarte bedient werden. Dies ist die Konsequenz aus einem neuen Gesetz, das den Verkauf von Zigaretten an Kinder unter 16 Jahren ab nächstem Jahr verbietet.
Ärzte fordern hohe Tabaksteuer [22.10.2002] Die World Medical Association (WMA) hat bei den Verhandlungen über eine Anti-Tabak-Konvention in Genf konsequente Schritte gegen das Rauchen angemahnt.
560 Tabak-Tote pro Stunde, 13 400 pro Tag [21.10.2002] Noch bis zum 25. Oktober verhandeln die Staaten in Genf über eine Anti-Tabak-Konvention, die die Tabakwerbung einschränken und den Verkauf von Zigaretten an Minderjährige verbieten soll. Die Weltgesundheitsorganisation hat dazu ihren neuen Tabak-Atlas veröffentlicht.
Bupropion wird positiv bewertet [21.10.2002] Die Europäische Arzneimittelagentur EMEA hat festgestellt, daß das Nutzen-Risiko-Profil für das Raucherentwöhnungsmittel Bupropion (Zyban®) weiterhin positiv ist. Das teilt das Unternehmen GlaxoSmithKline mit.
Raucherberatung in der Praxis - Seminarangebot [15.10.2002] Das Institut für Nikotinforschung und Raucherentwöhnung in Erfurt bietet noch einmal in diesem Jahr und mehrfach im nächsten Jahr wieder eintägige Seminare an, die Kollegen befähigen sollen, sachkundige Raucherentwöhnung auf der Basis gesicherter Erkenntnisse zu machen.
Aus für Samson-Löwe und Camel-Kamel? [7.10.2002] Brüssel läutet das Aus für das Zigaretten-"Camel" ein. Verharmlosende und irre führende Produktbezeichnungen wie "light" und "mild" verschwinden ab 2003. Mit Wirkung vom 30. September kommenden Jahres haben auch figurative Zeichen wie das Kamel in der Tabakwerbung keinen Platz mehr.
Immer mehr Teens rauchen [2.10.2002] Immer mehr zwölf- bis 15jährige Kinder rauchen. Nach einer Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung griffen 2001 bereits 18 Prozent der Jungen und 21 Prozent der Mädchen zur Zigarette.
EU schränkt Tabakwerbung ein [1.10.2002] Seit gestern ist die neue EU-Tabakrichtlinie in Kraft. Die Richtlinie sieht vor, daß spätestens am 1. Janaur 2004 eine Zigarette höchstens 10 mg Teer, 1 mg Nikotin und maximal 10 mg Kohlenmonoxid enthalten darf.
Ministerin wiederholt alten Vorschlag und stößt auf Kritik [30.9.2002] Der erneute Vorstoß der Gesundheitsministerin, höhere Tabaksteuereinnahmen für die Prävention auszugeben, ist in Regierungskreisen auf vorsichtige Kritik gestoßen.