Lautstark durch die Innenstadt

 

 

 

Mit Pauken und Trompeten zog der Fanfarenzug des Feuerwehrvereins Neustrelitz am Sonnabend durch die Innenstadt. Mit dabei waren befreundete Fanfarenzüge aus anderen Städten, so dass an die 200 Musiker vom Markt bis zum Festplatz zogen. FOTO: Tobias LEMKE

Neustrelitz (tl).

 

Geübt wurde vorher nicht. Deswegen sei es eine ganz besondere Herausforderung gewesen, sagte Tilo Herzberg, Chef des Neustrelitzer Fanfarenzugs des Feuerwehrvereins. Am Sonnabendnachmittag setzte er nämlich rund 200 Frauen und Männer zum großen Umzug durch die Innenstadt von Neustrelitz in Bewegung. Anlass war das 15-jährige Bestehen des hiesigen Fanfarenzugs. Zum Jubiläum hatten sich die Strelitzer viele Musikanten befreundeter Vereine eingeladen. Zusammen zogen die Spielleute aus Großräschen in der Lausitz, aus Neubrandenburg, Ludwigslust, Friedland, Templin und Neustrelitz vom Markt bis zum Festplatz. Außerdem waren die Schalmeienkapellen aus Malchin und Penkun mit von der Partie. "Auf dem Festplatz konnte sich jede Truppe dann mit einer viertelstündigen Darbietung präsentieren", berichtete Herzberg. Wenn man es ganz genau nehme, ist der Geburtstag der Neustrelitzer Fanfarenmusiker zwar erst im Dezember. Aber um den Umzug, der schon im vorigen Jahr geplant wurde, bei schönem Wetter durchführen zu können, sei die ganze Aktion auf das Frühjahr vorverlegt worden.

Quelle: Nordkurier - Strelitzer Zeitung 09.05.2011

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Fanfarenzug sucht Nachwuchs

09. November 2010 | von Uwe Köhnke

LUDWIGSLUST - Der Ludwigsluster Fanfarenzug zählt unbestritten zu den Traditionsvereinen in der Kreisstadt. 44 Mitglieder gehören ihm an - in einem großen Altersspektrum. Neun Jahre alt ist der jüngste Bläser, 48 das gegenwärtig älteste Mitglied des Klangkörpers. Der Fanfarenzug Ludwigslust hat Nachwuchssorgen, wie dessen Leiter Uwe Heinsohn bestätigt. Viele Mitglieder sind schon lange den Kinderschuhen entwachsen. Es geht also um die Verjüngung des Mitglieder stammes. Gebraucht werden Kinder und Jugendliche, die Fanfare blasen wollen, aber auch solche, die sich an der Flach- bzw. Hochtrommel profilieren möchten. "Vorkenntnisse sind nicht erforderlich", sagt Uwe Heinsohn. "Man muss auch nicht Noten lesen können."
 
Letzteres können Interessenten aber im Fanfarenzug lernen. Der Leiter weiß, was für eine tolle Freizeitbeschäftigung die Mitgliedschaft im Fanfarenzug sein kann. Zweimal in der Woche ist Probe, gegenwärtig immer in der Turnhalle der ehemaligen Parkschule. Eineinhalb Stunden pro Woche muss man insgesamt investieren, um hier mitmachen zu können. Uwe Heinsohn muss es wissen. Er gehört dem Klangkörper schon seit mehr als 30 Jahren an. Mit 16 Jahren war er bereits dessen Leiter und ist es bis heute geblieben. Den Musikzug selbst gibt es bereits seit 1957 - mit wechselnden Trägern, seien es die Fritz-Reuter-Schule oder das Pionierhaus gewesen. Seit Wendezeiten ist der Ludwigsluster Fanfarenzug ein eigenständiger Verein. Trotz aller Schwierigkeiten, die die Zeiten so mit sich brachten, kann sich Uwe Heinsohn ein Leben ohne den Fanfarenzug nur schwer vorstellen.

