
Hallo, ich heisse Werner Surey.
Ich bin am 13.03.1954 in Wanne-Eickel geboren.

Hier könnt ihr ungewöhnliche Kurzgeschichten und
Gedichte für Kinder und Erwachsene lesen.


Nachrichten:
Internationaler Tag des Ehrenamtes 2007 in Herne
Umrahmt wurde die Feierstunde durch die ehrenamtlichen Darbietungen
eines Stocktanzes von Herrn Werner Surey,
der Zauber- und Jonglier-AG „Magic World“ der
Erich-Fried-Gesamtschule,
der Tanzgruppe des Griechischen Kulturvereins Herne e.V. und dem
Musiker Michael Völkel.

Fritze ist auf dem Weg zur Schule,
er macht immer einen kleinen Umweg,
denn an der nächsten Kreuzung trifft er seine Freundin die
Jule.
Die stand schon da und hatte was in der Hand,
es war eine seltsame Fernbedienung,
die hatte sie gefunden am Straßenrand.
Fritze untersuchte das seltsame Stück,
Batterien waren auch schon drin, was für ein Glück.
Sie hatte 4 Tasten mit verschiedenen Farben,
eine seltsame Fernbedienung muss man sagen.
Jule sagte: „Ich drücke mal auf den weißen Knopf,
dann werden wir es sehen,
es muss dann ja irgendwas geschehen.
So drückte sie feste auf den weißen Knopf,
und beide waren gespannt,
da hörten sie plötzlich aus einem Autoradio,
aus dem Zoo sind viele Tiere weggerannt.
„ Ob wir das mit der Fernbedienung waren,
komm wir hauen ab und gehen erst einmal zur Schule.
Es war noch dunkel draußen, man konnte die Tasten kaum sehen,
dann gingen beide weiter und blieben unter einer Laterne
stehen.
Fritze sagte: „ Ich drücke nun die blaue Taste und halte sie
gedrückt,
vielleicht laufen dann alle Tiere wieder in den Zoo
zurück.
Fritze drückte nun auf die blaue Taste und war gespannt,
plötzlich kam von überall die Polizei angerannt.
Alle Ampeln waren plötzlich auf rot eingestellt,
die Autofahrer fluchten, denen das gar nicht gefällt.
Der Autoverkehr kam zum stehen,
dann folgte ein großes Hupkonzert, das solltet ihr mal hören und
sehen.
Plötzlich hörte man von den Leuten ein großes Geschrei,
da rief jemand Hilfe: „da kommen Elefanten, Löwen, Zebrapferde,
ich glaube, der ganze Zoo kommt da herbei.
Dann kreisten Polizeihubschrauber herum
und alles was Beine hatte nahm reiß aus,
jeder wollte so schnell wie möglich unversehrt nach haus.
Stachelschweine, Antilopen, Nashörner, Zebrapferde und
Elefanten
und noch viele Tiere mehr, rannten in der Stadt umher,
die Stadt war voll mit Tieren und der Zoo war leer.
Jule sagte: „Du musst schnell die grüne Taste drücken,
und Fritze drückte drauf,
plötzlich war der Strom weg,
die ganze Stadt sah so finster aus,
überall war es dunkel, in jedem Haus.
Jetzt kam die letzte Taste dran,
Fritze fing zu schwitzen an,
ihm blieb fast das Herz stehen,
doch nichts ist passiert, nichts war geschehen.
Doch da, man konnte es sehen,
die Leute schauten und blieben alle stehen.
Alle Tiere kehrten wieder in den Zoo zurück,
alle Ampeln gingen wieder normal,
denn der Strom war wieder da, welch ein Glück.
Fritze dachte, wenn die Fernbedienung mal an böse Menschen
gerät,
dann kann was schlimmes passieren, dann ist es zu spät.
Im gleichen Augenblick fuhr eine Dampfwalze vorbei,
Fritze warf die Fernbedienung auf die Strasse
und die war dann platt wie eine Briefmarke und entzwei.
Nun war der Spuk vorbei,
alle Leute waren zufrieden, sogar die Polizei.
Alles ist wieder normal, als wäre nichts geschehen
Fritze und Jule haben nun ein Geheimnis,
jetzt können sie beruhigt nach hause gehen.
Denn keiner wird von der Fernbedienung erfahren,
auch wenn Fritze und Jule Erwachsen sind,
werden sie es niemanden sagen.
Werner Surey
