Wetter-Jahr 2010

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 wetter informationen 

von Meteo - Sarret - 180  aus Bullay, dem Tor zur Mittelmosel

Standort: 180 m über NN


Aktuelles und Wissenswertes:

 Jahr  2010

am

 

langjähr. Mittel

Durchschnittstemperatur

-

10,0° C

10,2° C

tiefste Temperatur

26.12.2010

-13,1° C

-12,4° C

höchste Temperatur

10.07.2010

38,5° C

34,8° C

Sonnenscheindauer

-

1597,0 Std.

1733,0 Std.

Niederschlag

-

792,4 l/qm

853,9 l/qm

Regentage

-

165

177

Frühnebeltage

-

42

76

Sommertage über 25° C

-

61

54

Tropentage über 30° C

-

23

16

Frosttage unter 0° C

-

91

65

Eistage Max. unter 0° C

-

37

13

 

Mittleres Minimum in 2010:   5,6° C  (langj. Mittel  5,8° C)           Mittleres Maximum in 2010:  14,3° C  (langj. Mittel  14,5° C)

 
Das Jahr 2010 war seit den Jahren 1998 (auch 10,0°C) und 1996 (8,8°C) das erste mit einem negativen Temperaturtrend. Es war relativ sonnenscheinarm. Auch die Niederschläge hielten sich, verglichen mit dem langjährigen Durchschnitt, in Grenzen. Die Sonne schien um ca. 8% weniger. Auffallend sind die erhöhten Frost- und Eistage (+26 bezw. +24 Tage).

 Das Wetter im Jahr 2010 im Detail.

      2010

Durchschnitts-temperatur in °C

Tiefste Temperatur in °C

Höchste Temperatur in °C

Sonnen-scheindauer inStunden

Niederschlag in l/qm

Tage mit Nieder-schlag

Früh-
nebeltage

Sommertage über 20°C

Hitzetage über 30°C

Frosttage / Min. unter 0°C

Eistage / Max unter 0°C

Januar

-1,1

-11,5

5,2

30,5

58,0

16

1

0

0

24

14

Februar

2,3

-6,6

13,8

48,0

70,0

19

2

0

0

16

6

März

6,4

-7,8

21,1

160,0

58,0

12

4

0

0

13

0

April

10,8

-1,7

27,8

235,0

10,7

7

2

4

0

5

0

Mai

12,5

2,1

29,7

116,0

94,7

17

4

4

0

0

0

Juni

18,7

5,5

32,7

271,5

59,5

9

1

17

6

0

0

Juli

22,0

8,3

38,5

281,0

56,0

11

1

24

16

0

0

August

18,3

7,8

32,1

143,5

99,5

17

2

9

1

0

0

September

14,5

5,6

25,3

139,5

85,3

13

14

3

0

0

0

Oktober

10,3

-1,9

24,6

121,5

25,5

9

8

0

0

3

0

November

6,7

-4,4

17,4

28,0

73,0

14

2

0

0

5

2

Dezember

-1,7

-13,1

4,4

22,5

102,2

21

1

0

0

25

15

 

Tiefdruckgebiete über Nordeuropa im Wechsel mit milder und kalter Luft, sowie frostige und polare Kontinentalluftmassen aus Russland brachten in unserer Region den schneereichsten Januar seit einigen Jahrzehnten (1979). Er war gegenüber dem langjährigen Mittel zu kalt. Etwa 90% des Niederschlages fiel in Form von Schnee und war über den ganzen Monat verteilt. Bemerkenswert war die Sonnenscheindauer: an 19 Tagen, vom 7.-25. schien die Sonne insgesamt nur 4 Stunden. In diesem Zeitraum gab es an 15 Tagen hintereinander überhaupt keinen Sonnenstrahl.
 
