wetter informationen
von Meteo - Sarret - 180 aus Bullay, dem Tor zur Mittelmosel
Standort: 180 m über NN
Aktuelles und Wissenswertes:
| am | Jahr 2011 | langjähriger Durchschnitt |
|
| Durchschnittstemperatur | 11,7 °C | 10,2 °C | |
| tiefste Temperatur | 23.2.2011 | -8,3 °C | -12,4 °C |
| höchste Temperatur | 28.6.2011 | 35,7 °C | 35,1 °C |
| Sonnenscheindauer ca. | 1747,5 Std. | 1731,2 Std. | |
| Niederschlag | 670,7 l/qm | 850,4 l/qm | |
| Tage mit Niederschlag | 136 | 177 | |
| Frühnebeltage | 63 | 75 | |
| Sommertage über 25°C | 74 | 56 | |
| Hitzetage über 30°C | 15 | 17 | |
| Frosttage Min. unter 0°C | 50 | 66 | |
| Eistage Max. unter 0°C | 4 | 14 |
Auch das Jahr 2011 spricht für eine Klimaänderung. Es war das Wärmste seit den Wetteraufzeichnungen des Deutschen Wetter-
dienstes im Jahre 1876. Außer im Juli, wurde in allen Monaten des Jahres Temperaturpluswerte gegenüber den
langjährigen Aufzeichnungen gemessen. In 9 Monaten des Jahres lag die Niederschlagsmenge unter der Norm. Auch in den
letzten 10 Jahren (2001-2010) gab es in 7 Jahren weniger Niederschlag.
Mittleres Minimum in 2011: 6,9° C (langj. Mittel 5,9° C) Mittleres Maximum in 2011: 16,6° C (langj. Mittel 14,5° C)
Das Wetter-Jahr 2011 im Detail:
| 2011 | Temp. Min. °C |
Temp. Max. °C |
Differenz °C | Temp. Mittelw.°C | Luft- druck hPa | rel.Luft- feuchte % im Mittel | Sonnen- Stunden | Nieder- schlag Ltr./qm | Regentage | Nebeltage | Sommertage | Hitzetage | Frosttage | Eistage |
| Januar | 0,6 | 4,7 | 4,1 | 2,7 | 1019,6 | 85,1 | 55,5 | 73,5 | 15 | 5 | 0 | 0 | 12 | 3 |
| Februar | 1,3 | 6,7 | 5,4 | 4,0 | 1018,5 | 81,7 | 51,5 | 26,0 | 10 | 4 | 0 | 0 | 6 | 1 |
| März | 1,7 | 13,8 | 12,1 | 7,8 | 1022,4 | 65,1 | 209,0 | 15,0 | 4 | 2 | 0 | 0 | 12 | 0 |
| April | 6,4 | 21,1 | 14,6 | 13,8 | 1019,3 | 61,7 | 231,0 | 12,5 | 6 | 3 | 6 | 0 | 1 | 0 |
| Mai | 8,2 | 24,2 | 15,9 | 16,2 | 1019,5 | 56,2 | 298,0 | 29,0 | 10 | 0 | 12 | 2 | 1 | 0 |
| Juni | 13,0 | 23,9 | 10,9 | 18,4 | 1017,1 | 68,1 | 167,5 | 144,5 | 18 | 1 | 7 | 4 | 0 | 0 |
| Juli | 12,4 | 23,0 | 10,6 | 17,7 | 1013,9 | 67,9 | 137,0 | 34,0 | 12 | 4 | 9 | 2 | 0 | 0 |
| August | 14,0 | 25,6 | 11,7 | 19,8 | 1015,3 | 70,6 | 173,5 | 104,0 | 13 | 7 | 12 | 6 | 0 | 0 |
| September | 11,6 | 23,1 | 11,5 | 17,4 | 1018,1 | 72,8 | 190,0 | 31,5 | 9 | 10 | 10 | 1 | 0 | 0 |
| Oktober | 6,6 | 16,1 | 9,5 | 11,3 | 1021,1 | 78,1 | 128,5 | 25,8 | 11 | 9 | 3 | 0 | 4 | 0 |
| November | 3,7 | 9,3 | 5,6 | 6,5 | 1022,1 | 87,9 | 80,0 | 4,0 | 5 | 16 | 0 | 0 | 5 | 0 |
| Dezember | 3,1 | 7,1 | 4,0 | 5,1 | 1013,5 | 86,4 | 26,0 | 170,9 | 23 | 2 | 0 | 0 | 5 | 0 |
| Jahreswerte | 6,9 | 16,6 | 9,7 | 11,7 | 1018,4 | 73,5 | 1747,5 | 670,7 | 136 | 63 | 59 | 15 | 46 | 4 |
| Minimum | 0,6 | 4,7 | 4,0 | 2,7 | 1013,5 | 56,2 | 26,0 | 4,0 | 4 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Maximum | 14,0 | 25,6 | 15,9 | 19,8 | 1022,4 | 87,9 | 298,0 | 170,9 | 23 | 16 | 12 | 6 | 12 | 3 |
Während im Vormonat der Winter alle Register zog, war der Januar 2011 als der erste Monat eines neuen Jahrzehnts verhältnismäßig mild. Mit teilweise ergiebigen Regenfällen am Anfang des Monats auf die im Dezember gefallenen enormen Schneemengen setzte dann auch das große Tauwetter ein, das den Pegel der Mosel in Trier am 9. auf 8,79 Meter ansteigen ließ. 95% der Niederschläge fielen als Regen. Die Tageshöchstmenge betrug am 6. 20 l/qm. Trotzdem fehlten 5,5 Liter zum Erreichen des langjährigen Mittels. Auch die Sonnenscheindauer blieb unter der Norm. Die milde Wetterperiode reichte vom 7. bis 19., während es am Anfang und Ende des Monats leichten bis mäßigen Nachtfrost gab.