"Es herrscht eine fast familiäre Atmosphäre. Man lernt viele Leute kennen. Wir haben zahlreiche Kontakte zu anderen Musikzügen, sogar aus dem Ausland", erhellt der Ludwigsluster ein wenig seine Motivation für dieses ehrenamtliche Engagement. Die Erfolge des Fanfarenzuges haben den Bekanntheitsgrad der Stadt nicht wenig erhöht. Und es ist etwas los im Verein. Jährlich finden Zeltlager in Neustadt-Glewe statt. Stets sind 110 bis 120 Teilnehmer dabei, die aus fünf, sechs Vereinen kommen. Ein besonders aufregender Tag war in diesem Jahr die Fanfaronade. Diese Meisterschaft der Naturfanfarenzüge fand in Cottbus im Stadion der Freundschaft statt. Dort, wo sonst Energie Cottbus um Punkte in der Fußballliga spielt, zeigten diesmal Musikformationen ihr Können. Die Ludwigsluster sind stolz auf ihre Bewertung mit "Sehr gut". Zwar war es anstrengend, viele Mitglieder des Vereins nahmen zum ersten Mal an so einem Ereignis teil. Von 5 bis 23 Uhr auf den Beinen, aber stolz auf das gute Abschneiden in der Lausitz. Wer im Fanfarenzug mitspielt, wird nicht nur Proben erleben, sondern kann sich auch auf zahlreiche Auftritte freuen.
Quelle SVZ vom 09.11.2010
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Die Lausitz musiziert in IBA-Stadt
 
Mehr als 500 Fanfarenspieler feiern in Großräschen großes Musikfest
GROSSRÄSCHEN. „Die Lausitz musiziert und alle sind dabei“, unter diesem Motto hat der Fanfarenzug Großräschen am gestrigen Samstag gemeinsam mit seinem Förderverein eines der größten Musikfeste der Nachwende-Zeitgefeiert.
Von Jana Pozar
 
Mehr als 500 Fanfarenspieler sind zu diesem Anlass nach Angaben des Veranstalters in die Lausitz aus ganz Deutschland gekommen. Würden aus den Musikinstrumenten Noten herauskommen, läge Großräschen noch heute unter einem Berg von Noten und Notenschlüsseln begraben. Dumpfe Schläge und blecherne Fanfarentöne sind schon an der Stele der IBASee am Ortseingang zu hören. Wer den Tönen folgt steht plötzlich auf dem Sportplatz. 15 Vereine aus ganz Deutschland sind in die IBAStadt gekommen, um gemeinsam Musik zu machen. Und die Ränge sind voll besetzt. „Der Startschuss zum Musikfest war der Sternmarsch um 13.30 Uhr“, berichtet Chef-Organisatorin Heike Selig in ganz schnellem Ton. Schon muss sie weiter. Bereits im November hatten die Vorbereitungen für dieses einmalige Ereignis begonnen. Nach schönen Nachmittagsstunden und Musikschauen in Großräschen brachen die Musiker gemeinsam zum Sedlitzer See auf. Dort hatten sie noch eine wichtige Mission zu erfüllen. Rund um den See ist das IBA-Finale mit einer großen Licht und Klangskulptur zu Ende gegangen. „Ein einmaliges Ereignis. Mir ist es heiß und kalt den Rücken runter gelaufen“, berichtet das Vereinsmitglied Benjamin Seidemann am Telefon. Ob Rufe über den See, Tonweitergaben um den See, oder das Nachzeichnen der Konturen des See. Es sei einmalig gewesen. Doch damit war das Musikfest in Großräschen noch lange nicht beendet. Pünktlich um 23 Uhr marschierten alle teilnehmenden Vereine als ein großer Zug auf den Sportplatz, um gemeinsam zum Höhenfeuerwerk zu spielen. „Es war einfach unbeschreiblich und tief ergreifend. Ich bin zwar eigentlich nicht so nah am Wasser gebaut, aber beim Feuerwerk hatte selbst ich mit den Tränen zu kämpfen“, erzählt Lina Krull, Mitglied des Fanfarenzuges Großräschen.
Für den Kasten:
MIT DABEI GEWESEN SIND:
Fanfarenzug Dresden, Fanfarenzug Ludwigslust, Fanfarenzug des Feuerwehrvereins Neustrelitz, Fanfarenzug Schönfelder Hochland, Fanfarenzug Großräschen, 1. Triebeser Fanfarenzug, Fanfarengarde Frankfurt/Oder, Fanfarenzug Markkleeberg, Fanfarenzug Leipzig, Fanfarenzug Schellenberg, Neubrandenburger Stadtfanfaren, Fanfarenzug Friedland, Fanfarenzug Marzahn, Fanfarenzug Zwochau, Spielmannszug Einheit 68 Ruhland, Spielmannszug Komptendorf, Spielmannszug Lauchhammer, Schalmeienorchester Tettau/Frauendorf und TSG Lübbenau 63.
 