Während in den ersten zwei Dekaden des Monats Februar 2010 noch Winterwetter vorherrschte, kam im letzten Drittel ein Hauch von Frühling auf. Die Mitteltemperatur entspricht dem langjährigen Durchschnitt. Die Niederschläge fielen, bis auf die letzte Woche, vorwiegend als Schnee. Die Sonnenscheindauer ließ, wie im Vormonat, sehr zu wünschen übrig. Der Februar verabschiedete sich am letzten Tag mit einem orkanartigen Sturm in Böen über 84 km/h = Windstärke 9 nach Beaufort.
 
Der meteorologische Winter 2009/10 (Dez.-Febr.) war von langer Dauer, eisig und für unsere Region schneereich. Frost und Schnee gab es mit einigen, kurzen Unterbrechungen von Mitte Dez. bis zum 20. Februar (10 Wochen). Die Wetterwerte des vergangenen Winters (langj. Mittelwerte inKlammern):Mitteltemperatur: 1,2°C (1,8), Sonnenscheindauer: 122,5 Std. (198,0), Niederschläge: 223,5 l/qm (232,2), Frosttage: 50 (44), Eistage 25 (13).
Die tiefste Temperatur im letzten Winter wurde am 20.12.2009 mit minus 18,2°C gemessen
 
Die erste Hälfte des März 2010 war mit leichten bis mäßigen Nachtfrösten und etwas Schnee noch recht winterlich. Die 2. Hälfte ließ an einigen Tagen mit Temperaturen um 20° C schon den Frühling erahnen. So war der Monat, verglichen mit dem 30-jährigen Mittel etwas zu warm und zu trocken. Die Sonnenscheindauer war überdurchschnittlich. Die höchsten Tagesniederschläge fielen am 20. mit 21,0 und am 26. mit 14 l/qm. 
 
Das Bemerkenswerteste des Monats April 2010 war die Trockenheit. Mit nur 18 % des langjährigen Durchschnittsniederschlages war er einer der trockensten der letzten Jahrzehnte. Die 4 Sommertage (über 25°C) weichen positiv von der Norm ab. Insgesamt war der Monat zu warm. Die Sonnenscheindauer war überdurchschnittlich hoch. Stark ausgeprägt waren auch die Temperaturunterschiede zwischen Nacht und Tag.                 
 
Der Mai 2010 war insgesamt zu kühl und zu nass. Vom 1. bis 20. erreichte er eine Tagesmitteltemperatur von nur 10,4°C. Das letzte Drittel zeigte sich mit 4 Sommertagen frühlingshaft. Die letzten kühlen Maimonate waren in den Jahren 1991 mit 11,4° und 1996 mit 12,1°C. Die Niederschläge verteilten sich über den ganzen Monat. Die höchste Tagesmenge fiel am 6. mit 15 l/qm. Die Sonnenscheindauer kam nur etwas über die Hälfte der langjährig gemessenen Werte.
 
Bezüglich der Temperatur entsprach der Frühling 2010 (März-Mai) trotz 18 Frosttagen (14) präzise dem langjährigen Mittelwert von 9.9° C. Auch die Sonnenscheindauer lag mit 511 Stunden in der Norm (513 Std.). Die Niederschläge lagen mit 163,4 l/qm, bedingt durch den trockenen April, unter dem langjährigen Durchschnitt (206,7 l/qm). (30-jährigeMittelwerte in Klammern).
 
War die Sonnenscheindauer im Vormonat (116 Std.) noch auf dem tiefsten Stand seit 1951 (Deutscher Wetterdienst), so heizte uns die Sonne mit 271,5 Stunden im Juni 2010 so richtig ein. Trotz der relativ tiefen Nachttemperaturen am Anfang des Monats und der Schafskälte vom 19. bis 21. war der Juni gegenüber dem langjährigen Mittel um 1,5°C zu warm. Die Niederschläge des Monats fielen vom 1. bis 20. Der höchste Tagesniederschlag war am 6., an einem der beiden Gewittertage des Monats mit 18 Liter Regen pro qm.   
 