Kaum winterlich, geringe Sonnenscheindauer und wenig Niederschläge, das sind die Kriterien des Monats Februar 2011. Nur am Anfang und Ende des Monats gab es einige Tage mit leichtem Nachtfrost. Neben verhältnismäßig wenigem Regen gab es kaum Schnee. Der höchste Tagesniederschlag war am 20. mit 4,4 l/qm. Der meteorologische Winter 2010/11 (Dez.-Febr.) fand mit außergewöhnlich vielem Schnee und starken Frösten ausschließlich im Dezember statt. In diesen Zeitraum fiel auch die tiefste Temperatur dieses Winters am 26.12. mit minus 13.1°C. Er war mit einer Durchschnittstemperatur von 1,7°C (2,0) etwas unterkühlt, mit 129 Std. (198) sonnenscheinarm und mit 201,7 l/qm (230,4) etwas zu trocken (langjährige Werte in Klammern).
Der März 2011 war reich an Sonnenschein, sehr sehr trocken und trotz der 12 Tage mit leichtem Nachtfrost insgesamt etwas zu mild im Vergleich zum langjährigen Mittel. Die Niederschlagstage waren der 13. mit 2, der 18. mit 6 und der 30./31. mit 7 l/qm. Ähnlich trockene Märzmonate gab es in den Jahren 1993 und 1973 mit je 11 und 1961 mit 6 l/qm. Die höchste Sonnen-scheindauer im März wurde in den letzten 30 Jahren 2003 auch mit 209 Std. und 1993 mit 203 Stunden gemessen.
Der April 2011 schließt sich den Aprilmonaten der Jahre 2007 (14,1°C/312,5 Std./0 l/qm) und 2009 (13,8°C/221 Std./44,5 l/qm) in punkto Wärme (Mitteltemperatur), Sonnenscheindauer und auch Trockenheit an. An 18 Tagen in diesem Monat lagen die Tageshöchsttemperaturen über 20°C. Er war der vierte Monat infolge mit einem Niederschlagsdefizit.
Wie alle bisherigen Monate dieses Jahres war auch der Mai 2011 zu warm und zu trocken. Er bot eine seltene Besonderheit: ein Frost- und 2 Hitzetage (über 30°C) in einem Monat und zusätzlich sehr, sehr viel Sonne. Maifröste gab es seit den Jahren 1981 uns 1982 in unserer Region nicht mehr. Die wenigen Niederschläge fielen in der zweiten Monatshälfte. 11,7 l/qm war die Tageshöchstmenge am letzten Tag des Monats. Der Frühling 2011 (März-Mai) war die Jahreszeit der Superlative. Mit 56,5 l/qm (204,5) (Abweichung ca. -72%) war er der trockenste, mit 738 Stunden (520,5) (Abweichung: ca. +29 %) der sonnenscheinreichste und mit einer Mitteltemperatur von 12,6°C (10,1) einer der wärmsten (2007 auch 12,6°) seit den Aufzeichnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) 1876. (30-jährige Mittelwerte in Klammern).
Der Juni 2011 war sehr niederschlagsreich, ersetzte aber nur einen Teil der Fehlmengen von Januar bis Mai. Die höchsten Tagesmengen an Regen fielen am 7. mit 56 und am 5. mit 26 Liter pro qm jeweils in einem Gewitter. Insgesamt war der Monat trotz fehlender Sonneneinstrahlung, gemessen am 30-jährigen Mittel, etwas zu warm. An 7 Tagen im diesem Monat erreichten uns Gewitter. Kurz andauernde Hitzeperioden verzeichneten wir am Anfang und Ende des Monats (je 6 und 3 Tage).