Einen Tag
unsichtbar
Tobi steht jeden morgen um halb sieben auf,
denn wenn der Wecker klingelt hat er noch
eine Stunde Zeit, aber dann muss er aus dem Haus.
An der Schule ist er immer pünktlich angekommen,
außer heute, da hat der Tag ganz anders begonnen.
Als Tobi nämlich in den Spiegel sah,
war er nicht zu sehen, denn er war unsichtbar.
Oh Schreck, dachte Tobi, mein Spiegelbild ist weg.
Was soll ich denn nur machen,
mich kann jetzt niemand sehen,
da muss ich ja zur Schule, ohne Schultasche gehen.
Er sah seine Hände nicht, auch nicht die Beine,
er war wirklich unsichtbar, er ganz alleine.
Nanu, da lag noch ein Zettel auf dem Beckenrand,
worauf folgendes geschrieben stand:
Einen ganzen Tag wirst du heute unsichtbar sein, mache
nun deine Späße, sei aber nicht so gemein.
Tobi nahm den Zettel und schlich sich in die Küche rein,
Mutter war zum Glück gerade nicht da,
Tobi war jetzt einen Moment allein.
Schnell aß er sein Butterbrot auf, ging fix aus der Küche raus
und war blitzschnell aus dem Haus.
An der Bushaltestelle standen natürlich viele Kinder,
das war doch klar, doch keiner störte sich an Tobi,
weil Ihn niemand sah.
Als der Bus kam, schubsten die Kinder sich gegenseitig um,
Tobi mitten drin, aber er schubste auch zurück,
denn niemand sah ihn, was für ein Glück.
Ganz hinten hat Tobi einen freien Platz gefunden,
die Fahrt zur Schule dauerte nämlich immer 1 ½ Stunden.
An der nächsten Haltestelle stieg Sabrina ein,
sie ist sehr hübsch, möchte aber lieber alleine sein.
Hinten im Bus suchte sie einen Platz und prompt nahm
Sie den, wo Tobi saß,
der war ja unsichtbar
und machte sich nun einen Spaß.
Als sich Sabrina setzen wollte, kniff Tobi sie in den Po,
und das ging so: Aua - Patsch.
Ob der Junge der neben an saß, eine Ohrfeige bekam?
Doch der Junge sagte: „Aua, ich habe doch nichts getan.“
„ Es ist ja wohl keiner hier außer dir.“
Nun musste Tobi die ganze Fahrt stehen,
sonst hätte sich jemand auf seinen Schoß gesetzt,
ihn kann ja keiner sehen.
Endlich kam der Bus an der Schule an,
die Kinder stürmten hinaus, doch Tobi ging als letzter raus.
Als alle Kinder dann in ihren Klassen waren und Tobi auch,
dachte er sich schon wieder einen neuen Spaß aus.
Er ging zur Tafel als die Kinder auf ihren Plätzen saßen
und schrieb mit Kreide dran:
Ich bin ein Gespenst und mache hier meine Runden,
und nehme jeden mit, seid bloß in 5 Minuten hier verschwunden.
Als die Kinder die Kreide sahen, die an der Tafel schrieb und
kein
Mensch weit und breit,
vor lauter Angst liefen alle Kinder aus dem Klassenzimmer
und Tobi amüsierte sich wie immer.
Schnell machte er die Tafel sauber, keiner war jetzt da,
er war allein, nach 5 Minuten kam auch schon der Lehrer rein.
Doch Tobi hatte sich schon aus der Schule geschlichen
und ist dem Lehrer noch entwichen.
Doch unterwegs fing Tobi plötzlich an zu weinen, er möchte
doch lieber sichtbar sein, denn als Unsichtbarer ist er nur
allein.
Zuhause angekommen schlich er leise in sein Kinderzimmer,
und hoffte das der Tag bald vorüber geht,
was wohl seine Mutter denkt, wenn Sie ihn den ganzen Tag nicht
sieht.
Irgendwie hat Tobi es geschafft das zuhause niemand was gemerkt
hat, dann kam der nächste Tag und Tobi als erstes zum Spiegel
trat.
Und tatsächlich, er war wieder im Spiegel zu sehen,
jetzt konnte er beruhigt wieder zur Schule gehen.
Das er einen ganzen Tag unsichtbar war, wird für Tobi ein Geheimnis
sein,
dass glaubt ihn sowieso keiner, die Hauptsache ist, jeder kann ihn
sehen
und er ist nicht mehr allein.
Werner Surey


