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[ Home | Musik | Journalismus | Biografie | Musikbeispiele | Bestellungen | News | Presse | E-Mail | Links - Englisch ] Andererseits ist „Toy Island“ definitiv keine Musik für Kinder, sondern Musik für Erwachsene, die den Hörer zu rückblickenden Erinnerungen an die eigene Wahrnehmung der Welt als Kind einlädt. Auf das eher opulente Titelstück folgt „Counting Sheep“, eine Art Minimal Groove Ballade, in der ein Marimbaphon-Pattern, ein Holzblock, eine Triangel und ein tropfender Wasserhahn als „Begleitband“ für eine bläserähnliche Improvisation dienen. Das Stück hat einen nahezu hypnotischen Effekt und reflektiert die Gefühle eines Kindes in der Wiege. Als nächstes kommt „Talk With Your Children“, ein Dialog zwischen einem Vater und seinem Kind, untermalt von einem schweren aber verlangsamten Trip Hop Groove und kontrastriert mit einer „elegischen“ Melodielinie, die zusammen die Spannung zwischen der Schönheit und den Schrecknissen der Kindheit ausdrücken. In „Free And Easy“ geht es um Freiheitsfantasien und ihre Grenzen, ausgedrückt durch strenge und sehr freie Formen in einem Stück. „Ducklings And Polar Bears“ reflektiert das Lernen von Unterschieden - klein und groß, rund und eckig, friedlich und wütend, schwarz und weiß - und sie als Teile eines Ganzen wahrzunehmen. „Toy Island - Part Two“ ist ein Re-Mix von Part One: Nur die Rhythmusspuren sind verändert, alles übrige ist gleich geblieben, aber dadurch allein erhält das Stück einen völlig anderen Charakter. „Witchcraft Lessons At A Dwarves School“ ist das am meisten „erzählende“ Stück auf der CD. Es beschreibt eine Szene in der eine „Hexenlehrerin“ in eine Grundschulklasse kommt, und die „kleinen Zwerge“ schwirren herum, neugierig, fasziniert und ein wenig erschreckt. Die CD endet mit „Hot Socks“ - okay, weiss man immer, was ein Kind denkt, was seine Kleidungsstücke machen während es nachts schläft? - einem hochgradig tanzbaren Stück, das auch in einer Diskothek funktionieren würde... „Toy Island“ als Ganzes versucht eine Brücke zu schlagen von der experimentellen und avantgardistischen elektronischen Musik zu der Art moderner Popularmusik, die durch den Gebrauch von Loops und Samples gekennzeichnet ist - üblicherweise mit Hilfe eines Computers zusammengesetzt. Aber wie bei den vorangegangenen Alben von Frank Gingeleit wurden bei der Produktion kein Computer und keine Sequenzer-Software eingesetzt. Selbst die Stimmen und Wassertropfen, die man auf dieser CD hört, sind keine gesampelten und verfremdeten Stimmen und Wassertropfen, sondern wurden mit den Filtern, Modulatoren und Arpeggiatoren eines Synthesizers erzeugt. Die auf „Toy Island“ verwendeten Instrumente sind ein Gitarrensynthesizer, ein Tastensynthesizer und ein Arranger-Keyboard für Tanzmusik... Weiter zu Hörbeispielen Weiter zu Rezensionen Zurück zur "Toy Island" Startseite Zurück zu Musik
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