Zu kühl, zu wenig Sonne und auch zu trocken, das sind die Merkmale des Sommermonats Juli 2011. Nach anfänglichen Sommertemperaturen bis zum 10. änderte sich dies bis zum Ende des Monats ins Negative. Die relativ wenigen Niederschläge fielen in der 2. Monatshälfte. Die Tageshöchstmenge am 16. mit 13,5 l/qm. Die kühlsten Juli-Monate der letzten 30 Jahre wurden im Jahr 2000 mit einer Durchschnittstemperatur von 16,8°C und nur 93 Sonnenstunden, sowie 1981 und 1984 mit je 16,9° C registriert. Bemerkenswert waren in diesem Monat auch die geringen Luftdruckunterschiede (999 bis 1024 hPa).
Trotz geringem Wärmeüberschuss gegenüber dem langjährigen Mittel war der August 2011 sehr unbeständig und durch-wachsen. 5 Gewittertage mit ergiebigen Regen und am 26. mit starkem Hagelschlag, ließen die Niederschlagsmenge steigen. Die Durchschnittstemperatur des Sommers 2011 (Juni-August) entsprach mit 18,6°C exakt den 30-jährigen Normwerten. Er war seit 2000 (18,4°C) der erste Sommer, der nicht über den langjährigen Durchschnittswerten lag. Seit 1968 (475,2 Std.) war er mit 478,0 Std. der Sonnenscheinärmste. Die Regenmenge lag mit 282,5 l/qm gegenüber dem Mittel (202,0 l/qm) relativ hoch. Der heißeste Tag dieses Sommers war der 28. Juni mit 35,7°C. Die tiefste Temperatur wurde am 10. Aug. mit 7,0° gemessen.
Der September 2011 war der drittwärmste und einer der trockensten der letzten 30 Jahre. Recht sommerlich war er am Anfang und vor allen Dingen am Ende des Monats. Die Mitteltemperatur entsprach fast dem diesjährigen Juli-Wert (17,7°C). Die größte Tagesregenmenge von 14 l/qm fiel am 11. während eines Gewitters. Die Sonnenscheindauer lag über der Norm.
Hoher Luftdruck über Mitteleuropa, der in diesem Sommer gefehlt hat (im Mittel nur 1015,4 hPa), brachte mit 1021,2 hPa einen niederschlagsarmen und nebligen Oktober 2011. 3 Sommertage (Max. über 25°C) am Anfang des Monats bewirkten ein Plus gegenüber dem langjährigen Durchschnitt der Temperaturen. Mitte und Ende des Monats kam es schon zu leichtem Nachtfrost. Die wenigen Regenfälle waren auf den ganzen Monat verteilt. Höchster Tagesniederschlag fiel am 6. mit 6,5 l/qm. Die letzten trockenen Oktober gab es in den Jahren 1982 u. 1983 mit 22,0 u. 22,5 l/qm. Die Sonnenscheindauer lag leicht über der Norm.
Trotz vieler Frühnebeltage glänzte der November2011 mit einer überdurchschnittlichen Sonnenscheindauer. Er war im langjähr-igen Mittel zu warm und mit nur 4 l/qm der niederschlagärmste seit den Aufzeichnungen des Deutschen Wetterdienstes 1876. Die leichten Nachtfröste traten in der Mitte des Monats auf. Auch der Herbst 2011 (Sept.-Nov.) war mit 61,3 l/qm (206,7) der trockenste seit 1876. Weitere trockene Herbste gab es 1953 mit 77,2, 1948 / 87,8 und 1978 mit 88,0 l/qm. Die Mitteltemperatur dieses Herbstes lag bei 11,7°C (10,1) und die Sonnenscheindauer bei 396.5 Stunden (325,4). (30-jährige Mittelwerte in Klammern).
Häufige Westwetterlagen mit außergewöhnlich milden und feuchten Luftmassen sorgten im Dezember 2011 für ein Tempera-turplus von 2,9°C gegenüber dem langjährigen Mittel. Es fiel fast das Doppelte des üblichen Niederschlags und das im Dezember, als Regen. Die größten Mengen wurden am 4. mit 31 und am 16. mit 29 l/qm gemessen. Viele Tage mit Hochnebel ließen die Sonnenscheindauer schrumpfen. 1988 war die Temperatur mit 5,5°C zum letzten Male höher und 1999 gab es mit 172 l/qm mehr Niederschlag als in diesem Monat.
Weitere Informationen über unser Wetter, wie Diagramme usw. finden Sie auf meiner Webseite unter:
www.wetterarchiv.de/station/1996
Gratis Homepage von Beepworld