Quelle Lausitz am Sonntag (19.09.2010) 
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Fanfaronade blies zur Weltmeisterschaft

Cottbus 850 Musiker haben am Samstag bei der diesjährigen Fanfaronade das Energiestadion zum Klingen gebracht. 17 Ensembles aus fünf Bundesländern, darunter Spielmannszüge, Fanfarenzüge und Schalmeienorchester, kämpften mit Marsch- und Showdarbietungen in mehreren Kategorien um die begehrten Titel.

Die Wiederholung des Vorjahrestriumphes nahmen die Gewinner als gutes Omen für die im September in ihrer Heimatstadt anstehende Verteidigung des Weltmeistertitels. Dabei werden sie wieder auf die Strausberger und den Fanfarenzug Berlin treffen, der in Cottbus Rang drei belegte. Wie wertvoll für die Potsdamer der Fanfaronadesieg war, zeigte die Siegerehrung. Die bei allen Wettbewerben peinlich exakt eingehaltene Spielformation verwandelte sich für wenige Minuten in Knäuel jubelnder, tanzender und ausgelassen feiernder Akteure. Der Dreikampf der Großensembles bescherte den rund 1000 Zuschauern in sommerlicher Hitze beeindruckende musikalische und bildliche Erlebnisse. Während im Marschwettbewerb Exaktheit und Gleichklang dominierten, gab es im Showwettbewerb fantasievolle Choreografien und auch ungewohnte Klänge zu erleben. Die Formationen benötigten fast das ganze Spielfeld, um die komplizierten Figuren mit vielen unerwarteten Elementen in großer Harmonie zeigen zu können. Potsdam, Strausberg und Berlin belegten auch die Spitzenplätze bei der 20. Offenen Meisterschaft des Märkischen Turnerbundes für Naturfanfarenzüge. Bei den Schalmeienorchestern siegte Stahl Brandenburg. Landesmeister bei den Spielmannzügen wurde Stahl Brandenburg vor Mittenwalde und Lübbenau. Einen weiteren Erfolg für die Lausitz gab es in der Pokalklasse, wo die Briesker Marga-Fanfaren im Marsch- und im Showwettbewerb jeweils den zweiten Platz hinter der TSV Leipzig Nordost belegten. Den ganzen Tag über erfüllte Musik nicht nur das Stadion selbst, wo die Wettbewerbe abliefen, sondern auch die Trainingsplätze. Dort spielten sich die Nachwuchs- und Erwachsenenensembles für ihre Auftritte ein. Gelungene Darbietungen wurden vom Publikum auf der Osttribüne mit Beifall, Jubelstürmen und laut schmetternden Instrumenten gefeiert. Wir haben mehr Ensembles als im Vorjahr für die Fanfaronade gewonnen. Diesen Weg wollen wir fortsetzen«, sagte der Vizepräsident des Märkischen Turnerbundes, Bernd Schenke. »Einige Ensembles befinden sich im Aufwind. Andere kämpfen noch mit den Folgen des Einbruchs Ende der 90er Jahre, als viele Mitglieder wegzogen oder austraten und kein Nachwuchs gewonnen werden konnte. «

 
von Ronald Ufer
Lausitzer Rundschau vom 07.06.2010

 

Bis zum Gesamtsieg der Fanfaronade erlebten die Zuschauer den erwarteten Zweikampf zwischen dem vorjährigen Titelgewinner und amtierendem Weltmeister, dem Fanfarenzug SG Potsdam, und den Dauerrivalen vom KSC Strausberg. Diese konnten die Favoriten zwar im Marschwettbewerb schlagen, mussten im Gesamtwettbewerb den Potsdamern aber den Vortritt lassen.