Eine vom 23.6. bis 23.7. relativ lang anhaltende Hitzewelle prägte den Monat Juli 2010. Mit 2,6°C über dem langjährigen Durchschnitt knüpfte er an die heißen Juli-Werte der Jahre 2006 (24,2°), 1995 (22,2°), 1994 (23,0°) und 1983 (22,6°C). Während die Sonnenscheindauer über dem Mittel lag, blieben die Niederschläge um 1/5 darunter. Der höchste Tagesniederschlag fiel am 23. mit 16,5 l/qm in einem Gewitterregen. Von den 11 Tagen mit Niederschlag waren 8 mit Blitz und Donner verbunden.
 
Der August 2010 war, wie der gesamte Sommer, durchwachsen. Er war, verglichen mit der langjährigen Norm etwas zu kühl, zu nass und sonnenscheinarm. Die häufigen Niederschläge fielen über den ganzen Monat verteilt. Tagesspitzenreiter war der 15.8. mit 15 l/qm.
 
Der meteorologische Sommer 2010 (Juni-August) war auch, wie alle Sommer seit 1999 gegenüber dem langjährigen Durchschnitt, zu warm. Die Werte dieses Sommers (in Klammern: 30-jähriges Mittel): Durchschnittstemperatur 19,7°C (18,4), Niederschlag 215,0 l/qm (207,0), Sonnenscheindauer 695,5 Stunden (578,0).
 
Etwas unterkühlt, wie auch der Vormonat, relativ nass und sonnenscheinarm zeigte sich der frühnebelreiche September 2010 im Vergleichzum 30-jährigen Mittel. Die Schwerpunkte der Niederschläge lagen zwischen dem 6. und 12, sowie vom 23. bis Ende des Monats. Die höchste Tagesmenge fiel am 24. mit 21,0 l/qm im Dauerregen.
 
Sehr trocken zeigte sich der Oktober 2010. Nach dem Oktober der Jahre 1985 (8,0 l/qm) und 2007 (20,0 l/qm) war er der niederschlagärmste der letzten 30 Jahre. Die geringe Regenmenge verteilte sich über den ganzen Monat. Trotz der relativ hohen Temperaturgegensätze im Laufe des Monats pendelte sich die Temperatur auf dem langjährigen Mittel ein. Die Sonnenscheindauer lag mit 14 Stunden etwas über der Norm. Früh, wie auch im Vorjahr, wurde bereits am 22., 23. und 26. leichter Nachtfrost gemessen.
 
Trotz des frühen Wintereinbruchs am Ende des Monats war der November 2010 am Anfang mit relativ hohen Temperaturen am Tag, besonders auch nachts, relativ mild. Dadurch ergab sich ein geringes Temperaturplus im Gesamtbild des Monats gegenüber dem langjährigen Mittel. Auch die Niederschläge, meist am Anfang des Monats als Regen gefallen, hielten sich an der Norm. Den ersten, leichten Schneefall gab es in den letzten Tagen des Monats. Die Sonnenscheindauer blieb trotz weniger Nebeltage sehr niedrig.
 
In unserer Region war der Herbst 2010 (Sept.-Nov.) mit einer Durchschnittstemperatur von 10,5°C (10,3°C) ein wenig zu warm und mit 183,8 l/qm (210,8 l/qm) zu trocken. Auch die Sonne hielt sich mit 289 Std. (326 Std.) hinter den Wolken zurück. (Langjährige Durchschnittswerte kursiv und in Klammern).  
 
Der Dezember 2010 war mit einem Temperaturdefizit von 4,0 °C, gemessen am 30-jährigen Mittel, der kälteste seit 1969        (-2,2°C) und in unserer Region überhaupt der schneereichste seit Menschengedenken. Fast 90 % der relativ hohen Nieder-schläge fielen als Schnee. Sie waren auf den ganzen Monat verteilt. Niederschlagsreichster Tag war der 19. mit 16,5 l/qm. Die Sonnenscheindauer war sehr gering und lag nur bei ca. 50%.



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